SimulationsRaum Rotating Header Image

Great Britain Eight Bitter

Seit Freitag sind neu im Signallabor:

IMG_4624

Oric-1 (1983) mit Software, Netzteil und RGB-Kabel

IMG_4621

Tatung Einstein 256 (1984) mit OVP, Manuals und RGB-Kabel/Netzteilen

IMG_4625

Turbo MMC Flash-SD-Karten-Laufwerk für den BBC Micro inkl. Einbauteile und ROM-IC

IMG_4629

VecMulti SD-Karten-Modul für die MB Vectres

Insbesondere das VecMulti wird sich während des 6809-Assemblerkurses als nervenschonende Ausgabe rechnen. Kein Brennen von EPROMs oder umständliches Kopieren auf das SRAM-Modul, das ich derzeit verwende. Weil die VecMulti nun sowohl das SRAM-Doppelmodul als auch das 72-in-1-Multi-ROM überflüssig macht, stelle ich beide zum Verkauf bei ebay ein.

Zeitzeichen: Microsoft

Bereits am 4. April hat NDR Info in der Reihe Zeitzeichen die Sendung zum 40. Geburtstag von Microsofts Geburtstag ausgestrahlt, für die ich interviewt wurde:

 

Go, Geek!

Auf dem letztjährigen VCFB war auch ein Filmteam von ARD EinsPlus. Zum Thema Programmieren sollten dort Informatiker von heute auf die Maschinen von gestern losgelassen werden – da bleiben Spitzfingerigkeiten natürlich nicht aus. Auch ein paar Interviewpassagen mit Ausstellern und Organisatoren sind zu sehen. Hier also die vierte Folge von “Go_Geek!”.

Hacking the past

Die “Entertainment Software Association” ist der Meinung, dass Manipulationen an alter Software, selbst wenn sie vorgenommen werden um diese archivierbar zu machen, illegales “hacking” darstellen. Davon sei auch die Forschung nicht ausgenommen:

The ESA also proposes to reject research bodies from exemption, essentially barring them from modifying consoles as tools for research. The ESA suggest that researchers should use cloud computing to conduct their research, rather than hacked PlayStation consoles.

So lässt es sich auf IGN nachlesen.

Eine passende Auftakt-Nachricht für den Expert Workshop, der am 22. April bei uns in der Medienwissenschaft stattfindet: “Save Game – Legal Challanges in Game Preservation“.

Scramble

Die großzügige Steuerrückerstattung hat mir die Realisierung eines lang gehegten Wunsches ermöglicht: Bei uns zu Hause steht nun ein Arcade-Spielautomat:

IMG_4599

Eingebaut ist eine “60 in 1 Multi iCade JAMMA“-Platine mit Klassikern von “1942” bis “Zaxxon” und ein 17-Zoll-VGA-Monitor, den ich gegen ein entsprechendes Röhren-Modell tauschen werde.

Lee Felsenstein

IF

Heute hat Lee Felsenstein, der langjährige Leiter des “Homebrew Computer Club“, Initiator des “Community Memory Project” und Erbauer der “Sol-20“- und “Osborne-1“-Computer seine Teilnahme am diesjährigen VCFB zugesagt. Er wird einen Vortrag über seine damaligen Arbeiten im Rahmen der Kurztagung “Time After Time – 50 Jahre Timesharing” halten und hat angeboten, sich am Repair-Workshop zu beteiligen. Wer also einen defekten Osoborne-1- oder SOL-20-Computer besitzt, sollte ihn am ersten Oktoberwochenende nach Berlin bringen.

HALT and Catch Fire

Von Peter Krapp, der in der neuen Retro einen Beitrag über Glitchart veröffentlich hat, wurde ich auf eine neue Fernsehserie hingewiesen: “Halt and Catch Fire” erzählt die Geschichte der PC-Revolution aus der Sicht dreier Pioniere.

