Shutter (Thailand 2004, Banjong Pisanthanakun, Parkpoom Wongpoom) (DVD) In meiner damaligen Kritik bei Jump-Cut hatte ich geschrieben, dass mir “Shutter” vor allem deshalb so gut gefallen hat, weil er sich nicht allein auf den Hype der “J-Horror”-Ästhetik verlässt, sondern Ästhetiken und narrative Elemente des europäischen und amerikanischen Grusel- bzw. Geisterfilms in sich integriert. “Shutter” war [...]
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Vergewaltigung & Vergeltung
Ich spuck auf dein Grab (I spit on your Grave, USA 1978, Meir Zarchi) (DVD) Eine junge Frau zieht von der Stadt aufs Land, um dort an einem Roman zu arbeiten. Durch ihre autarke und freizügige Lebensweise erregt sie die Aufmerksamkeit von vier Freunden, die sie zunächst „nur“ belästigen und später schließlich mehrfach vergewaltigen. Als [...]
Entgrenzung im Film
Über die Rollen der Teilnehmer am Diskurs über Film Vortrag auf der "FSK Prüfertagung 2006" (10.11.2006)
»Das woll(t)en Sie doch sehen!«
The Last Horror Movie (GB 2004, Julien Richards) (DVD, kJ-Fassung) Stellungnahme zur gekürzten Fassung von „The Last Horror Movie“
My Two Cents
Auf den Internetseiten von F.LM und Medialog habe ich heute eine ausführliche Stellungnahme über das neuerliche "Rohtenburg"-Verbot veröffentlicht. Darin versuche ich die Notwendigkeit des Film für den kultur-psychologischen Verstehensprozess zu erläutern. [mehr: F.LM oder Medialog]
Ich töte also bin ich.
David Cronenberg erforscht in „A History of Violence“ die Wechselwirkungen von Gewalt und Identität In „A History of Violence“ wird dargelegt, welchen Einfluss die Ausübung und Vermeidung von Gewalt auf die individuelle Entwicklung der Figuren hat – bis hin zur Findung der eigenen Identität. David Cronenberg führt damit die Betrachtung aus seinen früheren Filmen fort, [...]
»I like to remember THINGS my own way.«
Die Unheimlichkeit des Details in den Filmen David Lynchs Die Arbeitsgruppe Die Unheimlichkeit des Details hat sowohl in den Referaten als auch in den Diskussionen den Weg vom Konkreten zum Abstrakten, vom physischen Detail als Motiv im Film zur Theorie des Films verfolgt. Im Zentrum stand dabei die Frage, welche Formen von Unheimlichkeit in den [...]
Gute Gründe für Gewalt
Überlegungen zum kanonisierten “Taxi Driver” Ein Mann mit einer Irokesen-Frisur geht auf einen anderen mit langen Haaren zu. Der erste Mann ist bis an die Zähne bewaffnet und heißt Travis Bickle. Bis vor kurzem war Travis Taxifahrer. Jetzt ist er Amokläufer. Der andere Mann, ein Zuhälter, heißt bei seinen Freunden und Prostituierten einfach Sport. Nach [...]
So nah als wär’ man da
Tony Scotts “Man on Fire” und die Ökonomie der Dinge
Biopolitik in Metropolis
Michael Winterbottoms Code 46 als Destillat urbaner Dystopien Gerade die Science-Fiction-Filme, die in nicht allzu ferner Zukunft spielen, bieten immer Anlass zur politischen Lektüre insbesondere, wenn sie Themen aufgreifen und weiterspinnen, die heute aktuell sind. Zumeist handelt es sich bei diesen Filmen um Dystopien, also negative Utopien, die wie Robocop (1987) von [...]
»the way of the future«
Krieg und Kino in Scorseses „Aviator“ Bei Filmbiografien bedeutender historischer Persönlichkeiten scheint es oft so, als trete der Regisseur ganz besonders weit hinter seinen Gegenstand zurück. Die darzustellende Biografie ist es ja schließlich selbst, die Sinn und Zusammenhang stiftet; der Autor ist mithin einzig als Sammler und Ordner der historischen Fakten zuständig – und als [...]
In Vorbereitung “Das Ding an sich”
Für die F.LM Nummer 6, die im Mai 2005 erscheinen soll, steht nun das Titelthema fest: “Die Macht der Dinge”. Ich habe mich entschlossen, einen nur in zweiter Hinsicht zum Thema “passenden” Artikel beizusteuern. Wie immer bei mir muss zuerst die Überschrift stehen (mithin: das Konzept) und daraus entwickelt sich dann der Artikel selbst. Hier [...]
Organmetaphern in der Geistesgeschichte und Cronenbergs Scanners
Die Organisation des Denkens 1. Organ und Werkzeug Parallel zur Intellektualisierung des Menschen in der Geschichte verläuft seine körperliche “Fragmentarisierung”. Sein Körper löst sich in Einzelteile auf – in Organe, die mit je eigenen Funktionen und Bauweisen beschrieben werden. Der Körper wird seit der Antike nicht mehr nur als Ganzes von den Göttern Gegebenes verstanden, [...]
Die anale Phase in Cronenbergs “Shivers”
Gestern lief in unserer David-Cronenberg-Reihe “Shivers” mit einer sehr instruktiven Einführung von Brigitte Weingart über Kristevas Theorie des Abjekten. Dazu ist mir im Verlauf des Films folgende Frage gekommen: Was genau ist eigentlich der Parasit in dem Film? Angeschlossen an den psychoanalytischen Diskurs von Weingart und meiner Überlegung zu “The Brood”, dass Cronenberg in seinen [...]
Hysteriekonzepte in David Cronenbergs “The Brood”
Ich mache ja derzeit in Bonn eine Komplett-Retro zu Cronenberg (in der Uni) mit wechselnden Vorträgern. Letzte Woche haben wir “The Brood” geguckt. Ich habe eine Einführung – gemäß meiner Perspektive auf Cronenberg als “Film-Theoretiker” gemacht, die sich mit der Psychologie in “The Brood” auseinandersetzt und zwar genauer gesagt mit der Hysterie-Theorie Freunds und Cronenbergs. [...]
“Passion Christi” vs. “Blood Feast”
Ein Essay von mir über sinnvolle und “sinnlose” Gewaltdarstellung im Film … ein Vergleich zweier Filme, die auf den ersten Blick sehr unterschiedlich sind. Erschienen bei “telepolis”
