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März, 2007:

Anachronismus – Kannibalismus

Grimm Love (D 2006, Martin Weisz) (DVD)

Oliver Hartwin surft beireits 1998 mit einem PowerBook und OS X auf Kannibalismusseiten herum. Ist das also ein Science Fiction oder doch nur ein Anachronismus? Vielleicht lässt sich das morgen nach meinem Vortrag klären. :-)

epd Film 04/2007

Schon am vergangenen Samstag bekommen: Die April-Ausgabe der “epd Film”. Ein umfangreiches Heft mit großem Berlinale-Teil, einem äußerst interessanten Essay über “Das Handy im Film” von Jan Distelmeyer, einer Kritik zu “300” und einem Interview mit Regisseur Zack Snyder sowie vielen anderen Kritiken zu Neustarts.

Ich habe einen Rückblick auf das publizistischen Freud-Jahr 2006 beigesteuert und eine Dissertation zum Verhältnis Psychoanalyse und Kino sowie zwei Sammelbände zum selben Thema rezensiert. Außerdem gibt es noch eine Buchbesprechung zum James-Cameron-Buch aus dem Ludwig-Verlag von mir.

Die Frage der Laienanalyse

Intime Fremde (Confidences trop intimes, Frankreich 2004, Patrice Leconte) (DVD)

Eine sehr komplexe aus vielen Perpektiven beobachtete Beziehungsgeschichte, die als Irrtum beginnt, weil eine Frau die Tür zur einer psychoanalytische Praxis mit der zu einem Steuerberater-Büro verwechselt. Zwischen ihr und dem Steuerberater entsteht auf diese Weise nach und nach ein Beratungs-, Freundschafts– und schließlich Liebesverhältnis.

Natürlich verfängt der Film sich nicht in dem Reiz, die Protagonistin über ihre Situation im Unklaren zu lassen und selbstverständlich erliegt er auch nicht der Versuchung, aus der Situation schlüpfriges Potenzial zu schlagen – denn es ist ja ein französischer und kein amerikanischer (oder gar deutscher) Film. Sandrine Bonnaire ist wieder einmal umwerfend. Eine der talentiertesten Schauspielerinnen, die ich kenne, mit einem Gesichtsausdruck voller Dramatik, Zärtlichkeit und Schönheit.

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Tiefe Wasser sind still

Deepwater (USA 2005, David S. Marfield) (DVD)

Ein Verschwörungsthriller, der zunächst schon an seiner Story scheitert: Ein junger Mann kommt aus dem Krankenhaus und will eine Straußenfarm eröffnen. Auf dem Weg in seine neue Zukunft macht er Halt in “Deepwater”, wo er von einem älteren Mann angeheuert wird, sein Hotel zu streichen. Der ältere Mann scheint ein Gangster zu sein, der im Hintergrund gemeine Intrigen um den jüngeren Mann spinnt, bis letzerer zum Befreiungsschlag ansetzt – und dann doch alles ganz anders ist.

Nun könnte man – angesichts des unglaublichen Plottwists am Ende des Films – natürlich sagen: Alles was vorher schlecht und unglaubwürdig war, hat damit ein Ziel verfolgt. Dann würde man es dem Film und seinem Drehbuch allerdings zu einfach machen. Immerhin möchte man sich von einem Film ja nicht (die letzten) fünf Minuten gut unterhalten und vielleicht sogar noch künstlerisch anregen lassen, sondern die beinahe anderthalb Stunden vorher auch. Das kann “Deepwater” aber nicht, weil er sich zu sehr darauf konzentriert (konzentrieren muss?) 85 Minuten lang verwirrend anspielungsreich, schlecht gespielt, plump montiert und langweilig inszeniert zu sein, um dann – ganz am Schluss – zu zeigen, was er hätte sein können.

Serienmord als soziale Interaktion

The Dead Girl (USA 2007, Karen Moncrieffs) (FFF Nights Cinedom Köln)

Dem Serienmörderfilm ist kaum noch eine originelle Perspektive abzugewinnen. Neben den zahllosen Varianten des Slasherfilms, den ontologischen Annäherungen an kriminalhistorisch authentische Fälle und den ästhetischen Versuchen, den „Mord als eine schöne Kunst“ zu betrachten, hat es auch immer wieder Filme gegeben, die den Seriemord allein als Plateau für die Auseinandersetzung mit politischen, kulturellen oder moralischen Fragestellungen inszenierten. Er eignet sich deshalb so gut für derlei „Instrumentalisierung“, weil sich in dieser Verbrechensart so viele Fragen und Probleme der Moderne wiederfinden. Karen Moncrieffs „The Dead Girl“ geht der Frage nach, welche Formen von sozialer Interaktion ein bestimmter Mordfall (als ein Glied in einer Serienmord-Kette) nach sich zieht.

mehr: F.LM

telepolis: Die Grenzen des Erzählens

Noch als Nachtrag zur Berlinale ist jetzt bei telepolis mein Text über die Podiumsdiskusion zum Thema “Virtual Cinema” erschienen.

mehr: telepolis

Die Macht der Verführung

Zufälligerweise habe ich bei Bouvier ein für meine Forschungsarbeit sehr passendes Buch in einer Ramschkiste entdeckt:

Klaus Brücher
Therapeutische Räume. Zur Theorie und Praxis psychotherapeutischer Interaktion
München: Elsevier 2005
Info | Amazon

Brücher versucht die psychotherapeutische Praxis als ein Treffen in einem “therapeutischen Raum” zu definieren, ein Raum, der nicht physikalisch ist, der auf Basis der gemeinsamen Konvention zwischen Therapeut und Patient besteht.

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PorNo

Princess (Dk 2006, Anders Morgenthaler) (FFF-Nights Köln Cinedom)

Da versucht sich wohl jemand ins Herz der katholische Kirche und der us-amerikanischen Christofaschisten gleichzeitig einzufilmen. Ein Realfilm-Zeichentrick-Hybrid, in dem es darum geht, dass eine verstorbene Porno-Darstellerin durch ihren Bruder gerächt wird, indem dieser alle Beteiligten der Pornofilmfirma foltert und ermordet – und zwar zusammen mit der verwaisten fünfjährigen Tochter der Actrice, die (natürlich) von den Pornoleuten vollständig versaut und missbraucht wurde. Die Zeichentricksequenzen scheinen allein der Kostenersparnis und Moralabsicherung eingefügt worden zu sein: Man muss eben kein Geld für teure Spezialeffekte ausgeben und keinem fünfjährigen Mädchen eine Brechstange in die Hand drücken, mit welcher sie dann auf die Genitalien ihrer Peiniger eindrischt – wenn man dasselbe auch malen kann.

Ein ekelhafter, ideologisch verbrämter Schinken, dessen moralinsaure Tendenz in keiner einzigen Szene zu übersehen ist. Dass der Rächer namens August dann selbst noch ein weinig Schuld an der Entwicklung der Ereingnisse besitzt, darf getrost als Pseudo-Ambiguität verbucht werden, damit vielleicht noch ein paar der Zuschauer moralische Tiefe dort vermuten, wo eigentlich nur dumpfe antipornografische Propaganda ausgestellt ist.

Dental Affairs

Dog bite Dog (Gau ngao gau, HK 2006, Pou-Soi Cheang) (FFF-Nights Köln Cinedom)

Was wie ein x-beliebiger Hongkong-Action-Film im Stile der 1980er Jahre beginnt, entwickelt sich nach und nach zu einem der schlechtesten Filme, die ich je gesehen habe. Ein an Zynismus kaum zu überbietender Polizeifilm, in welchem ein kambodschanischer Auftragskiller gejagt wird (Folter, Misshandlungen, wahllose Exekutionen, … alles Alltagsgeschäft der Hongkonger Polizei), verwandelt sich in eine abstruse Liebes- und Hass-Geschichte, an deren Ende ein stilistisch vom Restfilm vollständig isolierter Zweikampf nebst Amateur-Kaiser-Schnitt steht. Wer solche Drehbücher finanziert gehört in Konkurs geschickt.

Arse Piranha Part 2

Freak Out (GB 2004, Christian James) (DVD)

Es ist schon teilweise haarsträubend, was das Label epiX an Filmen auf den deutschen DVD-Markt wirft. In regelmäßigem Abstand werde ich von der Firma bemustert – und da sind dann nicht nur solche Perlen wie “Angst” oder “The Big Empty” dabei, sondern jpngst auch “Freak Out”. (mehr …)

Ausdärmen

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(Zum Vergrößern anklicken)

Weiß irgend jemand, von wem das Bild ist und wie es heißt? (Diese Reproduktion stammt aus “The Cell”)

Psychonauten, Psychopathen, Psychotopologen

The Cell (USA 2000, Tarsem Singh) (DVD)

Zum letzten Mal und en detail gesehen – und das mit großem Erkenntnisgewinn. Das kann man von der spärlichen akademischen Sekundärliteratur zum Film leider nicht behaupten, wie folgende Textpassage belegt:

„Der Code ‚Handlungsoption des Psychopathen’ wird hier im Mainstream-Kino erstmals mit dem Begriff der Euthanasie verbunden. Das zeigt, wie sensibel das Genre für politische Diskurse im Allgemeinen ist, und wo es speziell an faschistoide Diskurse anknüpfen kann. Der Begriff der Euthanasie bedient das faschistoide Merkmal einer affirmativen Darstellung von Hinrichtung. Weitere faschistoide Merkmale des Psychopathen-Films sind die Konstruktion eines gesellschaftlichen Außenfeindes und die Legitimation maximaler staatlicher Überwachung. Diese Merkmale werden in THE CELL alle abgehandelt und ungebrochen inszeniert, um ein audiovisuell sehr aufwendiges und mit Thrillerelementen angereichertes Kinoerlebnis zu produzieen. Die anderen Merkmale des voyeuristischen Psychopathen-Films werden ebenfalls alle durchgearbeitet.“
(Quelle: Fellner, Markus (2006): Psycho Movie. Zur Konstruktion psychischer Störungen im Spielfilm. Bielefeld: transcript 2007, S. 339.)

Fellners Untersuchung des Films ist lupenreine Input-Hermeneutik*, was sich nicht zuletzt an den etlichen Fehl- und Falschbeobachtungen ablesen lässt. Da wird aus der Sozialarbeiterin Catherine mal flugs eine “FBI-Psychologin” (339), bzw. “Profilerin” (340), die den Hinweis auf Starghers letztes Opfer selbst findet (vgl. 339), undifferenziert und ohne jegliche Definition ist der im Film beschriebene Verschmelzungsprozess mal eine Reise “ins Gehirn” (339), ins “Nervensystem” (339), in eine “surreale Traumwelt” (340), in eine “Märchenwelt” (340) oder einfach “durch die Seele” (340). Und ob obige Erkenntnis, dass sich alle (!) faschistoiden Merkmale, wie auch alle (!) übrigen Thriller-Elemente in “The Cell” finden lassen, der Wahrheit entspricht, darf auch stark bezweifelt werden.

Hier zeigt sich erneut, welche Probleme Filmanalysen auf der Basis einer leitenden Fragestellung nach sich ziehen können, wenn man nicht darauf achtet, die Forschungsagenda nicht die Beobachtungen oder Fakten korrumpieren zu lassen (vgl. meine gelegentlichen Hinweise auf Angelica Schwabs Dissertation). Bei Fellner steht der zwanghafte Wunsch, “Faschismus” in “The Cell” entdecken zu wollen so stark im Vordergrund, dass er diesen auch findet – ganz egal, ob die Belege dafür stimmen oder nicht.

* Input-Hermeneutik: “Es geht nicht darum, etwas der Kunst als Kunst zu entnehmen, sondern man muß umgekehrt die Bedeutungen und Bewertungen, auf die es ankommt, an sie herantragen, ja in sie hineintragen.” (Wolfgang Welsch: Für eine postmoderne Ästhetik des Widerstands. In: Ders. Ästhetisches Denken. Stuttgart: Reclam 1995, S. 157-167, hier: S. 159.)

Ein Stern erwacht

Sunshine (GB 2007, Danny Boyle) (PV Ufa Köln)

Danny Boyle dreht einen fulminanten Science Fiction. Die Sonne droht zu erlöschen und eine Raumschiffmannschaft soll das mittels Fusionsbombe verhindern. Die muss jedoch erst einmal an den Bestimmungsort gebracht werden, was eine Menge Probleme birgt. Boyle zitiert hier alles, was Rang und Namen hat – von “2001” und “Dark Star” über “Alien” und “Aliens” bis “Deep Impact” und “Event Horizon” reichen seine erzählerischen, filmästhetischen und dramaturgischen Anleihen. Und dennoch funktioniert dieses Patchwork durchaus auch als souveräner Film, was nicht zuletzt an der atemlosen Spannung und der großartigen Optik liegt: Wer als Handlungshintergrund eine bildfüllende Sonnenscheibe hat, kann seine Erzählung ja auch eigentlich schon gar nicht mehr in den Sand setzen.

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»Sagen Sie Dick Jones: Ein neuer ist in der Stadt!«

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Heute ist mein neuer iMac (17 “, Intel-Core-2, 2 GHz) angekommen und löst damit das Vorgängermodell ab, der jetzt bei meiner Frau auf dem Schreibtisch steht. Der Geschwindigkeitszuwachs vor allem bei Internetapplikationen und beim Bearbeiten von DVDs und Filmen ist immens. Auf gute Zusammenarbeit!

