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Computer

“It’s more fun to compute.” (Kraftwerk)

C66

In der PCWelt lese ich gerade, dass das M.E.G.A. einen Nachfolger des Commodore 64 mit dem wenig bescheidenen Titel “Mega65” plant.

Schach dem Schachcomputer

An diesem Mittwoch, den 29.04.15, erwartet uns im Kolloquium Thomas Nitsche mit seinem Vortrag “Mephisto Schachcomputer und MATH 42.” Die anschließende Diskussion wird von mir moderiert. (mehr …)

Ready?

Beim Durchstöbern der Geschichte-Abteilung der Informatik-Teilbibliothek bin ich auf eine neue Publikation zum C64 gestoßen: Roberto Dillons “Ready. A Commodore 64 Retrospective”, erschienen im Springer-Wissenschaftsverlag. Ich habe mir das sehr dünne (157 Seiten) aber dennoch teure (106,99 Euro!) Buch ausgeliehen und lese es in den nächsten Tagen, um es dann hier vorzustellen und zu rezensieren.

Update 25.4.: Ich habe das Buch nun gelesen, was etwa einen halben Tag gedauert hat und bin überaus enttäuscht. Nicht nur bekommt man für seine 106 Euro größtenteils Informationen geboten, die in kürzester Zeit im Internet recherchierbar wären und im Hauptteil einen Test der für den Autor wichtigsten Spiele für den C64; das Buch bietet überdies eine unausgereifte Mischung aus technischem Halb-Tiefgang und Oberflächlichkeit. Es enthält inhaltliche und Satzfehler und alle Abbildungen sind in Schwarzweiß. Was sich ein renommierter Wissenschaftsverlag wie Springer, der eine beachtliche Reihe computerhistorischer Publikationen hervorgebracht hat, bei diesem überteuerten Büchlein gedacht haben mag, entzieht sich meiner Vorstellungskraft.

Eine detaillierte Rezension von mir erscheint in der nächste Ausgabe der RETURN.

Robert Dillon
Ready. A Commodore 64 Retrospective
New York u.a.: Springer 2015
157 Seiten (gebunden), 106,9 Euro
ISBN: 978-981-287-341-5
Probeseiten | Inhaltsverzeichnis | Info | Amazon

Great Britain Eight Bitters

Seit Freitag sind neu im Signallabor:

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Oric-1 (1983) mit Software, Netzteil und RGB-Kabel

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Tatung Einstein 256 (1984) mit OVP, Manuals und RGB-Kabel/Netzteilen

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Turbo MMC Flash-SD-Karten-Laufwerk für den BBC Micro inkl. Einbauteile und ROM-IC

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VecMulti SD-Karten-Modul für die MB Vectres

Insbesondere das VecMulti wird sich während des 6809-Assemblerkurses als nervenschonende Ausgabe rechnen. Kein Brennen von EPROMs oder umständliches Kopieren auf das SRAM-Modul, das ich derzeit verwende. Weil die VecMulti nun sowohl das SRAM-Doppelmodul als auch das 72-in-1-Multi-ROM überflüssig macht, stelle ich beide zum Verkauf bei ebay ein.

VCFE

ars technica berichtet vom Vintage Computer Festival East in New Jersey mit einer schönen Bildstrecke.

Zeitzeichen: Microsoft

Bereits am 4. April hat NDR Info in der Reihe Zeitzeichen die Sendung zum 40. Geburtstag von Microsofts Geburtstag ausgestrahlt, für die ich interviewt wurde:

 

Go, Geek!

Auf dem letztjährigen VCFB war auch ein Filmteam von ARD EinsPlus. Zum Thema Programmieren sollten dort Informatiker von heute auf die Maschinen von gestern losgelassen werden – da bleiben Spitzfingerigkeiten natürlich nicht aus. Auch ein paar Interviewpassagen mit Ausstellern und Organisatoren sind zu sehen. Hier also die vierte Folge von “Go_Geek!”.

Unixoide Archäologe

heise.de berichtet heute über die Veröffentlichung eines 20 Jahre alten UNIX-Quellcodes.

Lee Felsenstein

IF

Heute hat Lee Felsenstein, der langjährige Leiter des “Homebrew Computer Club“, Initiator des “Community Memory Project” und Erbauer der “Sol-20“- und “Osborne-1“-Computer seine Teilnahme am diesjährigen VCFB zugesagt. Er wird einen Vortrag über seine damaligen Arbeiten im Rahmen der Kurztagung “Time After Time – 50 Jahre Timesharing” halten und hat angeboten, sich am Repair-Workshop zu beteiligen. Wer also einen defekten Osoborne-1- oder SOL-20-Computer besitzt, sollte ihn am ersten Oktoberwochenende nach Berlin bringen.

Wer hat’s gemacht?

Hat Intel oder Texas Instruments den Mikroprozessor erfunden? Zur Klärung dieses Streits kam es zu einem Gerichtsprozess. Texas Instruments hatte im Zuge dessen ein System rund um den 1971 entstandenen TMX-1795 8-Bit-Prozessor aufgebaut. Computer History hat nun ein Demonstrationsvideo aus dem Jahre 1993 bei YouTube hochgeladen, in dem dieses System vorgeführt wird

BBC Micro

Auf heise.de wird davon berichtet, dass die britische BBC dieser Tage eine Millionen Microcontroller an Kinder verschenkt, um die Programmierlehre zu unterstützen. Passenderweise heißt das Gerät “Micro Bit”.

digital ag Halle

Spiegel Online stellt heute das neue Museum der digital ag Halle vor.

Neue 4- und 8-Bit-Zugänge

Gestern und heute kamen zwei Neuzugänge für die Sammlung im Signallabor. Zunächst ein gut erhaltener Sinclair ZX Spectrum 48k mit Joystick-Adapter, Ersatznetzteil und Dokumentation:

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Auf dem kleinen Papierbogen unten rechts befinden sich BASIC-Programme zur Abfrage des Joystick-Adapters. Viel interessanter ist allerdings die Rückseite:

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Wir haben es hier mit dem stumb eines kleinen BASIC-Spiels zu tun. Offensichtlich der Anfang eines Schießspiels (die gestrichenen Zeilen 300 bis 330 verraten, dass hier Eingaben für Richthöhe und Mündungsgeschwindigkeit). Wann das Programm entstanden ist, ob es fertig wurde und andere Informationen erfrage ich derzeit vom Autor und erwäge natürlich die Aufnahme ich die geplante Publikation zu den “Papiermaschinen”.

Der zweite Neuzugang ist das Handheld “Microvision” von MB. Dabei handelt es sich um das erste tragbare Computerspiel mit auswechselbaren Spielmodulen. Diese Module enthielten jedoch wesentlich mehr als nur die Software auf dem ROM-Chip. Sie brachten ebenfalls eine Tastatur und Bildschirmfolie mit. Im Inneren des “Microvision” arbeitet ein 4-Bit-Microcontroller von Texas Instruments (ein TMS-1100-Derivat) als Spezialanfertigung für MB.

Die Platine der "Microvision"

Die Platine der “Microvision”

SCU S0488 ... ein 4-Bit-TMS-1000-Microcontroller

SCU S0488 … ein 4-Bit-TMS-1100-Microcontroller

Die "nackte" Microvision (rechts) und ein Modul (links)

Die “nackte” Microvision (rechts) und ein Modul (links)

Das Modul zum Spiel "Blocbuster"

Das Modul zum Spiel “Blocbuster”

"Blockbuster"-Modul ohne Platine

“Blockbuster”-Modul ohne Platine

Platine des "Blockbuster"-Moduls mit ROM-Chip

Platine des “Blockbuster”-Moduls mit ROM-Chip

 

VCFB 2015 – Call for Participation

vcfb2015

Auf dem ersten Planungstreffen wurden Termine und Inhalte verabredet. Seit gestern ist nun der Call for Participation für das “Vintage Computing Festival 2015“, das am ersten Oktoberwochenende im Pergamon-Palais (Georgenstraße 47, Berlin-Mitte) stattfinden wird, lanciert. Es ist wieder Platz für Dutzende Aussteller alter Computer, Software und Peripherie. Das Thema der Sonderausstellung sind dieses mal Analogcomputer. Neben den üblichen Vorträgen,  Veranstaltungen und Workshops wird es dieses Jahr im Medientheater eine Kurztagung zum 50. Geburtstag der Timesharing-Betriebssysteme geben, für die ebenfalls gerade ein Call for Papers veröffentlicht wurde.

Hardware Hacker

Ralf Bülow erinnert auf heise.de an den 40. Geburtstag des “Homebrew Computer Club”.

