SimulationsRaum Rotating Header Image

Uni

Hinweise zu universitären Veranstaltungen und Neuigkeiten

Return to Fractalus

Nächstes (oder übernächstes) Semester gebe ich ein Seminar zur Geschichte, Theorie und Implementierung von Fraktalen auf Computern. In diesem Zusammenhang wurde ich heute auf eine Sammlung extrem kleiner Mandelbrot-Fraktal-Programme aufmerksam gemacht. Darunter befindet sich nicht nur ein 64 Byte großer Algorithmus in Assembler, sondern auch ein Apfelmännchen-förmiges Fraktal-Programm in C.

FraCtal

Game Circuit #16: Hands on C=64

gc16

Schiffe (ver)raten

Im November 2011 entstand im Rahmen meines BA-Seminars „It’s more fun to compute!“ neben dem hier bereits mehrfach erwähnten „Tennis für Drei“ auch ein Spiel für Digitalcomputer: Eine einfache Schiffe-Versenken-Variante, die ich zusammen mit den Studierenden des Kurses sukzessive aus einem Algorithmus für „Zahlenraten“ entwickelt habe. Die Idee dahinter war, das Raten eines Punktes (einer Zahl) auf einer Linie (dem eindimensionalen Zahlenstrahl der natürlichen Zahlen im Intervall N[0,100]) auf eine zweidimensionale Fläche auszudehnen. Der Punkt wird darauf mit zwei Koordinaten lokalisiert.

schiffe-versenken.bas

Der unten aufgeführte Codes ist in der Sprache Chipmunk-BASIC formuliert. Eine Erweiterung hätte noch den Gegenzug des Computers, weitere zu treffende Objekte usw. berücksichtigen sollen. Insbesondere für den ersten Punkt wurde im Kurs bereits der Algorithmus für eine Heuristik des Zahlenratens (eine Rate-KI) formuliert, der auf sukzessive Neueingrenzung des Rate-Intervalls mittels divide and conquer basiert.

(mehr …)

Feierliche Buchvorstellung

Buchvorstellung

Wissens-Appa/Repara/turen

IMG_4672

Heute habe ich erfahren, dass mein Vortrags- und Artikelvorschlag für den Workshop „Kulturen des Reparierens und die Lebensdauer technischer Dinge“, der am 19. und 20. Januar 2017 am IZWT (Interdisziplinäres Zentrum für Wissenschafts- und Technikforschung) an der Bergischen Universität Wuppertal stattfindet, angenommen wurde. Ich werde zusammen mit unserem Elektroniker/Restaurator Marius Groth und dem von Hans Franke geliehenen Sol-20 zum Workshop fahren, um dort die epistemologischen und technischen Implikationen der Restaurierung zu diskutieren.

Hier der Abstract unseres Vortrags:

(mehr …)

Game Circuit #14: Sprach(-)Spiele

Gegenstand der Sitzung ist das vielfältige Verhältnis von gesprochenen und geschriebenen, natürlichen und formalen Sprachen zu Computern und ihrer Geschichte – natürlich unter besonderer Berücksichtigung des Computerspiels. Mit zahlreichen, spielbaren Implementierungen auf 8- und 16-Bit-Systemen.

Epistemologisch steht folgendes auf dem Spiel(plan):

1. Katetorie „Speak & Spike“:
Intellivision: Intellivoice-Spiele
TI 99/4a: Parsec
Vectrex: Spike
Fundus-Schachcomputer: Schach
Commodore Amiga: Chessmaster 2000
Texas Instruments: Speak & Spell

2. Katetorie „Chomsky-Hierarchie 0“:
TRS-80 Model 1: Eliza
Commodore C64: Little Computer People
IBM 5155: Collossal Cave Adventure
Exidy Sorcerer: Hang Man in BASIC zum Abtippen

3. Katetorie „Take-off der Signifikanten“:
Sol-20: Target
Commodore PET 2001: Artiellery (PETSCII Game)
Atari XL: Blue Max (mit Blockgrafik-Bug)
Power-Mac: VVVVVV

Wir stellen hier erstmals unsere jüngst restaurierten und reparierten Hardware-Klassiker operativ aus!

