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Hinweise zu universitären Veranstaltungen und Neuigkeiten

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Heute war die letzte Sitzung meines Seminars „Assemblerprogrammierung für Medienwissenschaftler“, das ich an der Uni Paderborn gegeben habe. Im Laufe des Semesters haben die Studenten den MOS 6502 kennen und programmieren gelernt. Ab der zweite Kurshälfte haben wir uns auf ein gemeinsames Programmierprojekt geeinigt, bei dem induktiv aus verschiedenen Algorithmen zur Grafikprogrammierung und Steuerung ein Abschießspiel entstanden ist. Maßgeblich für das Coding war dabei einer der Studenten, dessen Entwürfe wir Sitzung für Sitzung analysiert, erweitert und debuggt (häufiger aber mit neuen Bugs ausgestattet) haben. Am Ende steht nun ein fast komplettes Shooterspiel, bei dem man eine Kanone auf dem unteren Bildschirmrand steuert, um Vögel, die über einen hinweg fliegen, abzuschießen. In der finalen Version sollten die Vögel selbst auch noch zurückschießen und versuchen alle drei Kanonen, die der Spieler hat, nacheinander zu treffen; leider sind wegen Krankheit zwei Sitzungen ausgefallen, so dass das Spiel vorerst ein Stump ist, der allerdings funktioniert.

Davon kann man sich auf dieser Webseite überzeugen:

https://homepages.uni-paderborn.de/cgeppert/6502asm/index.html

Dort wählt man im Pulldown-Menü das Programm „chickshoot.asm“ aus, klickt auf „Compile“ und dann auf „Run“.

Mit den Tasten „A“ und „D“ kann man die Kanone steuern, mit „M“ einen Schuss abgeben. (Derzeit noch als Easter Eggs implementiert ist die Taste „Z“, mit der die Zufallsgeschwindigkeiten der Vögel geändert werden können und die Taste Shift-M, mit der ein Laserstrahl abgefeuert werden kann.)

Abermals hat sich der 6502-Assembler als ideale didaktische Programmiersprache erwiesen. Die Entwicklungsumgebung ist ein auf JavaScript basierender Emulator, der zwar noch einige Fehler enthält, aber ein für Lehrzwecke ideal reduzierte Plattform darstellt. (Interrputs sind nicht möglich, Ausgaben erfolgen ausschließlich auf dem 32×32 Pixel großen Bildschirm, Eingaben sind nur über die Tastatur vornehmbar). Der Emulator ist Freeware und kann bei GitHub abgerufen und auf eigenen Webseiten implementiert werden.

P.S. Der Student, der den JavaScript-Emulator auf seine Webseite implementiert hat, hat dabei gleich zwei ihm bekannte Fehler aus dem JavaScript-Code korrigiert.

Game Circuit #17: Computerspiele(Computer(spiele))

Folge 17 der Reihe „Game Circuits“ widmet sich der Darstellung von Computern und Computerspielen innerhalb von Computerspielen. In einem einleitenden Vortrag wird die Geschichte und Phänomenologie dieses Motivs an konkreten Beispielen vorgestellt und seine kultur- und literaturwissenschaftlichen Untersuchungsmethoden denen der Computer(spiel)archäologie gegenüber gestellt. (Die Verschriftlichung des Vortrags bildet ein Kapitel im gerade entstehenden Tagungs-Buch „Videospiele: Interdisziplinäre Perspektiven“.)

Danach können auf circa einem Dutzend historischer Computerplattformen einige dieser Spiele hands-on erforscht werden.

Der Eintritt ist wie immer frei und die Öffentlichkeit herzlich zur Teilnahme eingeladen.

Lehrveranstaltungen im Wintersemester

Zu meiner freudigen Überraschung bin ich im August eingeladen worden am Institut für Medienwissenschaften der Universität Paderborn die Professur für Medien, Algorithmen und Gesellschaft im Wintersemester 2016/17 zu vertreten.

