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Telepolis

Programmierte Ethik

Im neuen Sammelband „Programmierte Ethik“,  herausgegeben von Florian Rötzer, habe ich einen Beitrag über Drohnen veröffentlicht – genauer gesagt handelt es sich um eine Wiederveröffentlichung meiner Kritik zum Dokumentarfilm „Krieg & Spiele“.

Erhältlich ist der Band bei Amazon und in anderen eBook Stores.

Stefan Höltgen: Wer gesehen wird, hat schon verloren. In: Florian Rötzer (Hg.): Programmierte Ethik. Brauchen Roboter Ethik oder Moral? Hannover: Heise Medien 2016.

Mikro-Kriegserzählung

„The Commodore Wars“ und die Misere der Computergeschichtsschreibung

Computergeschichte ist Teil der Technikgeschichte, die wiederum Teil der Wirtschaftsgeschichte ist. Dies wird insbesondere dann deutlich, wenn die Historiographen ihr Augenmerk auf die Geschichte einer Computerfirma richten. „The Commodore Wars“ steht in genau dieser Tradition und erzählt aus diesem Grunde auch nichts neues. Das einzig Originelle an ihm ist, dass er dies aus berufenem Munde tut.

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Wer gesehen wird, hat schon verloren

Der neue Dokumentarfilm „Krieg & Spiele“ versucht die Beziehungen zwischen Drohnentechnologie, Robotik, KI und Computerspielen zu zeigen

Was haben ein DDR-Modellflugzeug-Enthusiast, eine israelische Firma für unbemannte Fluggeräte, ein Chip mit Nanodraht-Synapsen und das Computerspiel „Call of Duty: Black Ops II“ miteinander zu tun? Fast nichts? Richtig. Diese Technologie-Themen dennoch in einen intimen Zusammenhang miteinander zu bringen, schickt sich der neue Dokumentarfilm „Krieg & Spiele“ von Katrin Jurschick an.

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Das Internet der Digda

Amoralische Agenten, die Ausstülpung des Cyberspace und die Kontroverse um „Pokémon Go“

von Stefan Höltgen und Jan Claas van Treeck

Die Spieler lieben es; die Museumskuratoren hassen es: Pokémon Go. Täglich prasseln neue Nachrichten zum Spiel, das die Gamer endlich wieder vor die Haustür führt, auf die Leser von sozialen Netzwerke und Newsseiten ein. Der Tenor ist jedoch selten gewogen: Das Spiel(en) berge ein Unfall- und Verletzungsrisiko, führe zu Belästigungen und Hausfriedensbrüchen und „entweihe“ Orte, an denen Computerspiele(r) nichts zu suchen habe. Stefan Höltgen und Jan Claas van Treeck, beide Medienwissenschaftler aus Berlin, versuchen die medienepistemologische Brisanz hinter dem Hype freizulegen.

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Ein Pokémon im Signallabor

Schwäbische Aliens: Die Wiederkehr

Auf Telepolis ist heute meine Kritik zu Roland Emmerichs „Independence Day: Wiederkehr“ erschienen:

Nach seinem Ausflug in die Welt ernsthafter Sujets („Anonymous“, „White House Down“, „Stonewall“) besinnt sich Roland Emmerich wieder seiner Wurzeln und dreht einen weitere Weltuntergangs-Science-Fiction. Und auch wenn „Independence Day: Wiederkehr“ als Erzählung eher dürftig daher kommt und ideologischer wieder „amerikanischer als amerikanisch“ auftritt, schreibt Emmerich damit in seinem Kern (s)ein Projekt der europäischen Ästhetik-Tradition weiter.

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10 Jahre Telepolis

Wie ich beim Betrachten meiner Mitarbeiterseite gerade erstaunt festgestellt habe, bin seit letzte, Monat zehn Jahre Autor bei Telepolis! Meinen Einstieg hatte ich am 6. April 2004 mit einem Artikel über die Beschlagnahmung des Films „Blood Feast“. In guter „Wenn das, warum nicht auch das“-Splatterfilm-Nerdargumentation habe ich Lewis‘ Film dem damals gerade gestarteten „The Passion of the Christ“ gegenübergestellt. Danach folgten (bislang) 219 weitere Beiträge, vor allem Film- und Computerspielkritiken aber auch Essays über medienwissenschaftliche, -politische und -kulturelle Themen, Interviews und Eventberichte und nicht zuletzt eine Reihe News aus dem Astronomiebereich.