Vorab gibt es einen Vortrag von Christoph Borbach und mir.

gamecircuits14

Me@MAH 2015

Jüngst ist die Videoaufzeichnung des „Media Archaeology“-Panels der Media Arts History Conference, an der ich Anfang November in Montreal teilgenommen habe, veröffentlicht worden. Zusammen mit Lori Emerson, Joasia Krysa, Jesper Olsson und Jussi Parikka habe ich dort über Media Labs vorgetragen und unser Signallabor als Ort für Lehre und Forschung vorgestellt. Das war mein erster frei gehaltener englischsprachiger Vortrag, weshalb ich eventuell auftretende phonetische, morphologische und syntaktische Ungereimtheiten zu entschuldigen bitte.

Lehre im Sommersemester 2016

Meine Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2016

  • Hands on Commodore 64! Archäologie einer Computer-Plattform (BA Modul 1)
  • Artefakte des Medienarchäologischen Fundus (BA Modul IX)
  • Grafik- und Soundprogrammierung in Assembler (BA/MA Projektmodul)

(mehr …)

»praktische und zuweilen pragmatische Vorgehensweisen«

Die Projektarbeit unseres Studenten Johannes Maibaum ist nun abgegeben und benotet. Er hat (zusammen mit Mario Keller) ein Flash-Speicher-Modul für die Spielkonsole „VC-4000“ der Firma Interton entwickelt. Mittels Flashkarte lassen sich nun Programm-ROM-Dateien direkt in die Konsole laden. Dies erleichtert nicht nur die Entwicklung neuer Spiele für die „VC-4000“, sondern stellt auch einen wichtiger Beitrag zur Software-Archivierung dar!

Die umfangreiche Dokumentation des Projektes, die neben den Sourcecodes und Platinenlayouts auch eine medientheoretische Einordnung des Retrocomputing liefert, habe ich mit Genehmigung des Autors auf der Webseite des Signallabors veröffentlicht. Mit der Produktion von Platinen für das Multi-ROM soll im kommenden Frühjahr begonnen werden. Interessierte erfahren hier und auf der Facebook-Seite von Bestellmöglichkeiten.

VCFB 2015

Das Festival ist vorüber. Insgesamt 1000 Besucher haben am vergangenen Wochenende das Pergamon-Palais aufgesucht. Fotos der Veranstaltung finden sich auf der Facebook-Seite Computerarchäologie. Die meisten Vortrage sind bereits auf dem Server des CCC als Video anzuschauen.

Die Presse war wieder erfreulich vielfältig vor und auf dem Festival tätig. Für eine Corso-Sendung habe ich am Freitag dem Deutschlandfunk ein Interview gegeben; derselbe Sender war am Sonntag auch noch einmal anwesend und hat mehrere Teilnehmer interviewt. (Beide Audio-Dateien unten angehängt).

Im nächsten Jahr wird es wieder ein VCFB bei uns im Hause geben.

IMG_4947

Logik-Jumper

j-game-emu1

Im Rahmen des letztsemestrigen Assembler-Programmierworkshops zum Motorola 6809 ist ein Spiel als Projekt eingereicht worden, das nun der Öffentlichkeit vorgestellt werden kann. Es handelt sich um „The J Game“ von Jan Haasch, einem Master-Studenten der Wirtschaftsinformatik an der HU Berlin. Das kleine Spiel für die MB Vectrex stellt die Rudimentärform eines Jump’n’Run-Games dar, bei dem eine Spielfigur über von der Seite herein scrollende „Mauern“ springen muss. Der Schwierigkeitsgrad (Anzahl und Abstand der Mauern, Scrollgeschwindigkeit) erhöht sich dabei sukzessive innerhalb eines Levels und von Level zu Level.

(mehr …)

Time After Time – Vortragstitel, Abstracts, Plakat

plakat_Time-After-Time

Nach etwa zehn Jahren Forschung und Entwicklung wird im Jahr 1965 mit dem Dartmouth-Time-Sharing-System (DTSS) das erste kommerzielle Time-Sharing-Betriebssystem veröffentlicht. Die stellt nicht nur einen wichtigen Schritt zur Ökonomisierung von Computerarbeitszeit dar, weil nun mehrere Nutzer „gleichzeitig“ über Terminals an einem Rechner arbeiten können, sondern führt zugleich auch zahlreiche Technologien zusammen, ohne die solch ein System nicht funktionieren könnte: angefangen bei der Verwendung von Interrupts über die Entwicklung funktionsangemessener Speicher- und Dateiverwaltungskonzepte bis hin zu neuartigen Schnittstellen (wie der IEEE-488) zur Anbindung von Peripherien an Time-Sharing-Systeme. Software, die auf Time-Sharing-Systemen läuft, muss sich – ebenso wie die angeschlossene Hardware – dem temporalen Regime des Betriebssystems „unterwerfen“.

