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KörperBilder

Analysen, Kritiken und Hinweise zur Medien-Pornografie

Poke her

Auf Telepolis ist heute mein kurzer Beitrag zur Freigabe der Grafikdemo “Sex Cartoon” vom Index für jugendgefährdende Medien zu lesen.

Mehr: Telepolis

Der Inhaltismus der Medienwirkungsforschung

Zur Vorbereitung eines Textes über die Medienarchäologie des Computerspiels im Angesicht der Platform Studies habe ich noch einmal Claus Pias’ medienmaterialistische Abhandlung über Computerspiele “Die Pflichten des Spielers” gelesen. Darin findet sich eine schöne Sentenz über spezifische Fragen der Medienwirkungsforschung – einmal von ganz anderer Seite als der der Ästhetik und Erzählung betrachtet:

“Es gibt also gute Gründe für die Annahme, daß bspw. die gesamte pädagogische Debatte um böse Computerspiele und ihre Folgend an der falschen Stelle ansetzt, nämlich nicht bei der ‘Technik’ und der ‘Pragmatik’ des Spielens und seiner Apparate, sondern erst bei der Ikonographie der Grafik und dem Inhaltismus von Erzählungen. Der Splatter indizierter Spiele sagt letztlich genauso viel oder wenig über die Pflichten des Spielers wie die bonbonfarbenen Niedlichkeiten pädagogischer Korrektheiten, weil wir uns nicht im Reich des Gewissens und der Moralität, sondern im Bezirk der Pflicht und des Gesetzes aufhalten. Die Diskurselemente des Computerspiels heiße nicht ‘Menschen ötten’ oder ‘Goldtaler fangen’, sondern Pünktlichkeit, Rhythmus oder Kontrolle. Und diese werden ununterbrochen an einer symbolischen Identität des Spielers abgefragt.”

Claus Pias: Die Pflichten des Spielers. Der User als Gestalt der Anaschlüsse. In: Martin Warnke u.a.( Hgg.): HyperKult II. Zur Ortsbestimmung analoger und digitaler Medien. Bielefeld: Transcript 2005, S. 313-339, hier: S. 337f.

SEX Games

Level 5

Heute vor 25 Jahren wurde das Computerspiel “Sex Games” von der (damaligen) “Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften” als “schwer jugendgefährdend” indiziert. Die Entwickler und Publisher, Markus und Thomas Landgraf hatten es 1985 als Teenager in ihrer Software-Schmiede “Landisoft” selbst geschrieben. Durch die Indizierung erhielt das ohnehin sehr bekannte Spiel ein Maß an Ruhm, der es bis heute zu einem der bekanntesten Titel des 8-Bit-Computers “Commodore C64″ macht. Noch Jahre später gibt Thomas Landgraf, heute Inhaber einer Softwarefirma in Kassel, Interviews zu “Sex Games” – etwa mit “Spiegel Online” oder dem “RETRO”-Magazin (für welches ich mit ihn vor einiger Zeit gesprochen habe).

Im Bundesanzeiger Nr. 66 vom 27.04.2012 steht “Sex Games” nicht mehr in der Liste der indizierten Computerspiele, weil das Spiel nach 25 Jahren und ohne Neuantrag automatisch als nicht mehr schwer jugendgefährdend gilt. Ich habe anlässlich dieses Jubiläums einen Artikel für das Magazin Telepolis geschrieben und mir den damaligen Indizierungsbeschluss von der “Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien” bestellt, den ich hier interessierten Lesern als anonymisiertes PDF zur Verfügung stelle.

