SimulationsRaum Rotating Header Image

Festival-Tagung-Messe

Berichterstattung von vor Ort

1. Berliner VzEkC-Stammtisch

Am kommenden Donnerstag, 21.5., findet ab 20 Uhr der erste Stammtisch der Mitglieder des “Vereins zum Erhalt klassischer Computer e.V.” in der Gaststätte “Oase” (Georgenstraße) statt. Mitglieder des Vereins, User des Forums aus Berlin und Umgebung sowie Interessierte sich herzlich eingeladen.

VCFe 16 Nachlese

Das lange Wochenende ist vorüber und ich bin zurück aus München. Dort fand – dieses mal über drei Tage hinweg – das VCFe statt. Das Thema war “Der Osten ist bunt”. Ich und zwei unserer Hilfskräfte haben einen Stand zur Arbeit von Horst Völz gemacht, wo wir noch einmal seine Programmierarbeiten, Bücher und die von ihm gespendete Hardware ausgestellt haben. Völz selbst kam am Samstag und Sonntag ebenfalls nach München und trug dort Sonntag Vormittag vor.

"Horst Völz"-Stand (vorne rechts)

“Horst Völz”-Stand (vorne rechts)

Kollege Maibaum hackt Z80-Assembler auf dem KC-85/3

Kollege Maibaum hackt Z80-Assembler auf dem KC-85/3

Daneben gab es natürlich noch etliche andere Stände, von denen ich einige für mich bemerkenswerte hier kurz vorstelle:

Thorsten Schöler von der Uni Augsburg stellt einen ukrainischen Spectrum-Klon aus.

Thorsten Schöler von der Augsburg University of Applied Sciences stellt einen ukrainischen Spectrum-Klon aus.

Die Brüder Heinz und Hlemut Jakob hatten dieses mal ein "Datenklo" und einen "Datenfön" dabei.

Die Brüder Heinz und Hlemut Jakob hatten dieses mal ein “Datenklo” und einen “Datenfön” dabei.

IMG_4663

Am Stand von Thomas Falk gab es “Kuriositäten der Rechentechnik”, wie Verbindungen von Armbanduhr und Taschen-/Tischrechner oder diese Tastatur “COS VarioBoard” mit einstellbarer Kodierung. (Unter jeder Taste befindet sich ein LCD-Display, das das Zeichen des aktuellen Zeichensatzes für die jeweilige Taste anzeigt.)

IMG_4664 IMG_4666

Am Stand von Thomas Falk gab es "Kuriositäten der Rechentechnik", wie Verbindungen von Armbanduhr und Taschen-/Tischrechner

Oskar Vermeulen hat einen PDP-8-Hardwareemulator auf Basis eines Raspberry Pi ausgestellt. Das Gerät wird demnächst bei ihm zu erwerben sein.

Oscar Vermeulen hat einen PDP-8-Hardwareemulator auf Basis eines Raspberry Pi ausgestellt. Das Gerät wird demnächst bei ihm zu erwerben sein.

Auch ein paar Mitbringsel gab es für mich auf dem Flohmarkt:

Ein funktionstüchtiger IBM PS-2 Laptop mit Windows 3.11 und 70 MB Harddisk.

Ein funktionstüchtiger IBM PS-2 Model 70  mit Windows 3.11 und 70 MB Harddisk.

IMG_4660

Ein Thomson TO-7 mit Datenrecorder und vier Spielen auf Kassette.

IMG_4672

Und als Leihgabe von Hans Franke für das VCFB ein SOL-20!

Schach dem Schachcomputer

An diesem Mittwoch, den 29.04.15, erwartet uns im Kolloquium Thomas Nitsche mit seinem Vortrag “Mephisto Schachcomputer und MATH 42.” Die anschließende Diskussion wird von mir moderiert. (mehr …)

Die (9.) lange Nacht der Computerspiele

Morgen findet im Leipzig wieder die “Lange Nacht der Computerspiele” statt. Bereits zum 9. mal werden im Lipsiusbau der HTWK auf mehreren Etagen aktuelle und historische Computerspiele ausgestellt, finden Workshops statt, Konzerte und Vorträge. Ich halte auch wieder einen Vortrag. Um 19:30 Uhr spreche ich über Vektorgrafik in Computerspielen.

VCFE

ars technica berichtet vom Vintage Computer Festival East in New Jersey mit einer schönen Bildstrecke.

Go, Geek!

