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1960er

Logische Maschinen

Im Rahmen meines Lehrbuchkapitels zur „Logik für Medienwissenschaftler“ aspektiere ich auch in Maschinen implementierte Logik – und zwar jenseits von Digitalcomputern. Es gibt eine reichhaltige Geschichte von „logischen Maschinen“ seit dem Mittelalter, von denen ich einige ausgewählt habe, die besondere Technologien für die Implementierung von Logik nutzen. Am Ende sollen auch didaktische Spielzeuge eine Rolle spielen. Im medienarchäologischen Fundus befinden sich zwei mehr oder weniger vollständige „PIKO dat„-Kästen, die ich aber aus zeitlichen Gründen nicht auf Funktion und Vollständigkeit prüfen kann. Daher habe ich nach einer kurzen eBay-Recherche den westdeutschen Vorgänger „Logikus“ gefunden, der mir heute aus den USA zugegangen ist. Das Gerät ist in sehr gutem Zustand und funktioniert einwandfrei. Ich freue mich schon auf die Experimente. Hier gibt es zahlreiche Informationen zum Logikus und seinen Derivaten sowie Literatur und anderes Material (Emulatoren).

»Wir waren Lehrer, keine Unternehmer«

Ein Interview mit dem Erfinder von BASIC*

Thomas E. Kurtz und sein 1992 verstorbener Kollege John G. Kemeny haben 1964 die Programmiersprache BASIC am US­-amerikanischen Dartmouth­-College aus der Taufe gehoben. Ziel war es, auch Nicht-Informatikern den Zugang zum Computer als Programmierwerkzeug zu ermöglichen. Über Jahre hinweg entwickelten sie ihre Sprache wei­ter, lehrten Generationen von Studenten Programmieren. Seine wah­re Breitenwirksamkeit bekam BASIC jedoch erst mit dem Auftauchen der Mikrocomputer Mitte der 1970er-­Jahre. Stefan Höltgen sprach mit Thomas E. Kurtz anlässlich des anstehenden 50. Geburtstags sei­ner Erfindung über die Anfänge, die Besonderheiten und seine Sicht auf das Homecomputerzeitalter sowie die Zukunft von BASIC.

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»Für die Computerliebe«

Die Ente klingelt um halb Acht (D/I 1968, Rolf Thiele) (DVD)

Einer der zahlreichen Filmtipps von Ralph Bülow war dieser Heinz-Rühmann-Film vom Heimat- und Sexfilmregisseur Rolf Thiele. Rühmann gibt darin einen Computerprogrammierer, der seine Umwelt nicht anders als logisch betrachten kann, was ihn – nach ein paar merkwürdigen Erlebnissen – zuerst in die Irrenanstalt und dann an die Speerspitze der 68er-Revolte verfrachtet. Gleichermaßen albern wie surreal-absurd, politisch naiv wie provokativ – filmstilistisch aber nicht uninteressant! – bekommt man hier ein Zeitcolorit der besonderen Art zu Gesicht. Insbesondere das, was Computer sein sollen, können und wie sie aussehen, ist natürlich interessant. In der Schlussszene verwandelt sich eine der Rechenmaschinen gar in einen Elefanten, nachdem er mit allerlei Absurditäten des „richtigen Lebens“ in Lochkartenform gefüttert wurde.

 

 

Relais-Rechner

Ein 45 Jahre alter Relais-Rechner zieht um ins Kieler Computermuseum.

Sabor

Ein Set von Bildern des Roboters zwischen 1952 und 1969 entstanden:

Tomorrow’s World … of Computing

Auf der Webseite der BBC gibt es eine Filmserie mit dem Titel „Tomorrow’s World„, die zwischen 1965 und 2004 ausgestrahlt wurde und sich mit technischen Innovationen der Zukunft befasst:

Its mix of quirky film reports and live experiments examined the changing state of current technology and put new inventions to the test. In this collection, we witness a change in how people thought of the future and chart the rise and rise of the computer.


Home Computing


Light Pen


Nellie The School Computer

(via Peter Becker @ Facebook)

»No one’s blaming you for being human.«

The Spy who came (USA 1969, Ron Wertheim) (DVD)

Pawlow: Pionier der biologischen Programmierung

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»turn humans into veritable screwing machines«

The Curious Dr. Humpp (La venganza del sexo, Argentinien 1969, Emilio Vieyra) (DVD)

Silverfoot

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Quasi Man & Quasimodo

The Astro-Zombies (USA 1968, Ted V. Mikels) (DVD)

»punching out his own dream girl«

How to make a Doll (USA 1968, Herschell Gordon Lewis) (VHS)

Junggesellen und ihre Maschine

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Bombshells, Sexbombs, exploding plastic dummies

Dr. Goldfoot and the Girl Bombs (Le spie vengono dal semifreddo, Italien 1966, Mario Bava) (DVD)

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Wife Disposal Devices

Doctor Goldfoot an the Bikini Machine (USA 1965, Norman Taurog) (DVD)

"Whenever he needs / a girl on the scene, / he pushes a button / and just like nothing / a girl will appear. / I mean it my dear. / The cutest girl / in the whole wide world / and she behaves / just like a slave.“

