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8 Bit

Die CPC-Hardware als Software-Experiment

Interview mit Markus Hohmann, dem Entwickler von JavaCPC*

Mittlerweile dürfte für jede 8-Bit-Plattform der 1970er- bis 1990er-Jahre eine Software-Emulation verfügbar sein. Ein Trend, der sich angesichts der immer schnelleren Emulationshardware in den letzten Jahren deutlich zeigt, ist die Online-Emulation im Browser. Emulatoren nutzten dazu neben JavaScript und HTML zumeist JAVA, mit dem sich als Programmiersprache plattformunabhängige Applets schreiben lassen. Stefan Höltgen sprach mit Markus Hohmann, der über die letzten Jahre hinweg für Amstrad-Computer den Emulator JavaCPC entwickelt hat, welcher unter verschiedenen Betriebssystemen und im Webbrowser läuft. Eine Besonderheit an dem Projekt ist, dass der Autor die JAVA-Programmierung quasi durch die Erstellung seines Emulators erlernt hat.

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Oric Atmos

Der Referent des heutigen Kolloquiums-Vortrags, Wolfgang Neuhaus, hat mir zuvor eine kleine Spende für das Signallabor überreicht: Ein Oric Atmos aus dem Jahr 1984. Der Rechner kam ohne Zubehör und mit ungewisser Funktionalität. Eine kurze Netzteil-Recherche und ein Test haben gezeigt, dass der Computer (die 48-KB-Variante) völlig in Ordnung ist.

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Great Britain Eight Bitters

Seit Freitag sind neu im Signallabor:

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Oric-1 (1983) mit Software, Netzteil und RGB-Kabel

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Tatung Einstein 256 (1984) mit OVP, Manuals und RGB-Kabel/Netzteilen

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Turbo MMC Flash-SD-Karten-Laufwerk für den BBC Micro inkl. Einbauteile und ROM-IC

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VecMulti SD-Karten-Modul für die MB Vectres

Insbesondere das VecMulti wird sich während des 6809-Assemblerkurses als nervenschonende Ausgabe rechnen. Kein Brennen von EPROMs oder umständliches Kopieren auf das SRAM-Modul, das ich derzeit verwende. Weil die VecMulti nun sowohl das SRAM-Doppelmodul als auch das 72-in-1-Multi-ROM überflüssig macht, stelle ich beide zum Verkauf bei ebay ein.

Wer hat’s gemacht?

Hat Intel oder Texas Instruments den Mikroprozessor erfunden? Zur Klärung dieses Streits kam es zu einem Gerichtsprozess. Texas Instruments hatte im Zuge dessen ein System rund um den 1971 entstandenen TMX-1795 8-Bit-Prozessor aufgebaut. Computer History hat nun ein Demonstrationsvideo aus dem Jahre 1993 bei YouTube hochgeladen, in dem dieses System vorgeführt wird

Lehre im Sommersemester 2015

Im Sommersemester gebe ich zwei Lehrveranstaltungen:

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Bootchess

Im nächsten Wintersemester werde ich zusammen mit Nikita Braguinski ein Seminar und daran gekoppelt ein Projektseminar über Computerschach anbieten, in welchem die Geschichte, Theorie und Implementierung von Computerschach untersucht wird. Das Projektseminar bereitet zugleich eine Ausstellung im Berliner Computerspielemuseum vor, die dort im Frühjahr 2016 stattfinden soll.

Bei meiner Recherche zu möglichen Inhalten bin ich heute auf das Programm „Bootchess“ für verschiedene Plattformen gestoßen. Selbst der Einsteigercomputer ZX-81 von Sinclair, der werkseitig über nur 1 KB RAM verfügt hat, besaß ein Schachprogramm mit der Größe von 672 Bytes. „Bootchess“ gelingt es, dies zu unterbieten … mit nur 487 Bytes Größe, wie man bei Golem lesen kann.

Die NOPs und HALTs digitaler Medien

Just ist ein Beitrag über meine Programmierlehre erschienen:

Stefan Höltgen:
Die NOPs und HALTs digitaler Medien. Programmierlehre maschinennaher Sprachen für Medienwissenschaftler
In: Grundlagen aus Kybernetik und Geisteswissenschaft. Internationale Zeitschrift für Modellierung und Mathematisierung in den Humanwissenschaften.
Band 55, Heft 4, Dez. 2014, S. 139-153.

Link zur Zeitschrift | PDF der Ausgabe 4/2014

Neuzugänge

In den vergangenen Tagen sind wieder ein paar „neue“ Digitalcomputer in meine Sammlung aufgenommen worden:

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VTech Laser VZ200. Das BASIC-Handbüchlein hatte ich schon. Nun konnte ich auch den Rechner dazu bei ebay kaufen.

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Mikrocomputer für Ausbildung MFA 8085 von 1979. Seltener modularer Rack-Computer. Mal schauen, ob ich noch weitere Einschübe und eine ASCII-Tastatur dafür bekomme … und ob ich das Anzeige-Problem löse.

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Sharp CE-125 mit Plotter, Mikrokassetten-Laufwerk und 10 Kassetten mit Software

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… allerdings ist das LCD-Display beschädigt und ein paar Tasten sprechen nicht mehr an.

Sharp MZ-800

In der unten genannten Großspende befinden sich auch zwei Sharp-Computer, Modell MZ-800. Einer davon ist für den Anschluss eines Diskettenlaufwerks vorbereitet. Das Laufwerk, eine Controllerkarte und einige Disketten waren auch Bestandteil der Spende. Ich habe das System gestern einmal zusammengebaut und getestet. Erfreulich war, dass alle Disketten noch voll funktionsfähig waren: Eine BASIC-Startdiskette, mehrere Disketten mit BASIC- und Maschinenspracheprogrammen (u.a. Spiele und Demos) sowie eine CP/M-Diskette.

Sharp MZ-800

Wie man auf dem Bild erkennt, ist noch weitere Peripherie (ein Datenrekorder, der bereits in den Rechner eingebaut wurde, eine RS-232-Karte und ein Vierfarb-Plotter, der noch unbenutzt ist) sowie Software auf Kassetten und umfangreiche Literatur dabei. In den Semesterferien werde ich mir dieses System einmal genauer ansehen.

CLInstructor

Johannes Maibaum hat im Rahmen des Assembler-Projektes zum Signetics 2650 ein Projekt erstellt, dass den Inhalt der Veranstaltung „übersteigt“, indem es eine Metaebene dazu bildet. Er hat in C einen „Instructor 50“-Emulator für die Command-Line-Ebene von Linux und Mac OS X entwickelt. CLInstructor kann in seiner jeweils aktuellen Version bei bitbucket herunter geladen werden.

Fundstück 2013

Auf der letzten CC im Sommer 2013 hat mich natürlich auch Elias besucht:

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Ein Bild sagt mehr …

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HP-85B mit Zubehör

Signetics 2650 Assembler – Crashkurs

Das erste Projektmodul zum 2650-Assembler ist nun vorüber und es sind immerhin drei studentische Projekte im Entstehen (die übrigen Studenten haben sich während des Semesters nach und nach verabschiedet; die anwesenden außeruniversitären Hacker haben nach meiner Kenntnis keine eigenen Programmierprojekte angefangen/umgesetzt). Da im Sommersemester die nächste Seminarrunde ansteht, auf der dann die Plattform vom „Signetics Instructor 50“-Lerncomputer auf die „Interton VC-4000“-Spielkonsole gewechselt wird, gebe ich Neueinsteigern und Rekapitulationswilligen die Möglichkeit, quereinzusteigen, indem ich in den Semesterferien einen 2650-Assembler-Crashkurs veranstalte:

Vom 31.03. bis 11.04. findet jeweils von Montag bis Freitag, 10-12 Uhr im Signallabor der Brückenkurs „Assembler für Anfänger“ statt. Die Teilnahme ist natürlich kostenlos; Computer und Lehrmaterialien werden vom Fachgebiet Medienwissenschaft zur Verfügung gestellt.

Wer Interesse an der Teilnahme hat, kann sich entweder in der Facebook-Veranstaltung eintragen oder mir eine E-Mail schreiben. Postwendend kommt dann der Zugang zum entsprechenden Moodle-Kurs, in dem weitere Informationen und Materialien zu finden sind.

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Racing the Beam …

Am Samstag, den 8. Februar findet bei uns im Insitut ein Workshop zur Programmierung für die Atari VCS statt. Geleitet wird der ganztägige Workshop von SvOl.li. Man kann seinen eigenen x86-Rechner mitbringen. Es sind aber auch genug Computer für die max. 18 Teilnehmer vorhanden. Außerdem gibt es natürlich einige VCS-Konsolen mit Harmony-Cartridges, damit die Programme auch auf der Originalplattform getestet werden können.

vcs-ws

Der Workshop ist kostenlos. Aufgrund der begrenzten Platzzahl ist eine vorherige Anmeldung allerdings unbedingt erforderlich. Bitte per E-Mail an mich. Weitere Informationen gibt es auf der Facebook-Seite.

RETURN wird 16

Das Magazin für die Generation 8 Bit wird 16:

Cover_Ausgabe_16

Von mir ist ein Beitrag im Heft, der versucht zu erklären, wie diese seltsame Oktalfixierung überhaupt erst entstanden ist.

Addendum: Dummerweise sind mir aufgrund der übereilten Produktionszeit einige Lapsus im Beitrag unterlaufen: Die Dualzahlenzählung ist zwar richtig beschrieben aber die Beispiele sind falsch.