Auf dem letztjährigen VCFB war auch ein Filmteam von ARD EinsPlus. Zum Thema Programmieren sollten dort Informatiker von heute auf die Maschinen von gestern losgelassen werden – da bleiben Spitzfingerigkeiten natürlich nicht aus. Auch ein paar Interviewpassagen mit Ausstellern und Organisatoren sind zu sehen. Hier also die vierte Folge von “Go_Geek!”.

Lee Felsenstein

IF

Heute hat Lee Felsenstein, der langjährige Leiter des “Homebrew Computer Club“, Initiator des “Community Memory Project” und Erbauer der “Sol-20“- und “Osborne-1“-Computer seine Teilnahme am diesjährigen VCFB zugesagt. Er wird einen Vortrag über seine damaligen Arbeiten im Rahmen der Kurztagung “Time After Time – 50 Jahre Timesharing” halten und hat angeboten, sich am Repair-Workshop zu beteiligen. Wer also einen defekten Osoborne-1- oder SOL-20-Computer besitzt, sollte ihn am ersten Oktoberwochenende nach Berlin bringen.

Time for Medien ∩ Wissenschaften

Medienwissenschaften

In Kürze findet der Workshop “Medien ∩ Wissenschaften” bei uns im Signallabor statt, bei dem zusammen mit Natur-, Ingenieur- und Geisteswissenschaftlern ein Lehrbuch für Medienwissenschaftler konzipiert werden soll.

Mittlerweile gibt es auch eine Timeline für die Vorträge:

(mehr …)

Die algorithmische Revolution

Horst Völz auf der GI-Tagung 2015

Horst Völz auf der GI-Tagung 2015

Gestern und heute fand an der HTW in Schöneweide eine Tagung der Fachgruppe “Informatik und Gesellschaft” der Gesellschaft für Informatik zu Ehren Klaus Fuchs-Kittowskis, der kürzlich 80 Jahre alt geworden ist, statt. Auf etlichen Panels wurden Themen der IuG-Gruppen vorgetragen und diskutiert; unter anderem hat auch Horst Völz eine Kurzversion seines von Friedrich Kittlers “Es gibt keine Software” inspirierten Vortrags über Information, Hardware und Software vorgetragen. Das Highlight war allerdings der Auftritt Frieder Nakes, der über “Die algorithmische Revolution” sprach. Ich habe den Vortrag mit dem iPad mitgeschnitten und bei YouTube veröffentlicht:

Völz 2.0

völzplakat

Das diesjährige Vintage Computer Festival Europa in München steht unter dem Motto “Der Osten war bunt!” und führt Hard- und Software der ehemaligen Ostblock-Staaten vor. Im vergangenen Jahr gab es diesbezüglich schon einiges zu bewundern (etwa die tschechischen Homecomputer).

Auch die Medienwissenschaft ist wieder mit dabei – und zwar mit der 2013 bei uns im Hause präsentierten Horst-Völz-Ausstellung “Wissensspeicher”. Wir nehmen sowohl die Entwicklungshardware rund um den Exidy Sorcerer als auch ein KC-85-System mit dem Original TEXOR-Prototyp-Modul mit nach München – selbstverständlich alles operativ. Dazu werden ausgewählte Literatur von Horst Völz, die Textgrafiken von Horst und Ruth Roma Völz und die Radiosendungen präsentiert.

Um das ganze möglichst günstig nach München und zurück zu bekommen, habe ich einen Kleinbus von der HU organisiert. Begleiten werden mich zwei unserer studentischen Hilfskräfte (Ines Liszko und Johannes Maibaum). Und als Highlight wird Horst Völz am Sonntag auch selbst vor Ort sein, einen Vortrag über seine Arbeiten halten und am Stand Auskunft über seine damaligen Entwicklungen geben.

Völz-Ausstellung auf dem VCFB 2014

Völz-Ausstellung auf dem VCFB 2014

 

SAVE “GAME”,8,1

Am 22. April findet der von der Arbeitsgruppe “Langzeitarchivierung” der Gesellschaft für Informatik initiierte Workshop “Save Game – Legal Challanges in Game Preservation”, bei dem die Medienwissenschaft Gastgeberin ist, bei uns im Medientheater statt. Ich halte dort einen Vortag über Probleme und Möglichkeiten der Code- und Hardware-nahen Forschung an historischen Computerspielen.

Der Workshop ist öffentlich. Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung:

(mehr …)

VCFB 2015 – Call for Participation

vcfb2015

Auf dem ersten Planungstreffen wurden Termine und Inhalte verabredet. Seit gestern ist nun der Call for Participation für das “Vintage Computing Festival 2015“, das am ersten Oktoberwochenende im Pergamon-Palais (Georgenstraße 47, Berlin-Mitte) stattfinden wird, lanciert. Es ist wieder Platz für Dutzende Aussteller alter Computer, Software und Peripherie. Das Thema der Sonderausstellung sind dieses mal Analogcomputer. Neben den üblichen Vorträgen,  Veranstaltungen und Workshops wird es dieses Jahr im Medientheater eine Kurztagung zum 50. Geburtstag der Timesharing-Betriebssysteme geben, für die ebenfalls gerade ein Call for Papers veröffentlicht wurde.

Call for Application: »Time After Time«

Humboldt-Universität zu Berlin
Fachgebiet Medienwissenschaft
Prof. Dr. Wolfgang Ernst // Dr. Stefan Höltgen
»Vintage Computing Festival Berlin 2015«

Call for Applications

Time After Time
50 Jahre Time-Sharing

3.10.2015

Nach etwa zehn Jahren Forschung und Entwicklung wird im Jahr 1965 mit dem Dartmouth-Time-Sharing-System (DTSS) das erste kommerzielle Time-Sharing-Betriebssystem veröffentlicht. Dies stellt nicht nur einen wichtigen Schritt zur Ökonomisierung von Computerarbeitszeit dar, weil nun mehrere Nutzer “gleichzeitig” über Terminals an einem Rechner arbeiten können, sondern führt zugleich auch zahlreiche Technologien zusammen, ohne die solch ein System nicht funktionieren könnte. Angefangen bei der Verwendung von Interrupts über die Entwicklung funktionsangemessener Speicher- und Dateiverwaltungskonzepte bis hin zu neuartigen Schnittstellen (wie der IEEE-488) zur Anbindung von Peripherien an Time-Sharing-Systeme. Software, die auf Time-Sharing-Systemen läuft, muss sich – ebenso wie die angeschlossene Hardware – dem temporalen Regime des Betriebssystems “unterwerfen”.

Mit Time-Sharing-Systemen beginnt aber auch das Zeitalter, in dem der Computer für Anwender und Programmierer “unsichtbar” wird. Denn zusätzlich zur kurz darauf folgenden Miniaturisierung (Gordon E. Moore formuliert sein berühmtes Gesetz ebenfalls 1965) kommt nun auch die mögliche Distanzierung des Rechners von seinen Peripherien. Als Folge aus der Time-Sharing-Entwicklung  entstehen Rechner, die weitab von ihren Terminals in Rechenzentren verschwinden. Dieses Verschwinden der “hulking giants” ermöglicht es dem Computer in die zivile Öffentlichkeit einzudringen. Doch dies macht auch eine “Gängelung” des Nutzers nötig, um Daten und Stabilität zu schützen. Eine Provokation, aus der bereits in den frühen 1960er-Jahren die Hacker-Kultur emergiert. Die Implikationen des Time Sharing sind also gleichsam technisch, sozial und epistemologisch brisant.

Auf der Kurztagung “Time After Time” während des Vintage Computing Festivals Berlin 2015 soll anlässlich dieses Jubiläums das Verhältnis von Computern, Betriebssystemen und elektronischer Zeitverwaltung resümiert und diskutiert werden. Hierzu sollen Computerhistoriker, Informatiker, Medienwissenschaftler und andere einen technisch informierten Blick auf das Engverhältnis von Zeit und Computer aus philosophischer und archäologischer Perspektive werfen.

Reichen Sie Ihr Abstract für einen Vortrag von ca. 45 Minuten Länge nebst einer kurzen Biografie bis zum 30.07.2015 bei stefan.hoeltgen@vcfb.de ein.

“Time After Time”
Kurztagung auf dem Vintage Computing Festival Berlin 2015
Oktober 2015, 10-18 Uhr
Humboldt-Universität zu Berlin
Pergamon-Palais, Raum 0.01 (Medientheater)

Medijska arheologija

Der slownische Fernsehsender RTV hatte im Oktober vergangenen Jahres ein Team bei uns am Fachgebiet, um einen Dokumentarfilm über das Thema “Medienarchäologie” zu produzieren. Zeitgleich fand das Vintage Computing Festival Berlin statt, so dass auch von dort Impressionen in den Film gelangt sind, der jetzt online zu sehen ist.

rtv

How to do Things with Keys

Gestern habe ich via Skype meinen Vortrag zur Tagung in Brno gehalten. Ich habe den Talk mitgeschnitten und als Film auf YouTube hoch geladen. Die dazugehörigen Slides können hier herunter geladen werden.

