Heute ist bei Telepolis meine Kritik zum Prequel (von) “The Thing” erschienen:
“The Thing” und die monströse Genetik des Horrorfilms
Es gibt eine Handvoll Horror- und Science-Fiction-Stoffe, die seit den 1950er-Jahren durch die Filmgeschichte geistern und stetig neu adaptiert werden: Don Siegels “The Body Snatchers” (1956), Byron Haskins “War of the Worlds” (1953) oder Christian Nybys “The Thing from another World” (1951) haben etliche Neuadaptionen erfahren – daneben gibt es zahlreiche andere Filme dieser Genres, die es auf mindestens ein Remake gebracht haben (etwa “Village of the Damned”, “The Day the Earth stood still”). Neben der Tatsache, dass die in den Filmen metaphorisierten Cold-War-Motive jeweils zeitgenössische Aktualisierungen erfahren haben, zeigen sich aber immer auch Versuche, die bedrohlichen Fiktionen irgendwie zu einem sinnvollen Schluss zu erzählen oder nachträglich narrativen Lücken zu füllen. Das Prequel “The Thing” von Matthijs van Heijningens zeigt dies besonders eindrucksvoll.
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Als “Unter Kontrolle” auf der diesjährigen Berlinale am 11. Februar seine Weltpremiere feierte, waren sich der Regisseur Volker Sattel und sein Drehbuchautor Stefan Stefanesku im nachfolgenden Publikumsgespräch noch nicht sicher, ob ihr Film – trotz des nahen Tschernobyl-Jubiläums – überhaupt außerhalb von TV-Vorstellungen auf ARTE oder WDR wahrgenommen werden würde. Mit der Reaktorkatastrophe in Fukushima hat sich dies geändert: “Unter Kontrolle” steht wahrscheinlich ein glänzender Kinostart bevor – und das zu Recht!
Soeben erschienen: die 
Sei es nun Pandora oder die Axiom oder Rhea – im jüngeren dystopischen Film wird es auf der Erde ungemütlich und fremde Welten oder, falls diese nicht zu finden sind, Raumschiffe müssen der Menscheit als Zwischenwohnraum herhalten, bis es mit dem Heimatplaneten wieder aufwärts geht, das heißt, bis die Natur sich wieder erholt hat und das tut sie in den meisten filmischen Fällen. Hinter diesen Fluchtpunkt-Fantasien steckt immer auch ein Heilswunsch und die Hoffnung, dass es – obwohl der Prozess der Naturzerstörung nicht mehr umkehrbar ist – einen Neuanfang geben könnte. Bleiben die Menschen auf der Erde, wie in “Book of Eli” oder in Form puppengewordener Menschlichkeit in “9″, dann liegt die Hoffnung in einer neuen Metaphysik. Der schweizerische Science-Fiction-Film “Cargo” bündelt etliche dieser Motive und holt sie quasi “zurück nach Europa”.