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Festival-Tagung-Messe

Berichterstattung von vor Ort

Die lange Nacht der Computerspiele

Gestern war ich auf einem Kurzbesuch in Leipzig, weil ich anlässlich der “6. langen Nacht der Computerspiele” zu einem Vortrag über analoge und digitale Controller eingeladen wurde. (Die Einladung ging auf den Vortrag zum Analog-Computer-Workshop zurück). Es war ein wirklich beeindruckendes Erlebnis so viele verschiedene Computer- und Konsolen-Spiele, Spieler, Entwickler und Fachleute in Aktion zu sehen. Angefangen bei Selbstbau-Elektronik-Spielen über alte 8-Bit-Computer aus der DDR, die üblichen Verdächtigen aus dem Hause Commodore, Atari und Spielkonsolen aller Art, bis hin zu mehreren großen und kleinen LAN-Parties konnte man so gut wie alles spielen, was der Markt hergibt und -gab.

Ich an der Nintendo-Panzerfaust

Spannend waren vor allem auch die Vorträge: Ein Beitrag von Torsten Othmer über Netzwerk-Spiele etwa. Mit ihm habe ich mich im Laufe des Abends noch mehrfach unterhalten und an seinem 4er-Atari-ST-MIDI-netz zum ersten mal “Midi Maze” gespielt. Milo Mundt trug über aktuelle Spiele auf dem C64 vor. Es gab einen Beitrag über “RoboCup” im Beisein eines Spielers usw. Freundlicherweise hat mich Sebastian Bach (der Ex-Layouter von RETRO), der über eine unglaubliche Sammlung von Computerspiel-Controllern verfügt, die er dort teilweise ausstellte, bei sich übernachten lassen – ich durfte dafür lediglich ein paar Fernseher hin und her, rauf und runter schleppen. :-D

Sebastian verdanke ich nicht nur die Einladung zum Vortrag dort, sondern auch ein paar sehr gute “Honorare”: Ein Netzteil für den vor einiger Zeit ersteigerten EuroPC hatte er für mich, eine herrlich nerdige Kaffee-Tasse … und “Le Stick“: den ersten bewegungssensitiven Joystick, der teilweise horrende Auktionspreise erzielt und wirklich schwer zu bekommen ist. Sebastian hatte ihn doppelt (!) und konnte daher auf einen verzichten:

Naturalien

Ich bin mir sehr sicher, dass ich im kommenden Jahr wieder nach Leipzig zur langen Nacht der Computerspiele fahren werde!

Thought Analogue!

Heute ist mein Bericht über unseren Analog-Computer-Workshop auf Telepolis erschienen. Mit Bildern und Links zu den Vortragstexten und -folien.

mehr: Telepolis

Retrotopia

Am vergangenen Wochenende habe ich das Münchmer Vintage Computer Festival Europe besucht, viel gelernt, gekauft, fotografiert und einen reichhaltig illustrierten Artikel für Telepolis darüber geschrieben:

Mehr: Telepolis

6. Lange Nacht der Computerspiele

Am 05.05.2012 findet von 16:00 Uhr bis 06:00 Uhr am nächsten Morgen in der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig die 6. lange Nacht der Computerspiele statt. In den neuen Räumlichkeiten des jährlich wiederkehrenden Events werden Vorträge zu hören, Spiele zu spielen und neue und alte Computer zu bestaunen sein. Ich selbst bin als Referent eingeladen worden und trage dort zum Thema “Analoges und Digitales bei(m) Computerspielen” vor.

Game Circuit #2: Computer spielen

Am Samstag, den 21.04.2012 ist “Tag der offenen Tür” im Bereich Medienwissenschaft. ab 16 Uhr stehen interessierten die Funktionsräume offen: der medienarchäologische Fundus, das Signallabor und das Medientheater (wo es ab 20 Uhr die Premiere eines neuen Stückes geben wird). Im Verlauf des Nachmittags soll ein Science Slam stattfinden und bei einem Umtrunk stehen die Lehrenden des Bereichs für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.

An diesem Datum findet auch der zweite Teil von “Game Circuits” statt, bei dem dieses mal Computerspiele mit Künstlicher Intelligenz einer “operativen Analyse” unterzogen werden. Es soll beispielsweise dem Gerücht nachgegangen werden, die vier Geister aus Pacman besäßen unterschiedliche KIs und außerdem sollen sich ein Atari- und ein Commodore-Computer im Schachspiel gegeneinander messen. Wer teilnehmen möchte, meldet sich wie gehabt bitte per E-Mail (siehe Grafik unten) bei mir an.