Zu meinem dortigen Deputat gehören 4 Seminare, die ich zwischen Bachelor- und Master- im Medienwissenschaften- und Informatik-Studium gebe:

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Return to Fractalus

Nächstes (oder übernächstes) Semester gebe ich ein Seminar zur Geschichte, Theorie und Implementierung von Fraktalen auf Computern. In diesem Zusammenhang wurde ich heute auf eine Sammlung extrem kleiner Mandelbrot-Fraktal-Programme aufmerksam gemacht. Darunter befindet sich nicht nur ein 64 Byte großer Algorithmus in Assembler, sondern auch ein Apfelmännchen-förmiges Fraktal-Programm in C.

FraCtal

Game Circuit #16: Hands on C=64

gc16

Schiffe (ver)raten

Im November 2011 entstand im Rahmen meines BA-Seminars „It’s more fun to compute!“ neben dem hier bereits mehrfach erwähnten „Tennis für Drei“ auch ein Spiel für Digitalcomputer: Eine einfache Schiffe-Versenken-Variante, die ich zusammen mit den Studierenden des Kurses sukzessive aus einem Algorithmus für „Zahlenraten“ entwickelt habe. Die Idee dahinter war, das Raten eines Punktes (einer Zahl) auf einer Linie (dem eindimensionalen Zahlenstrahl der natürlichen Zahlen im Intervall N[0,100]) auf eine zweidimensionale Fläche auszudehnen. Der Punkt wird darauf mit zwei Koordinaten lokalisiert.

schiffe-versenken.bas

Der unten aufgeführte Codes ist in der Sprache Chipmunk-BASIC formuliert. Eine Erweiterung hätte noch den Gegenzug des Computers, weitere zu treffende Objekte usw. berücksichtigen sollen. Insbesondere für den ersten Punkt wurde im Kurs bereits der Algorithmus für eine Heuristik des Zahlenratens (eine Rate-KI) formuliert, der auf sukzessive Neueingrenzung des Rate-Intervalls mittels divide and conquer basiert.

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Feierliche Buchvorstellung

Buchvorstellung

Wissens-Appa/Repara/turen

Heute habe ich erfahren, dass mein Vortrags- und Artikelvorschlag für den Workshop „Kulturen des Reparierens und die Lebensdauer technischer Dinge“, der am 19. und 20. Januar 2017 am IZWT (Interdisziplinäres Zentrum für Wissenschafts- und Technikforschung) an der Bergischen Universität Wuppertal stattfindet, angenommen wurde. Ich werde zusammen mit unserem Elektroniker/Restaurator Marius Groth und dem von Hans Franke geliehenen Sol-20 zum Workshop fahren, um dort die epistemologischen und technischen Implikationen der Restaurierung zu diskutieren.

Hier der Abstract unseres Vortrags:

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Game Circuit #14: Sprach(-)Spiele

Gegenstand der Sitzung ist das vielfältige Verhältnis von gesprochenen und geschriebenen, natürlichen und formalen Sprachen zu Computern und ihrer Geschichte – natürlich unter besonderer Berücksichtigung des Computerspiels. Mit zahlreichen, spielbaren Implementierungen auf 8- und 16-Bit-Systemen.

Epistemologisch steht folgendes auf dem Spiel(plan):

1. Katetorie „Speak & Spike“:
Intellivision: Intellivoice-Spiele
TI 99/4a: Parsec
Vectrex: Spike
Fundus-Schachcomputer: Schach
Commodore Amiga: Chessmaster 2000
Texas Instruments: Speak & Spell

2. Katetorie „Chomsky-Hierarchie 0“:
TRS-80 Model 1: Eliza
Commodore C64: Little Computer People
IBM 5155: Collossal Cave Adventure
Exidy Sorcerer: Hang Man in BASIC zum Abtippen

3. Katetorie „Take-off der Signifikanten“:
Sol-20: Target
Commodore PET 2001: Artiellery (PETSCII Game)
Atari XL: Blue Max (mit Blockgrafik-Bug)
Power-Mac: VVVVVV

Wir stellen hier erstmals unsere jüngst restaurierten und reparierten Hardware-Klassiker operativ aus!

Vorab gibt es einen Vortrag von Christoph Borbach und mir.