Die Berechnung der Welt

In der Ausgabe 3/2015 von “Literaturkritik” ist meine Rezension zu Klaus Mainzers aktuellem Buch “Die Berechnung der Welt” erschienen. Ich hatte das Buch im Rahmen meines Seminars zu zellulären Automaten bestellt und gelesen; dahingehend ist auch meine Rezension ausgerichtet.

To touch & to shoot

Touchscreen-Technologie der frühen 1980er und ihre Anwendung für sehende Fernlenkwaffen:

Call for Application: »Time After Time«

Humboldt-Universität zu Berlin
Fachgebiet Medienwissenschaft
Prof. Dr. Wolfgang Ernst // Dr. Stefan Höltgen
»Vintage Computing Festival Berlin 2015«

Call for Applications

Time After Time
50 Jahre Time-Sharing

3.10.2015

Nach etwa zehn Jahren Forschung und Entwicklung wird im Jahr 1965 mit dem Dartmouth-Time-Sharing-System (DTSS) das erste kommerzielle Time-Sharing-Betriebssystem veröffentlicht. Dies stellt nicht nur einen wichtigen Schritt zur Ökonomisierung von Computerarbeitszeit dar, weil nun mehrere Nutzer “gleichzeitig” über Terminals an einem Rechner arbeiten können, sondern führt zugleich auch zahlreiche Technologien zusammen, ohne die solch ein System nicht funktionieren könnte. Angefangen bei der Verwendung von Interrupts über die Entwicklung funktionsangemessener Speicher- und Dateiverwaltungskonzepte bis hin zu neuartigen Schnittstellen (wie der IEEE-488) zur Anbindung von Peripherien an Time-Sharing-Systeme. Software, die auf Time-Sharing-Systemen läuft, muss sich – ebenso wie die angeschlossene Hardware – dem temporalen Regime des Betriebssystems “unterwerfen”.

Mit Time-Sharing-Systemen beginnt aber auch das Zeitalter, in dem der Computer für Anwender und Programmierer “unsichtbar” wird. Denn zusätzlich zur kurz darauf folgenden Miniaturisierung (Gordon E. Moore formuliert sein berühmtes Gesetz ebenfalls 1965) kommt nun auch die mögliche Distanzierung des Rechners von seinen Peripherien. Als Folge aus der Time-Sharing-Entwicklung  entstehen Rechner, die weitab von ihren Terminals in Rechenzentren verschwinden. Dieses Verschwinden der “hulking giants” ermöglicht es dem Computer in die zivile Öffentlichkeit einzudringen. Doch dies macht auch eine “Gängelung” des Nutzers nötig, um Daten und Stabilität zu schützen. Eine Provokation, aus der bereits in den frühen 1960er-Jahren die Hacker-Kultur emergiert. Die Implikationen des Time Sharing sind also gleichsam technisch, sozial und epistemologisch brisant.

Auf der Kurztagung “Time After Time” während des Vintage Computing Festivals Berlin 2015 soll anlässlich dieses Jubiläums das Verhältnis von Computern, Betriebssystemen und elektronischer Zeitverwaltung resümiert und diskutiert werden. Hierzu sollen Computerhistoriker, Informatiker, Medienwissenschaftler und andere einen technisch informierten Blick auf das Engverhältnis von Zeit und Computer aus philosophischer und archäologischer Perspektive werfen.

Reichen Sie Ihr Abstract für einen Vortrag von ca. 45 Minuten Länge nebst einer kurzen Biografie bis zum 30.07.2015 bei stefan.hoeltgen@vcfb.de ein.

“Time After Time”
Kurztagung auf dem Vintage Computing Festival Berlin 2015
Oktober 2015, 10-18 Uhr
Humboldt-Universität zu Berlin
Pergamon-Palais, Raum 0.01 (Medientheater)

Die (andere) Silicon-Valley-Story

Internetmuseum Berlin

Vor kurzem wurde eine Initiative zur Gründung eines Internetmuseums in Berlin ins Leben gerufen. Entstehen soll ein Museum, das die Kultur- und Technikgeschichte des Internets nachzeichnet und in seiner Ausstellung für Besucher vergegenwärtigt. Nun suchen die Initiatoren um Paul Rascheja via Croudfunding Menschen, die die Idee finanziell unterstützen wollen, damit die Planung für das Museum konkret werden kann. Bei Startnext wurde daher jetzt eine Crowdfunding-Kampagne initiiert, an der ich teilzunehmen den Lesern meines Blogs empfehle!