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Retro

Denn sie wissen, was sie tun

Heute habe ich die aktuelle Ausgabe 28 des RETURN-Magazins bekommen. Darin ist dem Spiel „Space Invaders“ die Titelstory und dem Dortmunder Computermuseum Binarium ein ausführlicher Bericht gewidmet. Ich selbst habe zwei Texte beigesteuert: Eine Rezension zu John Aycocks Buch „Retrogame Archeology“, das im vergangenen Jahr bei Springer erschienen ist, und eine neue Folge meiner „Old Bits“-Kolumne, in der ich dieses mal über die Begriffe „Nostalgie“, „Revival“ und Retro“ als Konzepte für das Selbstverständnis von Retrocomputing schreiben.

Archäologie, allenthalben.

„Die Plattform GOG ist daher weniger ein reiner Online-Händler als vielmehr ein Team von Spiele-Archäologen: Sie graben alte Spiele für neue Betriebssysteme aus.“ (Tagesspiegel)

Listen carefully!

Zusammen mit Torsten Othmer habe ich auf der Webseite von „Der Freitag“ einen Text über mit Computer-Peripherie erzeugte Musik publiziert. Ausgehend von der Umdeutung des „Störgeräusches“ (etwa durch PC-Lüfter) als Sound unternehmen wir einen Ausflug in die Welt des kreativen Missbrauchs von Druckern, Scannern, Disketten- und Festplattenlaufwerken bis hin zu exotischen Apparaten (wie CNC-Maschinen, Tesla-Coils oder Schrittmotoren) – gestützt durch Beispielvideos, in denen dem Leser vorgespielt wird, wovon wir schreiben.

Mitte August erscheint dann die dazu passende RETRO-Ausgabe:

Retro28-Umschlag

Altairclone

Ein Clone des „ALTAIR 8800“-Computers lässt sich recht kostengünstig selbst herstellen, wie man hier nachlesen kann. Die völlig überzogenen, astronomisch hohen eBay-Preise dieses Rechners bezeugen also allenfalls seine Auratisierung – mit anderen Worten: man bezahlt eigentlich einen Heiligenschein. Ähnliches dürfte für den „Apple I“ gelten, dessen einzig wertvolles (weil seltenes) Bauteil wohl der ROM-Chip darstellt, der aber als Image-Datei im Netz liegt und sich deshalb problemlos auf ein (sogar zeitgenössisches) EPROM brennen lässt. Aber wahrscheinlich macht man sich sogar des Betrugs verdächtig, wenn man ein solcherart nachgebautes Gerät als „Original“ bezeichnet, obwohl es nichts anderes darstellt.

Etwas ganz anderes sind die wirklich originellen Hardware-Emulatoren beider Geräte, wie man sie bei Briel Computers erwerben kann. Die basieren dann natürlich auf neuester Hardware und sind damit echt retro.

Digital Death

Auf Golem.de ist gestern ein Artikel zu Kopierschutz-Maßnahmen bei klassischen Arcade-Automaten erschienen.

Lotek64 #40

Heute ist die 40. Ausgabe der Online-Zeitschrift „Lowtek64“ erschienen und kann als PDF von der Webseite geladen werden.

 

Grenzenlos

„It’s more fun to compute!“ Computer & Spiel / Analog & Digital / Theorie & Praxis

Meine Lehrveranstaltung für das kommende Semester ist geplant: Eine Einführung in das Programmieren von Spielen auf Digitalcomputern (unter den besonderen Bedingungen, Beschränkungen und Möglichkeiten der 8-Bit-Homecomputer-Hardware)

(mehr …)

Sharp PC-2500

Aus Auflösungsbeständen des medienarchäologischen Fundus‘:

Sharp PC-2500 (Baujahr 1985)

mit eingebautem 4-Farb-Plotter (und unbenutzten Stiften!)

Retro #19

Heute (nach Urlaubsrückkehr) im Briefkasten gefunden:

RETRO Magazin, Nr. 19. Darin neben einem Report übers Berliner Computerspiele-Museum, Einem Essay über die Geschichte von Videospiel-Zwischensequenzen und anderem Lesenswerten mein Interview mit Mario Berluti, dem Vorstandsmitglied des Karlsruher RetroGames e.V., welchen ich im Sommer letzten Jahres (anlässlich der „Postapocalyptica 2010“) besucht habe.

Mehr Informationen und Bezugsmöglichkeiten: hier

Spiel&Film

Einem meiner häufiger thematisierten Arbeitsbereiche, nämlich dem Nexus von Spiel und Film, widmet sich die übermorgen erscheinende Ausgabe #16 der Zeitschrift RETRO, die ich jedem Computerspiel- und Retrotechnik-Interessiertem zu kaufen nahe lege.

Ich selbst habe mich mit einem Artikel beteiligt, mit dem ich schon seit einigen Jahren schwanger gehe: nämlich wie die frühen Spiele von „Lucas FilmGames“ („Ballblazer“, „Rescue on Fractalus“, „The Eidolon“ und „Koronis Rift“) Ästhetiken des Spielfilms einsetzen und fortentwickeln – unter besonderer Berücksichtigung ihrer fraktalen Raumsimulation. Mein Text findet sich im Heft auf den Seiten 56 bis 61.

