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Dunkeldeutschland (1)

Am Samstag, so das Wetter hält, was die Vorhersage verspricht, unternehme ich zusammen mit einem Freund einen Ausflug ins Westhavelland, etwa 70 Kilometer von Berlin entfernt. Dort befindet sich nämlich angeblich der dunkelste Ort Deutschlands. Das heißt: Der Ort, an dem Nachts die geringste Lichtverschmutzung zu erwarten ist. Mit dabei werden meine beiden Teleskope, mein Fotoapparat und mein neues Okular sein, das mir heute rechtzeitig mit der Post zugegangen ist:

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KC Complete

Am Sonntag habe ich ein KC-85/2-System aus Britz abgeholt. Neben dem originalverpackten Computer befand sich ein RFT-Datenrecorder (ebenfalls OVP) sowie eine Anzahl Steckmodule (2 x BASIC, 2 x 64 KB RAM, 2 x 8 KB USER PROM, TEXOR, V24, 2 x Expander-RAM), einige ebenfalls im Originalkarton, bei der Spende. Damit ist unsere Sammlung an Mühlhausener Heimcomputern beinahe vollständig (mit Ausnahme des KC Compact).

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Die Retro und die HU

Gestern ist mir aufgefallen, dass die Webseite des Retromagazins auf allen Computern an der HU, mit denen ich sie zu erreichen versucht habe, nur noch eine Fehlerseite ausgibt. Schade für die potenziellen Leser von der HU. Die müssen jetzt über VPNs darauf zugreifen, bis der „Fehler“ wieder behoben ist.

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RETURN 22

return_22Während die Ausgabe 35 des Retro-Magazins nun schon zwei Monate überfällig ist (Gratulation an den Verleger und die Herausgeber, die mehr als ein halbes Jahr Zeit hatten, sich um eine Nachfolge-Redaktion zu kümmern. So setzt man professionell ein Projekt in den Sand!), ist letzte Woche die RETURN 22 erschienen. Auf 111 Seiten finden sich wieder zahlreiche Neuigkeiten, Berichte, Analysen und Essays zu historischen Heimcomputern. Mein Aufruf für das Papiermaschinen-Buch wurde freundlicherweise in den Newsbereich aufgenommen. Außerdem findet sich im Heft – wie angekündigt – meine Rezension zu Robert Dillons C64-Buch. Die RETURN kann man auf der Homepage erwerben oder im Bahnhofsbuchhandel.

BASIC instincts

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FUNDUS

Gestern im FUNDUS-Antiquariat erworben:

Ernst von Glasersfeld
Radikaler Konstruktivismus. Ideen, Ergebnisse, Probleme
Frankfurt am Main: Suhrkamp 1997.
Amazon

… mit einem schönen Kaptitel über die Zusammenhänge von Konstruktivismus und Kybernetik.

Jürgen Straub (Hg.):
Erzählung, Identität und historisches Bewusstsein. Die psychologische Konstruktion von Zeit und Geschichte. Erinnerung, Geschichte, Identität 1.
Frankfurt am Main: Suhrkamp 1998.
Amazon

… Einen Band 2 gibt es offenbar (noch) nicht. Interessantes Spiel mit der Konstruktion von Historie. 😀

Avital Ronell:
Telefonbuch. Technik. Schizophrenie. Elektrische Rede.
Berlin: Brinkmann & Bose 2001.
Info | ZVAB

Ein Must-Have für Vieltelefonierer.

Bernhard Siegert:
Passage des Digitalen. Zeichenpraktiken der neuzeitlichen Wissenschaften 1500-1900.
Berlin: Brinkmann & Bose 2003.
Info | Amazon

Jetzt mit nahezu unleserlicher Typografie erhältlich!

412 in 0

Vor ein paar Wochen habe ich eine „412-in-1“-JAMMA-Platine online gekauft. Nachdem sich die Lieferung wohl wegen des Poststreiks über 4 Wochen hingezogen hat, kam die Platine vorletzten Freitag endlich an. Das Gerät ist so ausgestattet, dass man es nicht nur in einem Arcade-Automaten, sondern auch – mit einem PC-Netzteil, VGA-Monintor und einen PS2-kompatiblen USB-COntroller – solitär betreiben kann. Da habe ich meine Rechnung leider ohne den Wirt gemacht …

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»Oh, Sie sammeln alte Tastaturen?!«

ja, jetzt schon.

