SimulationsRaum Rotating Header Image

Film-Tipp

Hinweise über Filme im Kino, auf DVD und im TV

Die sogenannte Medienarchäologie

Gestern sendete das ZDF im Heute-Journal einen Beitrag zum im Frankfurter Filmmuseum ausgestellten „E.T.“-Spielmodul. Hierzu wurden neben Andreas Lange vom Computerspielemuseum auch Wolfgang Ernst und ich interviewt. Gefragt wurden wir, was Medienarchäologie ist und in welchem Zusammenhang sie mit dem ausgestellten Computerspiel steht. Der Beitrag ist im Archiv des Heute-Journals abrufbar. (Bedauerlicherweise wurden die Bauchbinden von Wolfgang Ernst und mir vertauscht und unser Tun als so etwas ähnliches wie akademisches Schrottsammlen missverstanden).

Me@MAH 2015

Jüngst ist die Videoaufzeichnung des „Media Archaeology“-Panels der Media Arts History Conference, an der ich Anfang November in Montreal teilgenommen habe, veröffentlicht worden. Zusammen mit Lori Emerson, Joasia Krysa, Jesper Olsson und Jussi Parikka habe ich dort über Media Labs vorgetragen und unser Signallabor als Ort für Lehre und Forschung vorgestellt. Das war mein erster frei gehaltener englischsprachiger Vortrag, weshalb ich eventuell auftretende phonetische, morphologische und syntaktische Ungereimtheiten zu entschuldigen bitte.

Original Heidelberg

The Future of the Personal Computer

Der Commodore 64

kinder-80er-technik

Für das Sommersemester 2016 plane ich einen BA-Kurs zum Commodore 64. In diesem soll die Geschichte, Technik und Kultur des C64 unter medienarchäologischer Perspektive erforscht werden. Passenderweise sendet SternTV morgen Abend einen kleinen Beitrag zu diesem clash of the generations.

»I can hack you back in time …«

Bildschirmfoto 2015-06-02 um 21.00.11

Go, Geek!

Auf dem letztjährigen VCFB war auch ein Filmteam von ARD EinsPlus. Zum Thema Programmieren sollten dort Informatiker von heute auf die Maschinen von gestern losgelassen werden – da bleiben Spitzfingerigkeiten natürlich nicht aus. Auch ein paar Interviewpassagen mit Ausstellern und Organisatoren sind zu sehen. Hier also die vierte Folge von „Go_Geek!“.

HALT and Catch Fire

Von Peter Krapp, der in der neuen Retro einen Beitrag über Glitchart veröffentlich hat, wurde ich auf eine neue Fernsehserie hingewiesen: „Halt and Catch Fire“ erzählt die Geschichte der PC-Revolution aus der Sicht dreier Pioniere.

Wer hat’s gemacht?

Hat Intel oder Texas Instruments den Mikroprozessor erfunden? Zur Klärung dieses Streits kam es zu einem Gerichtsprozess. Texas Instruments hatte im Zuge dessen ein System rund um den 1971 entstandenen TMX-1795 8-Bit-Prozessor aufgebaut. Computer History hat nun ein Demonstrationsvideo aus dem Jahre 1993 bei YouTube hochgeladen, in dem dieses System vorgeführt wird

3D Pixels

Weitere Infos …

»Das nenne ich Logik! Über Argumentation zur Absolutheit!«

Ich bereite gerade mein BA-Seminar zur „Logik für Medienwissenschaftler“ vor. Solche Beispiele sind mir natürlich die liebsten:

To touch & to shoot

Touchscreen-Technologie der frühen 1980er und ihre Anwendung für sehende Fernlenkwaffen:

Die (andere) Silicon-Valley-Story

Maschinenträume

Ralf Bülow weist mich gerade darauf hin, dass Peter Kriegs Dokumentarfilm „Maschinenträume“ nun auf YouTube anzusehen ist:

Alle Vortragsvideos vom VCFB

Nun sich endlich alle Videos, die von den Vorträgen auf dem Vintage Computing Festival Berlin Anfang Oktober aufgenommen worden, fertig geschnitten, mit Logos und Infos versehen und online auf dem Media-Stream-Server des Chaos Computer Club verfügbar.

Die Vorträge vom VCFB

Die Vorträge, die parallel zum VCFB im Medientheater gehalten wurden, sind nun fertig geschnitten und auf Vimeo zu sehen:

Der elektrische Reporter im Signallabor

Am 10. April hatte mich ein Team der Sendung „Der elektrische Reporter“ im Signallabor besucht, um mich zum Thema „Retro-Computing“ zu interviewen. Heute Abend wird der Beitrag auf ZDF Info ausgestrahlt und kann danach von der Webseite herunter geladen oder direkt hier angesehen werden (ab 12:20):

Homebrewn again

Mit dem Homebrew Computerclub begann in den frühen 1970er-Jahren die Mikrocomputer-Revolution. Die damaligen Teilnehmer der wöchentlichen Zusammenkünfte gründeten Hard- und Softwarefirmen, die teilweise heute noch bestehen und erfolgreich sind. Das Computer History Museum hat einige von ihnen zu einem Gespräch ein- und den Film davon bei YouTube hochgeladen:

HyperCubes

Und wo wir gerade dabei sind, Zahlenräume grafisch darstellbar zu machen … Hier ein Video, dass einen 1- bis 6-dimensionalen Würfel visualisiert:

Ab Dimension 4 wird es natürlich etwas schwer mit dem mentalen Nachvollzug. Aber wer sich ein Quark mit einem Spin von 0,5 vorstellen kann, wird damit auch keine Probleme haben.

Wie ist der Vektor, Victor?

Gestern trat – als Ersatz für Claus Pias, der wegen universitärer Verpflichtungen leider verhindert war, der Linzer Hobby-Programmierer Norbert Kehrer in der Vortragsreihe auf und sprach dort über die Emulation von Spielautomaten-Spielen für 8-Bit-Homecomputer. Am Beispiel von „Asteroids“ zeigte er die Schwierigkeiten, die Automaten-Hardware in Software abzubilden – denn der „Asteroids“-Automat verfügt über einen Vektormonitor, der über eine spezielle Hardware den Kathodenstrahl direkt steuert (anstatt der Rasterzeilen-Steuerung bei „herkömmlichen“ Aracade-Automaten). Die Emulation der Vektor-Hardware war daher auch die große Herausfordernung, die Norbert Kehrer auf zwei Homecomputer (Atari 800 und C64) ganz unterschiedlich bewältigen musste – weil deren Rasterbildschirm-RAMs ganz unterschiedlich funktionieren. So war also nachzuvollziehen, wie zwei mathematisch ganz unterschiedliche Episteme ineinander überführt wurden und wie sich die Vektormathematik im diskreten Zahlenraum des Bildschirmspeichers abbilden lässt.

P.S.: Ein Besuch der Webseite von Norbert Kehrer lohnt sich: Dort finden sich eine Menge Emulatoren – für die ausgefallendsten Systeme (etwa den Mailüfterl-Großrechner oder die PDP-8, die auf einem 8-Bit-Atari emuliert wird)!