How To Do Things With Keys

On november, 20th I will speak in Brno (Czech Republic) on the “MEDIA PERFORMANCE 4 / GESTURE” workshop about the “Gesture of Assembly Programming” and Flusser’s concept of programming, computers and gestures.

Abstract:

How To Do Things With Keys
Programming (Assembly) as a (Kind of) Gesture

Is programming a practice of writing? Or is it rather a craft? Vilém Flusser did not mention coding as a special gesture in his book but there are several sentences about the role and the effect of computer usage for the arts, writing (text) and thinking. I want to set programming computer with formal languages between Flusser’s gestures of „making“ (Machen) and „writing“ (Schreiben) – especially programming in assembly, since these machine orientated languages „do things“ directly in the sense of John L. Austin: They switch together elements of the hardware; they make the electrical signals flow a distinct way through the circuits; and beyond all that their syntax and semantic stand for a theoretical model for the computer itself (Turing completeness). So the coder at the keyboard becomes much more than only a writer/autor of code. He applies a theoretical to a real machine. In my lecture I will show the effects of the „gesture of programming“ from the computer’s subface in detail: how it effects its circuits and how the programming forces the „universal Turing machine“ to become a „special purpose machine“ – only by using words from a special alphabet – the programming opcodes. On the other hand there will be the question how the hands of the programmer can become programming devices (perhaps by losing their „dialectical position“ for eacht oterh). I will ask if there is a gap in Flusser’s theory between making and writing and if that could be filled with theories of computer studies and pragmatics.

1. Introduction: Flusser, Computers, and programming
2. Programming between Flusser’s gestures “making” and “writing”
3. Is a computer program just another kind of text type?
3.1 Formal languages in theoretical computer science
3.2 Paradigms of programming languages and programming
4. Is programming assembly just “making”?
4.1 The instruction set of a (micro) processor as a pre-post-structural dictionary
4.2 Programming as a perlucotionary (speech) act
5. Derrida’s critique on Searle and formal languages
6. People programming computers programming people

Alle Vortragsvideos vom VCFB

Nun sich endlich alle Videos, die von den Vorträgen auf dem Vintage Computing Festival Berlin Anfang Oktober aufgenommen worden, fertig geschnitten, mit Logos und Infos versehen und online auf dem Media-Stream-Server des Chaos Computer Club verfügbar.

Die Vorträge vom VCFB

Die Vorträge, die parallel zum VCFB im Medientheater gehalten wurden, sind nun fertig geschnitten und auf Vimeo zu sehen:

Presse zum VCFB (Nachlese)

Schon vorab hatten wir es ins CCC-Eventblog geschafft. Auch Mac Life hatte unser Festival in seinen Veranstaltungstipps. Bei Golem gab es eine Nachlese mit Filmschnippsel. (Für den wurde ich auch mit Kamera interviewt. Das Material wurde aber nicht verwendet, sondern offenbar zur Hintergrundrecherche genutzt. Eine Art von “Journalismus”, die bei Freelancern leider immer öfter die Eigenrecherche ersetzt.) Zeit Online hatte eine Journalistin und einen Fotografen auf dem Festival und hat daraus eine Klickstrecke produziert. Schließlich hat Detlef Borchers noch eine Nachlese für heise.de geschrieben.

Mittlerweile erscheinen auch die ersten privaten Fotostrecken (z.B. von Wolfgang Stief auf Flickr, Rene Meyer auf seiner eigenen Webseite oder von User “oldbits” im Classic-Computing-Forum) sowie Videos:

Presse zum VCFB (2)

Deutschlandradio Kultur hat das VCFB am Freitag Nachmittag besucht und ein paar Piepser und ein Intervoew mit mir und den Jakob-Brüdern aufgenommen. Heute wurde es in der Sendung “Breitband” ausgestrahlt. Außerdem hat MacGadget. Über uns berichtet und auf Netzpolitik und den Ad hoc.-News kam ebenfalls ein Beitrag. Heute war unter anderem die Zeit da für eine Fotostrecke (folgt) sowie das slowenische Fernsehen, das einen längeren Beitrag über Medienarchäologie produziert und die ARD, die einen Film über Programmierer dreht.