Am vergangenen Wochenende habe ich bei ebay drei neue alte Computer sowie eine Ersatz-Tastatur für den Sinclair ZX Spectrum ersteigert. Bei den Rechnern handelt es sich (von oben nach unten) um einen Atari 400 von 1979 (leider mit einem kleinen Schaden, der sich aber schnell beheben lassen dürfte), einem Philips VG8010 (ein MSX-1-Computer, über den ich jüngst einen kleinen Text für einen Ausstellungskatalog geschrieben habe), Amstrad 6128 Plus (das Nachfolgemodell zum CPC), besagte Ersatz-Tastatur, die allerdings nicht am Spectrum angeschlossen wird, sondern das Spectrum-Board aufnehmen kann. Damit ist sie ideal geeignet meinem seit einem Jahr fertig gelöteten Spectrum-Klon »Harlequin« endlich eine Heimat zu geben.

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Alina

Heute hat meine Tochter Alina ihren ersten Zahn bekommen. Aus diesem Anlass zwei aktuellere Fotos.

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Oric Atmos

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Der Referent des heutigen Kolloquiums-Vortrags, Wolfgang Neuhaus, hat mir zuvor eine kleine Spende für das Signallabor überreicht: Ein Oric Atmos aus dem Jahr 1984. Der Rechner kam ohne Zubehör und mit ungewisser Funktionalität. Eine kurze Netzteil-Recherche und ein Test haben gezeigt, dass der Computer (die 48-KB-Variante) völlig in Ordnung ist.

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Game Circuit #13: Automaten-Spiele

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Hertz aus Glas …

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Am 11. und 12. Dezember findet am Zentrum für Literaturforschung in Berlin eine Tagung zum Thema „Glas. Materielle Kulturen zwischen Zeigen und Verbergen“ statt. Ich habe ein Proposal dazu eingereicht, das angenommen wurde und werde dort über „Siliziumbasierte Halbleiter in den Medien“ sprechen:

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Der Commodore 64

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Für das Sommersemester 2016 plane ich einen BA-Kurs zum Commodore 64. In diesem soll die Geschichte, Technik und Kultur des C64 unter medienarchäologischer Perspektive erforscht werden. Passenderweise sendet SternTV morgen Abend einen kleinen Beitrag zu diesem clash of the generations.

Captain Crunch in Berlin

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In den vergangenen Tagen hat John T. Draper, der in den 1970er-Jahren als „Captain Cruch“ die Phreaking-Szene in den USA ins Leben gerufen hat, Berlin besucht und dort in verschiedenen Location Vorträge gehalten. Am Freitag habe ich ihn bei seinem Vortrag an der Beuth-Hochschule besucht, in welchem er über das Phreaking, sein in Forth programmiertes Textsystem „EasyWriter“ und einige aktuelle Projekte von ihm berichtete. In Kürze will er ein Buch, eine Autobiografie, veröffentlichen.

Ich habe ein paar Bilder und ein kurzes Video gemacht (in welchem er die Kommunikation zwischen einer Bluebox und dem Telefon-System erklärt, während man im Hintergrund die Signlalkommunikation zwischen den Geräten hört).

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Booleo

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Heute habe ich drei Sets des Kartenspiels „Booleo“ bekommen.

„Das bOOleO Kartenspiel ist endlich mal ein wirklich geekiges Kartenspiel. Statt Patiencen mit Bube, Dame und König werden hier boolsche Schaltungen mit Einsen und Nullen sowie UNDs und ODERs um die Wette gelegt. Zwei Spieler sitzen sich dabei gegenüber und müssen aus AND, OR und XOR eine jeweils vollständige Schaltung an eine vorgegebene Bitreihe anlegen. Dabei ist logisches und strategisches Denken gefragt. Und auch die Schaltung des Gegners muss im Auge behalten werden, denn sie kann mit der gefürchteten NOT-Karte sabotiert werden. Spannung und Interaktion sind beim bOOleO Kartenspiel also garantiert! Informatik-Erstsemester aufgepasst: Das bOOleO Kartenspiel eignet sich natürlich auch hervorragend, um die Regeln der boolschen Logik zu erlernen oder zu üben.“

Zu beziehen über getDigital oder Amazon.

