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Festival-Tagung-Messe

Berichterstattung von vor Ort

So spielt das Leben …

Das von mir und Thomas Nückel entwickelte »Game of Memories« (eine “Game of Life”-Variante für Signetics-Einplatinencomputer und deren Emulatoren) hat im ersten Halbjahr 2014 eine kleine »Deutschland-Tournee«:

Am 12. April halte ich einen Vortrag (nebst Vorführung) auf dem »Gamefest« darüber. Eine Vortragsankündigung steht schon – Zeit und Ort werden in Kürze ergänzt:

So spielt das Leben
Convays »Game of Life« als Spiel & Ernst

Das berühmte »Game of Life« stellt eine Implementierung der Theorie »zellulärer Automaten« dar, die schon in der Frühgeschichte des Computers aufgestellt wurde. In ihm überschneiden sich mathematische Spieltheorie, Informationstheorie, Speichertheorie und fragen der Künstlichen Intelligenz … aber eben auch des Computerspiels, das in sich all diese Theorien enthält. Deshalb lohnt es sich auch, einen Blick auf die faszinierende Geschichte des »Game of Life« zu werfen, wie es 196X vom britischen »Spaß-Mathematiker« mit seinen einfachen Spielregeln für Computer entworfen wurde. Dieses Spiel ist nun noch einmal im Rahmen eines Programmierkurses an der Humboldt-Universität programmiert worden – wiederum mit einem »Mehrwert« an (Be)Deutungen. Damit sollte unter anderem gezeigt werden, was man mit einfachsten Computern der 1980er-Jahre alles machen kann, obwohl in deren Handbüchern das Gegenteil steht. Hilfreich ist dazu die moderne Technik. Das Spiel wird in seiner Geschichte vorgestellt und in seiner Funktion auf einem emulierten Computer vorgeführt. 45 Minuten mit anschließender Diskussion.

Am ersten Mai-Wochenende (3.-4.5.) findet in München (wie unten geschrieben) das »VCFe« statt. Dort werde ich im Rahmen des »Exoten«-Themas den Signentics 2650 sowie unseren Programmierkurs und das Programm vorstellen. Ausgestellt wird es dort meinen Holz-EPC und meine Interton VC-4000 (mit allen Spielen) zu sehen geben.

Am 10.5. spreche ich vielleicht in Leipzig auf der »Langen Nacht der Computerspiele« noch einmal darüber.

 

Vintage Computing Festival Berlin – Plakat

Zur Ankündigung des Festivals habe ich jetzt ein Plakat entworfen. Es kann unter Berücksichtigung der CC 4.0 (BY NC ND) verwendet werden:

Poster_k_72dpi

Creative Commons Lizenzvertrag
VCFB-Ad von www.vcfb.de ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.

Vintage Computing Festival Berlin

Nach dem großen Erfolg der letztjährigen Classic Computing bei uns im Institut soll es in diesem Herbst eine ähnliche, vielleicht etwas größere, Veranstaltung geben. Zusammen mit dem Hackerspace AFRA und dem Franchiser des “Vintage Computing Festival Europe” (VCFe) wird gerade ein Konzept für einen Berliner Ableger diskutiert und vorbereitet.

Vom 3. bis 5. Oktober 2014 ist also die operative Ausstellung “Vintage Computer Festival Berlin” zu historischer Hard- und Software im Erdgeschoss des Pergamon-Palais geplant. Wer sich organisatorisch oder als Aussteller einbringen möchte, kann sich gern auf Facebook, bei mir oder den Mitorganisatoren von der AFRA melde.

BRNA,3 München

Auch dieses Jahr fahre ich wieder nach München zum “Vintage Computer Festival Europe”. Und auch dieses Jahr werde ich dort nicht nur in Sachen “Retro-Magazin” unterwegs sein, sondern auch einen Vortrag und eine Ausstellung haben:

Vortrag: Der Signetics 2650 – ein exotischer 8-Bit-Prozessor im Lehrbetrieb

In den späteb 1970er-Jahren war der 8-Bit-Prozessor 2650 von der Firma Signetics ein beliebter Prozessor für den Programmier-Lehrbetrieb und zum Aufbau kleiner Systeme. In Norddeutschland wurde er sogar bis 2009 im Unterricht eingesetzt. Seit 2 Semestern gebe ich an der Medienwissenschaft Berliner Humboldt-Universität Programmierkurse für Plattformen auf Signetics-2650-Basis. Ziel ist die Programmierung einer Hardware-Erweiterung für die (einzige) deutsche Computerspielkonsole „Interton VC-4000“. Im Vortrag stelle ich das didaktische Konezept und natürlich den Mikroprozessor vor und diskutiere die Frage, warum man “heute noch“ 8-Bit-Assemblerprogrammierung lehren und lernen sollte – gerade für Nicht-Informatiker!

