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Neu im Archiv

Bemerkenswerte Neuanschaffungen

KC Complete

Am Sonntag habe ich ein KC-85/2-System aus Britz abgeholt. Neben dem originalverpackten Computer befand sich ein RFT-Datenrecorder (ebenfalls OVP) sowie eine Anzahl Steckmodule (2 x BASIC, 2 x 64 KB RAM, 2 x 8 KB USER PROM, TEXOR, V24, 2 x Expander-RAM), einige ebenfalls im Originalkarton, bei der Spende. Damit ist unsere Sammlung an Mühlhausener Heimcomputern beinahe vollständig (mit Ausnahme des KC Compact).

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FUNDUS

Gestern im FUNDUS-Antiquariat erworben:

Ernst von Glasersfeld
Radikaler Konstruktivismus. Ideen, Ergebnisse, Probleme
Frankfurt am Main: Suhrkamp 1997.
Amazon

… mit einem schönen Kaptitel über die Zusammenhänge von Konstruktivismus und Kybernetik.

Jürgen Straub (Hg.):
Erzählung, Identität und historisches Bewusstsein. Die psychologische Konstruktion von Zeit und Geschichte. Erinnerung, Geschichte, Identität 1.
Frankfurt am Main: Suhrkamp 1998.
Amazon

… Einen Band 2 gibt es offenbar (noch) nicht. Interessantes Spiel mit der Konstruktion von Historie. 😀

Avital Ronell:
Telefonbuch. Technik. Schizophrenie. Elektrische Rede.
Berlin: Brinkmann & Bose 2001.
Info | ZVAB

Ein Must-Have für Vieltelefonierer.

Bernhard Siegert:
Passage des Digitalen. Zeichenpraktiken der neuzeitlichen Wissenschaften 1500-1900.
Berlin: Brinkmann & Bose 2003.
Info | Amazon

Jetzt mit nahezu unleserlicher Typografie erhältlich!

»Oh, Sie sammeln alte Tastaturen?!«

ja, jetzt schon.

Am vergangenen Wochenende habe ich bei ebay drei neue alte Computer sowie eine Ersatz-Tastatur für den Sinclair ZX Spectrum ersteigert. Bei den Rechnern handelt es sich (von oben nach unten) um einen Atari 400 von 1979 (leider mit einem kleinen Schaden, der sich aber schnell beheben lassen dürfte), einem Philips VG8010 (ein MSX-1-Computer, über den ich jüngst einen kleinen Text für einen Ausstellungskatalog geschrieben habe), Amstrad 6128 Plus (das Nachfolgemodell zum CPC), besagte Ersatz-Tastatur, die allerdings nicht am Spectrum angeschlossen wird, sondern das Spectrum-Board aufnehmen kann. Damit ist sie ideal geeignet meinem seit einem Jahr fertig gelöteten Spectrum-Klon »Harlequin« endlich eine Heimat zu geben.

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Oric Atmos

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Der Referent des heutigen Kolloquiums-Vortrags, Wolfgang Neuhaus, hat mir zuvor eine kleine Spende für das Signallabor überreicht: Ein Oric Atmos aus dem Jahr 1984. Der Rechner kam ohne Zubehör und mit ungewisser Funktionalität. Eine kurze Netzteil-Recherche und ein Test haben gezeigt, dass der Computer (die 48-KB-Variante) völlig in Ordnung ist.

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Booleo

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Heute habe ich drei Sets des Kartenspiels „Booleo“ bekommen.

„Das bOOleO Kartenspiel ist endlich mal ein wirklich geekiges Kartenspiel. Statt Patiencen mit Bube, Dame und König werden hier boolsche Schaltungen mit Einsen und Nullen sowie UNDs und ODERs um die Wette gelegt. Zwei Spieler sitzen sich dabei gegenüber und müssen aus AND, OR und XOR eine jeweils vollständige Schaltung an eine vorgegebene Bitreihe anlegen. Dabei ist logisches und strategisches Denken gefragt. Und auch die Schaltung des Gegners muss im Auge behalten werden, denn sie kann mit der gefürchteten NOT-Karte sabotiert werden. Spannung und Interaktion sind beim bOOleO Kartenspiel also garantiert! Informatik-Erstsemester aufgepasst: Das bOOleO Kartenspiel eignet sich natürlich auch hervorragend, um die Regeln der boolschen Logik zu erlernen oder zu üben.“

Zu beziehen über getDigital oder Amazon.

