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SF/Utopie/CompUtopia

»Amerika ist weich geworden …«

Bei Recherchen zu meinem Portal-Beitrag über Pac-Man hatte ich mich glücklicherwiese daran erinnert, dass es niemand geringeres als der Science-Fiction-Autor Arthur C. Clarke gewesen isr, der 1945 die Idee geostationärer Kommunikationssatelliten in die Welt gebracht hatte.

Beim gestrigen Stöbern durch meine SF-Kurzgeachichtensammlung bin ich nun auf seine Story »Sensationen aus dem Äther« (»I remember Babylon«), erstveröffentlicht 1960 im Playboy-Magazin, gestoßen. Dort greift Clarke die Idee noch einmal in einer pseudo-authentischen Erzählung auf: Der Erzähler (benannt als Arthur C. Clarke!) trifft jemanden, der die Satelliten-Idee dazu »missbrauchen« will, um aus unerreichbarer Ferne die USA mit hardcore-pornografischen, reißerisch dokumentarischen und anderen Fernsehformaten aus ihrem zensurierten ideologischen Tiefschlaf zu wecken.

Clarke nimmt damit nicht nur ziemlich genau die Entwicklung des Privatfernsehens ab den 1970er-Jahren in den USA (und ein Jahrzehnt später in Europa) vorweg, sondern liefert wohl auch die Drehubuch-Vorlage für David Cronenbergs Film »Videodrome«.

The Future of the Personal Computer

Retrotopia

Der Computer als Zukunftsmaschine*

Ein sicheres Indiz dafür, dass man gerade einen Science-Fiction-Film sieht, ist die Darstellung der Technik darin. Futuristische Technologien erleichtern in (der fiktionalen) Zukunft das Leben, ermöglichen Dinge, die heute unvorstellbar sind, aber führen auch zu Unfreiheit, Unterdrückung und nicht selten auch zum Untergang der Menschheit. Im Zentrum dieses Zukunftsmaschinenparks steht der Computer – mal sichtbar, mal unsichtbar als treibende Kraft hinter den Möglichkeiten der Apparate. Nichts sei so notorisch zukunftsverdächtig wie der Computer, schrieb der Medienwissenschaftler Claus Pias in seinem Buch „Die Zukünfte des Computers“. Der Computer steht für das Versprechen, dass es in Zukunft dank seiner Hilfe besser werde und er ist gleichzeitig dort, wo er auftaucht, immer schon ein Anzeichen dieser Zukunft.

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Vom Denkmonster zur Killerapplikation

2012 habe ich einen Vortrag in Kiel und im Kolloquium der hiesigen Medienwissenschaft zum Thema „Der Computer als Mörder und Mordwaffe im Film“ gehalten. Nun ist ein Sammelband mit der Verschriftlichung erschienen:

Stefan Höltgen: Vom Denkmonster zur Killerapplikation. Der Computer als Mörder und Mordwaffe im Film. In: Hans-Edwin Friedrich & Claus-Michael Ort (Hgg.): Recht und Moral. Zur gesellschaftlichen Selbstverständigung über „Verbrechen“ vom 17. bis zum 21. Jahrhundert. (Reihe: Schriften zur Literaturwissenschaft, Band 39) Berlin: Duncker & Humblot 2015, S. 529-539.

Infos | Amazon

Wenn Roboter Kinder kriegen

Ralf Bülow schreibt in seinem aktuellen Beitrag des HNF-Blogs über zelluläre Automaten.

Heißer Buchtipp

Der von Irina Gradinari und mir herausgegebene Sammelband „Heiße Drähte. Medien im Kalten Krieg“ jetzt erschienen und kann über den Buchhandel oder direkt beim Verlag bezogen werden. Informationen zum Buch finden sich hier und hier. Es wird am 14.10. zusammen mit „SHIFT – RESTORE – ESCAPE“ bei uns im Institut vorgestellt. Das Inhalts- und Autorenverzeichnis findet man als PDF unter diesem Link.

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Presse zum VCFB (2)

Deutschlandradio Kultur hat das VCFB am Freitag Nachmittag besucht und ein paar Piepser und ein Intervoew mit mir und den Jakob-Brüdern aufgenommen. Heute wurde es in der Sendung „Breitband“ ausgestrahlt. Außerdem hat MacGadget. Über uns berichtet und auf Netzpolitik und den Ad hoc.-News kam ebenfalls ein Beitrag. Heute war unter anderem die Zeit da für eine Fotostrecke (folgt) sowie das slowenische Fernsehen, das einen längeren Beitrag über Medienarchäologie produziert und die ARD, die einen Film über Programmierer dreht.

Endzeit … Endspurt

UPDATE: Der Verlag hat heute eine Seite für die Vorbestellung eingerichtet. Das Buch erscheint Mitte September und wird 24,00 Euro kosten.

Der auf meinem 2011 stattgefundenen Seminar „Heiße Drähte – Medien im Kalten Krieg“ erstellte Sammelband, den Irina Gradinari und ich unter demselben Titel im Projekt-Verlag herausgeben, befindet sich nun in der Publikationsschlussphase. In der kommenden Woche geht das Manuskript an den Verlag und von dort in die Druckerei.

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Doppel-Buchvorstellung

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Unser Kosmos

Vergangene Woche habe ich von einem Freund für kleines Geld einen „KOSMOS CP1„-Lerncomputer erworben. Mein System besteht aus der Grundeinheit, einer Speichererweiterung und einer Ergänzung mit Relais zur Ansteuerung von Motoren etc. Das Kassetten-Interface habe ich leider noch nicht.

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Der Computer ist aus mehrfacher Hinsicht interessant. Zum einen ist darin Intels vergleichsweise schneller 8049 verbaut, ein Mikrocontroller, der alle wesentlichen Elemente eines Mikrocomputers enthält, weshalb auf der Platine des CP1 nur noch ein zusätzliches IC mit dem ROM für das Betriebssystem zu finden ist. Dieses enthält ein Monitorprogramm und eine Programmiersprache, die man als „Lern-Assembler“ bezeichnen könnte. Dieser Assembler stellt 21 6-Bit-Opcodes zur Verfügung und bietet eine Adressierungsart: relative Adressierung. Letzteres mag auf das minimale RAM von 128 Byte, das im 8049 integriert ist, zurückzuführen sein, bei dem man die RAM-Bank nicht verlässt und also jedes Ziel (das wie alle Daten in Dezimalzahlen angegeben wird!) relativ anspringen kann.

Es hat allerdings auch didaktische Gründe: Die Komplexitätsreduktion sollte Jugendlichen und Kindern helfen, sich in die Programmierung in Assembler schneller einfinden zu können. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass gerade die Vielfalt an Adressierungsarten zu Beginn immer eine große intellektuelle Hürde darstellt. Auf relative Adressierung reduziert kann man sich schneller auf die Opcodes und ihre Funktion konzentrieren. Diese Opcodes sind im CP1 lediglich Pseudo-Opcodes, weil sie nicht nur einen vergleichsweise kleinen Ausschnitt aus dem ca. 90 Befehle umfassenden Befehlsinventar des 8049 zur Verwendung anbieten, sondern zudem auch noch „auf Deutsch“ übersetzt wurden. So heißt „Springe bedingt zu Adresse XXX“ hier SPB, aus AND wird UND und ANZ bringt den Inhalt des Akkumulators auf das 7-Segment-Display – gerade hinter diesem Opcode verbirgt sich eine ganze ROM-Routine, wie 8-Bit-Assemblerprogrammierer ahnen.

vorn

hinten

Funktionsübersicht mit Pseudo-Opcodes

Leider lässt der CP1 es nicht zu, direkt auf die Funktionen des 8049 zurückzugreifen. Dazu müsste man das ROM gegen ein eigenes Monitorprogramm austauschen; sieht man diese äußerst eigenwillige Programmierung jedoch aus archäologischer Perspektive, so zeigen sich hier vor allem bereits Makros, die eher zur Benutzung und weniger zur Analyse und zum Experiment mit der Maschine einladen. Man könnte sagen: Vom „CP1-Assembler“ ist es also nur noch ein kleiner Schritt hin zu BASIC. (Eine Perspektive, deren Vektor sonst in genau die entgegen gesetzte Richtung verläuft.)

Es war einmal: der Computerfilm

Dieser Tage erscheint im Bielefelder Transcript-Verlag der Sammelband „Medienreflexionen im Film„, herausgegeben von Kai Kirchmann und Jens Ruchatz, für den ich vor einiger Zeit einen Beitrag geschrieben haben. Thema meines Textes war mein damaliges Forschungsvorhaben über „Computer im Film“. Der Text stellt sozusagen die Zusammenfassung meiner damaligen und den Übergang in die eher medienepistemologisch orientierte Beschäftigung mit Computern dar.

8 Bit &1 Bit

In der gestrigen Lecture Performande der Vortragsreihe „SHIFT – RESTORE – ESC“ stellte der Berliner Musiker Pater Maria einige 8-Bit-Computer, mit denen er im Rahmen seines Projektes „Irrlicht Project“ musiziert, vor: Ein Commodore 64, ein Atari 1040 STE, ein Sinclair ZX Spectrum und ein Taschenrechner TI-82. Neben Erläuterungen zum Begriff „Chiptunes“ (und ähnlicher Konzepte), Notizen zur Geschichte der Computermusik und der Vorstellung von Kompositionssoftware (so genannte Tracker) gab es natürlich auch einiges von den Maschinen zu hören, die wir im Vorfeld aufgebaut haben. Hier das Video der Veranstaltung:

EuroPC.Dot

Im Frühjahr habe ich für das Signallabor einen der ungewöhnlicheren Homecomputer gekauft: einen Schneider EuroPC. Das ist ein 8088-basierter XT-Kompatibler, bei dem die gesamte Hardware (Tastatur, Mainboard, Diskettenlaufwerk) in einem Gehäuse untergebracht ist. Das Gerät stellte einen etwas hilflosen Versuch der Firma Schneider dar, PCs für den Homecomputermarkt interessant zu machen.

Leider konnte ich den EuroPC nicht gleich testen. Nachdem es einige Zeit gedauert hatte, ein Netzteil dafür zu bekommen brauchte es noch einmal ebenso solange, einen CGA-Monitor zu finden (dafür nutze ich jetzt den Commodore 1084S). Aufgrund der leeren Puffer-Batterie ließ sich der EurpPC dann zwar starten aber das BIOS ließ sich nicht einstellen und der Rechner war damit nicht zu benutzen. Kollege Torsten Othmer hat sich jetzt des Gerätes angenommen und baut eine neue Li-Batterie ein.

Sobald der EuroPC dann wieder da ist, werde ich seinen 8-Bit-ISA-Steckplatz für eine besondere Treiberkarte nutzen, an der ein Lochstreifenschreiber betrieben werden kann. Den Schreiber, die Karte und die Software habe ich am Wochenende bei eBay ersteigert.

Shift it!

Logo zur Vortragsreihe

Die Vorbereitungen zur Vortragsreihe „SHIFT – RESTORE – ESCAPE. Die Aufhebung des Retrocomputings in der Medienarchäologie“ schreiten mit großen Schritten voran. Die Timeline ist weitgehend bestätigt und es liegen auch bereits eine handvoll Abstracts vor. Dass der VzEkC e.V. in seiner Jahreshauptversammlung meinem Finanzantrag über 500 Euro (Reise- und Unterkunftskosten) voll zugestimmt hat, stimmt darüber hinaus freudig. Mehr als genug Gründe also, mit ersten „Ergebnissen“ an die Öffentlichkeit zu gehen:

http://www.medienwissenschaft.hu-berlin.de/medientheorien/shift-restore-escape/

oder abgekürzt:

http://u.hu-berlin.de/ShiftRestoreEscape

oder noch kürzer:

http://u.hu-berlin.de/SRE

Gern darf für die Seit geworben werden. Gern mit dem obigen Logo (allerdings bitte nicht per Hotlink. Hier der Downloadlink).

Mensch 2.1

Vor etwa einem Jahr ist die umfangreiche DVD-Box „Mensch 2.0“ von Alexander Kluge erschienen, die zahlreiche technische, künstlerische und philosophische Auseinandersetzungen zum Thema Roboter, Biotechnologie und Human Enhancement enthält. Wohl aufgrund des Erfolges von Dokumetarfilmen wie „Plug & Pray“ hat das Label EYZ Media entschieden, das Material auf einen ca. 100 Minuten langen  Kinofilm zusammenzuschneiden.

Dieser wird im Rahmen des Festivals „überall dabei“ am 21.09.2012 im Arsenal-Kino uraufgeführt. Zur Aufführung wird es eine Podiumsdiskussion geben, an der Alexander Kluge, Basil Gelpke und der Roboter „Bina 48“ teilnimmt. Die Moderation dieser Diskussion habe ich übernommen. Also, Termin vormerken:

Freitag, 21.09.2012, ab 19:30 Uhr im Kino 1 des Arsenal-Kinos am Potsdamer Platz

Weitere Informationen: hier

»was den Serienmord im Innersten ausmacht«

Eine Nachricht aus der alten Welt: Gestern ist die Rezension zu meiner Dissertation bei IASL Online erschienen. Ein sehr penibles Portal, für das ich gelegentlich auch rezensieren. Umso erfreulicher, dass die Besprechung sehr positiv ausgefallen ist. (Wenngleich ich mich natürlich immer ein bisschen wundere, dass ein Hinweis darauf, „welche Filme noch in das Buch gehörten hätte“ als Kritikpunkt gelten kann. Mir selbst fallen nämlich noch Dutzende solcher Filme ein …)

Mehr: http://www.iaslonline.de/index.php?vorgang_id=3609

Überdies ist auch von mir heute eine Rezension auf IASL zu finden. Ich habe dort den Sammelband von David L. Ferro / Eric G. Swedin (Hg.): Science Fiction and Computing. Essays on Interlinked Domains. (Jefferson NC: McFarland & Company 2011) besprochen. Meine Rezension findet sich unter dem Link: http://www.iaslonline.de/index.php?vorgang_id=3513

Sound im Computerspiel. Von Beep zu Whoosh und zurück.

Im kommenden Semester wird es ein weiteres Seminar über 8- und 16-Bit-Computer und -Konsolen am Lehrstuhl für Medientheorien der Humboldt-Universität geben. Nikita Braguinski, mit dem ich schon bei verschiedenen Anlässen zusammengearbeitet habe, wird dort für den BA-Studiengang „Musik und Medien“ ein Seminar im Modul X („Vertiefungsstudium: Medienkompetenz unter hochtechnischen Bedingungen“) über Sound und Musik im Computerspiel anbieten:

Sounds der frühen Computerspiele sind Kult. Ob SID (Musikchip des Homecomputers C64) oder NES (8-Bit-Spielkonsole), der Klang ist unverwechselbar und findet mittlerweile auch in der Charts-Musik als „musikalisches Gewürz“ breite Anwendung. Eine ganze Szene von sogenannten Chiptune-Musikern erstellt dabei mit alter Hardware neue Tracks, die bewusst mit dem Charme des Retrosounds spielen. Doch was ist genau anders bei den einzelnen frühen Musikchips? Was ist das Besondere, das sie auf dem Gebiet der Musik leisten können (oder besser gesagt nicht können)? Wie haben sich früher die technischen Schranken auf die Ästhetik und die Kreativität ausgewirkt und wie wirken sich die beinahe unbegrenzten Möglichkeiten von heute aus? Der Kurs soll folgende Kompetenzen vermitteln:

  • Kenntnis der technischen Grenzen in der Computerspielmusik von der 8-Bit-Ära bis heute
  • Kenntnis der grundlegenden musikalischen Ausdrucksparameter (Möglichkeiten der Phrasierung und der Tongestaltung)
  • Kenntnis der grundlegenden Probleme der Klangästhetik im Computerspiel und der Verwendungsarten von Sound (Interaktivität, Nichtlinearität, diegetische/extradiegetische Klangereignisse u.a.)

Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten: HU AGNES

Neun Zeilen Code

BasicProgrammingBox

Als Homecomputer Ende der 1970er-Jahre anfingen, den Spielkonsolen langsam den Rang abzulaufen, verfuhr der bis dahin unangefochtene Marktführer Atari zweigleisig: Zum Einen entwickelte man eine eigene Homecomputer-Serie, die ihre Wurzeln allerdings in der Spielkonsolen-Technologie behalten sollte (alle 8-Bit-Atari-Computer behielten ihren Modul-Slot an der Oberseite, für den es etliche Spielmodule gab). Zum Anderen erstellte Warren Robinett 1978 für die massenhaft verkaufte „Atari 2600“-Spielkonsole ein „BASIC Programming“-Modul*:

Aufgrund des extrem kleinen Konsolen-RAM-Speichers von nur 256 Byte und der fehlenden Tastatur waren die Möglichkeiten dieses Programmiersystems natürlich beschränkt. Die Eingabe der Befehle erfolgte über zwei aneinander steckbare „Keyboard Controller“ (Atari CX-50). Zusammen mit dem BASIC-Modul wurden dazu Overlay-Folien angeboten, die die Tasten des rechten Controllers mit alphanummerischen Zeichen beschrifteten und die des linken Controllers mit Befehls-Shortcuts und einer Programm-Ablaufsteuerung:

Der minimale Speicher machte es nötig, (im Vergleich zu zeitgenössischen anderen Dialekten} mächtige BASIC-Befehle auf dem Spielmodul-ROM anzubieten, damit die VCS-Konsole mit einer möglichst turingvollständigen Programmiersprache aufwarten konnte. Jedes Programm durfte nämlich nur maximal neun Zeilen lang sein. Deshalb gab es Befehle, die – ähnlich bei verschiedenen Assemblern – mehrere Funktionen gleichzeitig innehatten. Beeindruckend lässt sich dies an einer sechszeiligen(!) Version des Pong-Spiels mit Grafik- und Sound-Ausgabe verdeutlichen, dessen Listing im Handbuch des Moduls zu finden ist:

1 Hor 2!Hor 2+Key
2 If Ver 1>90 Then Ver 1!88
3 If Hit Then Ver 1!9
4 Ver 1!Ver 1+If Ver 1 Mod 2 Then 8 Else 92
5 Hor 1!Hor 1+7
6 Goto 1

Atari selbst plante bezüglich des Eingabemediums offenbar mehrfach, eine eigene, separate Tastatur für die „VCS 2600“-Konsole herauszubringen; es blieb jedoch bei Prototypen. Anstelle dessen wurden Zweitanbieter aktiv: Von SpectraVideo (Universum) gab es eine Tastatur namens „Compumate SV-010„, die jedoch – anders als die CX-50-Controller – nicht an den Joystickports der Konsole angeschlossen wurde, sondern am Modul-Schacht. Der Grund dafür war, dass dieses Gerät nicht als Ergänzung zum BASIC-Modul gedacht war, sondern ein eigenes Programmiersystem darstellte: Es beinhaltete ein 16 KB BASIC-ROM, zusätzliche 1,75 KB RAM sowie eine Schnittstelle für einen Datenrekorder zum laden und speichern der Programme. Letzteres fehlte dem BASIC-Modul, womit es – wie schon die „Odyssey II“ (bzw. „Philips G-7000„) nur sehr bedingt zum Progammieren geeignet war. Na gut: Neun Zeilen Code sind schnell wieder eingetippt.

Ich habe mir das Modul, die Beschreibung und die Keyboard-Controller gekauft. Was mir noch „fehlt“, sind die Tastaturfolien, die ich in Kürze nachbasteln werde. Dann stelle ich hier ein paar Screenshots mit Programmbeispielen ein und drehe vielleicht auch mal ein kleines Video, das die Funktionalität des o.g. Pong-Programms vorführt.

*Nicht zu verwechseln mit dem jüngeren Entwicklungssystem BATARI BASIC!

The Film Stops

Kürzlich hatte ich die Erzählung „The Machine Stops“ aus dem Jahr 1909 von E.M. Forster entdeckt, in der eine Computer-artige Maschine das zukünftige Leben organisiert. Diese Kurzgeschichte wurde 1966 als Kurzfilm für das BBC-Fernsehen adaptiert und ist komplett bei Google-Video anzusehen:

(Und für Unterwegs auch als MP3-Hörbuch.)

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