Auf die nächsten 10 Jahre!

Happy Birthday, BASIC!

Heute vor 50 Jahren – genauer: In der Nacht vom 30.04.1964 zum 01.05.1964 – erblickte die Programmiersprache BASIC das Licht der Welt. Ob es wirklich das folgende Programm war, das in jener Nacht gegen 4 Uhr als erstes erfolgreich durch den Compiler übersetzt und nach der Eingabe von RUN ausgeführt wurde, weiß ich nicht. Es ist allerdings das erste Programm, das sich im Manual der Version 1 von Dartmouth-BASIC findet:

Bildschirmfoto 2013-11-23 um 22.02.15Ich bin gespannt, wer und wo alles auf diesen runden Geburtstag reagiert (wird) und freue mich schon auf die Zukunft der Programmiersprache, die in den Retroszenen auf jeden Fall weiterleben wird! Mein Geburtstagsartikel auf Telepolis.

Phone Home

Auf Telepolis ist heute mein kleiner Beitrag zur Archäologie des VCS-Computerspiels „E. T. – The Extraterretrial“ erschienen.

Auf Telepolis ist heute ein Artikel von mir zum 50. Geburtstag von ASCII erschienen. Der 1963 erstmals standardisierte Code feiert dieser Tage Geburtstag. Was man mit ASCII alles gemacht hat und immer noch machen kann, habe ich bei Telepolis und in der nächsten LOAD aufgeschrieben!

Thanks to Bob Bemer!

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Eine Sammlung nuklearer Blütenträume

Vor etwa einem halben Jahr habe ich Rudolph Herzog bei einer Lesung aus seinem aktuellen Buch „Der verstrahlte Westernheld“ im Café Soupernova kennengelernt. Das Buch habe ich mir zur Rezension für Literaturkritik.de (folgt in Kürze) bestellt und gleich noch ein Interview mit dem Autor nachgeschoben, das heute bei Telepolis erschienen ist:

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Siddharta für Nerds

Heute ist mein Interview mit Constatin Gillies, dem Autor der drei „Extraleben“-Romane auf Telepolis erschienen.

Auf ins Nahverstrahlungsgebiet

Vergangenen Donnerstag war ich in der Pressevorführung des Spielfilms „Chernobyl Diaries“, der heute offiziell in den deutschen Kinos startet. I was not amused, wie ich in meiner Kritik bei Telepolis durchscheinen lasse.

Insert Coin

Bei Telepolis ist heute meine kurze Kritik zu „8 Bit Generation: Playing the Revolution“ erschienen, dessen erste Episode am vergangenen Donnerstag im Computerspielemuseum zu sehen war. Auf YouTube gibt es einen kurzen Einblick in diese erste Episode sowie in die (wahrscheinlich) zweite:

SEX Games

Heute vor 25 Jahren wurde das Computerspiel „Sex Games“ von der (damaligen) „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften“ als „schwer jugendgefährdend“ indiziert. Die Entwickler und Publisher, Markus und Thomas Landgraf hatten es 1985 als Teenager in ihrer Software-Schmiede „Landisoft“ selbst geschrieben. Durch die Indizierung erhielt das ohnehin sehr bekannte Spiel ein Maß an Ruhm, der es bis heute zu einem der bekanntesten Titel des 8-Bit-Computers „Commodore C64“ macht. Noch Jahre später gibt Thomas Landgraf, heute Inhaber einer Softwarefirma in Kassel, Interviews zu „Sex Games“ – etwa mit „Spiegel Online“ oder dem „RETRO“-Magazin (für welches ich mit ihn vor einiger Zeit gesprochen habe).

Im Bundesanzeiger Nr. 66 vom 27.04.2012 steht „Sex Games“ nicht mehr in der Liste der indizierten Computerspiele, weil das Spiel nach 25 Jahren und ohne Neuantrag automatisch als nicht mehr schwer jugendgefährdend gilt. Ich habe anlässlich dieses Jubiläums einen Artikel für das Magazin Telepolis geschrieben und mir den damaligen Indizierungsbeschluss von der „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ bestellt, den ich hier interessierten Lesern als anonymisiertes PDF zur Verfügung stelle.

