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Computerspiel

Logische Maschinen

Im Rahmen meines Lehrbuchkapitels zur „Logik für Medienwissenschaftler“ aspektiere ich auch in Maschinen implementierte Logik – und zwar jenseits von Digitalcomputern. Es gibt eine reichhaltige Geschichte von „logischen Maschinen“ seit dem Mittelalter, von denen ich einige ausgewählt habe, die besondere Technologien für die Implementierung von Logik nutzen. Am Ende sollen auch didaktische Spielzeuge eine Rolle spielen. Im medienarchäologischen Fundus befinden sich zwei mehr oder weniger vollständige „PIKO dat„-Kästen, die ich aber aus zeitlichen Gründen nicht auf Funktion und Vollständigkeit prüfen kann. Daher habe ich nach einer kurzen eBay-Recherche den westdeutschen Vorgänger „Logikus“ gefunden, der mir heute aus den USA zugegangen ist. Das Gerät ist in sehr gutem Zustand und funktioniert einwandfrei. Ich freue mich schon auf die Experimente. Hier gibt es zahlreiche Informationen zum Logikus und seinen Derivaten sowie Literatur und anderes Material (Emulatoren).

Playing with assembly

Unter der Adresse 8bitworkshop.com kann der geneigte User den 6502-Assembler für Ataris VCS lernen. Die Seite führt Schritt für Schritt in die Hardware und die Programmiertechniken ein. Das Tool werde ich sicherlich in einem meiner künftigen Programmierseminare einmal einsetzen.

Ein anderes „Assembler-Programmier-Projekt“ ist schon etwas älter aber trotzdem noch einmal der Erwähnung wert: Der Autor des Blogs „Coding Horror“ (neu in meiner Blogroll rechts!) stellt TIS-100 vor – ein Spiel von zachtronics, bei dem es darum geht, einen fiktiven alten Computer in Assembler zu programmieren. Grandios!

Die Technik hinterm Bildschirm

In der gestrigen Ausgabe von „Die Zeit“ ist in der Rubrik KinderZeit ein Interview mit mir erschienen, in dem ich auf die Lerneffekte beim Computerspielen – aus medienwissenschaftlicher Perspektive – hinweise. Das Interview ist in Kürze auch online nachzulesen. Ich verlinke es dann hier. EDIT: Hier der Link zur Online-Version.

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Tennisspielen mit Physik

Ko-Autoren: Johannes Maibaum und Matthias Rech*

Eines der frühesten elektronischen Spiele war „Tennis for Two“, entstanden 1958 auf einem Analogcomputer. Dieses Spiel unterschiedet sich sowohl in seiner ‚Programmierung‘ als auch in der Hardware, auf der es lief, fundamental von späteren Computer- und Videospielen, weswegen es für eine historische und systematische Untersuchung besonders interessant erscheint. Zwischen Oktober 2011 und April 2012 rekonstruierten die drei Autoren dieses Textes das Spiel, um es auf einem universitären Workshop über Analogcomputer vorzustellen. Was „Tennis for Two“ in der Geschichte der Computerspiele so einzigartig macht, beschreiben sie im folgenden Beitrag.

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Logik-Jumper

Im Rahmen des letztsemestrigen Assembler-Programmierworkshops zum Motorola 6809 ist ein Spiel als Projekt eingereicht worden, das nun der Öffentlichkeit vorgestellt werden kann. Es handelt sich um „The J Game“ von Jan Haasch, einem Master-Studenten der Wirtschaftsinformatik an der HU Berlin. Das kleine Spiel für die MB Vectrex stellt die Rudimentärform eines Jump’n’Run-Games dar, bei dem eine Spielfigur über von der Seite herein scrollende „Mauern“ springen muss. Der Schwierigkeitsgrad (Anzahl und Abstand der Mauern, Scrollgeschwindigkeit) erhöht sich dabei sukzessive innerhalb eines Levels und von Level zu Level.

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Spiel, Raum und Bild

Gestern hat Stephan Günzel, den ich noch aus meiner Jenaer Zeit bei Wolfgang Welsch als Kollegen kenne, bei uns im Kolloquium vorgetragen und sein neue Buch vorgestellt: „Egoshooter. Das Raumbild des Computerspiels“ hat er als Habilitation an der Uni Potsdam eingereicht. Darin unternimmt er den Versuch, der Geneaolgie von Claus Pias eine Erweiterung angedeihen zu lassen. Der Egoshooter ist das Computerspiel, das es ohne Computer nicht geben könnte. Dies beruht vor allem auf seinem Umgang mit räumlichen Konstruktionen. Besonders charmant an dem Ansatz ist die Relativierung von aggressionssteigernden Potenzialen, welche nach Ansicht der Medienpsychologen und Kriminologen hinter solchen Computerspielen schlummern. Hier wird nicht der Umgang mit Waffen eingeübt, sondern der Blick selbst ist es, der zum Projektil im virtuellen Raum wird.

Wir haben den Vortrag gefilmt und auf YouTube veröffentlicht:

S-R-E: Nostalgie dritter Ordnung

Gestern hielt Sebastian Felzmann seinen Vortrag in der Vorlesungsreihe „SHIFT – RESTORE – ESCAPE. Die Aufhebung des Retrocomputings in der Medienarchäologie„. Das Video dazu ist seit heute online:

Eine neue Methode zur Öffnung von Apparaten und Disziplinen?