Neun RETROs

Dieser Tage ist die RETRO-Ausgabe Nr. 34 mit dem Hefttitel “Computer Error” erschienen. Es ist die letzte Ausgabe, die ich als Chefredakteur betreut habe und die eigentlich schon nicht mehr hätte erscheinen können, denn die komplette Redaktion hat während der Drucklegung ihre Beiträge zurückgezogen.

retros

Dass ich die RETRO ehrenamtlich nicht bis in alle Ewigkeit betreuen wollte, war mir schon zu Beginn klar. Der Hobby-Charakter, verbunden mit der Möglichkeit, Themen aus meinem Forschungs- und Lehrumfeld zu publizieren und Autoren aus diesen Bereichen kennenzulernen, hat aber überwogen. Leider ist es schon sehr früh zu Unstimmigkeiten zwischen mir und einem der Herausgeber gekommen, der kurzfristig eine vereinbarte und von der Redaktion bereits vollständig vorbereitete Überarbeitung der Webseite ohne verständliche Gründe abgesagt hatte, weswegen große Teile der gerade in der Fahnenkorrektur befindlichen Ausgabe 28 von mir (während eines Urlaubs!) wieder geändert werden mussten. Im Verlauf der Arbeit an den folgenden Heften kam es dann immer häufiger zu Unstimmigkeiten zwischen der Redaktion und den Herausgebern.

Als im Spätsommer letzten Jahres dann im selben Verlag mein Buch “SHIFT – RESTORE – ESCAPE” erschien und die Qualität deutlich von der vereinbarten abwich (was sich sowohl am schlechten Coverdruck als auch an den unzumutbar dünnen Buchseiten zeigt), wollte ich dem Verlag nicht länger als RETRO-Chefredakteur zur Verfügung stehen. Nach einigem Hin und Her einigte ich mich mit dem Herausgeber, noch zwei Ausgaben (die 33 und 34) der RETRO zu besorgen und mich dann zurückzuziehen. Auch die übrige Redaktion hatte zwischenzeitlich die Lust verloren, unter den gegebenen Umständen weiter für die RETRO tätig zu sein und trat zurück. An einer geordneten Übergabe an einer neue Redaktion zeigte der Herausgeber kein Interesse; wie es mit der RETRO weitergeht, weiß bis heute keiner der Redakteure.

Kurz nach der Drucklegung der Ausgabe 34 erfuhr ich dann, dass der Verleger mir und dem Layouter das Recht zur Fahnenfreigabe entzogen hatte. In Erinnerung an das Fiasko mit “SHIFT – RESTORE – ESCAPE” war ich alarmiert und wollte ich auf keinen Fall, dass das Heft gedruckt wird, ohne dass ich es freigegeben habe. Der Verleger meldete sich auf mein Drängen, sich zu erklären, gar nicht mehr. So sahen wir uns gezwungen, unsere Beiträge zurückzuziehen, um den Druck des nicht freigegebenen Heftes zu verhindern. Auch darauf reagierte der Verleger nicht, sondern “defriendete” mich und andere Redakteure bei Facebook und ließ das Heft unbeirrt unserer Einwände trotzdem drucken. Leider bestätigte sich unsere Befürchtung: Er hatte drei redaktionelle Beiträge verändert bzw. gelöscht: Ein Preisrätsel, meinen Abschiedsbeitrag (hier im original Wortlaut nachzulesen) und mich als Chefredakteur und den stellvertretenden Chefredakteur hatte er aus dem Impressum entfernt! Das Heft hat nun nach der Änderung keinen V.i.S.d.P mehr im Impressum (was Pflicht wäre), und das, obwohl ich (faktisch) Chefredakteur bin. Ich fürchte, das könnte zu Unannehmlichkeiten führen.*

Ich bedauere sehr, dass meine Redakteurstätigkeit für die RETRO dieses Ende genommen hat. Gleichzeitig bin ich froh, das Heft nach den viel kritisierten vorhergehenden Ausgaben zusammen mit den hervorragenden Redakteuren Sebastian Bach, Cäcilia Sauer, Ingolf Ihrig, Torsten Othmer, Sebastian Felzmann, Michael Wagner-Hildebrand, Carsten Lucaßen, Hartmut Wendt und Christian Keichel gestaltet haben zu können. Daran hatten vor allem auch die vielen Autoren ihren wesentlichen Anteil, denen ich hier auch noch einmal ausdrücklich für ihre ehrenamtliche Tätigkeit danken möchte! Ich denke, wir haben ein paar RETRO-Ausgaben auf die Beine gestellt, die das Thema Retrocomputing von einer neuen und alternativen Seite vorgeführt haben.