TurboGrafx 16

Eine der beeindruckendsten Spielkonsolen der 8-Bit-Ära ist die „PC-Engine“ von NEC aus dem Jahr 1987, die 1989 in den USA und Europa unter dem Namen „TurboGrafx 16“ erschienen ist. Beeindruckend deshalb, weil sie mit ihrer 8-Bit-Architektur an Grafik- und Soundmöglichkeiten alles weit hinter sich gelassen hat, was es an 8-Bit-Konkurrenz gab. Bei eBay werden die Geräte originalverpackt zu Preisen zwischen 100 und 150 Euro verkauft. Ich habe mir eine davon zugelegt – mit Zubehör und 5 Spielen. Als nächstes wird dann ein Multi-SD-ROM folgen.

Das Foto stammt übrigens aus einer Reihe, die ich heute begonnen habe. Ich fotografiere den Bestand des Signallabors nach und nach für dessen Webseite. Wer sehen möchte, wie weit das schon gediehen ist, kann das hier tun:

https://www.medienwissenschaft.hu-berlin.de/medientheorien/signallabor/

Signetics 2650: Infos and Software:


The Signetics 2650 – The MESSUI Place

Verlaufsformen

Morgen halte ich ab 18 Uhr im Kolloquium „Medien, die wir meinen“ einen Vortrag aus meine Forschungsprojekt:

Die Frage, ob und wie Medien die Wirklichkeiten ihrer Nutzer konstruieren ist, betrachtet man sie nicht bloß als soziologisches Problem, eine zentrale Frage jeder Medienepistemologie. Denn in der medialen Konstruktion von Wirklichkeit schreibt sich das Medium immer schon ein, weshalb die Analyse des Konstruktes immer auch eine Analyse des Mediums sein muss. Ausgehend von einer frühen sprachlichen Beschreibung eines physikalischen Vorganges aus der Kinetik („Der springende Punkt“) durch Aristoteles wird über drei theoretische Scharniere (S. J. Schmidt, F. Kittler, C. Pias) ein Sprung in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts unternommen, in welchem Analog- und Digitalcomputer mit der „Beschreibung“ desselben physikalischen Vorgangs betraut wurden, diesen jedoch nicht mehr nur in (programmier)sprachliche Codes kleiden, sondern ihn ihren technischen Aprioris unterwerfen. Im Vortrag wird die unterschiedliche „Simulationstätigkeit“ desselben physikalischen Vorgangs durch fünf Sprachen demonstriert: die menschliche Sprache, die analog-elektronische Schaltung (auf dem Telefunken RA-742), die Implementierungen in 68k-Assembler/C (auf dem Commodore Amiga), Locomotive BASIC (auf dem Amstrad CPC) und 6507-Assembler (auf der Atari VCS). Dabei wird en passant versucht zu zeigen, warum solche Demonstrationen stets in Echtzeit erfolgen müssen (und damit an ein „Medientheater“ gebunden sind) und – im Hinblick auf ein laufendes Buchprojekt -, wie die jeweiligen Simulationen das Wissen um die Grenzen und Möglichkeiten des Computers in der „Retrospektive“ nutzbar machen.
Dauer ca. 60 Minuten mit vier unterschiedlichen Simulationsdurchläufen in Echtzeit – danach: Diskussion

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Exoten

In Vorbereitung für das nächste Semester und zum Ausbau meiner Sammlung habe ich heute drei Geräte zugeschickt bekommen:

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Eine „RCA Studio II“-Computerspiel-Konsole bon 1977 mit 3 Spielmodulen, Kabeln und Anleitungen

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Das BASIC-Modul für die Computerspiel-Konsole „Philips G-7400“ – dabei handelt es sich allerdings eher um einen eigenständigen Computer, der die Konsole lediglich als Peripherie benutzt. Nicht ganz auf dem Bild zu sehen ist das Anschlusskabel für einen Kassettenrecorder, mit dem man die geschriebenen Programme dann speicher kann.

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EIn „BBC Micro“, der zwar im Prinzip nichts besonderes ist (ein typischer 6502-basierter Homecomputer), bei dem allerdings die Zugaben interessant sind: Verbaut sind drei ROM-CHips, die die Programmiersprachen LISP, FORTH und COMAL enthalten.

Altaired

Irgendwann Ende 2011 hatte ich mir von Briel Computers einen Altair 8800micor als Bausatz zugelegt. Aus Mangel an Lust, Zeit und Erfahrung lag das Gerät bis Vorgestern in seinen Einzelteilen verpackt im Schrank. Das habe ich jetzt in einer Lötaktion geändert. Und dabei sind mir nur ganz wenige (wenn auch nervige) Fehler unterlaufen. Hätte ich beispielsweise die zwei 40-poligen Stiftleisten nicht auf der falschen Seite der Platine festgelötet, wäre der Rechner gestern schon fertig gewesen. So habe ich heute einen Ausflug zu Conrad gemacht (und mir auf dem Weg gleich noch einen „Propellerhead“ und einen ferngesteuerten Hubschrauber mitgebracht). Hier ein paar Bilder der Altair-Montage (alle heute Nachmittag aufgenommen):