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SF/Utopie/CompUtopia

Doppel-Buchvorstellung

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Endzeit … Endspurt

Der auf meinem 2011 stattgefundenen Seminar “Heiße Drähte – Medien im Kalten Krieg” erstellte Sammelband, den Irina Gradinari und ich unter demselben Titel im Projekt-Verlag herausgeben, befindet sich nun in der Publikationsschlussphase. In der kommenden Woche geht das Manuskript an den Verlag und von dort in die Druckerei.

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Unser Kosmos

Vergangene Woche habe ich von einem Freund für kleines Geld einen “KOSMOS CP1“-Lerncomputer erworben. Mein System besteht aus der Grundeinheit, einer Speichererweiterung und einer Ergänzung mit Relais zur Ansteuerung von Motoren etc. Das Kassetten-Interface habe ich leider noch nicht.

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Der Computer ist aus mehrfacher Hinsicht interessant. Zum einen ist darin Intels vergleichsweise schneller 8049 verbaut, ein Mikrocontroller, der alle wesentlichen Elemente eines Mikrocomputers enthält, weshalb auf der Platine des CP1 nur noch ein zusätzliches IC mit dem ROM für das Betriebssystem zu finden ist. Dieses enthält ein Monitorprogramm und eine Programmiersprache, die man als “Lern-Assembler” bezeichnen könnte. Dieser Assembler stellt 21 6-Bit-Opcodes zur Verfügung und bietet eine Adressierungsart: relative Adressierung. Letzteres mag auf das minimale RAM von 128 Byte, das im 8049 integriert ist, zurückzuführen sein, bei dem man die RAM-Bank nicht verlässt und also jedes Ziel (das wie alle Daten in Dezimalzahlen angegeben wird!) relativ anspringen kann.

Es hat allerdings auch didaktische Gründe: Die Komplexitätsreduktion sollte Jugendlichen und Kindern helfen, sich in die Programmierung in Assembler schneller einfinden zu können. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass gerade die Vielfalt an Adressierungsarten zu Beginn immer eine große intellektuelle Hürde darstellt. Auf relative Adressierung reduziert kann man sich schneller auf die Opcodes und ihre Funktion konzentrieren. Diese Opcodes sind im CP1 lediglich Pseudo-Opcodes, weil sie nicht nur einen vergleichsweise kleinen Ausschnitt aus dem ca. 90 Befehle umfassenden Befehlsinventar des 8049 zur Verwendung anbieten, sondern zudem auch noch “auf Deutsch” übersetzt wurden. So heißt “Springe bedingt zu Adresse XXX” hier SPB, aus AND wird UND und ANZ bringt den Inhalt des Akkumulators auf das 7-Segment-Display – gerade hinter diesem Opcode verbirgt sich eine ganze ROM-Routine, wie 8-Bit-Assemblerprogrammierer ahnen.

vorn

hinten

Funktionsübersicht mit Pseudo-Opcodes

Leider lässt der CP1 es nicht zu, direkt auf die Funktionen des 8049 zurückzugreifen. Dazu müsste man das ROM gegen ein eigenes Monitorprogramm austauschen; sieht man diese äußerst eigenwillige Programmierung jedoch aus archäologischer Perspektive, so zeigen sich hier vor allem bereits Makros, die eher zur Benutzung und weniger zur Analyse und zum Experiment mit der Maschine einladen. Man könnte sagen: Vom “CP1-Assembler” ist es also nur noch ein kleiner Schritt hin zu BASIC. (Eine Perspektive, deren Vektor sonst in genau die entgegen gesetzte Richtung verläuft.)

Es war einmal: der Computerfilm

Dieser Tage erscheint im Bielefelder Transcript-Verlag der Sammelband “Medienreflexionen im Film“, herausgegeben von Kai Kirchmann und Jens Ruchatz, für den ich vor einiger Zeit einen Beitrag geschrieben haben. Thema meines Textes war mein damaliges Forschungsvorhaben über “Computer im Film”. Der Text stellt sozusagen die Zusammenfassung meiner damaligen und den Übergang in die eher medienepistemologisch orientierte Beschäftigung mit Computern dar.

8 Bit &1 Bit

In der gestrigen Lecture Performande der Vortragsreihe “SHIFT – RESTORE – ESC” stellte der Berliner Musiker Pater Maria einige 8-Bit-Computer, mit denen er im Rahmen seines Projektes “Irrlicht Project” musiziert, vor: Ein Commodore 64, ein Atari 1040 STE, ein Sinclair ZX Spectrum und ein Taschenrechner TI-82. Neben Erläuterungen zum Begriff “Chiptunes” (und ähnlicher Konzepte), Notizen zur Geschichte der Computermusik und der Vorstellung von Kompositionssoftware (so genannte Tracker) gab es natürlich auch einiges von den Maschinen zu hören, die wir im Vorfeld aufgebaut haben. Hier das Video der Veranstaltung:

EuroPC.Dot

Im Frühjahr habe ich für das Signallabor einen der ungewöhnlicheren Homecomputer gekauft: einen Schneider EuroPC. Das ist ein 8088-basierter XT-Kompatibler, bei dem die gesamte Hardware (Tastatur, Mainboard, Diskettenlaufwerk) in einem Gehäuse untergebracht ist. Das Gerät stellte einen etwas hilflosen Versuch der Firma Schneider dar, PCs für den Homecomputermarkt interessant zu machen.

Leider konnte ich den EuroPC nicht gleich testen. Nachdem es einige Zeit gedauert hatte, ein Netzteil dafür zu bekommen brauchte es noch einmal ebenso solange, einen CGA-Monitor zu finden (dafür nutze ich jetzt den Commodore 1084S). Aufgrund der leeren Puffer-Batterie ließ sich der EurpPC dann zwar starten aber das BIOS ließ sich nicht einstellen und der Rechner war damit nicht zu benutzen. Kollege Torsten Othmer hat sich jetzt des Gerätes angenommen und baut eine neue Li-Batterie ein.

Sobald der EuroPC dann wieder da ist, werde ich seinen 8-Bit-ISA-Steckplatz für eine besondere Treiberkarte nutzen, an der ein Lochstreifenschreiber betrieben werden kann. Den Schreiber, die Karte und die Software habe ich am Wochenende bei eBay ersteigert.

Shift it!

Logo zur Vortragsreihe

Die Vorbereitungen zur Vortragsreihe “SHIFT – RESTORE – ESCAPE. Die Aufhebung des Retrocomputings in der Medienarchäologie” schreiten mit großen Schritten voran. Die Timeline ist weitgehend bestätigt und es liegen auch bereits eine handvoll Abstracts vor. Dass der VzEkC e.V. in seiner Jahreshauptversammlung meinem Finanzantrag über 500 Euro (Reise- und Unterkunftskosten) voll zugestimmt hat, stimmt darüber hinaus freudig. Mehr als genug Gründe also, mit ersten “Ergebnissen” an die Öffentlichkeit zu gehen:

http://www.medienwissenschaft.hu-berlin.de/medientheorien/shift-restore-escape/

oder abgekürzt:

http://u.hu-berlin.de/ShiftRestoreEscape

oder noch kürzer:

http://u.hu-berlin.de/SRE

Gern darf für die Seit geworben werden. Gern mit dem obigen Logo (allerdings bitte nicht per Hotlink. Hier der Downloadlink).

Mensch 2.1

Vor etwa einem Jahr ist die umfangreiche DVD-Box “Mensch 2.0″ von Alexander Kluge erschienen, die zahlreiche technische, künstlerische und philosophische Auseinandersetzungen zum Thema Roboter, Biotechnologie und Human Enhancement enthält. Wohl aufgrund des Erfolges von Dokumetarfilmen wie “Plug & Pray” hat das Label EYZ Media entschieden, das Material auf einen ca. 100 Minuten langen  Kinofilm zusammenzuschneiden.

Dieser wird im Rahmen des Festivals “überall dabei” am 21.09.2012 im Arsenal-Kino uraufgeführt. Zur Aufführung wird es eine Podiumsdiskussion geben, an der Alexander Kluge, Basil Gelpke und der Roboter “Bina 48″ teilnimmt. Die Moderation dieser Diskussion habe ich übernommen. Also, Termin vormerken:

Freitag, 21.09.2012, ab 19:30 Uhr im Kino 1 des Arsenal-Kinos am Potsdamer Platz

Weitere Informationen: hier

»was den Serienmord im Innersten ausmacht«

Eine Nachricht aus der alten Welt: Gestern ist die Rezension zu meiner Dissertation bei IASL Online erschienen. Ein sehr penibles Portal, für das ich gelegentlich auch rezensieren. Umso erfreulicher, dass die Besprechung sehr positiv ausgefallen ist. (Wenngleich ich mich natürlich immer ein bisschen wundere, dass ein Hinweis darauf, “welche Filme noch in das Buch gehörten hätte” als Kritikpunkt gelten kann. Mir selbst fallen nämlich noch Dutzende solcher Filme ein …)

Mehr: http://www.iaslonline.de/index.php?vorgang_id=3609

Überdies ist auch von mir heute eine Rezension auf IASL zu finden. Ich habe dort den Sammelband von David L. Ferro / Eric G. Swedin (Hg.): Science Fiction and Computing. Essays on Interlinked Domains. (Jefferson NC: McFarland & Company 2011) besprochen. Meine Rezension findet sich unter dem Link: http://www.iaslonline.de/index.php?vorgang_id=3513

Sound im Computerspiel. Von Beep zu Whoosh und zurück.