*UPDATE 13.04.2015: Nach Rücksprache mit meinem Rechtsanwalt fühle ich mich entwarnt. Mir kann das geänderte Impressum keine Probleme bereiten. Der Verlag hat mit der der Löschung des ViSdP allerdings ein gesetzeswidriges Impressum veröffentlicht und könnte deshalb von einem Mitbewerber abgemahnt werden.

Das Aller-Hintervorletzte

Hier ist der vom Verleger/Herausgeber Enno Coners aus der aktuellen Ausgabe des Retro-Magazins herausgestrichene Text in der vollständigen Fassung zu lesen:

Das Hintervorletzte

Es war einmal in Retrotopia …

Text: Stefan Höltgen

Die vorliegende Ausgabe des Retro-Magazins ist die neunte und letzte, die ich als Chefredakteur betreue. Zugleich löst sich die 2013 von mir etablierte Redaktion auf. Ein paar Schlussgedanken seien an dieser Stelle geäußert.

(mehr …)

Time for Medien ∩ Wissenschaften

Medienwissenschaften

In Kürze findet der Workshop “Medien ∩ Wissenschaften” bei uns im Signallabor statt, bei dem zusammen mit Natur-, Ingenieur- und Geisteswissenschaftlern ein Lehrbuch für Medienwissenschaftler konzipiert werden soll.

Mittlerweile gibt es auch eine Timeline für die Vorträge:

(mehr …)

Die algorithmische Revolution

Horst Völz auf der GI-Tagung 2015

Horst Völz auf der GI-Tagung 2015

Gestern und heute fand an der HTW in Schöneweide eine Tagung der Fachgruppe “Informatik und Gesellschaft” der Gesellschaft für Informatik zu Ehren Klaus Fuchs-Kittowskis, der kürzlich 80 Jahre alt geworden ist, statt. Auf etlichen Panels wurden Themen der IuG-Gruppen vorgetragen und diskutiert; unter anderem hat auch Horst Völz eine Kurzversion seines von Friedrich Kittlers “Es gibt keine Software” inspirierten Vortrags über Information, Hardware und Software vorgetragen. Das Highlight war allerdings der Auftritt Frieder Nakes, der über “Die algorithmische Revolution” sprach. Ich habe den Vortrag mit dem iPad mitgeschnitten und bei YouTube veröffentlicht:

Völz 2.0

völzplakat

Das diesjährige Vintage Computer Festival Europa in München steht unter dem Motto “Der Osten war bunt!” und führt Hard- und Software der ehemaligen Ostblock-Staaten vor. Im vergangenen Jahr gab es diesbezüglich schon einiges zu bewundern (etwa die tschechischen Homecomputer).

Auch die Medienwissenschaft ist wieder mit dabei – und zwar mit der 2013 bei uns im Hause präsentierten Horst-Völz-Ausstellung “Wissensspeicher”. Wir nehmen sowohl die Entwicklungshardware rund um den Exidy Sorcerer als auch ein KC-85-System mit dem Original TEXOR-Prototyp-Modul mit nach München – selbstverständlich alles operativ. Dazu werden ausgewählte Literatur von Horst Völz, die Textgrafiken von Horst und Ruth Roma Völz und die Radiosendungen präsentiert.

Um das ganze möglichst günstig nach München und zurück zu bekommen, habe ich einen Kleinbus von der HU organisiert. Begleiten werden mich zwei unserer studentischen Hilfskräfte (Ines Liszko und Johannes Maibaum). Und als Highlight wird Horst Völz am Sonntag auch selbst vor Ort sein, einen Vortrag über seine Arbeiten halten und am Stand Auskunft über seine damaligen Entwicklungen geben.