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Me@MAH 2015

Jüngst ist die Videoaufzeichnung des „Media Archaeology“-Panels der Media Arts History Conference, an der ich Anfang November in Montreal teilgenommen habe, veröffentlicht worden. Zusammen mit Lori Emerson, Joasia Krysa, Jesper Olsson und Jussi Parikka habe ich dort über Media Labs vorgetragen und unser Signallabor als Ort für Lehre und Forschung vorgestellt. Das war mein erster frei gehaltener englischsprachiger Vortrag, weshalb ich eventuell auftretende phonetische, morphologische und syntaktische Ungereimtheiten zu entschuldigen bitte.

Lehre im Sommersemester 2016

Meine Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2016

  • Hands on Commodore 64! Archäologie einer Computer-Plattform (BA Modul 1)
  • Artefakte des Medienarchäologischen Fundus (BA Modul IX)
  • Grafik- und Soundprogrammierung in Assembler (BA/MA Projektmodul)

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»praktische und zuweilen pragmatische Vorgehensweisen«

Die Projektarbeit unseres Studenten Johannes Maibaum ist nun abgegeben und benotet. Er hat (zusammen mit Mario Keller) ein Flash-Speicher-Modul für die Spielkonsole „VC-4000“ der Firma Interton entwickelt. Mittels Flashkarte lassen sich nun Programm-ROM-Dateien direkt in die Konsole laden. Dies erleichtert nicht nur die Entwicklung neuer Spiele für die „VC-4000“, sondern stellt auch einen wichtiger Beitrag zur Software-Archivierung dar!

Die umfangreiche Dokumentation des Projektes, die neben den Sourcecodes und Platinenlayouts auch eine medientheoretische Einordnung des Retrocomputing liefert, habe ich mit Genehmigung des Autors auf der Webseite des Signallabors veröffentlicht. Mit der Produktion von Platinen für das Multi-ROM soll im kommenden Frühjahr begonnen werden. Interessierte erfahren hier und auf der Facebook-Seite von Bestellmöglichkeiten.

VCFB 2015

Das Festival ist vorüber. Insgesamt 1000 Besucher haben am vergangenen Wochenende das Pergamon-Palais aufgesucht. Fotos der Veranstaltung finden sich auf der Facebook-Seite Computerarchäologie. Die meisten Vortrage sind bereits auf dem Server des CCC als Video anzuschauen.

Die Presse war wieder erfreulich vielfältig vor und auf dem Festival tätig. Für eine Corso-Sendung habe ich am Freitag dem Deutschlandfunk ein Interview gegeben; derselbe Sender war am Sonntag auch noch einmal anwesend und hat mehrere Teilnehmer interviewt. (Beide Audio-Dateien unten angehängt).

Im nächsten Jahr wird es wieder ein VCFB bei uns im Hause geben.

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Logik-Jumper

Im Rahmen des letztsemestrigen Assembler-Programmierworkshops zum Motorola 6809 ist ein Spiel als Projekt eingereicht worden, das nun der Öffentlichkeit vorgestellt werden kann. Es handelt sich um „The J Game“ von Jan Haasch, einem Master-Studenten der Wirtschaftsinformatik an der HU Berlin. Das kleine Spiel für die MB Vectrex stellt die Rudimentärform eines Jump’n’Run-Games dar, bei dem eine Spielfigur über von der Seite herein scrollende „Mauern“ springen muss. Der Schwierigkeitsgrad (Anzahl und Abstand der Mauern, Scrollgeschwindigkeit) erhöht sich dabei sukzessive innerhalb eines Levels und von Level zu Level.

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Time After Time – Vortragstitel, Abstracts, Plakat

Nach etwa zehn Jahren Forschung und Entwicklung wird im Jahr 1965 mit dem Dartmouth-Time-Sharing-System (DTSS) das erste kommerzielle Time-Sharing-Betriebssystem veröffentlicht. Die stellt nicht nur einen wichtigen Schritt zur Ökonomisierung von Computerarbeitszeit dar, weil nun mehrere Nutzer „gleichzeitig“ über Terminals an einem Rechner arbeiten können, sondern führt zugleich auch zahlreiche Technologien zusammen, ohne die solch ein System nicht funktionieren könnte: angefangen bei der Verwendung von Interrupts über die Entwicklung funktionsangemessener Speicher- und Dateiverwaltungskonzepte bis hin zu neuartigen Schnittstellen (wie der IEEE-488) zur Anbindung von Peripherien an Time-Sharing-Systeme. Software, die auf Time-Sharing-Systemen läuft, muss sich – ebenso wie die angeschlossene Hardware – dem temporalen Regime des Betriebssystems „unterwerfen“.

