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Basis Zwei, maschinennah

Im November 2016 war ich Gast bei der Veranstaltungsreihe „Basis Zwei“, die Anlässlich des 300. Todestages G. W. Leibniz in Hannover stattfand. Dort habe ich einen Vortrag (mit Programmiereinlage) gehalten. Auf der Seite maschinennah.de ist gestern ein Beitrag mit dem Film meines Vortrags erschienen.

Ein Computer kann alles sein, was ein Computer sein kann. Sogar ein Computer!

Gestern ist die dritte Ausgabe des Vereinsmagazins „LOAD“ erschienen, das der Verein zum Erhalt Klassischer Computer e.V. in unregelmäßiger Reihenfolge herausgibt. Das Heft orientiert sich nun vollständig an Projekten der Vereinsmitglieder und ist zudem zeitgemäß als PDF publiziert worden. Von mir ist ein Beitrag über „Game of Life“ nebst einem BASIC-Programm enthalten. Das Heft kann über die Webseite des Vereins abgerufen werden.

Fachübergreifende KI-Kritik

Heute ist meine Rezension zu Klaus Mainzers Buch „Künstliche Intelligenz“ auf der Webseite der Zeitschrift „Spektrum der Wissenschaft“ erschienen.

Denn sie wissen, was sie tun

Heute habe ich die aktuelle Ausgabe 28 des RETURN-Magazins bekommen. Darin ist dem Spiel „Space Invaders“ die Titelstory und dem Dortmunder Computermuseum Binarium ein ausführlicher Bericht gewidmet. Ich selbst habe zwei Texte beigesteuert: Eine Rezension zu John Aycocks Buch „Retrogame Archeology“, das im vergangenen Jahr bei Springer erschienen ist, und eine neue Folge meiner „Old Bits“-Kolumne, in der ich dieses mal über die Begriffe „Nostalgie“, „Revival“ und Retro“ als Konzepte für das Selbstverständnis von Retrocomputing schreiben.

Logik in Minecraft

Umrunden!

Foto: Yogi

Am vergangenen Freitag war das ZDF zu Besuch im Signallabor, um dort einen Beitrag zum 35. Geburtstag des Commodore 64 zu drehen. Der Film wird Ende Februar ausgestrahlt (ich werde dann hier darauf noch einmal hinweisen). Der Anlass zeigt aber einmal mehr, wir arbiträr die Anlässe sein können, Technikgeschichte als Wirtschaftsgeschichte umzudeuten. Dazu hatte ich vor ein paar Monaten einmal eine Kolumne in der Zeitschrift RETURN, die ich hier online stelle:

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MoreHuhn

Heute war die letzte Sitzung meines Seminars „Assemblerprogrammierung für Medienwissenschaftler“, das ich an der Uni Paderborn gegeben habe. Im Laufe des Semesters haben die Studenten den MOS 6502 kennen und programmieren gelernt. Ab der zweite Kurshälfte haben wir uns auf ein gemeinsames Programmierprojekt geeinigt, bei dem induktiv aus verschiedenen Algorithmen zur Grafikprogrammierung und Steuerung ein Abschießspiel entstanden ist. Maßgeblich für das Coding war dabei einer der Studenten, dessen Entwürfe wir Sitzung für Sitzung analysiert, erweitert und debuggt (häufiger aber mit neuen Bugs ausgestattet) haben. Am Ende steht nun ein fast komplettes Shooterspiel, bei dem man eine Kanone auf dem unteren Bildschirmrand steuert, um Vögel, die über einen hinweg fliegen, abzuschießen. In der finalen Version sollten die Vögel selbst auch noch zurückschießen und versuchen alle drei Kanonen, die der Spieler hat, nacheinander zu treffen; leider sind wegen Krankheit zwei Sitzungen ausgefallen, so dass das Spiel vorerst ein Stump ist, der allerdings funktioniert.

Davon kann man sich auf dieser Webseite überzeugen:

https://homepages.uni-paderborn.de/cgeppert/6502asm/index.html

Dort wählt man im Pulldown-Menü das Programm „chickshoot.asm“ aus, klickt auf „Compile“ und dann auf „Run“.

Mit den Tasten „A“ und „D“ kann man die Kanone steuern, mit „M“ einen Schuss abgeben. (Derzeit noch als Easter Eggs implementiert ist die Taste „Z“, mit der die Zufallsgeschwindigkeiten der Vögel geändert werden können und die Taste Shift-M, mit der ein Laserstrahl abgefeuert werden kann.)

Abermals hat sich der 6502-Assembler als ideale didaktische Programmiersprache erwiesen. Die Entwicklungsumgebung ist ein auf JavaScript basierender Emulator, der zwar noch einige Fehler enthält, aber ein für Lehrzwecke ideal reduzierte Plattform darstellt. (Interrputs sind nicht möglich, Ausgaben erfolgen ausschließlich auf dem 32×32 Pixel großen Bildschirm, Eingaben sind nur über die Tastatur vornehmbar). Der Emulator ist Freeware und kann bei GitHub abgerufen und auf eigenen Webseiten implementiert werden.

P.S. Der Student, der den JavaScript-Emulator auf seine Webseite implementiert hat, hat dabei gleich zwei ihm bekannte Fehler aus dem JavaScript-Code korrigiert.

Chips&Flocken

Bei einem der ersten Flohmarkt-Käufe, bei dem ich einen alten Computer erworben hatte (einen C64) fand sich als Beifang eine kleine Faltschrift, die offenbar Beigabe einer Frühstücksflocken-Packung von 1990 gewesen ist: »Kellog’s Kleines Commodore Computer Lexikon«. Jahrelang lag es nun hier zwischen Bilbiothek und Computerregal – jetzt ist es als Spende zum BCC gegangen … natürlich nicht, ohne vorher gescannt worden zu sein.

Den Scan darf man sich als PDF (OCR) hier herunterladen: Kellog (1990) – Kellog’s Kleines Commodore Computer Lexikon

The Ace of Jupiter

Einer der frühen Mikrocomputer, die ich schon seit langem auf meinem Wunschzettel habe, ist mir jetzt bei ebay in die Fänge gegangen: Der Jupiter Ace von der Firma Jupiter Cantab. Der Rechner, der nicht ohne Grund vom Aussehen an Sinclairs ZX-80 und ZX-81 erinnert, ist spartanisch ausgestattet: Z80A mit 3,25 MHz, 3 Kilobyte RAM, Gummitastatur und 8 KB ROM. Diese haben es allerdings in sich: Ein komplettes Forth-System. Der Jupiter Ace war einer der wenigen Homecomputer, die nicht mit BASIC ausgestattet waren.

Forth, ebenfalls eine imperative Sprache, ist konkatentativ: Man programmiert sie, indem man den Grundwortschatz erweitert. Erfunden wurde sie 1970 von Charles H. Moore (ursprünglich zur Steuerung eines Teleskops.) Mit Forth verband sich die Hoffnung, eine schnelle, sehr kompakte und sichere Programmiersprache für kleine Systeme (insbesondere Microcontroller) zur Verfügung zu haben. Heute wird Forth immer noch gepflegt und implementiert … allerdings nicht mehr in dem Maße, wie in den 1970er- und -80er-Jahren.

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Logische Maschinen

Im Rahmen meines Lehrbuchkapitels zur „Logik für Medienwissenschaftler“ aspektiere ich auch in Maschinen implementierte Logik – und zwar jenseits von Digitalcomputern. Es gibt eine reichhaltige Geschichte von „logischen Maschinen“ seit dem Mittelalter, von denen ich einige ausgewählt habe, die besondere Technologien für die Implementierung von Logik nutzen. Am Ende sollen auch didaktische Spielzeuge eine Rolle spielen. Im medienarchäologischen Fundus befinden sich zwei mehr oder weniger vollständige „PIKO dat„-Kästen, die ich aber aus zeitlichen Gründen nicht auf Funktion und Vollständigkeit prüfen kann. Daher habe ich nach einer kurzen eBay-Recherche den westdeutschen Vorgänger „Logikus“ gefunden, der mir heute aus den USA zugegangen ist. Das Gerät ist in sehr gutem Zustand und funktioniert einwandfrei. Ich freue mich schon auf die Experimente. Hier gibt es zahlreiche Informationen zum Logikus und seinen Derivaten sowie Literatur und anderes Material (Emulatoren).

academia.edu

Vor einigen Monaten habe ich einen Account auf der Seite academia.edu angelegt und lade dort sukzessive meine Vorträge, Interviews und Paper (vor allem Buchkapitel) hoch.

Auch einige meiner HU-Kollegen sind dort aktiv. Von Thomas Nückel, einem unsere ehemaligen Studenten, ist soeben ein kurzer Beitrag über die hiesige Methode und Theorie der Medienarchäologie erschienen, der die Zusammenfassung aus einer 2014er-Vorlesung von Wolfgang Ernst darstellt. Unbedingt lesenswert!

Game Circuit #17: Computerspiele(Computer(spiele))

Folge 17 der Reihe „Game Circuits“ widmet sich der Darstellung von Computern und Computerspielen innerhalb von Computerspielen. In einem einleitenden Vortrag wird die Geschichte und Phänomenologie dieses Motivs an konkreten Beispielen vorgestellt und seine kultur- und literaturwissenschaftlichen Untersuchungsmethoden denen der Computer(spiel)archäologie gegenüber gestellt. (Die Verschriftlichung des Vortrags bildet ein Kapitel im gerade entstehenden Tagungs-Buch „Videospiele: Interdisziplinäre Perspektiven“.)

Danach können auf circa einem Dutzend historischer Computerplattformen einige dieser Spiele hands-on erforscht werden.

Der Eintritt ist wie immer frei und die Öffentlichkeit herzlich zur Teilnahme eingeladen.

Playing with assembly

Unter der Adresse 8bitworkshop.com kann der geneigte User den 6502-Assembler für Ataris VCS lernen. Die Seite führt Schritt für Schritt in die Hardware und die Programmiertechniken ein. Das Tool werde ich sicherlich in einem meiner künftigen Programmierseminare einmal einsetzen.

Ein anderes „Assembler-Programmier-Projekt“ ist schon etwas älter aber trotzdem noch einmal der Erwähnung wert: Der Autor des Blogs „Coding Horror“ (neu in meiner Blogroll rechts!) stellt TIS-100 vor – ein Spiel von zachtronics, bei dem es darum geht, einen fiktiven alten Computer in Assembler zu programmieren. Grandios!

VCFB 2017

Das letzte Vintage Computing Festival Berlin ist gerade einmal 6 Wochen vergangen, da beginnen schon die Planungen für das VCFB 2017. Grund ist, dass es nächstes Jahr ungleich größer wird als in den vergangenen Jahren, weil wir im Deutschen Technikmuseum in Berlin mit einer Ausstellungsfläche von über 1100 Quadratmetern zu Gast sind – und, weil zeitgleich dort auch die Classic Computing des Vereins zum Erhalt klassischer Computer e.V. mit ausstellt. Daher: Save the date!

vcfb2017

Stefan Höltgen

… ist jetzt, dank der Initiative eins dortigen Autors, auch ein Stichwort bei Wikipedia.

Programmierte Ethik

Im neuen Sammelband „Programmierte Ethik“,  herausgegeben von Florian Rötzer, habe ich einen Beitrag über Drohnen veröffentlicht – genauer gesagt handelt es sich um eine Wiederveröffentlichung meiner Kritik zum Dokumentarfilm „Krieg & Spiele“.

Erhältlich ist der Band bei Amazon und in anderen eBook Stores.

Stefan Höltgen: Wer gesehen wird, hat schon verloren. In: Florian Rötzer (Hg.): Programmierte Ethik. Brauchen Roboter Ethik oder Moral? Hannover: Heise Medien 2016.

Computeranatomie

An den vergleichsweise offenen Strukturen von 8-Bit-µPs lässt sich die integrierte Schaltlogik noch optisch differenzieren, wie Goran Devic mit The Anatomy of the Z80 zeigt.

VCFB 2016 – Nachlese

Das diesjährige „Vintage Computing Festival Berlin“ ist vorüber. Zum letzten Mal fand es im Pergamon-Palais statt. Nächstes Jahr am 7. und 8. Oktober gastieren wir im Deutschen Technikmuseum Berlin!

Neben zahlreichen Fotos von der Veranstaltung (hier, hier, hier und anderswo) sind nun auch die Filme der Vorträge online. Der VOC hat gefilmt und der CCC seinen Serverspace zur Verfügung gestellt.

Die Tagung ”HELLO, I’M ELIZA. Zum 50. Geburtstag eines Chatbots“ ist nicht gefilmt worden (die Performance am Ende gibt es allerdings als Film online); dafür ist ein Sammelband in der Reihe Computerarchäologie in Planung, in welchem alle Vorträge verschriftlicht werden und noch einmal etwa die gleiche Menge Texte zu anderen Themen rund um ELIZA hinzukommen. Informationen dazu gibt es sukzessive hier.

Am Schluss sage ich noch etwas zu den vergangenen Veranstaltungen und Eva Kudraß vom Technikmuseum zum nächsten Jahr:

 

Bitte 8 Bit! – Shifted

In meiner RETURN-Kolumne „Old Bits“ ist in der vergangenen Ausgabe (Nr. 26) ein Beitrag erschienen, den ich in Unkenntnis meiner Zeichenbegrenzung morgens in einem Münchner Straßencafé verfasst habe. Es kam, wie es kommen musste: Der Text war mehr als doppelt so lang, wie gewünscht und ich musste ihn schweren Herzens kürzen (vor allem um technische Details). Damit die ursprüngliche Arbeit nicht ganz umsonst gewesen ist, veröffentliche ich ihn hier in der uncut-Fassung:

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Lehrveranstaltungen im Wintersemester

Zu meiner freudigen Überraschung bin ich im August eingeladen worden am Institut für Medienwissenschaften der Universität Paderborn die Professur für Medien, Algorithmen und Gesellschaft im Wintersemester 2016/17 zu vertreten.

Zu meinem dortigen Deputat gehören 4 Seminare, die ich zwischen Bachelor- und Master- im Medienwissenschaften- und Informatik-Studium gebe:

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