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Computer

„It’s more fun to compute.“ (Kraftwerk)

»Oh, Sie sammeln alte Tastaturen?!«

ja, jetzt schon.

Am vergangenen Wochenende habe ich bei ebay drei neue alte Computer sowie eine Ersatz-Tastatur für den Sinclair ZX Spectrum ersteigert. Bei den Rechnern handelt es sich (von oben nach unten) um einen Atari 400 von 1979 (leider mit einem kleinen Schaden, der sich aber schnell beheben lassen dürfte), einem Philips VG8010 (ein MSX-1-Computer, über den ich jüngst einen kleinen Text für einen Ausstellungskatalog geschrieben habe), Amstrad 6128 Plus (das Nachfolgemodell zum CPC), besagte Ersatz-Tastatur, die allerdings nicht am Spectrum angeschlossen wird, sondern das Spectrum-Board aufnehmen kann. Damit ist sie ideal geeignet meinem seit einem Jahr fertig gelöteten Spectrum-Klon »Harlequin« endlich eine Heimat zu geben.

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Oric Atmos

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Der Referent des heutigen Kolloquiums-Vortrags, Wolfgang Neuhaus, hat mir zuvor eine kleine Spende für das Signallabor überreicht: Ein Oric Atmos aus dem Jahr 1984. Der Rechner kam ohne Zubehör und mit ungewisser Funktionalität. Eine kurze Netzteil-Recherche und ein Test haben gezeigt, dass der Computer (die 48-KB-Variante) völlig in Ordnung ist.

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Game Circuit #13: Automaten-Spiele

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Hertz aus Glas …

Z80 ais Glas

Am 11. und 12. Dezember findet am Zentrum für Literaturforschung in Berlin eine Tagung zum Thema „Glas. Materielle Kulturen zwischen Zeigen und Verbergen“ statt. Ich habe ein Proposal dazu eingereicht, das angenommen wurde und werde dort über „Siliziumbasierte Halbleiter in den Medien“ sprechen:

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Captain Crunch in Berlin

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In den vergangenen Tagen hat John T. Draper, der in den 1970er-Jahren als „Captain Cruch“ die Phreaking-Szene in den USA ins Leben gerufen hat, Berlin besucht und dort in verschiedenen Location Vorträge gehalten. Am Freitag habe ich ihn bei seinem Vortrag an der Beuth-Hochschule besucht, in welchem er über das Phreaking, sein in Forth programmiertes Textsystem „EasyWriter“ und einige aktuelle Projekte von ihm berichtete. In Kürze will er ein Buch, eine Autobiografie, veröffentlichen.

Ich habe ein paar Bilder und ein kurzes Video gemacht (in welchem er die Kommunikation zwischen einer Bluebox und dem Telefon-System erklärt, während man im Hintergrund die Signlalkommunikation zwischen den Geräten hört).

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Booleo

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Heute habe ich drei Sets des Kartenspiels „Booleo“ bekommen.

„Das bOOleO Kartenspiel ist endlich mal ein wirklich geekiges Kartenspiel. Statt Patiencen mit Bube, Dame und König werden hier boolsche Schaltungen mit Einsen und Nullen sowie UNDs und ODERs um die Wette gelegt. Zwei Spieler sitzen sich dabei gegenüber und müssen aus AND, OR und XOR eine jeweils vollständige Schaltung an eine vorgegebene Bitreihe anlegen. Dabei ist logisches und strategisches Denken gefragt. Und auch die Schaltung des Gegners muss im Auge behalten werden, denn sie kann mit der gefürchteten NOT-Karte sabotiert werden. Spannung und Interaktion sind beim bOOleO Kartenspiel also garantiert! Informatik-Erstsemester aufgepasst: Das bOOleO Kartenspiel eignet sich natürlich auch hervorragend, um die Regeln der boolschen Logik zu erlernen oder zu üben.“

Zu beziehen über getDigital oder Amazon.

ZXpand

Der Fortschritt macht vor nichts halt, nicht einmal vorm ZX-81. Für diesen habe ich heute die ZXpand-Karte bekommen, ein SD-Karten-Laufwerk mit 32 Kilobyte RAM-Erweiterung und Zusatzbefehlen fürs BASIC, mit denen man Programme von der SD-Karte laden und auf sie speichern kann. Das funktioniert allerdings ebenfalls ganz komfortabel über ein Boot-Menü. Jetzt brauche ich nur noch eine neue Tastaturfolie für meinen BASCI-ZX-81, dann kann ich das Modul testen.

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Mit dem ZXpand lassen sich nun erstmals auch große Programme ausführen; Der Entwickler hat beispielsweise das Spiel »Dragon’s Lair« für den ZX81 umgesetzt und verkauft es auf einer SD-Karte mit eigenem Label und zusätzlicher Software. Welche SD-Karte man verwenden sollte, ist zumindest aus speicherökonomischen Gründen fraglich, kann sie doch gar nicht nicht klein genug gewählt werden. Das aktuellste TOSEC-Archiv mit ZX81-Software ist entpackt gerade einmal knappe 10 Megabyte groß. Mit einem jüngst erschienen Filebrowser lassen sich die Files komfortabel ansteuern und starten.

Vom Denkmonster zur Killerapplikation

2012 habe ich einen Vortrag in Kiel und im Kolloquium der hiesigen Medienwissenschaft zum Thema „Der Computer als Mörder und Mordwaffe im Film“ gehalten. Nun ist ein Sammelband mit der Verschriftlichung erschienen:

Stefan Höltgen: Vom Denkmonster zur Killerapplikation. Der Computer als Mörder und Mordwaffe im Film. In: Hans-Edwin Friedrich & Claus-Michael Ort (Hgg.): Recht und Moral. Zur gesellschaftlichen Selbstverständigung über „Verbrechen“ vom 17. bis zum 21. Jahrhundert. (Reihe: Schriften zur Literaturwissenschaft, Band 39) Berlin: Duncker & Humblot 2015, S. 529-539.

Infos | Amazon

1401

Mit einer IBM 1401 kann man heute nicht nur immer noch Fraktale berechnen, sondern auch Bitcoins generieren.

The Secrets of Antikythera

25 Jahre Windows 3.0

Detlev Borchers schreibt auf heise.de über den Geburtstag des ersten wirklichen GUI-Betriebssystems von Microsoft, das von der damaligen Presse unter anderem mit den Worten begrüßt wurde: „Wenn die Geschichtsbücher für den PC geschrieben werden, wird der 22. Mai 1990 als der erste Tag der zweiten Ära der PC-Geschichte in die Annalen eingehen, als der Tag, an dem der PC, gefesselt durch ein veraltetes zeichenorientiertes Betriebssystem und einer Bedienung im Stil der Siebziger, wirklich befreit wurde.“ Zum Glück waren die Annalen dann aber doch weniger geschichtsblind.

Mein erster Computer

Elias kommt ja nun ins Lego-fähige Alter und in einer Konvolut-Bestellung habe ich ein paar alte Bekannte wiederentdeckt:

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1. Berliner VzEkC-Stammtisch

Am kommenden Donnerstag, 21.5., findet ab 20 Uhr der erste Stammtisch der Mitglieder des „Vereins zum Erhalt klassischer Computer e.V.“ in der Gaststätte „Oase“ (Georgenstraße) statt. Mitglieder des Vereins, User des Forums aus Berlin und Umgebung sowie Interessierte sich herzlich eingeladen.

Stimmt so.

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https://www.imageidentify.com/

Think Analogue Again!

Oiger berichtet von einer Überlegung des US-amerikanischen Militärs, zur Analogcomputer-Technik zurückzukehren – zumindest teilweise.

VCFe 16 Nachlese

Das lange Wochenende ist vorüber und ich bin zurück aus München. Dort fand – dieses mal über drei Tage hinweg – das VCFe statt. Das Thema war „Der Osten ist bunt“. Ich und zwei unserer Hilfskräfte haben einen Stand zur Arbeit von Horst Völz gemacht, wo wir noch einmal seine Programmierarbeiten, Bücher und die von ihm gespendete Hardware ausgestellt haben. Völz selbst kam am Samstag und Sonntag ebenfalls nach München und trug dort Sonntag Vormittag vor.

"Horst Völz"-Stand (vorne rechts)

„Horst Völz“-Stand (vorne rechts)

Kollege Maibaum hackt Z80-Assembler auf dem KC-85/3

Kollege Maibaum hackt Z80-Assembler auf dem KC-85/3

Daneben gab es natürlich noch etliche andere Stände, von denen ich einige für mich bemerkenswerte hier kurz vorstelle:

Thorsten Schöler von der Uni Augsburg stellt einen ukrainischen Spectrum-Klon aus.

Thorsten Schöler von der Augsburg University of Applied Sciences stellt einen ukrainischen Spectrum-Klon aus.

Die Brüder Heinz und Hlemut Jakob hatten dieses mal ein "Datenklo" und einen "Datenfön" dabei.

Die Brüder Heinz und Hlemut Jakob hatten dieses mal ein „Datenklo“ und einen „Datenfön“ dabei.

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Am Stand von Thomas Falk gab es „Kuriositäten der Rechentechnik“, wie Verbindungen von Armbanduhr und Taschen-/Tischrechner oder diese Tastatur „COS VarioBoard“ mit einstellbarer Kodierung. (Unter jeder Taste befindet sich ein LCD-Display, das das Zeichen des aktuellen Zeichensatzes für die jeweilige Taste anzeigt.)

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Am Stand von Thomas Falk gab es "Kuriositäten der Rechentechnik", wie Verbindungen von Armbanduhr und Taschen-/Tischrechner

Oskar Vermeulen hat einen PDP-8-Hardwareemulator auf Basis eines Raspberry Pi ausgestellt. Das Gerät wird demnächst bei ihm zu erwerben sein.

Oscar Vermeulen hat einen PDP-8-Hardwareemulator auf Basis eines Raspberry Pi ausgestellt. Das Gerät wird demnächst bei ihm zu erwerben sein.

Auch ein paar Mitbringsel gab es für mich auf dem Flohmarkt:

Ein funktionstüchtiger IBM PS-2 Laptop mit Windows 3.11 und 70 MB Harddisk.

Ein funktionstüchtiger IBM PS-2 Model 70  mit Windows 3.11 und 70 MB Harddisk.

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Ein Thomson TO-7 mit Datenrecorder und vier Spielen auf Kassette.

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Und als Leihgabe von Hans Franke für das VCFB ein SOL-20!

C66

In der PCWelt lese ich gerade, dass das M.E.G.A. einen Nachfolger des Commodore 64 mit dem wenig bescheidenen Titel „Mega65“ plant.

Schach dem Schachcomputer

An diesem Mittwoch, den 29.04.15, erwartet uns im Kolloquium Thomas Nitsche mit seinem Vortrag „Mephisto Schachcomputer und MATH 42.“ Die anschließende Diskussion wird von mir moderiert. (mehr …)

Ready?

Beim Durchstöbern der Geschichte-Abteilung der Informatik-Teilbibliothek bin ich auf eine neue Publikation zum C64 gestoßen: Roberto Dillons „Ready. A Commodore 64 Retrospective“, erschienen im Springer-Wissenschaftsverlag. Ich habe mir das sehr dünne (157 Seiten) aber dennoch teure (106,99 Euro!) Buch ausgeliehen und lese es in den nächsten Tagen, um es dann hier vorzustellen und zu rezensieren.

Update 25.4.: Ich habe das Buch nun gelesen, was etwa einen halben Tag gedauert hat und bin überaus enttäuscht. Nicht nur bekommt man für seine 106 Euro größtenteils Informationen geboten, die in kürzester Zeit im Internet recherchierbar wären und im Hauptteil einen Test der für den Autor wichtigsten Spiele für den C64; das Buch bietet überdies eine unausgereifte Mischung aus technischem Halb-Tiefgang und Oberflächlichkeit. Es enthält inhaltliche und Satzfehler und alle Abbildungen sind in Schwarzweiß. Was sich ein renommierter Wissenschaftsverlag wie Springer, der eine beachtliche Reihe computerhistorischer Publikationen hervorgebracht hat, bei diesem überteuerten Büchlein gedacht haben mag, entzieht sich meiner Vorstellungskraft.

Update 10.5.: Eine detaillierte Rezension von mir erscheint in einer der nächsten Ausgaben der RETURN.

Robert Dillon
Ready. A Commodore 64 Retrospective
New York u.a.: Springer 2015
157 Seiten (gebunden), 106,9 Euro
ISBN: 978-981-287-341-5
Probeseiten | Inhaltsverzeichnis | Info | Amazon

Great Britain Eight Bitters

Seit Freitag sind neu im Signallabor:

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Oric-1 (1983) mit Software, Netzteil und RGB-Kabel

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Tatung Einstein 256 (1984) mit OVP, Manuals und RGB-Kabel/Netzteilen

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Turbo MMC Flash-SD-Karten-Laufwerk für den BBC Micro inkl. Einbauteile und ROM-IC

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VecMulti SD-Karten-Modul für die MB Vectres

Insbesondere das VecMulti wird sich während des 6809-Assemblerkurses als nervenschonende Ausgabe rechnen. Kein Brennen von EPROMs oder umständliches Kopieren auf das SRAM-Modul, das ich derzeit verwende. Weil die VecMulti nun sowohl das SRAM-Doppelmodul als auch das 72-in-1-Multi-ROM überflüssig macht, stelle ich beide zum Verkauf bei ebay ein.