»I can hack you back in time …«

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Filmforen (2003-2015)

Gestern hat nach 12 Jahren das Internetforum filmforen.de, das ich zusammen mit ein paar anderen Filmwissenschaftlern und -begeisterten gegründet habe, geschlossen. Das Forum war der erste Ort, an dem Nutzer „Filmtagebücher“ zu führen begannen. Ich hatte mich von dort 2011 zurückgezogen; seit dem hat Benjamin Kausch das Forum administriert. Er hatte dort unter anderem ein „Filmtext-Register“ ergänzt, in welchem die User ihre Filmtagebuch-Einträge aber auch andere Texte über Filme verlinken und gefiltert suchen konnten.

Mit dem Ende von Filmforen geht eine Ära der deutschsprachigen Web-Kommunikation über Film zu Ende. Das Forum bleibt als readonly weiterhin online.

ZXpand

Der Fortschritt macht vor nichts halt, nicht einmal vorm ZX-81. Für diesen habe ich heute die ZXpand-Karte bekommen, ein SD-Karten-Laufwerk mit 32 Kilobyte RAM-Erweiterung und Zusatzbefehlen fürs BASIC, mit denen man Programme von der SD-Karte laden und auf sie speichern kann. Das funktioniert allerdings ebenfalls ganz komfortabel über ein Boot-Menü. Jetzt brauche ich nur noch eine neue Tastaturfolie für meinen BASCI-ZX-81, dann kann ich das Modul testen.

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Mit dem ZXpand lassen sich nun erstmals auch große Programme ausführen; Der Entwickler hat beispielsweise das Spiel »Dragon’s Lair« für den ZX81 umgesetzt und verkauft es auf einer SD-Karte mit eigenem Label und zusätzlicher Software. Welche SD-Karte man verwenden sollte, ist zumindest aus speicherökonomischen Gründen fraglich, kann sie doch gar nicht nicht klein genug gewählt werden. Das aktuellste TOSEC-Archiv mit ZX81-Software ist entpackt gerade einmal knappe 10 Megabyte groß. Mit einem jüngst erschienen Filebrowser lassen sich die Files komfortabel ansteuern und starten.

Vom Denkmonster zur Killerapplikation

2012 habe ich einen Vortrag in Kiel und im Kolloquium der hiesigen Medienwissenschaft zum Thema „Der Computer als Mörder und Mordwaffe im Film“ gehalten. Nun ist ein Sammelband mit der Verschriftlichung erschienen:

Stefan Höltgen: Vom Denkmonster zur Killerapplikation. Der Computer als Mörder und Mordwaffe im Film. In: Hans-Edwin Friedrich & Claus-Michael Ort (Hgg.): Recht und Moral. Zur gesellschaftlichen Selbstverständigung über „Verbrechen“ vom 17. bis zum 21. Jahrhundert. (Reihe: Schriften zur Literaturwissenschaft, Band 39) Berlin: Duncker & Humblot 2015, S. 529-539.

Infos | Amazon

Glitch Economy

Gerade erreicht mich eine Pressemitteilung: Zum 35. Geburtstag des Pac-Man-Spiels erscheint für Telefone und Tablets eine neue Version: „Pac-Man 256“. Diese unterscheidet sich von den unzähligen Vorgängern dadurch, dass der berühmte Level-256-Glitch nun zum Spielprinzip erhoben wurde. Im Teaser-Video sieht man, wie das ungefähr funktioniert:

Update 27.5.:

Für Telepolis bereite ich einen Beitrag über das Glitches in Computerspielen im allgemeinen und dieses Spiel im besonderen vor.

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