Mit Time-Sharing-Systemen beginnt aber auch das Zeitalter, in dem der Computer für Anwender und Programmierer „unsichtbar“ wird. Denn zusätzlich zur kurz darauf folgenden Miniaturisierung (Gordon E. Moore formuliert sein berühmtes Gesetz ebenfalls 1965) kommt nun auch die mögliche Distanzierung des Rechners von seinen Peripherien. Als Folge aus der Time-Sharing-Entwicklung entstehen Rechner, die weitab von ihren Terminals in Rechenzentren verschwinden. Dieses Verschwinden der „hulking giants“ ermöglicht es dem Computer, in die zivile Öffentlichkeit einzudringen. Doch dies macht auch eine „Gängelung“ des Nutzers nötig, um Daten und Stabilität zu schützen. Eine Provokation, aus der bereits in den frühen 1960er-Jahren die Hacker-Kultur emergiert. Die Implikationen des Time-Sharing sind also gleichsam technisch, sozial und epistemologisch brisant.

Auf der Kurztagung „Time After Time“ soll anlässlich dieses Jubiläums das Verhältnis von Computern, Betriebssystemen und elektronischer Zeitverwaltung resümiert und diskutiert werden. Hierzu werfen Computerhistoriker, Informatiker, Medienwissenschaftler und andere einen technisch informierten Blick auf das Engverhältnis von Zeit und Computer aus philosophischer und archäologischer Perspektive.

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Der Commodore 64

Für das Sommersemester 2016 plane ich einen BA-Kurs zum Commodore 64. In diesem soll die Geschichte, Technik und Kultur des C64 unter medienarchäologischer Perspektive erforscht werden. Passenderweise sendet SternTV morgen Abend einen kleinen Beitrag zu diesem clash of the generations.

Schach dem Schachcomputer

An diesem Mittwoch, den 29.04.15, erwartet uns im Kolloquium Thomas Nitsche mit seinem Vortrag „Mephisto Schachcomputer und MATH 42.“ Die anschließende Diskussion wird von mir moderiert. (mehr …)

Lee Felsenstein

Heute hat Lee Felsenstein, der langjährige Leiter des „Homebrew Computer Club„, Initiator des „Community Memory Project“ und Erbauer der „Sol-20„- und „Osborne-1„-Computer seine Teilnahme am diesjährigen VCFB zugesagt. Er wird einen Vortrag über seine damaligen Arbeiten im Rahmen der Kurztagung „Time After Time – 50 Jahre Timesharing“ halten und hat angeboten, sich am Repair-Workshop zu beteiligen. Wer also einen defekten Osoborne-1- oder SOL-20-Computer besitzt, sollte ihn am ersten Oktoberwochenende nach Berlin bringen.

Time for Medien ∩ Wissenschaften

In Kürze findet der Workshop „Medien ∩ Wissenschaften“ bei uns im Signallabor statt, bei dem zusammen mit Natur-, Ingenieur- und Geisteswissenschaftlern ein Lehrbuch für Medienwissenschaftler konzipiert werden soll.

Mittlerweile gibt es auch eine Timeline für die Vorträge:

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SAVE „GAME“,8,1

Am 22. April findet der von der Arbeitsgruppe „Langzeitarchivierung“ der Gesellschaft für Informatik initiierte Workshop „Save Game – Legal Challanges in Game Preservation“, bei dem die Medienwissenschaft Gastgeberin ist, bei uns im Medientheater statt. Ich halte dort einen Vortag über Probleme und Möglichkeiten der Code- und Hardware-nahen Forschung an historischen Computerspielen.

Der Workshop ist öffentlich. Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung:

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