S(E)X 64

Auf Facebook habe ich das Cover dieser 1988er Computerzeitschrift für den Commodore 64 entdeckt, das sich ganz gut in den seltsamen Diskurs “Sex und Heimcomputer” einfügt:

Wenn du zu deinem Heimcomputer gehst, vergiss die Peitsche nicht

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Ich habe jüngst drei Bücher vom W.-Hofacker-Verlag erstanden, bei denen es mir – ehrlich gesagt – nur in zweiter Hinsicht auf den Inhalt ankam. Dabei handelt es sich um folgende Titel:

Die Sammlung wird ausgebaut …

SEX mit verändertem Vorzeichen

Die noch zu schreibende Sittengeschichte des Computers bekommt einen neuen Beitrag: Bei der Durchsicht der Programmiersprache des Motorola 6809, der das Herz der Vectrex-Konsole bildet, bin ich auf den Mnemonic SEX gestoßen – ein Befehlskürzel für “Sign EXtend”, mit dem man das Vorzeichen eines Registerwertes ändert. Wie sich hier lesen lässt, hat der Begriff als Befehl und Akronym bereits eine einschlägige Historie.

Voll verstrahlt: Mutanten im Spiel

Mit Robert Bannert sprach ich vor kurzem über das Motiv des Mutanten im Computerspiel und anderen Artefakten für einen Artikel in der IGN.

mehr: ign.de

»Porno war gestern«

Die Überschrift des Artikels im heutigen Tagesspiegel, für den ich als Experte interviewt wurde, ist durchaus passend für mich (bzw. meine Nichtmehrbeschäftigung mit Porno). Zwar mag ich nicht unbedingt als Medienwirkungsforscher dargestellt werden; doch wenn es um die Zusammenhänge von Ästhetik und Diskursivität geht, kann ich da schon mal ein Auge zudrücken:

Der Chef-Juror allein kann’s nicht sein: “Das Supertalent”, inzwischen in der fünften Staffel, erzielt bei RTL immer neue Rekordquoten. Was aber macht die Show so enorm populär?

mehr: Tagesspiegel

Und noch einmal: Computerliebe

Eine Variation des Themas “Computerliebe” hatte ich bislang noch nicht “auf dem Schirm”, nämlich dass sich Maschinen auch ineinander verlieben. Die TV-Serie “EUrEKA”, die ja ohnehin technischen “Was wäre wenn”-Spiele sehr zugeneigt ist, bietet genau hierzu eine Episode, die in Kürze im Deutschen TV läuft.

Am Montag, 23.5. um 21:09 Uhr strahlt Pro7 die Folge “Glamour-Camping” (OT: “Momstrosity“, USA 2010) aus. Aus dem Kurzinhalt:

Carter geht übers Wochenende mit Fargo, Kevin und Grant zelten. S.A.R.A.H. ist in Sheriff Andy verliebt, darf jedoch nicht darauf hoffen, dass ihre Liebe erwidert wird. Denn Andy verfügt nicht über das Zusatzprogramm ‘Bindungspatch’, das sie sich als einziger Computer kopiert hat. Nun sorgt sie dafür, dass sich das Programm auf allen Computern ausbreitet. Mit verheerenden Folgen: Denn die brutale Computerdame Tiny verliebt sich in den von Kevin für die Schule gebauten Computer.

mehr: tv-info.de

Die läufige Leinwand

Kürzlich ist eine umfangreiche Monografie zur Pornofilm-Geschichte im Berliner Martin-Schmitz-Verlag erschienen. Darin reflektiert der Gelsenkirchener Filmkritiker und Publizist Christian Keßler das Entstehen und Werden des legalen US-amerikanischen Pornofilms von 1970 bis Mitte der 1980er Jahre. Stefan Höltgen hat ihn bei der Berliner Lesung getroffen und mit ihm über das Buch und einige Dinge über Pornografie gesprochen, die nicht darin stehen.

mehr: Telepolis

»No one’s blaming you for being human.«

The Spy who came (USA 1969, Ron Wertheim) (DVD)

Pawlow: Pionier der biologischen Programmierung

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»turn humans into veritable screwing machines«

The Curious Dr. Humpp (La venganza del sexo, Argentinien 1969, Emilio Vieyra) (DVD)

Silverfoot

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»punching out his own dream girl«

How to make a Doll (USA 1968, Herschell Gordon Lewis) (VHS)

Junggesellen und ihre Maschine

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Bombshells, Sexbombs, exploding plastic dummies