Ausstellung: Signetics-Plattformen

Ich stelle die Spielkonsole „Interton VC-4000“ mit Spielen aus sowie den „Selbstbaucomputer“, der 2009 von Schülern auf Signentics-2650-Basis und nach einem Elektor-Buch gebaut wurde. Mit dabei ist umfangreiche Dokumentation und ein Emulationssystem, auf dem man sich die verschiedenen exotischen 2650-Plattformen anschauen kann.

Weitere Informationen auf der Webseite: http://www.vcfe.org/D/

Fundstück 2013

Auf der letzten CC im Sommer 2013 hat mich natürlich auch Elias besucht:

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Classic Computing 2013

Operating Strategies

Mit einer Podiumsdiskussion zur Frage der Archivierung von Hard- und Software sowie der Vermittlung von Computergeschichte und anderen Formen des Wissens ging meine Vortragsreiche SHIFT – RESTORE – ESCAPE gestern zu Ende. Das Medientheater war voll besetzt, als Andreas Paul (vom VzEkC e.V.), Thiemo Eddiks (vom Oldenburger Computer-Museum), Andreas Lange (vom Computerspielemuseum Berlin) und Enno Coners (CSW-Verlag) mit mir und dem Publikum insbesondere Fragen zu einer möglichen Operativität von Computermuseen erörterten. Im Publikum saßen als Respondenten Dr. Ralf Bülow (ehem. wissenschaftlicher Berater beim Computermuseum Kiel), René Meyer (vom Leipziger Haus der Computerspiele) und Eva Kudrass (die als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Deutschen Technikmuseum in Berlin für die Computerausstellung arbeitet). Einen Bericht zur Podiumsdiskussion gibt es bei heise.de.

Das Video zum Vortrag kann hier eingesehen werden:

Wissen\speicher

Gestern ist unsere Ausstellung zum wissenschaftliche, künstlerischen und programmiererischen Werk von Prof. Dr. Horst Völz fertig geworden und ab heute täglich von 10-16 Uhr (mit wenigen Ausnahmen) im Pergamon-Palais (Georgenstraße 47) geöffnet.

In der Ausstellung sind Apparate, Dokumente und Kunstwerke ausgestellt, die Horst Völz dem Fachgebiet Medienwissenschaft für die Sammlungen des Medienarchäologischen Fundus sowie des Signallabors überlassen hat. Darunter befindet sich zum Beispiel ein Exidy Sorcerer, ein HP-67 mit Software, Programme und Dokumente zum KC85, Bücher, Tondokumente und anderes.

Wir haben uns bemüht, eine “operative Ausstellung” zu gestalten, in der möglichst alle Exponate soweit funktionieren und didaktisch aufbereitet sind, dass sie von den Besuchern im Experiment erkundet werden können.

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GAME CIRCUITS #8: BASIC Oneliner Games

Nächste Woche Samstag im Signallabor findet die 8. Runde der GAME CIRCUITS statt. Zudem ist das Signallabor (und natürlich die Veranstaltung) für die “Lange Nacht der Wissenschaft” geöffnet. Wir freuen uns auf viele Besucher! Infos gibt es auf u.g. Plakat oder bei Facebook.

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Vintage Computer Festival Europ #14

Am vergangenen Wochenende fand das 14. VCFE in München statt. Ich war dort mit einem Tisch und zwei Computern (Memotech MTX 512 und Enterprise 128) und habe einen Vortrag über die einschlägigen Lehr- und Forschungsaktivitäten an unserem Institut gehalten. Fotos hat Kristina Schippling gemacht:

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Vortragsbild

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Im Gespräch mit Vereinskollegen des VzEkC e.V.

 

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Präsentation der HU-Medienwissenschaft

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Am CSW-Stand wird erstmals die neue RETRO angeboten.

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Mein Infostand für die HU-Medienwissenschaft mit Computern aus dem Signallabor

 

Anmeldung zur Classic Computing in Berlin

Die 10-Jahresfeier des Vereins zum Erhalt klassischer Computer e.V. findet zusammen mit der Classic Computing 2013 am 21. und 22. September in Berlin statt. Dazu hat das Fachgebiet Medienwissenschaft der dort ansässigen Humboldt-Universität Räume im Erdgeschoss des Pergamon-Palais mit einer Gesamtfläche von über 500 Quadratmetern zur Verfügung gestellt: Neben zwei großen Seminarräumen sind dies das Atrium und das Medientheater, welches die Möglichkeit für Performaces, Vorträge und multimediale Präsentationen bietet. Alle Räume sind mit mindestens 2 Videobeamern und einer Tonanlage ausgestattet. Zudem bietet die Medienwissenschaft ihr Signallabor als Raum für Workshops und Reparaturen an. Zu finden ist die Medienwissenschaft in Berlin-Mitte, ganz in der Nähe der Friedrichstraße – eine Station vom Hauptbahnhof entfernt.

Der Eintritt für Besucher ist frei. Die Öffnungszeiten sind Samstags von 10-18 Uhr und Sonntags von 10-16 Uhr.

Austellungsteilnehmer sind herzlich willkommen und können sich hier anmelden: http://rtro.de/cc13anm

History and Philosophy of Computing

SECOND CALL FOR PAPERS, 2nd International CONFERENCE on the HISTORY AND PHILOSOPHY OF COMPUTING (HaPoC 2013)

Extended Submission Deadline: 15th May 2013 !
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S-R-E: Auftaktveranstaltung

Gestern Abend fand vor fast vollem Haus die Auftaktveranstaltung meiner Vortragsreihe “SHIFT – RESTORE – ESCAPE. Die Aufhebung des Retrocomputing in der Medienarchäologie” statt. Prof. Dr. Wolfgang Ernst und ich umrissen die theoretischen und praktischen Facetten von Homecomputing und Retrocomputing. Hier die Videoaufzeichnung der Vorträge:

Game Circuit #7 & Game Circuit #8

Aufgrund der Semester- und Veranstaltungsplanung habe ich die Termine und Themen für die nächsten beiden Game-Circuit-Treffen bereits jetzt festgelegt:
Game Circuits #7 gamecircuits8

Macht’s gut und danke für die Chips!

Gestern war ich auf der BCC #7 – der Party der Berliner Commodore-Community. Neben vielen interessanten Kontakten und Gesprächen gab es auch Essen, Trinken, Bücher … und Fotos:

Mehr im RETRO-Blog und dann im kommenden Heft …

HyperKult XXII – Standards, Normen, Protokolle

Standards, Normen, Protokolle

Call for Participation

HyperKult XXII

4.-6. Juli 2013
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Retrocomputing im Direktkontakt

Wie bereits geschrieben, bin ich in diesem Jahr als Gastredner auf das 14. Vintage Computing Festival Europe nach München eingeladen. Die Webseite mit Informationen – unter anderem über meinen Vortrag – wird gerade aufgebaut. Zusätzlich bekomme ich einen Ausstellertisch, auf dem ich zwei meiner exotischeren Heimcomputer und die darauf am kommenden Freitag eingetippten BASIC-Spiele präsentieren werde.

ST an ST

LoST in MIDI-Maze

Gestern fand von 20 bis ca. 0 Uhr eine MIDI-Maze-LAN-Party im Computerspielemuseum statt. Je sechs Atari-Computer (ST/ST+/STE/TT/Faclon 030) in zwei Netzwerken und vier Gameboys in einem “Faceball 2000″-Netz konnten von den interessierten und sehr motivierten Teilnehmern genutzt werden, um eines der frühsten 3D-Egoshooter-Netzwerkspiele zu spielen.

Mein Atari 1040 STFM war natürlich auch mit von der Partie (wenngleich er auch die Anreise leider nicht unbeschadet überstanden hat):

Noch einmal vielen Dank an Torsten Othmer (der seine Ataris und das Spiel mitgebracht hat), Sebastian Bach (der mir die Gameboys und Spiele zur Verfügung gestellt hat) und natürlich Andreas Lange, der die Party in seinem Museum organisiert hat und uns hinterher nicht nur am original “Computer Space”-Automaten hat spielen lassen, sondern auch noch durch das riesige Hard-, Software und Zeitschriftenarchiv des Museumskellers geführt hat.

Shift it!

Logo zur Vortragsreihe

Die Vorbereitungen zur Vortragsreihe “SHIFT – RESTORE – ESCAPE. Die Aufhebung des Retrocomputings in der Medienarchäologie” schreiten mit großen Schritten voran. Die Timeline ist weitgehend bestätigt und es liegen auch bereits eine handvoll Abstracts vor. Dass der VzEkC e.V. in seiner Jahreshauptversammlung meinem Finanzantrag über 500 Euro (Reise- und Unterkunftskosten) voll zugestimmt hat, stimmt darüber hinaus freudig. Mehr als genug Gründe also, mit ersten “Ergebnissen” an die Öffentlichkeit zu gehen:

http://www.medienwissenschaft.hu-berlin.de/medientheorien/shift-restore-escape/

oder abgekürzt:

http://u.hu-berlin.de/ShiftRestoreEscape

oder noch kürzer:

http://u.hu-berlin.de/SRE

Gern darf für die Seit geworben werden. Gern mit dem obigen Logo (allerdings bitte nicht per Hotlink. Hier der Downloadlink).

CFP: Spiel | Handlung

Tagung der AG-Games der Gesellschaft für Medienwissenschaft

Köln 18.-20.04.2013 // Deadline: 06.01.2013 – Veranstaltungsort: Universität zu Köln, Institut für Medienkultur und Theater, Schloss Wahn

Handlungstheoretische Ansätze sind in den letzten Jahren zunehmend ins Bewusstsein der Medienwissenschaft gerückt. Im Zuge der Formierung digitaler Medienkulturen wird die Figur der RezipientIn nun als eine der UserIn (oder gar der ProduserIn) entworfen, die, durch die ihr zugeschriebene Aktivität, das Medium erst entfaltet. Computerspiele lassen sich in dieser Hinsicht als paradigmatisch verstehen, demonstrieren sie doch wie kaum ein anderes ›neues‹ Medium eine außerordentliche Vielzahl und Vielfalt von Handlungsdimensionen. Doch: Was tun wir eigentlich, wenn wir spielen? Wer spielt das Spiel und wie spielt das Spiel?

Aus Anlass ihres 10-jährigen Bestehens möchte die AG-Games sich auf diesen Kern des Computerspiels besinnen und mit der Tagung Spiel|Handlung die Potenziale handlungstheoretischer Ansätze für die Game Studies erproben. Dabei soll gerade die Disparität von Handlungstheorien in den Blick genommen werden: von Performance, Material Culture und Presence Studies sowie Handlungsmodellen der Akteur-Netzwerk-Theorie über narratologische, ludologische und bildwissenschaftliche Ansätze bis hin zu systemtheoretisch geprägten Zugängen und Perspektiven, die im Zuge historischer Epistemologie oder kulturwissenschaftlicher Analyse Ding-Ontologien und Handlungsgefüge neu in Beziehung setzen. Wie können handlungstheoretische Spielanalysen aussehen? Wo sind die Möglichkeiten und Grenzen der einzelnen Ansätze? Welche Aspekte ›des Computerspiel(en)s‹ können besonders prägnant erfasst werden, welche bleiben blinde Flecken?
Themenvorschläge können sich sowohl auf ›interne‹ wie ›externe‹ Handlungsdimensionen des Computerspiels beziehen – oder gerade auch die gegenseitigen Durchdringungen und Wechselwirkungen beider Dimensionen behandeln.

Spiel|Handlungen können …

  • im Spielszenario angelegte (Inter-)Aktionsmöglichkeiten aber auch ›regelwidrige‹ Ausführungen (Cheaten etc.) sein;
  • im Hinblick auf ihre technisch apparative Ordnung untersucht werden;
  • die ›Produktion‹ von Sozialität (etwa in Multiplayer-Praxen oder im ›Community-Management‹) betreffen;
  • in ganz unterschiedlichen Ausprägungen von Gaming Culture(s) statthaben (z.B. Modding, Retro-Gaming, ludische Artefakte in Fankulturen);
  • in Computerspielen sedimentierte Handlungsdimensionen und Spuren bezeichnen.

 

Willkommen sind theoriegeleitete Beiträge genauso wie materialnahe Spielanalysen, die an eine Handlungstheorie angebunden werden. Die Beiträge können sich auf die genannten Themengebiete beziehen – aber auch darüber hinaus gehen – und dürfen den zeitlichen Umfang von 30 Minuten nicht überschreiten.

Abstracts (ca. 1500 Zeichen) können bis zum 06.01.2013 eingereicht werden – in elektronischer Form an
spielhandlung@gmail.com

Eine Rückmeldung über Annahme/Ablehnung der Beiträge wird Anfang Februar 2013 erfolgen. Judith Ackermann, Benjamin Beil, Britta Neitzel, Markus Rautzenberg