ZXpand

Der Fortschritt macht vor nichts halt, nicht einmal vorm ZX-81. Für diesen habe ich heute die ZXpand-Karte bekommen, ein SD-Karten-Laufwerk mit 32 Kilobyte RAM-Erweiterung und Zusatzbefehlen fürs BASIC, mit denen man Programme von der SD-Karte laden und auf sie speichern kann. Das funktioniert allerdings ebenfalls ganz komfortabel über ein Boot-Menü. Jetzt brauche ich nur noch eine neue Tastaturfolie für meinen BASCI-ZX-81, dann kann ich das Modul testen.

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Mit dem ZXpand lassen sich nun erstmals auch große Programme ausführen; Der Entwickler hat beispielsweise das Spiel »Dragon’s Lair« für den ZX81 umgesetzt und verkauft es auf einer SD-Karte mit eigenem Label und zusätzlicher Software. Welche SD-Karte man verwenden sollte, ist zumindest aus speicherökonomischen Gründen fraglich, kann sie doch gar nicht nicht klein genug gewählt werden. Das aktuellste TOSEC-Archiv mit ZX81-Software ist entpackt gerade einmal knappe 10 Megabyte groß. Mit einem jüngst erschienen Filebrowser lassen sich die Files komfortabel ansteuern und starten.

Neues / Neu im Archiv

Gestern und heute haben Johannes Maibaum und ich das Signallabor umgeräumt. Die alten Plastikregale und die beigen Schränke haben wir weitgehend ausgemustert und durch neue Stahl-Regale ersetzt. Das hat eine Menge Müll, nicht benutzte Technik und anderes hervorgebracht. Nachdem die Hausmeister die Regale heute aufgebaut hatten, haben wir gleich wieder eingeräumt, was inzwischen auf dem Tisch warten musste.

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Außerdem kam heute auch endlich der „Enterprise 128 SD Adapter„, mit dem mehrere virtuelle Diskettenlaufwerke am Enterprise 128 gemountet werden können. Mit auf der beigelegten SD-Karte ist Jörn Mikas Enterprise-Adaption von SymbOS.

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Great Britain Eight Bitters

Seit Freitag sind neu im Signallabor:

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Oric-1 (1983) mit Software, Netzteil und RGB-Kabel

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Tatung Einstein 256 (1984) mit OVP, Manuals und RGB-Kabel/Netzteilen

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Turbo MMC Flash-SD-Karten-Laufwerk für den BBC Micro inkl. Einbauteile und ROM-IC

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VecMulti SD-Karten-Modul für die MB Vectres

Insbesondere das VecMulti wird sich während des 6809-Assemblerkurses als nervenschonende Ausgabe rechnen. Kein Brennen von EPROMs oder umständliches Kopieren auf das SRAM-Modul, das ich derzeit verwende. Weil die VecMulti nun sowohl das SRAM-Doppelmodul als auch das 72-in-1-Multi-ROM überflüssig macht, stelle ich beide zum Verkauf bei ebay ein.

Scramble

Die großzügige Steuerrückerstattung hat mir die Realisierung eines lang gehegten Wunsches ermöglicht: Bei uns zu Hause steht nun ein Arcade-Spielautomat:

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Eingebaut ist eine „60 in 1 Multi iCade JAMMA„-Platine mit Klassikern von „1942“ bis „Zaxxon“ und ein 17-Zoll-VGA-Monitor, den ich gegen ein entsprechendes Röhren-Modell tauschen werde.

Neue 4- und 8-Bit-Zugänge

Gestern und heute kamen zwei Neuzugänge für die Sammlung im Signallabor. Zunächst ein gut erhaltener Sinclair ZX Spectrum 48k mit Joystick-Adapter, Ersatznetzteil und Dokumentation:

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Auf dem kleinen Papierbogen unten rechts befinden sich BASIC-Programme zur Abfrage des Joystick-Adapters. Viel interessanter ist allerdings die Rückseite:

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Wir haben es hier mit dem stumb eines kleinen BASIC-Spiels zu tun. Offensichtlich der Anfang eines Schießspiels (die gestrichenen Zeilen 300 bis 330 verraten, dass hier Eingaben für Richthöhe und Mündungsgeschwindigkeit). Wann das Programm entstanden ist, ob es fertig wurde und andere Informationen erfrage ich derzeit vom Autor und erwäge natürlich die Aufnahme ich die geplante Publikation zu den „Papiermaschinen“.

Der zweite Neuzugang ist das Handheld „Microvision“ von MB. Dabei handelt es sich um das erste tragbare Computerspiel mit auswechselbaren Spielmodulen. Diese Module enthielten jedoch wesentlich mehr als nur die Software auf dem ROM-Chip. Sie brachten ebenfalls eine Tastatur und Bildschirmfolie mit. Im Inneren des „Microvision“ arbeitet ein 4-Bit-Microcontroller von Texas Instruments (ein TMS-1100-Derivat) als Spezialanfertigung für MB.

Die Platine der "Microvision"

Die Platine der „Microvision“

SCU S0488 ... ein 4-Bit-TMS-1000-Microcontroller

SCU S0488 … ein 4-Bit-TMS-1100-Microcontroller

Die "nackte" Microvision (rechts) und ein Modul (links)

Die „nackte“ Microvision (rechts) und ein Modul (links)

Das Modul zum Spiel "Blocbuster"

Das Modul zum Spiel „Blocbuster“

"Blockbuster"-Modul ohne Platine

„Blockbuster“-Modul ohne Platine

Platine des "Blockbuster"-Moduls mit ROM-Chip

Platine des „Blockbuster“-Moduls mit ROM-Chip

 

Neuzugänge

In den vergangenen Tagen sind wieder ein paar „neue“ Digitalcomputer in meine Sammlung aufgenommen worden:

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VTech Laser VZ200. Das BASIC-Handbüchlein hatte ich schon. Nun konnte ich auch den Rechner dazu bei ebay kaufen.

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Mikrocomputer für Ausbildung MFA 8085 von 1979. Seltener modularer Rack-Computer. Mal schauen, ob ich noch weitere Einschübe und eine ASCII-Tastatur dafür bekomme … und ob ich das Anzeige-Problem löse.

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Sharp CE-125 mit Plotter, Mikrokassetten-Laufwerk und 10 Kassetten mit Software

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… allerdings ist das LCD-Display beschädigt und ein paar Tasten sprechen nicht mehr an.

Astrofotografie

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Nach langem Suchen und Vergleichen habe ich mich für den Kauf einer Canon EOS 400D für die Astrofotografie entschieden. Zum Einen sind die im Web auffindbaren Vergleiche und Beispielbilder recht überzeugend, zum anderen lässt sich diese Kamera verhältnismäßig günstig für meine Zwecke modifizieren (also der Rot-Filter entfernen) und bleibt trotzdem noch für „normale Zwecke“ brauchbar.

Ergänzend zum Fotoapparat benötigt man noch eine BULB-Verschlusssteuerung, einen T2-Adapter und einen T2-zu-1,25-Zoll-Adapter, um den Fotoapparat am Okkular des Teleskops anzumontieren. Der ebenfalls recht günstige Adapter hat zudem den Vorteil, sowohl für Okkular- als auch Fokalprojektion nutzbar zu sein. Je nach zu fotografierendem Objekt empfiehlt sich das eine oder das andere.

Ich habe dann festgestellt, dass das Teleskop selbst bereits mehrere Adapter zum Anschluss von T2-Gewinden besitzt. Es ist mit dem gekauften T2-Adapter sogar möglich, den Apparat ganz nah am Tubus des Teleskops zu montieren. Welche Vor- oder Nachteile das hat, werde ich wohl noch feststellen.

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Z80 damals und heute

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Es gibt zwei neue Hardwarezugänge im Signallabor: Einen „Harlequin“-Sinclair-Spectrum-Nachbau, den ich als Bausatz im Frühjahr bekommen hatte, und ein TRS-80-System (mit Peripherie und Dokumentation):

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Der Harlequin-Bausatz in EInzelteilen. Alle elektronische Bauteile waren sortiert in kleine Tütchen verpackt.

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Zahlenspiele und Wortstapel

Auf dem Büchertisch hat sich einiges angesammelt:

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GoTo considered useful

Zum dritten mal bin ich nun in die Hobby-Astronomie eingestiegen. Nachdem ich schon als Kind sehr begeistert von dem Thema war (was sich nicht nur in einer beachtlichen Astronomie-Buch- und LEGO-Raumfahrt-Sammlung ausdrückte, sondern vor allem in mein erstes Refraktor-Teleskop mündete, das ich mit 8 Jahren zu Weihnachten bekam) und mir dann Anfang 20 noch einmal ein Newton-Teleskop angeschafft hatte, lag das Hobby bislang brach bzw. wurde nur theoretisch weiter geführt. Eine neuerliche Initialzündung bekam es dann 2008, als ich mich von der Begeisterung eines Nachbarn mitreißen ließ, der sich nacheinander verschiedene Teleskope anschaffte und mit mir kleinere Exkursionen unternahm.

Jetzt bin ich stolzer Besitzer eines Dobson-Teleskops (ein 200 mm Spiegel, F=1200 mm!) der Marke SkyWatcher mit computerisierter GoTo-Funktion. Seinen ersten Einsatz bekommt es in drei Wochen im Urlaub (Zelt und Camping-Utensilien hatte ich schon vorher besorgt). Bis dahin warten noch ein paar weitere Anschaffungen – allen voran ein Akku-Pack für die motorisierte Nachführung.

Nettwerweise lassen sich Beruf und Hobby miteinander verbinden. Nicht nur hat das Teleskop einen RS-232-Anschluss, an den ich mein Amstrad NC-100 zur Steuerung anschließen werde; im kommenden Semester veranstalte ich in der Medienwissenschaft auch ein Master-Seminar zur Theorie und Geschichte von Mikroskopie und Teleskopie (mit entsprechenden praktischen Annäherungen und Exkursionen).

Dobson SkyWatcher GOTO

 

The Future is here!

Heute wurde der mir in der vergangenen Woche vom CASE-Computermuseum gestiftete »Zilog System 8000«-Computer geliefert: ein von Zilog als „Supermicro-Computer“ lancierte Unix-System von Anfang der 1980er-Jahre, in dem der 16-Bit-Prozessort Z8000 werkelt. In welchem Zustand das System ist, kann ich noch nicht sagen. Erfreulich ist seine äußere Unversehrtheit sowie die vorhandene Dokumentation (zum ZEUS-OS und der System-8000-Hardware). Das Modell 21 verfügt über einen Tapestreamer/ein Bandlaufwerk und ein Winchester-Diskettenlaufwerk mit 56 MB Kapazität. Ich bin gespannt, ob letzteres noch funktioniert und Daten enthält.

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Zilog selbst hatte mit dem Computer seinerzeit die Zukunft ausgerufen:

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Spiel, Satz und Sieg

Natürlich weitet sich auch meine Bibliothek zusehends aus – auch wenn ich in der letzten Zeit nur sehr wenig dazu hier geschrieben habe. Ich habe zwischenzeitlich die komplette medien- und computerwissenschaftliche Literatur bei mir im Institutsbüro stehen, so dass die film-, kultur- und anderen wissenschaftlichen Bücher zu Hause eher so etwas wie eine „lesbare Tapete“ darstellen. Hier vier Neuzugänge der vergangenen Tage (für mehr Infos auf die Coverbilder klicken):

Günther Friesinger/Jana Herwig (Hgg.): The Art of Reverse Engineering. Open – Resect – Rebuild. Bielefeld: Transcript 2013:

… ein Rezensionsexemplar, das ich in der übernächsten RETRO besprechen werde. Auf den ersten Blick ein vornehmlich kulturwissenschaftlich geprägter Blick „von außen“ mit einigermaßen exotischen Beiträge. (Wer immer schon mal nach einer Analyse der österreichischen Filmgeschichte unter dem Aspekt des Reverse Engineerings gesucht hat, wir hier jedenfalls endlich fündig!)

Rüdiger Vaas: Tunnes durch Raum und Zeit. Von Einstein bis Hawking: Schwarze Löcher, Zeitreisen und Überlichtgeschwindigkeit. Stuttgart: Kosmos 2013:

… klingt beim ersten Hören nach Parawissenschaft. Die recht umfangreiche Monografie scheint aber zumindest wissenschaftliche Erkenntnisse zusammenzutragen und „Wurmlöcher“ darin zu untersuchen. Für meine „Pac-Man-Studies“ allemal interessant!

Manfred Eigen/Ruthild Winkler: Das Spiel. Naturgesetzte steuern Zufall. München/Zürich: Piper 1996:

… ein Tipp von Horst Völz. Hier wird die Spieltheorie in nahezu allen Spielarten der Informations- und Naturwissenschaften abgehandelt. Ein erklecklicher Teil des Buches beschäftigt sich mit zellulären Automaten im Allgemeinen und „Game of Life“ im Besonderen.

Jens Schröder: Auferstanden aus Platinen. Die Kulturgeschichte der Computer- und Videospiele unter besonderer Berücksichtigung der ehemaligen DDR. Stuttgart: ibidem 2010:

… gerade die „besondere Berücksichtigung“ findet in meiner Rezension für die nächste RETRO besondere Berücksichtigung. Schröder stellt die „offiziöse“ Computerspielgeschichte einer DDR-Wirtschaftsgeschichte des Computerspiels gegenüber. Die Gegenüberstellung wirkt wenig zielführend, die Fakten und Analysen zum DDR-Computerspiel hingegen sehr!