Im kommenden Semester wird es ein weiteres Seminar über 8- und 16-Bit-Computer und -Konsolen am Lehrstuhl für Medientheorien der Humboldt-Universität geben. Nikita Braguinski, mit dem ich schon bei verschiedenen Anlässen zusammengearbeitet habe, wird dort für den BA-Studiengang “Musik und Medien” ein Seminar im Modul X (“Vertiefungsstudium: Medienkompetenz unter hochtechnischen Bedingungen”) über Sound und Musik im Computerspiel anbieten:

Sounds der frühen Computerspiele sind Kult. Ob SID (Musikchip des Homecomputers C64) oder NES (8-Bit-Spielkonsole), der Klang ist unverwechselbar und findet mittlerweile auch in der Charts-Musik als “musikalisches Gewürz” breite Anwendung. Eine ganze Szene von sogenannten Chiptune-Musikern erstellt dabei mit alter Hardware neue Tracks, die bewusst mit dem Charme des Retrosounds spielen. Doch was ist genau anders bei den einzelnen frühen Musikchips? Was ist das Besondere, das sie auf dem Gebiet der Musik leisten können (oder besser gesagt nicht können)? Wie haben sich früher die technischen Schranken auf die Ästhetik und die Kreativität ausgewirkt und wie wirken sich die beinahe unbegrenzten Möglichkeiten von heute aus? Der Kurs soll folgende Kompetenzen vermitteln:

  • Kenntnis der technischen Grenzen in der Computerspielmusik von der 8-Bit-Ära bis heute
  • Kenntnis der grundlegenden musikalischen Ausdrucksparameter (Möglichkeiten der Phrasierung und der Tongestaltung)
  • Kenntnis der grundlegenden Probleme der Klangästhetik im Computerspiel und der Verwendungsarten von Sound (Interaktivität, Nichtlinearität, diegetische/extradiegetische Klangereignisse u.a.)

Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten: HU AGNES

Neun Zeilen Code

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Als Homecomputer Ende der 1970er-Jahre anfingen, den Spielkonsolen langsam den Rang abzulaufen, verfuhr der bis dahin unangefochtene Marktführer Atari zweigleisig: Zum Einen entwickelte man eine eigene Homecomputer-Serie, die ihre Wurzeln allerdings in der Spielkonsolen-Technologie behalten sollte (alle 8-Bit-Atari-Computer behielten ihren Modul-Slot an der Oberseite, für den es etliche Spielmodule gab). Zum Anderen erstellte Warren Robinett 1978 für die massenhaft verkaufte “Atari 2600″-Spielkonsole ein “BASIC Programming”-Modul*:

Aufgrund des extrem kleinen Konsolen-RAM-Speichers von nur 256 Byte und der fehlenden Tastatur waren die Möglichkeiten dieses Programmiersystems natürlich beschränkt. Die Eingabe der Befehle erfolgte über zwei aneinander steckbare “Keyboard Controller” (Atari CX-50). Zusammen mit dem BASIC-Modul wurden dazu Overlay-Folien angeboten, die die Tasten des rechten Controllers mit alphanummerischen Zeichen beschrifteten und die des linken Controllers mit Befehls-Shortcuts und einer Programm-Ablaufsteuerung:

Der minimale Speicher machte es nötig, (im Vergleich zu zeitgenössischen anderen Dialekten} mächtige BASIC-Befehle auf dem Spielmodul-ROM anzubieten, damit die VCS-Konsole mit einer möglichst turingvollständigen Programmiersprache aufwarten konnte. Jedes Programm durfte nämlich nur maximal neun Zeilen lang sein. Deshalb gab es Befehle, die – ähnlich bei verschiedenen Assemblern – mehrere Funktionen gleichzeitig innehatten. Beeindruckend lässt sich dies an einer sechszeiligen(!) Version des Pong-Spiels mit Grafik- und Sound-Ausgabe verdeutlichen, dessen Listing im Handbuch des Moduls zu finden ist:

1 Hor 2!Hor 2+Key
2 If Ver 1>90 Then Ver 1!88
3 If Hit Then Ver 1!9
4 Ver 1!Ver 1+If Ver 1 Mod 2 Then 8 Else 92
5 Hor 1!Hor 1+7
6 Goto 1

Atari selbst plante bezüglich des Eingabemediums offenbar mehrfach, eine eigene, separate Tastatur für die “VCS 2600″-Konsole herauszubringen; es blieb jedoch bei Prototypen. Anstelle dessen wurden Zweitanbieter aktiv: Von SpectraVideo (Universum) gab es eine Tastatur namens “Compumate SV-010“, die jedoch – anders als die CX-50-Controller – nicht an den Joystickports der Konsole angeschlossen wurde, sondern am Modul-Schacht. Der Grund dafür war, dass dieses Gerät nicht als Ergänzung zum BASIC-Modul gedacht war, sondern ein eigenes Programmiersystem darstellte: Es beinhaltete ein 16 KB BASIC-ROM, zusätzliche 1,75 KB RAM sowie eine Schnittstelle für einen Datenrekorder zum laden und speichern der Programme. Letzteres fehlte dem BASIC-Modul, womit es – wie schon die “Odyssey II” (bzw. “Philips G-7000“) nur sehr bedingt zum Progammieren geeignet war. Na gut: Neun Zeilen Code sind schnell wieder eingetippt.

Ich habe mir das Modul, die Beschreibung und die Keyboard-Controller gekauft. Was mir noch “fehlt”, sind die Tastaturfolien, die ich in Kürze nachbasteln werde. Dann stelle ich hier ein paar Screenshots mit Programmbeispielen ein und drehe vielleicht auch mal ein kleines Video, das die Funktionalität des o.g. Pong-Programms vorführt.

*Nicht zu verwechseln mit dem jüngeren Entwicklungssystem BATARI BASIC!

The Film Stops

Kürzlich hatte ich die Erzählung “The Machine Stops” aus dem Jahr 1909 von E.M. Forster entdeckt, in der eine Computer-artige Maschine das zukünftige Leben organisiert. Diese Kurzgeschichte wurde 1966 als Kurzfilm für das BBC-Fernsehen adaptiert und ist komplett bei Google-Video anzusehen:

(Und für Unterwegs auch als MP3-Hörbuch.)

Insider-Informationen

 

Use the FORTH, Luke!

Nachdem ich heute bei Leo Brodie gelesen habe, dass die Spezialeffekt-Kamera für den Science-Fiction-Film “Sador – Herrscher im Weltraum” (USA 1980, Jimmy T. Murakami) mittels eines FORTH-programmierten Roboters gesteuert wurde, habe ich mich auf die Suche gemacht und gerade einen Artikel in einer (vollständig digital vorliegenden) FORTH-Zeitschrift dazu auf einer FORTH-Webseite gefunden:

Daniel Slater: A State Space Approach to Robotics. In: The Journal of FORTH Application and Research. Vol. 1, Nr. 1 (1983), S. 17-22.

“Wissenschaft mit Zukunft” (als Instrument einer Wissenschaft ohne Zukunft)

Für die Textauswahl zu meinem nächst-semestrigen Seminar über “Science/Fiction/Computer” habe ich ein bisschen in der DDR-Geschichte der Kybernetik gebuddelt und dabei Klaus Göldners 1979 erschienenes Büchlein “Kybernetik – Wissenschaft mit Zukunft” ausgegraben. Im letzten Kapitel, das sich dezidiert mit den künftigen Möglichkeiten der Kybernetik und des Computers beschäftigt, findet sich folgende Passage:

“Wird nun die Kybernetik eine Weltanschauung der Zukunft? Wegen ihrer großen Bedeutung gibt es tatsächlich derartige Prognosen in der westlichen Welt, und die hängen zum Teil mit dem Zukunftsbild einer vereinheitlichten Technokratengesellschaft zusammen, wobei auch der sehr unbequeme Klassenkampf zurückgedrängt werden soll.

Tatsächlich sind aber Leben und Wirklichkeit wesentlich reicher als der Begriffsapparat der Kybernetik. Die Kybernetik kann nur Erkenntnisse über Steuerung und Verhalten von Systemen vermitteln. Sie kann aber nicht die objektiven gesellschaftlichen Entwicklungsgesetze ersetzen. Diese grundlegenden Zusammenhänge kann nur eine materialistische Philosophie, und zwar die marxistisch-leninistische, erklären. Kybernetik unterstützt allerdings mit ihren Theorien und Betrachtungen die Richtigkeit der marxistisch-leninistischen Weltanschauung; sie hat lediglich einen gesellschaftlichen Bezug.

Die Kybernetik ist also keine Wunderwissenschaft oder eine Universalwissenschaft und erst recht keine, die eine Weltanschauung bilden könnte – sie steht auf dem Boden der materialistischen Dialektik und bestätigt deren Richtigkeit.” (S. 94.)

Kurz danach habe ich eine der Legenden der Ost-Kybernetik- und Computer-Geschichte in diesem Buch über den (auf Basis ternärer Logik konstruierten) SETUN-Rechner widerlegt gefunden: Der Versuch, der dualen Aussagenlogik und ihrer Implementierung in elektronischen Schaltungen zu entkommen, weil diese eine unhistorische Zementierung der Hegel’schen Dialektik bedeuten, widerspricht die Aussage eines der Ingenieure des SETUN implizit, wenn dieser bemerkt, dass die Ternarität des SETUN lediglich darauf zurückzuführen ist, dass man bei der Konstruktion des Ferritkern-Speichers Einsparungen vorgenommen hat, wobei die duale Logik sozusagen automatisch zu einer ternären wurde.

Erfindung des Sounds und akustisches Readymade im Science-Fiction Film

Gestern Abend trug Konstantin Kaminskij von der Universität Konstanz als Gast bei uns im Kolloquium über das Thema “Sound Design im frühen sowjetischen und US-amerikanischen Science-Fiction-Film” vor. Ich habe den Vortrag gefilmt und bei YouTube hoch geladen, wo er ab sofort einsehbar ist:

Infos zur Veranstaltung finden sich auf der Seite des Instituts.

Sommersemester 2012

Im kommenden Sommersemester führe ich wieder zwei Lehrveranstaltungen durch, auf die ich hier abstract-artig hinweise:

1. B.A. Modul I (Einführung in die Medienwissenschaft): “Grafikprogrammierung in LOGO und BASIC” – Eine Einführung in die Geschichte und Theorie der Computergrafik (beginnend mit dem Gastvortrag von Prof. Herbert W. Franke auf der Analogcomputer-Tagung), die begleitet wird von eigenen Programmierversuchen in den Sprachen LOGO und PASCAL auf dem Schneider CPC. Themen werden die Erstellung von Grafiken auf Basis mathematischer Algorithmen sein (Geometrie, Trigonometrie, Fraktalgeometrie, Diagrammatik, …). Zum Ende des Semester planen wir eine kleine Ausstellung mit eigenen Werken. (Es werden keine Kenntnisse in Programmierung und Mathematik [über die Schulmathematik hinaus] vorausgesetzt.)

2. M.A. Modul IV (Medienperformanz): Science/Fiction/Computing. Wechselwirkungen zwischen Technologie und Fiktion(en) des Computers. Ein vierstündiges Seminar mit Filmsichtungen (zum Motiv des Zukunftscomputers in der SF), in dem Texte mit techno-utopischem Charakter Fiktionen gegenübergestellt werden, um die Frage zu klären, wie der Computer als Zukunftsmaschine in Kultur- und Technikgeschichte dargestellt wurde und welche Utopien und Fiktionen konkreten Niederschlag in der Technik gefunden haben – und andersherum: welche Techniken Potenzial für Computer-Fiktionen boten und bieten.

Computer morden leise

Am vergangenen Donnerstag habe ich im Kolloquium “Medien, die wir meinen” des Lehrstuhls für Medientheorien einen Vortrag über “mordende Computer” in der Science Fiction gehalten. Der Videomitschnitt ist jetzt bei YouTube einsehbar:

Aus Krawall programmiert

Heute ich bei Telepolis meine Kritik zum am Donnerstag gestarteten Film “Real Steel” erschienen:

Wenn man nach Sportfilmen mit Robotern sucht, stößt man unweigerlich immer wieder auf eine Gruppe: die Kampfsport-Filme und insbesondere die Boxerfilme. Die Arena scheint der ideale Ort für die Begegnung von Maschine und Maschine zu sein: angefangen bei der TV-Show Robot Wars über Zeichentrickserien-Episoden wie The Simpsons: I, (Annoyed Grunt)-bot oder Futurama bis hin zu den in den 1980er- und 1990er-Jahren populären Robot Jox – Die Schlacht der Stahlgiganten-Filmen. Was macht die Menschmaschine so kampfeslustig?

mehr: Telepolis

Wiederstandt ist zwecklos

Auf Telepolis ist kürzlich meine Kritik zum Alien-Shooter “Resistance 3″ erschienen, der zwar nicht besser als seine Vorgänger ist, zumindest aber mit interessanten, postapokalyptischen Szenarien aufwartet.

mehr: Telepolis