Hardware-Erweiterung

Vergangene Woche ist die PS Vita erschienen. Ich habe mir ein Exemplar gekauft und ein paar Spiele darauf getestet. Was ich davon halte, kann man heute bei Telepolis lesen:

Bis vor kurzem waren es noch die Computer, die von neuen Technologien der Spielharedware-Entwicklung beeinflusst wurden. Seit Nintendos DS-Handheld (oder vielleicht sogar schon seit Apples Newton-Pad) hat sich dieser Vektor gedreht. Nun laufen sowohl die Computer- als auch Spiele-Hardware-Entwicklung auf ein mittleres Segment zu, das der Idee des ubiquitous computing so nah kommt, wie kaum eine Technik zuvor. Sonys neue Handheld PSVita setzt diesbezüglich neue Maßstäbe.

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Das Ding in sich

Heute ist bei Telepolis meine Kritik zum Prequel (von) „The Thing“ erschienen:

„The Thing“ und die monströse Genetik des Horrorfilms

Es gibt eine Handvoll Horror- und Science-Fiction-Stoffe, die seit den 1950er-Jahren durch die Filmgeschichte geistern und stetig neu adaptiert werden: Don Siegels „The Body Snatchers“ (1956), Byron Haskins „War of the Worlds“ (1953) oder Christian Nybys „The Thing from another World“ (1951) haben etliche Neuadaptionen erfahren – daneben gibt es zahlreiche andere Filme dieser Genres, die es auf mindestens ein Remake gebracht haben (etwa „Village of the Damned“, „The Day the Earth stood still“). Neben der Tatsache, dass die in den Filmen metaphorisierten Cold-War-Motive jeweils zeitgenössische Aktualisierungen erfahren haben, zeigen sich aber immer auch Versuche, die bedrohlichen Fiktionen irgendwie zu einem sinnvollen Schluss zu erzählen oder nachträglich narrativen Lücken zu füllen. Das Prequel „The Thing“ von Matthijs van Heijningens zeigt dies besonders eindrucksvoll.

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Aus Krawall programmiert

Heute ich bei Telepolis meine Kritik zum am Donnerstag gestarteten Film „Real Steel“ erschienen:

Wenn man nach Sportfilmen mit Robotern sucht, stößt man unweigerlich immer wieder auf eine Gruppe: die Kampfsport-Filme und insbesondere die Boxerfilme. Die Arena scheint der ideale Ort für die Begegnung von Maschine und Maschine zu sein: angefangen bei der TV-Show Robot Wars über Zeichentrickserien-Episoden wie The Simpsons: I, (Annoyed Grunt)-bot oder Futurama bis hin zu den in den 1980er- und 1990er-Jahren populären Robot Jox – Die Schlacht der Stahlgiganten-Filmen. Was macht die Menschmaschine so kampfeslustig?

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Computerspiele und Gewalt (3/4)

Heute ist der dritte Teil meines vierteiligen Essays über „Gewalt und Computerspiele“ bei Telepolis erschienen, in dem ich mich mit den einzelnen Positionen und Personen in der „Killerspiele“-Debatte beschäftige.

Gewalt und Computerspiele (2/4)

Teil 2 meines vierteiligen Essays über den „Killerspiele“-Diskurs befasst sich mit der staatlichen Zensurpraxis in Deutschland und stellt die Argumente von Amtsgerichten zum Computerspiele-Verbot anhand von „Mortal Kombat“ und „Manhunt“ vor, die beide wegen „Gewaltverherrlichung“ verboten wurden.

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Gewalt und Computerspiele

Heute ist auf Telepolis der erste Teil meiner vierteiligen Textreihe über Gewalt und Computerspiele und den „Killerspiele“-Diskurs erschienen. Darin setze ich mich zunächst mit der Geschichte von gewaltdarstellenden Computerspielen auseinander:

Nach jeder Gewalttat von Jungendlichen entbrennt sofort die Frage nach den Gründen dafür. Seit einigen Jahren werden vor allem Computerspiele zuerst genannt, wenn es darum geht, ein „Vorbild“ für irrationale Gewaltausbrüche Jugendlicher zu finden. In einem vierteiligen Essay stellt Telepolis-Autor und Medienwissenschaftler Stefan Höltgen die Anfänge dieser Debatte, entscheidende Zensurmaßnahmen, Positionen von Gegnern und Befürwortern und den Sinn der Diskussion über „Killerspiele“ dar.

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