Spiel/Regel(n)/Bruch

Vom 11.-13. April findet im Bereich Medienwissenschaft der HU Berlin ein durch den Lehrstuhl für Medientheorien veranstalteter Workshop über Analog-Computer statt. Unter dem Titel “Think Analogue! Archäologie, Präsenz und Künftigkeiten des Analogcomputers” stehen dort Kunstbeiträge von Musikern und Analog-Computer-Grafikern (u.a. stellt der SF-Autor Herbert W. Franke bislang unpubliziertes Bildmaterial aus den 1960er-Jahren vor!), Vorträge von Medienwissenschaftlern, Informatikern und Elektronikern sowie wie ein “Hands on”-Workshop, auf dem die Programmierung eines Analog-Computer praktisch erklärt wird, auf der Tagesordnung.

Ich selbst steuere einen Vortrag über analoge Eingabegeräte für digitale Computerspiele bei, in welchem ich mich auf meinen Forschungsgegenstand, die “Retro-Computer” (namentlich Commodore C64 und Atari XL) stütze und an praktischen Beispielen demonstriere, wie Cheating von alten Computerspielen durch analoge Eingabetechniken möglich war und ist. Darüber hinaus plane ich, zusammen mit Studenten auf einem der institutseigenen Analogcomputer das 1958 “gesteckte” Spiel “Tennis for Two” zu rekonstruieren und dort vorzustellen.

Weitere Informationen: Workshop-Seite

Zwie mal Venus und zurück

Das Sahnehäubchen des jährlichen Buchmessebesuchs ist das Wühlen auf den Antiquariatstischen vor den Messehallen. Dort bin ich mal wieder auf interessante Sachen gestoßen:

sowie einen Stapel SF-Taschenbücher:

  • Dean McLaughlin: Im Schatten der Venus
  • Ronald M. Hahn: Ein Dutzend H-Bomben
  • Richard Matheson: Ich der letzte Mensch
  • Louis Charbonneau: Tod eines Roboters
  • The Magazine of Fantasy and Science Fiction (21): Flucht in die Vergangenheit
  • Kit Pedler/Gerry Davis: Gehirmpest
  • Christopher Hodder-Williams: Der unsichtbare Krieg
  • William F. Nolan (Hg.): Die Anderen unter uns
  • Damon Knight: Welt ohne Maschinen
  • Arthur C. Clarke: Unter den Wolken der Venus

Verbunkerte Killerapplikationen

Vom 19. bis 22. Oktober 2011 findet am Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel die interdisziplinäre Tagung “Recht und Moral. Mediale Konstellationen gesellschaftlicher Selbstverständigung über ‚Verbrechen‘ vom 17. bis zum 21. Jahrhundert” statt. In der Kurzvorstellung auf der Webseite heißt es:

Die Tagung entfaltet die Thematik im historischen Längsschnitt und vertieft zugleich diskurs- und mediengeschichtliche Konstellationen exemplarisch, von denen die Diskussionen in den sechs Sektionen der Tagung ausgehen werden. Vor dem Hintergrund diskurs- und mediengeschichtlicher Phasenbildung vom 17. bis zum 21. Jahrhundert will die Tagung insbesondere die medien- und öffentlichkeitsgeschichtlichen, literatur- und genregeschichtlichen, rechts- und justiz-geschichtlichen Ungleichzeitigkeiten herausarbeiten.

Ich bin freundlicherweise von Joachim Linder (der 2008 auf meiner Serienmord-Tagung in Bonn referiert hat) eingeladen worden, dort einen Vortrag zu halten. Ich werde die Gelegenheit nutzen, mein Dissertationsthema “zu Grabe zu tragen” und in mein neues Forschungsprojekt überzuleiten, indem ich dort am Samstag Morgen über “Computer als (Serien-)Mordwaffe im Film der Gegenwart” sprechen werde.

Vielleicht bietet der Kielbesuch darüber hinaus ja die Möglichkeit, das dort jüngst (in einem oberirdischen 2.-Weltkriegs-Bunker) eröffnete Computermuseum der FH Kiel zu besuchen und den hier schon gelegentlich zitierten Ralf Bülow sowie (endlich einmal) Hans-J. Wulff zu treffen …

The Uncanny Third Space

Heute ist die Webseite der Tagung “Medial, Socio-Historical and Cultural Aspects of Voice Transfer”, die vom 16. bis 19. Juni in Konstanz am Bodensee stattfinden wird, online gegangen. Ich halte dort einen Vortrag über Telefon(i)e in Horrorfilmen und deren “spatiotechnologische” Eigenschaften des Telefons und seine Auswirkungen auf die Affektästhetik von Filmen.

Weitere Infos: hier

Technology Fiction

Technische Visionen und Utopien in der Hochmoderne

Workshop des Teilprojekts M “Das Fortschrittsversprechen von Technik und die Altruismusbehauptung der Ingenieure in der technokratischen Hochmoderne (ca. 1880-1970)” im SFB 804 “Transzendenz und Gemeinsinn”

Dresden 17. – 18. 6. 2011

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Technik in Dystopien

Über den Newsletter von H-Soz-u-Kult erreicht mich eine interessante Tagungsankündigung. Hinfahren kann ich leider nicht:

Technik in Dystopien
Internationale und interdisziplinäre Tagung vom 12. – 14. Mai 2011
in Ferrara (Italien)

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»Nekrophilie ist Liebe zur Zukunft.«

Heute Abend ab 18:00 Uhr findet in der Berliner Volksbühne ein Abend zu Ehren des 20. Todestages von Heiner Müller sowie des 20-jährigen Jubiläums von Jörg Buttgereits Film “Nekromantik 2” statt. Letzterer sollte 1991 durch einen Berliner Gerichtsbeschluss wegen “Gewaltverherrlichung” vernichtet werden, konnte jedoch mit Hilfe eines Gutachtens von Knuth Hickethier davor bewahrt werden. Anlässlich dessen sitze ich heute Abend mit der Hauptdarstellerin Monika M., Detlef Kuhlbrodt auf dem Podium und diskutieren über den Film und sein Verbot.

Weitere Informationen: Volksbühne

20 Jahre Nekrophilie als Kunst

Am 9. Januar findet in der Berliner Volksbühne die Vorführung von Jörg Buttgereits Film “Nekromantik 2” statt, der vor 20 Jahren entstand und nur knapp einem Totalverbot (nebst Vernichtung aller Kopien) entging. Dem Filmwissenschaftler Knut Hickethier war es damals zu verdanken, dass das absurde Verbotsvorhaben nicht umgesetzt wurde; Hickethier deklarierte den Film notwendigerweise als Kunst, damit er als solche Schutz genießt.

Zu der Vorführung in der Volksbühne bin ich als Gast für eine Podiumsdiskussion eingeladen und diskutiere dort u.a. mit dem Regisseur über den Film, dessen Verbotsansinnen und anderes aus dem Themenfeld.

Wo: Berliner Volksbühne, großes Haus
Wann
: 09.01.2010, ab 18:00 Uhr
Weitere Infos: hier

Auslassen, Andeuten, Auffüllen – Der Film und die Imagination des Zuschauers

Eine recht spannend klingende filmwissenschaftliche Tagung findet vom 9. bis 11. Dezember im Berliner ICI Kulturlabor statt:

Wenn wir im Kino sitzen, sehen und hören wir nicht nur, was gerade auf der Leinwand abläuft. Oft spielt unsere Imagination eine beinahe ebenso wichtige Rolle. Durch filmische Strategien des Auslassens und Andeutens werden wir als Zuschauer häufig dazu gebracht, unsere Vorstellungskraft zu nützen und die Leerstellen auffüllend zu ergänzen. Dieser Dreiklang aus Elision, Evokation und Imagination wurde von der filmwissenschaftlichen Forschung lange Zeit eher stiefmütterlich behandelt. Er wirft jedoch zahlreiche wichtige Fragen über das vertrackte Zusammenspiel von Film und Zuschauer auf. Unsere dreitägige Konferenz wird sich diesen Fragen auf interdisziplinäre Weise nähern: rezeptionsästhetisch, phänomenologisch, kognitionswissenschaftlich, empirisch-psychologisch, bildwissenschaftlich und filmhistorisch.

mehr (Programm, …): ICI

Roboter-Konferenz

Nun habe ich doch noch ein lohnendes Exkursionsziel für mein Seminar gefunden: Am 7. und 8. Dezember findet im Japanisch-Deutschen Institut in Berlin eine Roboter-Konferenz mit dem Thema “Mensch-Roboter-Interaktionen aus interkultureller Perspektive: Japan und Deutschland im Vergleich” statt. Hier der Original Ankündigungstext:

Die japanische Regierung hat seit 2002 verschiedene Maßnahmen zur Entwicklung einer von Robotern unterstützten Gesellschaft ergriffen, aber in Deutschland ist der Diskurs zu solchen technischen Lösungsansätzen sehr kritisch, insbesondere in Bezug auf Roboter als Partner. Dabei wäre eine offenere Debatte auch hier notwendig, denn laut einer Statistik der Vereinten Nationen sind Japan und Deutschland die am schnellsten alternden Gesellschaften weltweit. Die Implikationen des demographischen Wandels haben zu einer intensiven Diskussion über Lösungsansätze geführt, vor allem über die Frage, wie alternden Belegschaften geholfen werden kann, ihre Produktivität zu erhalten sowie über Unterstützung für ältere Menschen im allgemeinen. So gewinnt die Roboter-unterstützte Therapie (z.B. mit der japanischen Roboter-Robbe PARO) mehr und mehr Anhänger und kommt bereits als therapeutisches Mittel in einigen Pflegeheimen zum Einsatz, nicht nur in Japan sondern auch in Deutschland.

Das Japanisch-Deutsche Zentrum Berlin (JDZB), die Japan Foundation, die Japan Society for the Promotion of Science (JSPS), die Johann-Wolfgang Goethe Universität Frankfurt und die Universität Nagoya veranstalten vor diesem Hintergrund am Dienstag, den 7. Dezember und am Mittwoch, den 8. Dezember 2010 ein Symposium zum Thema “Mensch-Roboter-Interaktionen aus interkultureller Perspektive: Japan und Deutschland im Vergleich im JDZB” Zu dieser Tagung möchte ich Sie im Namen der Veranstalter herzlich einladen.

Bei diesem Symposium werden führende Roboterforscher und Geisteswissenschaftler die Anwendung von technologischer Unterstützung der alternden Gesellschaften in Japan und Deutschland diskutieren, und zwar unter besonderer Berücksichtigung von technischen Aspekten einerseits und rechtlichen, ethischen und gesellschaftlichen Aspekten andrerseits.

Tagungssprachen sind Deutsch und Japanisch, simultan gedolmetscht. Ein aktuelles Programm finden Sie auf unserer homepage.

Čapeks R.U.R. in Gießen

Wie ich gerade im Hessischen “Kreis-Anzeiger” lese, findet in der Bibliothek der Justus-Liebig-Universität Gießen vom 18.10. bis 15.11. eine Ausstellung zu “Leben und Zeit des Schriftstellers Karel Čapek”, begleitet durch Lesungen und Filme, statt. Čapek hat 1920 mit seinem Bühnenstück “R.U.R.” nicht nur den Begriff “Roboter” für anthropomorphe Maschinen mit künstlicher Intelligenz geprägt, sondern kann damit gleichzeitig als Begründer der Roboter-Dystopie gelten. Vielleicht schaffe ich es ja, die Ausstellung zu besuchen …

mehr: Bibliothek der Uni Gießen (mit Programm)

Immer besser, immer schöner?

Gerade erreicht mich per Post ein Hinweis auf einen interdisziplinäre Tagung, die am 15. Oktober in Karlsruhe stattfindet: “Der Mensch als Objekt technologischer Optimierung in der Leistungsgesellschaft”. Weil es mein Thema berührt und auch interessant für mein Seminar im kommenden Semester ist, weise ich hier einmal detailliert auf die Veranstaltung des “Karlsruher Forums für Kultur, Recht und Technik e.V.” hin:

(weiterlesen …)

Im Kino gewesen

Blutgericht in Texas (Texas Chainsaw Massacre, USA 1974, Tobe Hooper) (Blu-ray/Filmkunst 66)

mehr: taz

Mensch und Computer – Interaktive Kulturen

Eine Tagungsankündigung via idw:
Egal ob am Fahrkartenautomaten, mit dem Navigationssystem oder bei einem Spiel an Konsole oder PC: Jeder kommuniziert tagtäglich mit Computern. Um diese Interaktion weiterzuentwickeln, zu optimieren und zu hinterfragen treffen sich Informatiker, Psychologen, Pädagogen, Designer und Entwickler vom 12. bis 15. September zur Tagung „Interaktive Kulturen“ unter dem Motto „Mensch-Computer-Interaktion“ an der Universität Duisburg-Essen (UDE). Die interdisziplinäre und integrierte Konferenz besteht diese aus mehreren Teilveranstaltungen, zu denen rund 500 Wissenschaftler, Praktiker und Studierende erwartet werden.

FFF 2010 – 9. Tag

The Reef
For the Good of Others
The Silent House
Rubber

mehr: Telepolis
noch mehr: Schnitt

Und der VidCast bei F.LM: