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Hertz aus Glas …

Z80 ais Glas

Am 11. und 12. Dezember findet am Zentrum für Literaturforschung in Berlin eine Tagung zum Thema „Glas. Materielle Kulturen zwischen Zeigen und Verbergen“ statt. Ich habe ein Proposal dazu eingereicht, das angenommen wurde und werde dort über „Siliziumbasierte Halbleiter in den Medien“ sprechen:

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Der Commodore 64

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Für das Sommersemester 2016 plane ich einen BA-Kurs zum Commodore 64. In diesem soll die Geschichte, Technik und Kultur des C64 unter medienarchäologischer Perspektive erforscht werden. Passenderweise sendet SternTV morgen Abend einen kleinen Beitrag zu diesem clash of the generations.

Captain Crunch in Berlin

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In den vergangenen Tagen hat John T. Draper, der in den 1970er-Jahren als „Captain Cruch“ die Phreaking-Szene in den USA ins Leben gerufen hat, Berlin besucht und dort in verschiedenen Location Vorträge gehalten. Am Freitag habe ich ihn bei seinem Vortrag an der Beuth-Hochschule besucht, in welchem er über das Phreaking, sein in Forth programmiertes Textsystem „EasyWriter“ und einige aktuelle Projekte von ihm berichtete. In Kürze will er ein Buch, eine Autobiografie, veröffentlichen.

Ich habe ein paar Bilder und ein kurzes Video gemacht (in welchem er die Kommunikation zwischen einer Bluebox und dem Telefon-System erklärt, während man im Hintergrund die Signlalkommunikation zwischen den Geräten hört).

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Booleo

booleo

Heute habe ich drei Sets des Kartenspiels „Booleo“ bekommen.

„Das bOOleO Kartenspiel ist endlich mal ein wirklich geekiges Kartenspiel. Statt Patiencen mit Bube, Dame und König werden hier boolsche Schaltungen mit Einsen und Nullen sowie UNDs und ODERs um die Wette gelegt. Zwei Spieler sitzen sich dabei gegenüber und müssen aus AND, OR und XOR eine jeweils vollständige Schaltung an eine vorgegebene Bitreihe anlegen. Dabei ist logisches und strategisches Denken gefragt. Und auch die Schaltung des Gegners muss im Auge behalten werden, denn sie kann mit der gefürchteten NOT-Karte sabotiert werden. Spannung und Interaktion sind beim bOOleO Kartenspiel also garantiert! Informatik-Erstsemester aufgepasst: Das bOOleO Kartenspiel eignet sich natürlich auch hervorragend, um die Regeln der boolschen Logik zu erlernen oder zu üben.“

Zu beziehen über getDigital oder Amazon.

»I can hack you back in time …«

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Filmforen (2003-2015)

Gestern hat nach 12 Jahren das Internetforum filmforen.de, das ich zusammen mit ein paar anderen Filmwissenschaftlern und -begeisterten gegründet habe, geschlossen. Das Forum war der erste Ort, an dem Nutzer „Filmtagebücher“ zu führen begannen. Ich hatte mich von dort 2011 zurückgezogen; seit dem hat Benjamin Kausch das Forum administriert. Er hatte dort unter anderem ein „Filmtext-Register“ ergänzt, in welchem die User ihre Filmtagebuch-Einträge aber auch andere Texte über Filme verlinken und gefiltert suchen konnten.

Mit dem Ende von Filmforen geht eine Ära der deutschsprachigen Web-Kommunikation über Film zu Ende. Das Forum bleibt als readonly weiterhin online.

ZXpand

Der Fortschritt macht vor nichts halt, nicht einmal vorm ZX-81. Für diesen habe ich heute die ZXpand-Karte bekommen, ein SD-Karten-Laufwerk mit 32 Kilobyte RAM-Erweiterung und Zusatzbefehlen fürs BASIC, mit denen man Programme von der SD-Karte laden und auf sie speichern kann. Das funktioniert allerdings ebenfalls ganz komfortabel über ein Boot-Menü. Jetzt brauche ich nur noch eine neue Tastaturfolie für meinen BASCI-ZX-81, dann kann ich das Modul testen.

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Mit dem ZXpand lassen sich nun erstmals auch große Programme ausführen; Der Entwickler hat beispielsweise das Spiel »Dragon’s Lair« für den ZX81 umgesetzt und verkauft es auf einer SD-Karte mit eigenem Label und zusätzlicher Software. Welche SD-Karte man verwenden sollte, ist zumindest aus speicherökonomischen Gründen fraglich, kann sie doch gar nicht nicht klein genug gewählt werden. Das aktuellste TOSEC-Archiv mit ZX81-Software ist entpackt gerade einmal knappe 10 Megabyte groß. Mit einem jüngst erschienen Filebrowser lassen sich die Files komfortabel ansteuern und starten.

Vom Denkmonster zur Killerapplikation

2012 habe ich einen Vortrag in Kiel und im Kolloquium der hiesigen Medienwissenschaft zum Thema „Der Computer als Mörder und Mordwaffe im Film“ gehalten. Nun ist ein Sammelband mit der Verschriftlichung erschienen:

Stefan Höltgen: Vom Denkmonster zur Killerapplikation. Der Computer als Mörder und Mordwaffe im Film. In: Hans-Edwin Friedrich & Claus-Michael Ort (Hgg.): Recht und Moral. Zur gesellschaftlichen Selbstverständigung über „Verbrechen“ vom 17. bis zum 21. Jahrhundert. (Reihe: Schriften zur Literaturwissenschaft, Band 39) Berlin: Duncker & Humblot 2015, S. 529-539.

Infos | Amazon

Glitch Economy

Gerade erreicht mich eine Pressemitteilung: Zum 35. Geburtstag des Pac-Man-Spiels erscheint für Telefone und Tablets eine neue Version: „Pac-Man 256″. Diese unterscheidet sich von den unzähligen Vorgängern dadurch, dass der berühmte Level-256-Glitch nun zum Spielprinzip erhoben wurde. Im Teaser-Video sieht man, wie das ungefähr funktioniert:

Update 27.5.:

Für Telepolis bereite ich einen Beitrag über das Glitches in Computerspielen im allgemeinen und dieses Spiel im besonderen vor.

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The Secrets of Antikythera

Mein erster Computer

Elias kommt ja nun ins Lego-fähige Alter und in einer Konvolut-Bestellung habe ich ein paar alte Bekannte wiederentdeckt:

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1. Berliner VzEkC-Stammtisch

Am kommenden Donnerstag, 21.5., findet ab 20 Uhr der erste Stammtisch der Mitglieder des „Vereins zum Erhalt klassischer Computer e.V.“ in der Gaststätte „Oase“ (Georgenstraße) statt. Mitglieder des Vereins, User des Forums aus Berlin und Umgebung sowie Interessierte sich herzlich eingeladen.

Lehre im Wintersemester 2015/16

Meine Lehrveranstaltungen für das Wintersemester:

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Stimmt so.

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https://www.imageidentify.com/

Neues / Neu im Archiv

Gestern und heute haben Johannes Maibaum und ich das Signallabor umgeräumt. Die alten Plastikregale und die beigen Schränke haben wir weitgehend ausgemustert und durch neue Stahl-Regale ersetzt. Das hat eine Menge Müll, nicht benutzte Technik und anderes hervorgebracht. Nachdem die Hausmeister die Regale heute aufgebaut hatten, haben wir gleich wieder eingeräumt, was inzwischen auf dem Tisch warten musste.

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Außerdem kam heute auch endlich der „Enterprise 128 SD Adapter„, mit dem mehrere virtuelle Diskettenlaufwerke am Enterprise 128 gemountet werden können. Mit auf der beigelegten SD-Karte ist Jörn Mikas Enterprise-Adaption von SymbOS.

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The Pallet is a Lie, too!

The Cake is a Lie!

Heute habe ich das Belegexemplar des Sammelbandes „The Cake is a Lie“ (s.u.), herausgegeben von Thomas Hensel, Britta Neitzel und Rolf Nohr, bekommen. In dem Buch, das sich zentral mit spielwissenschaftlichen Fragen zum Computerspiel „Portal“ beschäftigt, habe ich einen Beitrag über Portale aus Sicht der Computerarchäologie geschrieben:

Stefan Höltgen: JUMPs durch exotische Zonen. Portale, Hyperräume und Teleportationen in Computern und Computerspielen. In: Thomas Hensel, Britta Neitzel und Rolf Nohr (Hgg.): „The Cake is a Lie!“ Polyperspektivische Betrachtungen des Computerspiels am Beispiel von „Portal“. Münster: LIT 2015, S. 107-134.

 

VCFe 16 Nachlese

Das lange Wochenende ist vorüber und ich bin zurück aus München. Dort fand – dieses mal über drei Tage hinweg – das VCFe statt. Das Thema war „Der Osten ist bunt“. Ich und zwei unserer Hilfskräfte haben einen Stand zur Arbeit von Horst Völz gemacht, wo wir noch einmal seine Programmierarbeiten, Bücher und die von ihm gespendete Hardware ausgestellt haben. Völz selbst kam am Samstag und Sonntag ebenfalls nach München und trug dort Sonntag Vormittag vor.

"Horst Völz"-Stand (vorne rechts)

„Horst Völz“-Stand (vorne rechts)

Kollege Maibaum hackt Z80-Assembler auf dem KC-85/3

Kollege Maibaum hackt Z80-Assembler auf dem KC-85/3

Daneben gab es natürlich noch etliche andere Stände, von denen ich einige für mich bemerkenswerte hier kurz vorstelle:

Thorsten Schöler von der Uni Augsburg stellt einen ukrainischen Spectrum-Klon aus.

Thorsten Schöler von der Augsburg University of Applied Sciences stellt einen ukrainischen Spectrum-Klon aus.

Die Brüder Heinz und Hlemut Jakob hatten dieses mal ein "Datenklo" und einen "Datenfön" dabei.

Die Brüder Heinz und Hlemut Jakob hatten dieses mal ein „Datenklo“ und einen „Datenfön“ dabei.

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Am Stand von Thomas Falk gab es „Kuriositäten der Rechentechnik“, wie Verbindungen von Armbanduhr und Taschen-/Tischrechner oder diese Tastatur „COS VarioBoard“ mit einstellbarer Kodierung. (Unter jeder Taste befindet sich ein LCD-Display, das das Zeichen des aktuellen Zeichensatzes für die jeweilige Taste anzeigt.)

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Am Stand von Thomas Falk gab es "Kuriositäten der Rechentechnik", wie Verbindungen von Armbanduhr und Taschen-/Tischrechner

Oskar Vermeulen hat einen PDP-8-Hardwareemulator auf Basis eines Raspberry Pi ausgestellt. Das Gerät wird demnächst bei ihm zu erwerben sein.

Oscar Vermeulen hat einen PDP-8-Hardwareemulator auf Basis eines Raspberry Pi ausgestellt. Das Gerät wird demnächst bei ihm zu erwerben sein.

Auch ein paar Mitbringsel gab es für mich auf dem Flohmarkt:

Ein funktionstüchtiger IBM PS-2 Laptop mit Windows 3.11 und 70 MB Harddisk.

Ein funktionstüchtiger IBM PS-2 Model 70  mit Windows 3.11 und 70 MB Harddisk.

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Ein Thomson TO-7 mit Datenrecorder und vier Spielen auf Kassette.

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Und als Leihgabe von Hans Franke für das VCFB ein SOL-20!

Scan Line Generator

Auf der Langen Nacht der Computerspiele hat mich jemand darauf gebracht, das allzu klare Bild des TFT-Monitors, der in meinen Arcade-Automaten eingebaut ist, durch einen Scanline-Generator zu „retroisieren“. Flugs einen SLG bestellt und heute eingebaut:

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nicht

ohne Scanlines

stark

starke Scanlines

wenig

mittlere Einstellung

 

Schach dem Schachcomputer

An diesem Mittwoch, den 29.04.15, erwartet uns im Kolloquium Thomas Nitsche mit seinem Vortrag „Mephisto Schachcomputer und MATH 42.“ Die anschließende Diskussion wird von mir moderiert. (mehr …)

Retro Gamer Sonderheft

Dieser Tage stellt der heise-Verlag das erste Retro-Gamer-Sonderheft vor, in dem unter anderem die 70 „wichtigsten“ Retro-Spiele vorgestellt werden. Mir entzieht sich bereits der Sinn der regulären Ausgabe, die eine Mischung aus Spieletests alter Spiele, Interviews mit ehemaligen Publishern, Programmierern, … und Firmengeschichten ist, aufgelockert durch oberflächliche Phänomenanalysen. Das Sonderheft schlägt in dieselbe Kerbe nur eben „dick wie ein Telefonbuch“.