Hier finden sich weitere Infos zur Ausgabe.

Zur nachfolgenden RETRO-Nummer (#17), die das Thema „Sex und Videospiele“ hat, habe ich ein Interview mit dem „Sex Games“-Programmierer Thomas Landgraf beigesteuert.

SX64 vs. SS44

Schon am Freitag habe ich den wundervollen und witzigen Film „Operation: Zeitsturm“ der Elektropop-Band „Welle: Erdball“ gesehen, in dem es um Zeitreisen und alte Computer geht – untermalt mit elektronischer Musik. Eine Kritik dazu von mir findet sich heute bei F.LM.

mehr: F.LM

MegaMan – Die Filmkritik

Gestern hatte ich ja bereits auf den MegaMan-Film hingewiesen. Weil wir bei F.LM ohnehin gerade in der Planung eines neuen Formates waren – VidCasts als „sichtbare Ergänzung“ zu den schon recht erfolgreichen Podcasts, habe ich mit Jochen Werner kurzerhand das erste VidCast zum „MegaMan – Fan Film“ hergestellt und heute morgen bei YouTube hochgeladen:

Computersammlung bei der Bundeswehr

Florian Rötzer berichtet heute auf Telepolis von einer Computersammlung bei der Bundeswehr: Mit den alten Geräten sollen Datenträger wieder lesbar gemacht werden. Die Liste reicht von IBM-Großrechnern bis zum C64 und Robotron.

Mega Man the Movie

Ich bin zwar kein ausgesprochener Fan der Spielereihe „Mega Man“ (schon, weil mir die Spiele viel zu schwer sind!), aber interessant ist diese konsequent im Retro-Jump&Run-Game-Stil gehaltene Reihe dennoch. Heute lese ich auf Gamezone, dass einige Fans die Spiele so toll finden, dass sie einen über 90 Minuten langen Fanfilm über die Hintergrundgeschichte der verfeindeten Dr. Light und Dr. Wily – und natürlich deren Roboter – gedreht haben, der kostenlos online verfüg- und ansehbar ist:

„MegaMan“-Fan Film from Eddie Lebron on Vimeo.

»Denken wird rechnen und rechnen wird denken.«

Auf der Webseite des RETRO-Magazins ist gerade folgende Rezension von mir erschienen:

F. C. Delius liest:
Die Frau, für die ich den Computer erfand
Die unglaubliche Geschichte des Konrad Zuse, der den ersten Computer der Welt baute –
und die Erfindung einer unmöglichen Liebe
München: Verlag Antje Kunstmann 2010
3 CDs mit Boolet, 19,90 Euro (Amazon)

mehr: Retro

Hüpfen und Sammeln

Im RETRO-Blog habe ich gerade mein Protokoll zum letzten Retro-Spiele-Abend veröffentlicht. Dort ging es um Jump&Run-Games.

Mehr: RETRO

Computer Beat

Und zwischendurch etwas Musik – Rheingold (bekannt u.a. durch ihren Soundtrack zu „Der Fan“) mit dem Stück „Computer Beat“:

Expose me now!

Computer Sex (Expose me now, USA 1982, Joe Sherman) (DVD)

Ebenfalls als katalytische Maschine wird der Computer in „Computer Sex“ (USA 1982) inszeniert. Hier dient ein Commodore PET (beschriftet mit dem Akronym „C.L.I.T.“)  dazu, geheime Daten über das Sexualverhalten von Menschen zu speichern und dem Protagonisten Abel (Ron Jeremy) preiszugeben. Mit der Hilfe der Maschine versucht er nämlich seinem überaus keuschen Bruder Shane (Hershel Savage) das Erbe abzuluchsen, was ihm nur dann gelingt, wenn er ihn in Versuchung führt und dadurch seine Pflicht vergessen lässt. Der Computer soll hier ebenso dazu dienen, das Haus, in dem der züchtige Bruder lebt, zu verkaufen. Von den interessierten Käufern ermittelt er ebenfalls die sexuellen Vorlieben. Es ist eine wahre Offenbarungsmaschine, die dem Zuschauer in „Computer Sex“ präsentiert wird – damit wird eine immer schon bestehende Angst vor der Unsichtbarkeit der Informationsverarbeitung dieser Geräte bedient, die offenbar von keiner Privatsphäre halt macht, weil sie den Unterschied zwischen öffentlich und intim gar nicht kennt. Für den Pornofilm ist diese Indifferenz natürlich ein zentrales Thema – dieses drückt sich bereits im Alternativ-Titel „Expose me now“ als Imperativ aus. Der Computer verfügt über Daten, mit deren Hilfe sich sexuelle Kontakte anbahnen lassen, ohne dass er jedoch – wie die Roboter im Pornofilm – selbst zu einem Akteuer werden muss.

»Did any of you bring any software you’d might like to explore?«

Computer Girls (USA 1983, Constantin Besinescu) (DVD)

Man muss filmisch nicht einmal in die Zukunft reisen, um den sexual-katalytischen Effekt des Computers, denn er ist die Vermittler-Maschine par excellence, zu registrieren. 1983 entsteht der Pornospielfilm „Computer Girls“, in dem vier Frauen einen Computer-Kurs belegen, von dem sich jede einzelne zuerst gar nicht viel erhofft.

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