Mit Time-Sharing-Systemen beginnt aber auch das Zeitalter, in dem der Computer für Anwender und Programmierer „unsichtbar“ wird. Denn zusätzlich zur kurz darauf folgenden Miniaturisierung (Gordon E. Moore formuliert sein berühmtes Gesetz ebenfalls 1965) kommt nun auch die mögliche Distanzierung des Rechners von seinen Peripherien. Als Folge aus der Time-Sharing-Entwicklung entstehen Rechner, die weitab von ihren Terminals in Rechenzentren verschwinden. Dieses Verschwinden der „hulking giants“ ermöglicht es dem Computer, in die zivile Öffentlichkeit einzudringen. Doch dies macht auch eine „Gängelung“ des Nutzers nötig, um Daten und Stabilität zu schützen. Eine Provokation, aus der bereits in den frühen 1960er-Jahren die Hacker-Kultur emergiert. Die Implikationen des Time-Sharing sind also gleichsam technisch, sozial und epistemologisch brisant.

Auf der Kurztagung „Time After Time“ soll anlässlich dieses Jubiläums das Verhältnis von Computern, Betriebssystemen und elektronischer Zeitverwaltung resümiert und diskutiert werden. Hierzu werfen Computerhistoriker, Informatiker, Medienwissenschaftler und andere einen technisch informierten Blick auf das Engverhältnis von Zeit und Computer aus philosophischer und archäologischer Perspektive.

(mehr …)

Der Commodore 64

kinder-80er-technik

Für das Sommersemester 2016 plane ich einen BA-Kurs zum Commodore 64. In diesem soll die Geschichte, Technik und Kultur des C64 unter medienarchäologischer Perspektive erforscht werden. Passenderweise sendet SternTV morgen Abend einen kleinen Beitrag zu diesem clash of the generations.

Schach dem Schachcomputer

An diesem Mittwoch, den 29.04.15, erwartet uns im Kolloquium Thomas Nitsche mit seinem Vortrag „Mephisto Schachcomputer und MATH 42.“ Die anschließende Diskussion wird von mir moderiert. (mehr …)

Lee Felsenstein

IF

Heute hat Lee Felsenstein, der langjährige Leiter des „Homebrew Computer Club„, Initiator des „Community Memory Project“ und Erbauer der „Sol-20„- und „Osborne-1„-Computer seine Teilnahme am diesjährigen VCFB zugesagt. Er wird einen Vortrag über seine damaligen Arbeiten im Rahmen der Kurztagung „Time After Time – 50 Jahre Timesharing“ halten und hat angeboten, sich am Repair-Workshop zu beteiligen. Wer also einen defekten Osoborne-1- oder SOL-20-Computer besitzt, sollte ihn am ersten Oktoberwochenende nach Berlin bringen.

Time for Medien ∩ Wissenschaften

Medienwissenschaften

In Kürze findet der Workshop „Medien ∩ Wissenschaften“ bei uns im Signallabor statt, bei dem zusammen mit Natur-, Ingenieur- und Geisteswissenschaftlern ein Lehrbuch für Medienwissenschaftler konzipiert werden soll.

Mittlerweile gibt es auch eine Timeline für die Vorträge:

(mehr …)

SAVE „GAME“,8,1

Am 22. April findet der von der Arbeitsgruppe „Langzeitarchivierung“ der Gesellschaft für Informatik initiierte Workshop „Save Game – Legal Challanges in Game Preservation“, bei dem die Medienwissenschaft Gastgeberin ist, bei uns im Medientheater statt. Ich halte dort einen Vortag über Probleme und Möglichkeiten der Code- und Hardware-nahen Forschung an historischen Computerspielen.