Völz-Ausstellung auf dem VCFB 2014

Völz-Ausstellung auf dem VCFB 2014

 

»My brain hurts!«

Was einem nicht alles begegnet auf der Suche nach geeigneter Studienliteratur zum nächsten Assemblerkurs:

complete

SAVE “GAME”,8,1

Am 22. April findet der von der Arbeitsgruppe “Langzeitarchivierung” der Gesellschaft für Informatik initiierte Workshop “Save Game – Legal Challanges in Game Preservation”, bei dem die Medienwissenschaft Gastgeberin ist, bei uns im Medientheater statt. Ich halte dort einen Vortag über Probleme und Möglichkeiten der Code- und Hardware-nahen Forschung an historischen Computerspielen.

Der Workshop ist öffentlich. Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung:

(mehr …)

Wer hat’s gemacht?

Hat Intel oder Texas Instruments den Mikroprozessor erfunden? Zur Klärung dieses Streits kam es zu einem Gerichtsprozess. Texas Instruments hatte im Zuge dessen ein System rund um den 1971 entstandenen TMX-1795 8-Bit-Prozessor aufgebaut. Computer History hat nun ein Demonstrationsvideo aus dem Jahre 1993 bei YouTube hochgeladen, in dem dieses System vorgeführt wird

So finster der Tag

IMG_4526

IMG_4519

3D Pixels

Weitere Infos …

N64 (ZX Spectrum)

Auf der Webseite Retro Collect findet sich eine Nachricht über eine interessante Entdeckung: Im N64-Spiel “Goldeneye” ist ein vollwertiger ZX-Spectrum-Emulator für die Konsole enthalten. Dieser wurde offenbar vom Entwickler des Spiels zeitgleich programmiert und im Sourcecode belassen. Dort haben ihn jetzt Hacker entdeckt und gezielt aufgerufen, wie man im YouTube-Video sieht:

Dots und Pixel

Gestern hat SWR2 ein kleines Interview mit mir zur Frage, wie der Punkt ins Internet kam, veröffentlicht. Die Interview-Passage ist eingebettet in einen Beitrag zum Thema “Pixel und Punkte” und kann online nachgehört werden.

Neue 4- und 8-Bit-Zugänge

Gestern und heute kamen zwei Neuzugänge für die Sammlung im Signallabor. Zunächst ein gut erhaltener Sinclair ZX Spectrum 48k mit Joystick-Adapter, Ersatznetzteil und Dokumentation:

IMG_4399

Auf dem kleinen Papierbogen unten rechts befinden sich BASIC-Programme zur Abfrage des Joystick-Adapters. Viel interessanter ist allerdings die Rückseite:

IMG_4400

Wir haben es hier mit dem stumb eines kleinen BASIC-Spiels zu tun. Offensichtlich der Anfang eines Schießspiels (die gestrichenen Zeilen 300 bis 330 verraten, dass hier Eingaben für Richthöhe und Mündungsgeschwindigkeit). Wann das Programm entstanden ist, ob es fertig wurde und andere Informationen erfrage ich derzeit vom Autor und erwäge natürlich die Aufnahme ich die geplante Publikation zu den “Papiermaschinen”.

Der zweite Neuzugang ist das Handheld “Microvision” von MB. Dabei handelt es sich um das erste tragbare Computerspiel mit auswechselbaren Spielmodulen. Diese Module enthielten jedoch wesentlich mehr als nur die Software auf dem ROM-Chip. Sie brachten ebenfalls eine Tastatur und Bildschirmfolie mit. Im Inneren des “Microvision” arbeitet ein 4-Bit-Microcontroller von Texas Instruments (ein TMS-1100-Derivat) als Spezialanfertigung für MB.

Die Platine der "Microvision"

Die Platine der “Microvision”

SCU S0488 ... ein 4-Bit-TMS-1000-Microcontroller

SCU S0488 … ein 4-Bit-TMS-1100-Microcontroller

Die "nackte" Microvision (rechts) und ein Modul (links)

Die “nackte” Microvision (rechts) und ein Modul (links)

Das Modul zum Spiel "Blocbuster"

Das Modul zum Spiel “Blocbuster”

"Blockbuster"-Modul ohne Platine

“Blockbuster”-Modul ohne Platine

Platine des "Blockbuster"-Moduls mit ROM-Chip

Platine des “Blockbuster”-Moduls mit ROM-Chip