Ein Bild sagt mehr …

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HP-85B mit Zubehör

Schlepptop

Durch einen Bekannten bin ich darauf aufmerksam gemacht worden, dass hier in Berlin ein „Osborne 1“ ein neues Zuhause sucht. In einem Kellerschrank am Rande von Marzahn lagerte er. Für runde einhundert Euro und eine einstündige Fahrt quer durch Berlin habe ich nicht nur diesen Klassiker bekommen (noch interessanter als die Tatsache, dass der „Osborne 1“ der erste Tragbare Mikrocomputer ist, ist ja, dass Lee Felsenstein, Alan Kay und Namensgeber Adam Osborne damit die Homebrew-Bewegung endgültig „professionalisiert“ haben); es gab auch noch ein „Amstrad NC-100“, ein „Psion 3rd Generation“ und ein „KC-85/3“. Letzteren gibt es in der kommenden Ausgabe des Retro-Magazins im Rahmen eines Preisausschreibens zu gewinnen.

Der „Osborne 1“ hat sich beim Test kurz vor dem Verkauf mit Rauchzeichen verabschiedet. Grund dafür war ein explodierter Kondensator … unschwer sowohl am Geruch als auch an den Silberpapierfragmenten, die aus dem Gehäuse herausrieselten, zu erkennen. Meine Hoffnung, dass es sich um einen begrenzten Schaden auf der Netzteilplatine handelt, haben sich zum Glück bestätigt. Nach kurzer Demontage zeigte sich mir die Netzteilplatine mit verkohlten Kondensatorresten und Schmauchspuren:

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In der Mittagspause bin ich zu Conrad, um dort den Folienkondensator, eine neue Feinsicherung, sowie (vorsichtshalber) die angrenzenden Bauteile (Brückengleichrichter, Elko, Transistor) zu kaufen. Allerdings waren deren Beschädigungen nur äußerlich, so dass ich die Originalteile im Gerät lassen konnte. Nach ca. 1 Stunde Arbeit (Öffnung, Reinigung, Aus- und Einlöten der Bauteile, Verschluss) präsentierte sich der „Osborne 1“ in alter Frische:

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Jetzt muss ich wohl nur noch einmal die Diskettenlaufwerke reinigen, denn mal bootet der Computer, mal nicht. Scheint nichts gravierendes zu sein …

Dual Core

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Zur Vorbereitung meines Spielkonsolen-Seminars habe ich mir noch ein paar Pong-on-a-chip-Konsolen besorgt. Darunter auch das „Universum TV-Multi-Spiel 4014„, das eine Reihe von Spielen mit Farbgrafik beinhaltet. Überrascht war ich von der Auswahl: Da finden sich sowohl typische Pong-Spiele für zwei Spieler als auch Motorrad-Rennspiele. Das Geheimnis lüftet sich, wenn man die Konsole öffnet:

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Deutlich zu erkennen sind hier zwei Spiel-ICs: Der AY-3-8610 und der AY-3-8760. Ersterer enthält acht „Ball & Paddle Games“ (wie der 8600), ergänzt um zwei Schießspiele. Die Schießspiele werden nicht über eine Lightgun gespielt (einen Anschluss für eine solche besitzt die Konsole nicht), sondern mit den eingebauten Analog-Joysticks. Der zweite Chip enthält die vier Motorrad-Spiele, die eine ganz andere grafische Schnittstelle besitzen als die Spiele des anderen Chips.

Warum ist das interessant? Nun, zum ersten ist natürlich die Implementierung von zwei Spiel-Architekturen auf einem Board, die sich die I/O teilen müssen und zwischen denen im laufenden Betrieb umgeschaltet werden können muss, bemerkenswert. Darüber hinaus zeigt die Konsole aber auch, wie sich Spielhardware sukzessive von der „single purpose“- zur „multi purpose“-Spielmaschine entwickelt: Die Annahme, dass sich die Spieler nicht jedes mal eine neue Konsole kaufen möchten, wenn sie neue/andere Spiele spielen möchten (insbesondere, weil die Konsolen ja ganz ähnliche Schnittstellen besitzen, die weiter benutzt werden können), hat zunächst dazu geführt, die Verwendungszwecke der Konsole selbst zu erweitern. Das ist aber nur ein Zwischenschritt auf dem Weg der „Auswanderung der Software aus der Hardware in die Speichermedien“.

Ich werde die Universum-Konsole in ihrem Aufbau weiter analysieren und dann versuchen, sie zu modifizieren. Als erstes bekommt sie einen AV-Mod spendiert …