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»That does not compute!«

My Living Doll (USA 1964, Ezra Stone) (YouTube)

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»You’ve made him a man again!«

Sex Kittens go to College (USA 1960, Albert Zugsmith) (DVD)

Am Collins College herrscht Aufruhr: Eine neue Professorin, die junge, gut gebaute, blonde und hoch intelligente Dr. Mathilda West ist dort eingetroffen, um die Uni durch ihre Lehre „into the space age“ zu katapultieren. Dass die Wissenschaftlerin mit ihren 13 Abschlüssen in allen möglichen natur- und geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen (ihre Leistungen auf diesen Gebieten sind so umfangreich, dass der Computer mehrere Meter Endlospapier damit bedruckt, s. o.) so ungemein anziehend auf die männlichen College-Angehörigen (Kommilitonen wie Kollegen) wirkt, ist ein Problem. Vom verklemmten Captain der Baseball-Mannschaft „Woo Woo“ bis hin zum kauzigen Computerwissenschaftler Dr. Zorch sind ihr alle verfallen. Und die Kolleginnen und Studentinnen sehen sich angesichts der erotischen und intellektuellen Tatsachen in der Defensive. Allerdings hat Dr. West „a past“, wie die ebenfalls eifersüchtige Dr. Myrtle Carter, Assisentin (und heimliche Bewunderin) Zorchs, herausgefunden hat: Vor ihrem kometenhaften akademischen Aufstieg war West als „The Tallahassee Tassels Tosser“, eine Art Go-Go-Tänzerin, bekannt. Eine zeitlang schafft sie es, ihre Kollegen darüber hinters Licht zu führen, doch als zwei Mafiosi auftauchen, die das Geheimnis um die merkwüdigen Wett-Erfolge eines gewissen „Sam Thinko“ aufklären wollen, erkennen sie West als ehemaliges Mitglied der Halbwelt wieder. So tritt sie schließlich den Rückzug aus der Uni an und vermählt sich mit dem ihr ohnehin sehr zugetanen Uni-PR-Mann George.

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Things to do with buttons

Heute beginne ich meine 3. Roboterfilm-Retrospektive, die gleichzeitig der zweite Teil der 1960er-Jahre-Roboterfilm-Reihe ist und sich zentral mit den Sexploitationfilmen dieser Dekade beschäftigt, in denen – zumeist – weibliche Menschmaschinen auftreten. Folgendes steht dabei auf dem Spiel(plan):

Ich stelle die Filme dann hier einzeln in Filmtagebucheinträgen vor und schreibe für die kommende Ausgabe der Zeitschrift „Splatting Image“ einen Essay darüber.

Falls jemand weitere Filme dieses Motivs zwischen 1960 und 1969 kennt, wäre ich für einen Hinweis sehr dankbar.

Korrekturbomben

Der Tag, an dem die Erde Feuer fing (The Day the Earth caught Fire, UK 1961, Val Guest) (DVD)

mehr: F.LM

Alphaville

Morgen Abend im Bayrischen Fernsehen:

Lemmy Caution gegen Alpha 60
Alphaville, Frankreich/Italien 1965
Jean-Luc Godard

mehr Infos: tv-inof.de

She’s my I.B.M. Baby

Anlässlich einer Marketing-Offensive für die „Operation Match“ komponierte einer der Firmeninhaber von „Compatibility Research Inc.“, Dave Crumb, einen Rocksong, der neben dem „gematchten“ Paar vor allem das „Zwischending“ besang:

Well, I filled out my form and I sent it along,
Never hoping I’d get anything like this.
But now when I see her,
Whenever I see her,
I want to give her one great big I.B.M. kiss.
She’s my I.B.M. baby, the ideal lady,
She’s my I.B.M. baby.
From the first time I met her I couldn’t forget her,
She’s my I.B.M. baby.
Well we’ve dated sometime,
Things are going just fine, and I’d like to settle down with her.
Just like birds of a feather
We put 2 and 2 together, and we came one with an I.B.M. affair.
She’s my I.B.M. baby, I don’t mean maybe,
She’s my I.B.M. baby.

Quelle: The Harvard Crimson, 3.11.1965

Drei Jahre später liefert France Galle die gesungene Antwort des anderen Geschlechts dazu mit „Der Computer No. 3“.

»W H Y ?«

Nummer 6 – Der General (The Prisoner – The General, UK 1967, P. G. Scott) (Blu-ray)

Der General

Ich schaue mir derzeit erstmals die „60er-Jahre-Kult-TV-Serie“ „The Prisoner“ an, die vor kurzem auf ARTE ausgestrahlt und danach auf DVD und Blu-ray-Disc erschienen ist (letztere rezensiere ich für F.LM).

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Agnes und der alte Mann

Twilight Zone: The Old Man in the Cave (USA 1963, Alan Crossland Jr.) (DVD)
Twilight Zone: From Agnes – With Love (USA 1964, Richard Donner) (DVD)

Neben Robotern spielen auch Computer in der Serie „Twilight Zone“ in mehreren Folgen eine Rolle – in zweien sogar die Hauptrolle:

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