Der Workshop ist öffentlich. Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung:

(mehr …)

»Das nenne ich Logik! Über Argumentation zur Absolutheit!«

Ich bereite gerade mein BA-Seminar zur „Logik für Medienwissenschaftler“ vor. Solche Beispiele sind mir natürlich die liebsten:

VCFB 2015 – Call for Participation

vcfb2015

Auf dem ersten Planungstreffen wurden Termine und Inhalte verabredet. Seit gestern ist nun der Call for Participation für das „Vintage Computing Festival 2015„, das am ersten Oktoberwochenende im Pergamon-Palais (Georgenstraße 47, Berlin-Mitte) stattfinden wird, lanciert. Es ist wieder Platz für Dutzende Aussteller alter Computer, Software und Peripherie. Das Thema der Sonderausstellung sind dieses mal Analogcomputer. Neben den üblichen Vorträgen,  Veranstaltungen und Workshops wird es dieses Jahr im Medientheater eine Kurztagung zum 50. Geburtstag der Timesharing-Betriebssysteme geben, für die ebenfalls gerade ein Call for Papers veröffentlicht wurde.

Call for Application: »Time After Time«

Humboldt-Universität zu Berlin
Fachgebiet Medienwissenschaft
Prof. Dr. Wolfgang Ernst // Dr. Stefan Höltgen
»Vintage Computing Festival Berlin 2015«

Call for Applications

Time After Time
50 Jahre Time-Sharing

3.10.2015

Nach etwa zehn Jahren Forschung und Entwicklung wird im Jahr 1965 mit dem Dartmouth-Time-Sharing-System (DTSS) das erste kommerzielle Time-Sharing-Betriebssystem veröffentlicht. Dies stellt nicht nur einen wichtigen Schritt zur Ökonomisierung von Computerarbeitszeit dar, weil nun mehrere Nutzer “gleichzeitig” über Terminals an einem Rechner arbeiten können, sondern führt zugleich auch zahlreiche Technologien zusammen, ohne die solch ein System nicht funktionieren könnte. Angefangen bei der Verwendung von Interrupts über die Entwicklung funktionsangemessener Speicher- und Dateiverwaltungskonzepte bis hin zu neuartigen Schnittstellen (wie der IEEE-488) zur Anbindung von Peripherien an Time-Sharing-Systeme. Software, die auf Time-Sharing-Systemen läuft, muss sich – ebenso wie die angeschlossene Hardware – dem temporalen Regime des Betriebssystems “unterwerfen”.

Mit Time-Sharing-Systemen beginnt aber auch das Zeitalter, in dem der Computer für Anwender und Programmierer “unsichtbar” wird. Denn zusätzlich zur kurz darauf folgenden Miniaturisierung (Gordon E. Moore formuliert sein berühmtes Gesetz ebenfalls 1965) kommt nun auch die mögliche Distanzierung des Rechners von seinen Peripherien. Als Folge aus der Time-Sharing-Entwicklung  entstehen Rechner, die weitab von ihren Terminals in Rechenzentren verschwinden. Dieses Verschwinden der “hulking giants” ermöglicht es dem Computer in die zivile Öffentlichkeit einzudringen. Doch dies macht auch eine “Gängelung” des Nutzers nötig, um Daten und Stabilität zu schützen. Eine Provokation, aus der bereits in den frühen 1960er-Jahren die Hacker-Kultur emergiert. Die Implikationen des Time Sharing sind also gleichsam technisch, sozial und epistemologisch brisant.

Auf der Kurztagung “Time After Time” während des Vintage Computing Festivals Berlin 2015 soll anlässlich dieses Jubiläums das Verhältnis von Computern, Betriebssystemen und elektronischer Zeitverwaltung resümiert und diskutiert werden. Hierzu sollen Computerhistoriker, Informatiker, Medienwissenschaftler und andere einen technisch informierten Blick auf das Engverhältnis von Zeit und Computer aus philosophischer und archäologischer Perspektive werfen.

Reichen Sie Ihr Abstract für einen Vortrag von ca. 45 Minuten Länge nebst einer kurzen Biografie bis zum 30.07.2015 bei stefan.hoeltgen@vcfb.de ein.

“Time After Time”
Kurztagung auf dem Vintage Computing Festival Berlin 2015
Oktober 2015, 10-18 Uhr
Humboldt-Universität zu Berlin
Pergamon-Palais, Raum 0.01 (Medientheater)