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MUL

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Ver-Netz-Ung

Cover Retro #33

Vernetzung bestimmt unser Leben heute deutlicher denn je. Wir vernetzen uns sozial, beruflich, institutionell – aber vor allem technisch. Denn technische Netzwerke bilden die Grundstruktur, auf der die Vielfalt heutiger Vernetzungsformen und -typen basiert. Deshalb ist ein Verständnis technischer Vernetzung vorrangig vor jeder anderen Sichtweise – sei sie nun historisch, philosophisch oder soziologisch. Die Netztechnik ist allerdings zuerst einmal eine Technologie, das heißt, eine Wissensstruktur, die den Netzen und ihren Techniken zugrunde liegt. Aus dieser Perspektive heraus wollen wir im aktuellen Heft auf Netze und Vernetzungen in der Geschichte des Computers blicken. Natürlich mit einem Akzent auf die Ära der frühen Mikrocomputer, aber auch der frühen Vernetzungstechniken.
So werfen wir die Frage auf, ob es so etwas wie eine »Idee der Netze« gegeben hat, die sich zu einem bestimmten Zeitpunkt in konkreten Techniken niederschlagen musste, weil die historischen Umstände (etwa der Kalte Krieg) dazu gedrängt haben. Wir beschreiben historische und gegenwärtige Phänomene, die aus der Vernetzung von Computern hervorgegangen sind: Gruppen, Kommunikationsformen und Freizeitaktivitäten, die ohne Computernetze nicht möglich gewesen wären. Wir stellen Netztechniken vor, die es nicht mehr gibt, die aber den Grundstein für heutige Computervernetzung gelegt haben. Wir sprechen mit Zeitzeugen des damaligen Netzdenkens und Nutzern heutiger Netze zur Konservierung computerhistorischen Wissens. Und wir schließen alte Hardware an neue Netze an.

Coming soon …

Zeit(Spiel) und Spiel(Zeit)

time2play

Call for Papers

Time To Play
Zeit und Computerspiel

herausgegeben von:
Dr. Stefan Höltgen (HU Berlin, Medienwissenschaft) und
Dr. Jan Claas van Treeck (HU Berlin, Medienwissenschaft)

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Maschinenträume

Ralf Bülow weist mich gerade darauf hin, dass Peter Kriegs Dokumentarfilm “Maschinenträume” nun auf YouTube anzusehen ist:

La Petite Fille De La Mer

Alina Sophie Ada Höltgen, *10.12.2014, 18:02 Uhr.

Dr. rer. nat. to be

Heute hat mich der Institutsrat des Instituts für Informatik an der Humboldt-Universität zu Berlin ohne Auflagen zur Promotion zugelassen. Mein zunächst in der Medienwissenschaft geplantes Forschungsprojekt werde ich daher bei Niels Pinkwart als Erstgutachter und Wolfgang Ernst als Zweitgutachter als Dissertation auf dem Gebiet “Informatik und Gesellschaft” (mit Fokus auf “Geschichte der Informatik”) realisieren.

The Technology of History

Heute ist bei r:k:m meine Kurzrezension zu Bernd Ulmanns Monografie über den AN/FSQ-7 erschienen.

Ralph H. Baer (1922-2014)

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Bereits am vergangenen Samstag ist im Alter von 92 Jahren der deutsch-amerikanische Ingenieur Ralph H. Baer gestorben. Ich hatte in den vergangenen Jahren zwei mal das Vergnügen auf ihn zu treffen: 2009 bei der Vorstellung der “History of Games Timeline” des Berliner Computerspielemeums und im Mai 2012 im Rahmen einer Videokonferenz zum vierzigsten Geburtstag des Videospiels, die ebenfalls im Computerspielemuseum abgehalten wurde und bei der ich als Panelist  mit Bear diskutieren* durfte.

Ralph Baer 2009

Ralph Baer gilt als Erfinder des Heimvideospiels und so problematisch dieser “Titel” von medienwissenschaftlicher und -archäologischer Seite auch sein mag, hängt an ihm doch vieles. 1972 stellte Baer seine “Brown Box” vor, von der man nun weiß, dass sie viel mehr als nur die Grundlage des Videospiels “Table Tennis” war: Sie bildete einen Bestandteil eines von Baer größer angelegten Versuchs zur Interaktivierung des Fernsehens für Bildungs-, Kommerz- und Unterhaltungszwecke:

Viel entscheidender als dies ist jedoch Baers Ruf als “Vater des Heimvideospiels”. Die auf seiner Brown Box basierende “Odyssey“, hergestellt und vertrieben durch den TV-Hersteller Magnavox, öffnete in den 1970er-Jahren für die Branche elektronischer Spiele einen Markt, der bis dahin als uneinnehmbar galt: die Wohn- und Kinderzimmer der Privathaushalte. Dass die “Odyssey” schon kurz nach ihrem Start mit Computerspiel-Konsolen von Atari Konkurrenz bekam und Bear auch (jahrzehntelang) danach immer noch damit beschäftigt war zuerst zu klagen und dann zu betonen, dass es seine Erfindung war, die da alle Welt kopiert hatte, zeigt, dass da eine Idee in der Luft lag, die implementiert werde musste.

Es war und ist in der Tat ein oberflächlicher Streit, der jedoch dazu geführt hat, dass die Diskussion um die Geschichte des elektronischen Spiels auch unterflächliche Ereignisse und Diskurse zutage gefördert hatte. So kamen William Higginbothams “Tennis for Two” und andere vergessene Historeme nicht nur durch diese Streits ans Tageslicht der Spiele-Presse; vielmehr warf der Streit auch eine Diskussion um die technischen und epistemologischen Paradigmen des Computer- und Videospiels auf, die noch bis heute andauert: Worin sind sich Spiele wie “Tennis for Two” (für den Analogcomputer), “Table Tennis” (für die “Odyssey”) und “Pong” (für Digitalcomputerplattformen) ähnlich und was unterscheidet sie?

Diese Sensibilisierung für eine nicht mehr länger allein an den Ästhetiken, Spielprinzipien und Steuerungen orientierte Spiel-Geschichte ist meines Erachtens das zentrale Verdienst Ralph Baers; ein Verdienst, das quasi als “Abfallprodukt” seiner unermüdlichen Versuche, die Frage nach “dem ersten” zu beantworten, zu errungen wurde. Dahinter verschwindet sogar der Gründungsmythos selbst, auf dem das Selbstverständnis der Spieleindustrie und der Spieler basiert, die sich heute zu Recht oder zu Unrecht als die Kinder dieser Revolution des Spiels mit Elektronen sehen.

Table Tennis

* Die Veröffentlichung der Veranstaltung als Film lässt immer noch auf sich warten. Vielleicht ist aktuelle Anlass ja ein Grund, dieses Warten zu beenden.

Die Relaismotte

Vor einigen Wochen hat mich Christian Grasse vom Deutschlandradio besucht, um mit mir über Programmierfehler zu sprechen. Das Interview ist nun im Rahmen der Reihe “Systemfehler” veröffentlicht worden und kann hier angehört werden:

 

How to do Things with Keys

Gestern habe ich via Skype meinen Vortrag zur Tagung in Brno gehalten. Ich habe den Talk mitgeschnitten und als Film auf YouTube hoch geladen. Die dazugehörigen Slides können hier herunter geladen werden.

Assembler im Browser

Dank schneller Rechner und Betriebssysteme sowie den Interaktionsmöglichkeiten von Java und HTML5 kann man im Browser inzwischen so gut wie alles machen, wofür man noch vor ein paar Jahren spezielle Programme benötigte. Insbesondere die Möglichkeit, Emulatoren und daran angeschlossene Programmbibliotheken nutzen zu können, erleichtert die Arbeit mit alten Systemen (vor allem in der Lehre) sehr.

heise.de berichtet heute von einem Assembler für Browser, der mehrere alte Systeme emuliert: ASM80. Das sind natürlich Z80-Systeme. Der Assembler stellt allerdings eine gute Auswahl davon zusammen.

How To Do Things With Keys

On november, 20th I will speak in Brno (Czech Republic) on the “MEDIA PERFORMANCE 4 / GESTURE” workshop about the “Gesture of Assembly Programming” and Flusser’s concept of programming, computers and gestures.

Abstract:

How To Do Things With Keys
Programming (Assembly) as a (Kind of) Gesture

Is programming a practice of writing? Or is it rather a craft? Vilém Flusser did not mention coding as a special gesture in his book but there are several sentences about the role and the effect of computer usage for the arts, writing (text) and thinking. I want to set programming computer with formal languages between Flusser’s gestures of „making“ (Machen) and „writing“ (Schreiben) – especially programming in assembly, since these machine orientated languages „do things“ directly in the sense of John L. Austin: They switch together elements of the hardware; they make the electrical signals flow a distinct way through the circuits; and beyond all that their syntax and semantic stand for a theoretical model for the computer itself (Turing completeness). So the coder at the keyboard becomes much more than only a writer/autor of code. He applies a theoretical to a real machine. In my lecture I will show the effects of the „gesture of programming“ from the computer’s subface in detail: how it effects its circuits and how the programming forces the „universal Turing machine“ to become a „special purpose machine“ – only by using words from a special alphabet – the programming opcodes. On the other hand there will be the question how the hands of the programmer can become programming devices (perhaps by losing their „dialectical position“ for eacht oterh). I will ask if there is a gap in Flusser’s theory between making and writing and if that could be filled with theories of computer studies and pragmatics.

1. Introduction: Flusser, Computers, and programming
2. Programming between Flusser’s gestures “making” and “writing”
3. Is a computer program just another kind of text type?
3.1 Formal languages in theoretical computer science
3.2 Paradigms of programming languages and programming
4. Is programming assembly just “making”?
4.1 The instruction set of a (micro) processor as a pre-post-structural dictionary
4.2 Programming as a perlucotionary (speech) act
5. Derrida’s critique on Searle and formal languages
6. People programming computers programming people

Eine Stimme der Kulturwissenschaften

Vor ein paar Wochen habe ich mit dem Inhaber des Podcasts-Blogs “Stimmen der Kulturwissenschaft” ein Interview über das Vintage Computing Festival Berlin, Computerarchäologie und meine Arbeit in der Medienwissenschaft geführt. Das Interview ist nun fertig geschnitten und online.

Alle Vortragsvideos vom VCFB

Nun sich endlich alle Videos, die von den Vorträgen auf dem Vintage Computing Festival Berlin Anfang Oktober aufgenommen worden, fertig geschnitten, mit Logos und Infos versehen und online auf dem Media-Stream-Server des Chaos Computer Club verfügbar.

Die Vorträge vom VCFB

Die Vorträge, die parallel zum VCFB im Medientheater gehalten wurden, sind nun fertig geschnitten und auf Vimeo zu sehen:

Heißer Buchtipp

Der von Irina Gradinari und mir herausgegebene Sammelband “Heiße Drähte. Medien im Kalten Krieg” jetzt erschienen und kann über den Buchhandel oder direkt beim Verlag bezogen werden. Informationen zum Buch finden sich hier und hier. Es wird am 14.10. zusammen mit “SHIFT – RESTORE – ESCAPE” bei uns im Institut vorgestellt. Das Inhalts- und Autorenverzeichnis findet man als PDF unter diesem Link.

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Presse zum VCFB (Nachlese)

Schon vorab hatten wir es ins CCC-Eventblog geschafft. Auch Mac Life hatte unser Festival in seinen Veranstaltungstipps. Bei Golem gab es eine Nachlese mit Filmschnippsel. (Für den wurde ich auch mit Kamera interviewt. Das Material wurde aber nicht verwendet, sondern offenbar zur Hintergrundrecherche genutzt. Eine Art von “Journalismus”, die bei Freelancern leider immer öfter die Eigenrecherche ersetzt.) Zeit Online hatte eine Journalistin und einen Fotografen auf dem Festival und hat daraus eine Klickstrecke produziert. Schließlich hat Detlef Borchers noch eine Nachlese für heise.de geschrieben.

Mittlerweile erscheinen auch die ersten privaten Fotostrecken (z.B. von Wolfgang Stief auf Flickr, Rene Meyer auf seiner eigenen Webseite oder von User “oldbits” im Classic-Computing-Forum) sowie Videos:

Presse zum VCFB (2)

Deutschlandradio Kultur hat das VCFB am Freitag Nachmittag besucht und ein paar Piepser und ein Intervoew mit mir und den Jakob-Brüdern aufgenommen. Heute wurde es in der Sendung “Breitband” ausgestrahlt. Außerdem hat MacGadget. Über uns berichtet und auf Netzpolitik und den Ad hoc.-News kam ebenfalls ein Beitrag. Heute war unter anderem die Zeit da für eine Fotostrecke (folgt) sowie das slowenische Fernsehen, das einen längeren Beitrag über Medienarchäologie produziert und die ARD, die einen Film über Programmierer dreht.

Presse zum VCFB (1)

Am kommenden Freitag startet das erste VCFB, das mutmaßlich größte Vintage-Computing-Event Europas bei uns im Institutsgebäude auf über 700 Quadratmetern. Schon im Vorfeld ist die Presse daran interessiert. Den Anfang hatte vorletztes Wochenende bereits heise.de gemacht und hat gestern noch einmal nachgelegt. Am Freitag hat auch die “Berliner Zeitung” im Rahmen ihrer HU-Seite darüber berichtet. Die fleißige HU-Presseabteilung hat meine Pressemitteilung ans idw weitergeleitet, wo sie auch schon Interessierte gefunden hat.

Gestern ist auch die bereits am vergangenen Donnerstag gesendete Folge des “Chaos Radio” online erschienen, die das Thema “Vintage Computing” in zwei Stunden verhandelt und dabei natürlich auch über das Festival berichtet. Anke (zeltophil von der AFRA) saß mit im Studio:

Neuzugänge

In den vergangenen Tagen sind wieder ein paar “neue” Digitalcomputer in meine Sammlung aufgenommen worden:

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VTech Laser VZ200. Das BASIC-Handbüchlein hatte ich schon. Nun konnte ich auch den Rechner dazu bei ebay kaufen.

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Mikrocomputer für Ausbildung MFA 8085 von 1979. Seltener modularer Rack-Computer. Mal schauen, ob ich noch weitere Einschübe und eine ASCII-Tastatur dafür bekomme … und ob ich das Anzeige-Problem löse.

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Sharp CE-125 mit Plotter, Mikrokassetten-Laufwerk und 10 Kassetten mit Software

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… allerdings ist das LCD-Display beschädigt und ein paar Tasten sprechen nicht mehr an.