Heute ist – mit einiger Verzögerung – meine Rezension zu den bisherigen drei „Platfom Studies“-Bänden, herausgegeben von Ian Bogost und Nickt Montfort, bei IASL Online erschienen:

Sollen die »Platform Studies« am Ende bloß technische Aufklärung auf dem Feld der Cultural Studies betreiben? Soll eine jüngere und jüngste Technikgeschichte kulturwissenschaftlich reflektiert werden? Soll die oftmals kritisierte Technikvergessenheit der immer noch jungen Game Studies überwunden werden. Diese Fragen ließen sich allesamt mit ja beantworten. Es bleibt aber ungeklärt, warum die Herausgeber gleich eine ganze Buch-Reihe dazu etablieren (die zudem noch von den »Software Studies« im selben Verlag und teilweise denselben Herausgebern flankiert wird). Die Ausweitung der Perspektive auf die Bedeutung von »Plattformen« nicht nur für ein sozialhistorisches Sediment, sondern ihre Betrachtung als Wissensgeschichte der Mediengesellschaft verspricht ertragreicher zu sein.

mehr: IASL Online

ST an ST

Gestern fand von 20 bis ca. 0 Uhr eine MIDI-Maze-LAN-Party im Computerspielemuseum statt. Je sechs Atari-Computer (ST/ST+/STE/TT/Faclon 030) in zwei Netzwerken und vier Gameboys in einem „Faceball 2000“-Netz konnten von den interessierten und sehr motivierten Teilnehmern genutzt werden, um eines der frühsten 3D-Egoshooter-Netzwerkspiele zu spielen.

Mein Atari 1040 STFM war natürlich auch mit von der Partie (wenngleich er auch die Anreise leider nicht unbeschadet überstanden hat):

Noch einmal vielen Dank an Torsten Othmer (der seine Ataris und das Spiel mitgebracht hat), Sebastian Bach (der mir die Gameboys und Spiele zur Verfügung gestellt hat) und natürlich Andreas Lange, der die Party in seinem Museum organisiert hat und uns hinterher nicht nur am original „Computer Space“-Automaten hat spielen lassen, sondern auch noch durch das riesige Hard-, Software und Zeitschriftenarchiv des Museumskellers geführt hat.

Polibius

Beim Krawall Gaming Network gibt es heute einen interessanten Artikel zum ominösen „Killerspiel“ „Polybius“.

Bonus: Karpaltunnel-Syndrom

Derzeit bereite ich einen Text über Analoge Steuerungen für digitale Spiele vor und habe hier einen Text über Erkrankungen der Hand durch Computerspiele gefunden.

think-analogue

Der Workshop „Think Analogue!“, den ich für den Lehrstuhl für Medientheorien mit organisiere, hat jetzt eine komfortable Sub-Domain an der HU: http://think-analogue.hu-berlin.de/. Darüber hinaus gibt es jetzt auch eine Seite für unsere „Tennis for Two“-Installation auf der Workshop-Seite.

Voll verstrahlt: Mutanten im Spiel

Mit Robert Bannert sprach ich vor kurzem über das Motiv des Mutanten im Computerspiel und anderen Artefakten für einen Artikel in der IGN.

mehr: ign.de

Gewalt und Computerspiele (2/4)

Teil 2 meines vierteiligen Essays über den „Killerspiele“-Diskurs befasst sich mit der staatlichen Zensurpraxis in Deutschland und stellt die Argumente von Amtsgerichten zum Computerspiele-Verbot anhand von „Mortal Kombat“ und „Manhunt“ vor, die beide wegen „Gewaltverherrlichung“ verboten wurden.

mehr: Telepolis

Grenzenlos

GET LAMP

Auf Facebook bin ich gerade auf diesen Dokumentarfilm über die Geschichte des Computer-Text-Adventures hingewiesen worden:

»herrliche Computerspiele«

Ereignisbeben

Mit „MotorStorm: Apocalypse“ legt Sony den vierten Teil der Offroad-Racing-Games vor – und zieht ihn gleich wieder zurück

Noch ist MotorStorm: Apocalypse nicht erhältlich: Nachdem sich die Veröffentlichung des Spiels mit der Erdbeben- und Flutwellen-Katastrophe in Japan überschnitten hat und man den Inhalt des Spiels allzu „nah“ an den Ereignissen sah, hielt man die Auslieferung zurück. Einzig die Pressemuster und einige wenige reguläre Exemplare in Videotheken-Leihversionen sind derzeit erhältlich.

mehr: Telepolis

Binary Domain

Vom Kollegen Inderst werde ich gerade auf ein neues Spiel mit Robotern hingewiesen, dessen Trailer schon sehr vielversprechend ausschaut:

http://www.youtube.com/watch?v=ppwSXrDfRfg

Verloren im Cyberspace

Morgen Abend sendet ARTE den TV-Film „Verloren im Cyberspace“:

Seit dem Tod seiner Mutter ist Ben apathisch, vernachlässigt Schule, Familie und Freunde. Über zwielichtige Wege gelangt der Jugendliche an ein mysteriöses Computerspiel und gerät in dessen Sog. Die Grenze zwischen Realität und Fiktion beginnt, zu verschwimmen …

Verloren im Cyberspace
Deja-vu (F/NL 2007, François Vautier)
ARTE, 10.04.2010, 0:30-1:55 Uhr

mehr: tv-info.de