Dr. Goldfoot and the Girl Bombs (Le spie vengono dal semifreddo, Italien 1966, Mario Bava) (DVD)

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Wife Disposal Devices

Doctor Goldfoot an the Bikini Machine (USA 1965, Norman Taurog) (DVD)

"Whenever he needs / a girl on the scene, / he pushes a button / and just like nothing / a girl will appear. / I mean it my dear. / The cutest girl / in the whole wide world / and she behaves / just like a slave.“

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»That does not compute!«

My Living Doll (USA 1964, Ezra Stone) (YouTube)

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»You’ve made him a man again!«

Sex Kittens go to College (USA 1960, Albert Zugsmith) (DVD)

Am Collins College herrscht Aufruhr: Eine neue Professorin, die junge, gut gebaute, blonde und hoch intelligente Dr. Mathilda West ist dort eingetroffen, um die Uni durch ihre Lehre “into the space age” zu katapultieren. Dass die Wissenschaftlerin mit ihren 13 Abschlüssen in allen möglichen natur- und geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen (ihre Leistungen auf diesen Gebieten sind so umfangreich, dass der Computer mehrere Meter Endlospapier damit bedruckt, s. o.) so ungemein anziehend auf die männlichen College-Angehörigen (Kommilitonen wie Kollegen) wirkt, ist ein Problem. Vom verklemmten Captain der Baseball-Mannschaft “Woo Woo” bis hin zum kauzigen Computerwissenschaftler Dr. Zorch sind ihr alle verfallen. Und die Kolleginnen und Studentinnen sehen sich angesichts der erotischen und intellektuellen Tatsachen in der Defensive. Allerdings hat Dr. West “a past”, wie die ebenfalls eifersüchtige Dr. Myrtle Carter, Assisentin (und heimliche Bewunderin) Zorchs, herausgefunden hat: Vor ihrem kometenhaften akademischen Aufstieg war West als “The Tallahassee Tassels Tosser”, eine Art Go-Go-Tänzerin, bekannt. Eine zeitlang schafft sie es, ihre Kollegen darüber hinters Licht zu führen, doch als zwei Mafiosi auftauchen, die das Geheimnis um die merkwüdigen Wett-Erfolge eines gewissen “Sam Thinko” aufklären wollen, erkennen sie West als ehemaliges Mitglied der Halbwelt wieder. So tritt sie schließlich den Rückzug aus der Uni an und vermählt sich mit dem ihr ohnehin sehr zugetanen Uni-PR-Mann George.

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Things to do with buttons

Heute beginne ich meine 3. Roboterfilm-Retrospektive, die gleichzeitig der zweite Teil der 1960er-Jahre-Roboterfilm-Reihe ist und sich zentral mit den Sexploitationfilmen dieser Dekade beschäftigt, in denen – zumeist – weibliche Menschmaschinen auftreten. Folgendes steht dabei auf dem Spiel(plan):

Ich stelle die Filme dann hier einzeln in Filmtagebucheinträgen vor und schreibe für die kommende Ausgabe der Zeitschrift “Splatting Image” einen Essay darüber.

Falls jemand weitere Filme dieses Motivs zwischen 1960 und 1969 kennt, wäre ich für einen Hinweis sehr dankbar.

CyBudSpace

Morgen strahlt Kabel 1 eine Folge der Serie “Eine schreckliche nette Familie” aus dem Jahr 1995 mit dem Titel “Der Schalter” (OT: “User Friendly”) aus, in der es unter anderem darum geht, dass Bud, der sexuell frustrierte Sohn der Familie an einem Cyberspace-Experiment teilnimmt, bei dem seine Libido erforscht werden soll.

Montag, 27.12.2010, 10:40-11:05 Uhr
Kabel 1

mehr: tv-info.de

The Sex Life of the Robots

Es gibt neu fertig gestellte Szenen im Dauerprojekt “The Sex Life of the Robots” des US-amerikanischen Künstlers MIchael Sullivan. In diesen stellt er unter anderem seine Vision einer robotischen Inseminaton vor und erläutert, wie (und woraus) er seine Figuren konstruiert: