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Endzeit … Endspurt

UPDATE: Der Verlag hat heute eine Seite für die Vorbestellung eingerichtet. Das Buch erscheint Mitte September und wird 24,00 Euro kosten.

Der auf meinem 2011 stattgefundenen Seminar “Heiße Drähte – Medien im Kalten Krieg” erstellte Sammelband, den Irina Gradinari und ich unter demselben Titel im Projekt-Verlag herausgeben, befindet sich nun in der Publikationsschlussphase. In der kommenden Woche geht das Manuskript an den Verlag und von dort in die Druckerei.

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Z80 damals und heute

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Es gibt zwei neue Hardwarezugänge im Signallabor: Einen “Harlequin”-Sinclair-Spectrum-Nachbau, den ich als Bausatz im Frühjahr bekommen hatte, und ein TRS-80-System (mit Peripherie und Dokumentation):

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Der Harlequin-Bausatz in EInzelteilen. Alle elektronische Bauteile waren sortiert in kleine Tütchen verpackt.

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Cold War Machine

Bernd mit Buch. Bild: Maria Bürkle

Kurz vor Veröffentlichung des Sammelbandes “Heiße Drähte – Medien im Kalten Krieg”, in dem Bernd Ulmann einen Beitrag zum AN/FSQ-7 hat, ist seine Monografie zum selben Computer erschienen. Ich hatte ihn vor ein paar Wochen besucht und dazu interviewt. Das Gespräch ist heute auf Telepolis erschienen.

Zahlenspiele und Wortstapel

Auf dem Büchertisch hat sich einiges angesammelt:

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Spiel, Regel und Bruch

Heute habe ich das Belegexemplar des von Christian Huberts und Sebastian Standke herausgegebenen Sammelbandes “Zwischen|Welten. Atmosphären in Computerspiel” erhalten. Darin findet sich ein Beitrag von mir mit dem Titel “Sprachregeln und Spielregeln. Von Computerspielen und ihren Programmierfehlern”, der auf einem Game-Circuit-Vortrag basiert. Im Text verfolge ich die Frage, welche produktive Energie Hard- und Softwarefehler bei Spielern freisetzen, indem sie ihnen das Wesen der Spielmaschine näher bringen.

Bibliografie:

Christian Huberts,  Sebastian Standke (Hgg.):
Zwischen|Welten. Atmosphären in Computerspiel
Glückstadt: vwh 2014
380 Seiten (gebunden), 34,90 Euro
Info | Amazon

MVBD & MVRMC

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Hinter diesen etwas kryptisch wirkenden Abkürzungen verbirgt sich “Mateos Vectrex Burner Dumper” und “Mateos Vetrex Rewritable Multigame Cartridge” – eine Kombination aus SRAM-Modul und USB-Flasher für die Vectrex-Konsole. Diese Kombinationslösung habe ich letzte Woche bei eBay für knapp 50 Euro erworben. Nach anfänglichen Problemen, die auf dem SRAM gespeicherte Software in die Konsole zu laden (die von Mac OSX mitgespeicherten unsichtbare Meta-Dateien “verwirren” die Vectrex, weshalb man das Modul über Linux oder Windows flashen sollte), funktioniert das Modul nun tadellos. Unten teste ich es gerade mit dem recht neuen Spiel “Vector Pong“, das ich auch im nächsten Retro-Magazin vorstelle.

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Lehre im Wintersemester 2014/15

Meine Lehrveranstaltungen fürs Wintersemester:

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Digging in the dirt

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Doppel-Buchvorstellung

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Nights in black satin

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Der Kurzurlaub in Mecklenburg-Vorpommern hat für mich unter anderem unverbaute Horizonte und Streulicht-lose Nächte bedeutet. Eigentlich wollte ich mich ja auf die “Jagd” nach Komet “Jacques” machen; der hat sich allerdings zu zivlen Zeiten nicht wesentlich über den Horizont erhoben. In der ersten August-Hälfte wird er wohl früher sichtbar.

Also habe ich mich in einer Nacht in den Garten hinter das Ferienhaus verzogen und die Nacht darauf auf ein gemähtes Maisfeld irgendwo im Nirgendwo.

Allerdings habe ich dann den halben Messier-Katalog durch-teleskopiert und mir vor allem auch ein paar Planeten angesehen. Eindrucksvoll war Saturn in den frühen Nachtstunden zu sehen – und sogar mit dem iPhone fotografierbar!

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Open 2114

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Im Rahmen meiner Untersuchungen zum “Pac Man”-Arcade habe ich mich intensiver mit der Speichertechnik des Spiel beschäftigt. Insbesondere das RAM-Management kam mir bei der Frage, wo sich eigentlich einen Spielfigur aufhält und wie sich ihre Daten als Signale auf dem Substrat bewegen, in den Fokus. Auf dem Board von “Pac Man” existieren einige unterschiedliche Speichertypen und -bausteine. Das Haupt-RAM besteht aus sechs SRAM-Bausteinen des Typs 2114-2. Diese werden zu gleichen Teilen für Programmdaten, Farb-RAM und Video-RAM genutzt.

Unter Mithilfe von Jürgen Sölle von der Arbeitsgruppe “Neue Materialien” (Leitung: Prof. Dr. Saskia Fischer) am Institut für Physik der HU Berlin wurde einer dieser Bausteine geöffnet und fotografiert. Die folgenden Bilder sind während des Prozesses entstanden:

Foto: Jürgen Sölle

Der 2114 in noch integralem Zustand (Foto: Jürgen Sölle)

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On a night out …

Gestern habe ich mit Falko die erste kleine Exkursion – zum Volkspark Rehberge – unternommen. Wir sind um ca. 22:30 Uhr aufgebrochen. Es war noch hell genug, den Sucher des Teleskops mit der übrigen Optik abzustimmen. Die GoTo-Funktion war intuitiv verständlich: Teleskop nach Norden horizontal ausrichten. Datum, Uhrzeit, Zeitzone und geografische Koordinaten eingeben. Dann einen helleren Stern (wir haben uns für den gut sichtbaren Arcturus entschieden) anvisieren, zentrieren und mit der internen Datenbank anwählen und dann das Teleskop ein anderes helleres Objekt (Polaris) anfahren lassen. Diesen wieder manuell zentrieren und mit ENTER bestätigen. Von da ab ist das Teleskop auf den Standort eingerichtet. Selbst wenn man es nicht über die Motoren, sondern manuell bewegt, bleibt es eingerichtet.

Nach einem ersten Fehlstart hat dann auch gleich die iPhone-Steuerung über “SkySafari Pro” und “Omega Sky Wire” funktioniert. Verglichen mit meinen früheren Teleskopie-Erfahrungen ist das eine ganz andere Welt: Interaktive zeit- und ortsgenaue Sternkarte mit Objektdatenbank, Auswahl und nach dem Druck auf “GOTO” fährt das Teleskop das Objekt automatisch an.

Zu den Objekten, die wir gestern angesehen haben, gehörten trotz der recht großen Lichtverschmutzung, M31, M57, M13, der Doppel-Cluster im Perseus und ab 1 Uhr der Mond:

Exkursion am 18.7. zum Volkspark Rehberge (Foto: Falko Hildebrand)

Exkursion am 18.7. zum Volkspark Rehberge (Foto: Falko Hildebrand)

Medien – Krieg – Simulationsraum

Morgen Nachmittag halte ich einen Vortrag auf der Tagung “Medien – Krieg – Raum” am Institut für Theater- und Medienwissenschaft der Freidrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg:

Phantome in Netzen – Der Hacker im Kalten Krieg der Protokolle

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Sharp MZ-800

In der unten genannten Großspende befinden sich auch zwei Sharp-Computer, Modell MZ-800. Einer davon ist für den Anschluss eines Diskettenlaufwerks vorbereitet. Das Laufwerk, eine Controllerkarte und einige Disketten waren auch Bestandteil der Spende. Ich habe das System gestern einmal zusammengebaut und getestet. Erfreulich war, dass alle Disketten noch voll funktionsfähig waren: Eine BASIC-Startdiskette, mehrere Disketten mit BASIC- und Maschinenspracheprogrammen (u.a. Spiele und Demos) sowie eine CP/M-Diskette.

Sharp MZ-800

Wie man auf dem Bild erkennt, ist noch weitere Peripherie (ein Datenrekorder, der bereits in den Rechner eingebaut wurde, eine RS-232-Karte und ein Vierfarb-Plotter, der noch unbenutzt ist) sowie Software auf Kassetten und umfangreiche Literatur dabei. In den Semesterferien werde ich mir dieses System einmal genauer ansehen.

READ – SHIFT – RESTORE – ESCAPE

Der Sammelband zur Vortragsreihe “SHIFT – RESTORE – ESCAPE” steht nun kurz vor der Fertigstellung. Zusammen mit der Redakteurin Cäcilia Sauer baue ich noch die Register (es wird ein Namens-, Firmen-, Produkt- und Sachregister geben) und dann geht es das Manuskript an den Verlag. Das Layout habe ich selbst besorgt, beim Umschlag haben mir Benjamin Renter (Foto), Falko Hildebrand (Design) und Sebastian Bach (Layout) geholfen. Mit letzterem begründe ich als Reihen-Mitherausgeber auch zugleich die Schriftenreihe “Retrotopia”, in der in unregelmäßigen Abständen Bücher zum Retrocomputing im CSW-Verlag erscheinen sollen. (Die sei gleichzeitig als Aufruf verstanden, uns passende Publikationsprojekte anzubieten!)

So sieht das Frontcover aus:

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Hier das Inhaltsverzeichnis:

  1. Stefan Höltgen: OPEN_ Ein Vorwort zur Computerarchäologie
  2. Sebastian Felzmann: »Been there, done that«. Mediennostalgie als kreative Praxis zur Schaffung neuer retroider Spiele
  3. Jan Claas van Treeck: Ein Phantasma der Kontrolle. Die Geburt des Cyberspace  aus dem Geist des Homecomputing
  4. Nikita Braguinski: Ästhetisches Rauschen. Die Werteökonomie der Computerklänge
  5. Sven Oliver Moll: Bouncing on the Beam. Demo-Hacking des Atari 2600/VCS
  6. Pater Maria: Chipmusik ohne Soundchip. Geschichte, Theorie und kulturelles Erbe der analogen Klangerzeugung mit Digitalcomputern
  7. Jörn Mika: SymbOS. Ein GUI-Multitasking-Betriebssystem für Z80-basierte Computer
  8. Michael Steil: Rasterstrahl-Hacken. Der Grafikchip des Commodore 64
  9. André Fachat: Die Emulation von klassischen Computern am Beispiel der Entwicklung des Commodore-Emulators »VICE«
  10. Volker Mohr: Aus Neu mach Alt. RISC OS auf Beagleboard und Raspberry Pi
  11. Constantin Gillies: »Extraleben«. reverse engineered
  12. Berthold Fritz: Rock. Vom Wiedereinstieg in die 8-Bit-Spieleprogrammierung
  13. Horst Völz: Vom Rechnen zum Texten. Die Entstehung von TEXOR für den KC-85
  14. Norbert Kehrer: »Asteroids« auf 8-Bit-Heimcomputern Portierung des Spielautomatenklassikers
  15. Bernd Ulmann: Mit Lötkolben, Wire-Wrap-Pistole und Assembler Z80-Selbstbaurechner
  16. Andreas Lange/Thiemo Eddiks/Andreas Paul/Enno Coners: Hardwhere? Softwhere? Eine Podiumsdiskussion über die (Un)Möglichkeiten ihrer Musealisierung
  17. Wolfgang Ernst: ZEITFLUCHTEN. Die Aufhebung des Retrocomputings in der Medienarchäologie
  18. Autorenverzeichnis
  19. Namens-, Titel-, Firmen- und Sachregister

Das Buch mit 315 Seiten Umfang (Paperback) erscheint am 1. 9. und ist ab sofort für 24,95 Euro im Shop des CSW-Verlags vorbestellbar. Da wir zunächst nur eine kleine Auflage drucken, könnte eine Vorbestellung sinnvoll sein.

Stefan Höltgen (Hg.):
SHIFT – RESTORE – ESC. Retrocomputing und Computerarchäologie
Winnenden: CSW Verlag 2015.
Paperback, 315 Seiten mit zahlreichen schwarz-weißen Abbildungen
24,95 Euro
ISBN: 978-3-941287-70-9

Schwerter zu Harfen!

Heute lief im RBB-Kulturradio das Streitgespräch zu “60 Jahre Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien”. Der Beitrag kann hier nachgehört werden.

Der Streit ist der Vater aller Dinge

Heute Mittag bin ich als Medienwissenschaftler im RBB Kulturradion in der Sendung “Hörerstreit” eingeladen, um über Sinn und Zweck der “Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien” vor dem Hintergrund der Indizierung von Computerspielen zu sprechen. Die BpjM wird nämlich just 60 Jahre alt. Das Format “Hörerstreit” ist eine Call-in-Sendung, bei der die RBB-Hörer ihre Meinung zum Thema kundtun, auf die ich dann angemessen wissenschaftlich reagieren darf.

Die Ausstrahlung beginnt um 12:15 Uhr, dauert 25 Minuten und kann im Live-Stream auf der Homepage von RBB mitgehört werden.

Was ist Retro (Nr. 31)?

In Kürze erscheint die 31. Ausgabe des Retro-Magazins. Dieses mal widmet sich der Thementeil der Frage: “Was ist Retro?” und lässt Sammler, Bastler, Programmierer, Nostalgiker, Restauratoren, Archivare, Zeitschriftenmacher, Wissenschaftler und die Retro-Redakteure selbst darauf antworten.

RETRO #31 (mehr …)

Unser Kosmos

Vergangene Woche habe ich von einem Freund für kleines Geld einen “KOSMOS CP1“-Lerncomputer erworben. Mein System besteht aus der Grundeinheit, einer Speichererweiterung und einer Ergänzung mit Relais zur Ansteuerung von Motoren etc. Das Kassetten-Interface habe ich leider noch nicht.

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Der Computer ist aus mehrfacher Hinsicht interessant. Zum einen ist darin Intels vergleichsweise schneller 8049 verbaut, ein Mikrocontroller, der alle wesentlichen Elemente eines Mikrocomputers enthält, weshalb auf der Platine des CP1 nur noch ein zusätzliches IC mit dem ROM für das Betriebssystem zu finden ist. Dieses enthält ein Monitorprogramm und eine Programmiersprache, die man als “Lern-Assembler” bezeichnen könnte. Dieser Assembler stellt 21 6-Bit-Opcodes zur Verfügung und bietet eine Adressierungsart: relative Adressierung. Letzteres mag auf das minimale RAM von 128 Byte, das im 8049 integriert ist, zurückzuführen sein, bei dem man die RAM-Bank nicht verlässt und also jedes Ziel (das wie alle Daten in Dezimalzahlen angegeben wird!) relativ anspringen kann.

Es hat allerdings auch didaktische Gründe: Die Komplexitätsreduktion sollte Jugendlichen und Kindern helfen, sich in die Programmierung in Assembler schneller einfinden zu können. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass gerade die Vielfalt an Adressierungsarten zu Beginn immer eine große intellektuelle Hürde darstellt. Auf relative Adressierung reduziert kann man sich schneller auf die Opcodes und ihre Funktion konzentrieren. Diese Opcodes sind im CP1 lediglich Pseudo-Opcodes, weil sie nicht nur einen vergleichsweise kleinen Ausschnitt aus dem ca. 90 Befehle umfassenden Befehlsinventar des 8049 zur Verwendung anbieten, sondern zudem auch noch “auf Deutsch” übersetzt wurden. So heißt “Springe bedingt zu Adresse XXX” hier SPB, aus AND wird UND und ANZ bringt den Inhalt des Akkumulators auf das 7-Segment-Display – gerade hinter diesem Opcode verbirgt sich eine ganze ROM-Routine, wie 8-Bit-Assemblerprogrammierer ahnen.

vorn

hinten

Funktionsübersicht mit Pseudo-Opcodes

Leider lässt der CP1 es nicht zu, direkt auf die Funktionen des 8049 zurückzugreifen. Dazu müsste man das ROM gegen ein eigenes Monitorprogramm austauschen; sieht man diese äußerst eigenwillige Programmierung jedoch aus archäologischer Perspektive, so zeigen sich hier vor allem bereits Makros, die eher zur Benutzung und weniger zur Analyse und zum Experiment mit der Maschine einladen. Man könnte sagen: Vom “CP1-Assembler” ist es also nur noch ein kleiner Schritt hin zu BASIC. (Eine Perspektive, deren Vektor sonst in genau die entgegen gesetzte Richtung verläuft.)

GoTo considered useful

Zum dritten mal bin ich nun in die Hobby-Astronomie eingestiegen. Nachdem ich schon als Kind sehr begeistert von dem Thema war (was sich nicht nur in einer beachtlichen Astronomie-Buch- und LEGO-Raumfahrt-Sammlung ausdrückte, sondern vor allem in mein erstes Refraktor-Teleskop mündete, das ich mit 8 Jahren zu Weihnachten bekam) und mir dann Anfang 20 noch einmal ein Newton-Teleskop angeschafft hatte, lag das Hobby bislang brach bzw. wurde nur theoretisch weiter geführt. Eine neuerliche Initialzündung bekam es dann 2008, als ich mich von der Begeisterung eines Nachbarn mitreißen ließ, der sich nacheinander verschiedene Teleskope anschaffte und mit mir kleinere Exkursionen unternahm.

Jetzt bin ich stolzer Besitzer eines Dobson-Teleskops (ein 200 mm Spiegel, F=1200 mm!) der Marke SkyWatcher mit computerisierter GoTo-Funktion. Seinen ersten Einsatz bekommt es in drei Wochen im Urlaub (Zelt und Camping-Utensilien hatte ich schon vorher besorgt). Bis dahin warten noch ein paar weitere Anschaffungen – allen voran ein Akku-Pack für die motorisierte Nachführung.

Nettwerweise lassen sich Beruf und Hobby miteinander verbinden. Nicht nur hat das Teleskop einen RS-232-Anschluss, an den ich mein Amstrad NC-100 zur Steuerung anschließen werde; im kommenden Semester veranstalte ich in der Medienwissenschaft auch ein Master-Seminar zur Theorie und Geschichte von Mikroskopie und Teleskopie (mit entsprechenden praktischen Annäherungen und Exkursionen).

Dobson SkyWatcher GOTO