Die geschlossene Gesellschaft und ihre Feinde

Unknown (USA 2006, Simon Brand) (DVD)

Ich fand ja schon dieses inoffizielle französische “Assault”-Remake nicht besonders interessant; “Unknown” versucht dasselbe nun noch einmal: Fünf Männer erwachen in einer Fabrikhalle und haben keine Erinnerung, wie sie dahin gekommen sind, wer sie sind und warum sie überhaupt ohnmächtig waren. Nach und nach stellt sich heraus, dass zwei von ihnen Entführungsopfer sind, die anderen Entführer. Doch wer wer ist, bleibt unklar; klar ist nur, dass der Rest der Gangster demnächst eintrifft und dann Köpfe rollen. Also ziehen alle fünf an einem Strang, um sich zu verteidigen.

Was spannend klingt, bleibt reine Behauptung: Die “nach und nach” eingetreuten Informationen sind willkürlich, die Figuren bleiben Klischees, die sich schnell spezifischen Rollen-Konstellationen ergeben (Der Held, der Zweifler, der Aggressive, …) und immer, wenn das Drehbuch meint, jetzt müsse es mal wieder voran gehen, wird eine plottwist-artige Zusatzinformation “eingespielt”. So sollte ein Thriller gerade nicht funktionieren. “Unknown” verschenkt sein ohnehin von woanders geborgtes Potenzial damit vollständig und schippert seinen Plotkahn am Ende durch einen finalen Plottwist, wie er finaler und twistiger kaum sein sein könnte, in den Hafen der Beliebigkeit. Da hilft auch kein Jesus in der Hauptrolle.

Aus dem Nächtebuch eines Fauns

Pan’s Labyrinth (El Lyberinto del fauno, USA/Mexiko/Spanien 2006, Guillermo del Toro) (Kinopolis)

pan.jpgEin wunderschönes Märchen und eine schreckliche Geschichte zugleich. Die Fantasie eines kleinen Mädchens an der Schwelle zur Jugend trifft auf die Realität des Franco-Faschismus und eines seiner grausamen Protagonisten. Und während dieser sich mit Gewalt eine Zukunft zu erschaffen versucht, die auf dem Tod basiert, verliert das Mädchen alles, um alles zu bekommen. Ein Freud’scher Familienroman par excellence, bei dem nie klar wird, welche Ebene die dominant ist: die Realität oder die Fantasie. Guillermo del Toro verwebt die beiden Geschichten/Sphären auf wunderbare Weise, findet aber auch genau die richtigen Darsteller für diese Fabel (vor allem Sergí Lopez, Maribel Verdú und Ivana Baquero) dafür. Sicherlich einer der schönsten Filme des Jahres.

Schiller, Szilard und Žižek

In Bonn gibt es einen Bücherschrank – bestimmt schon seit drei Jahren. Der ist direkt auf der Poppelsdorfer Allee und wenn ich von der Uni in Richtung Wohnung meines Professors gehe, mache ich da manchmal Stopp und freue mich eigentlich jedes Mal, dass die Leute das eben nicht nur als Abladeplatz für alte “Auto-Motor-Sport”-Ausgaben missbrauchen, sondern dort ein reger Tausch von Belletristik und Fachlitertur stattfindet. Ich hab dort letztens zwei ausrangierte Lexika untergebracht und jüngst als Ersatz eine Band aus Suhrkamps “Phantastischer Bibliothek” dort gefunden:

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Hutch oder Karlchen?

Wallace & Gromit in The Curse of the Wererabbit (GB 2005, Nick Park/Steve Box) (DVD)

Welche Mühe für Details in diesem großartigen Animationfilm aufgewandt wurde, lässt sich beim ersten Sehen wirklich kaum ermessen. Ich habe den Film aus aktuellem Anlass nun gestern noch ein zweites Mal gesehen, bin da erst der vielen Anzüglichkeiten gewahr geworden und habe mir vorgenommen, beim nächsten Sehen noch mehr auf Einzelheiten (vor allem einzelne Figuren im Vorder- oder Hintergrund des Geschehens zu achten).

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Mikrophysik der Liebe

Vier Fenster (D 2006, Christian Moris Müller) (Presse-DVD)

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Wie sehr die Erzählung eines Films durch die Bilder getragen und oft sogar flankiert wird, ist eine leider außerhalb cineastischer Kreise nur selten wahrgenommene und berücksichtigte Tatsache. Und dabei macht doch genau dieses Ineinandergreifen von Plot-Ereignissen und Schau-Werten die Kunstgattung Film erst aus. Sehr vordergründig hat diese ästhetische “Bipolarität” wohl der Neue Deutsche Film der 1970er Jahre vorgeführt. Vor allem in den Filmen Fassbinders hat sich hier in Zusammenarbeit mit Kameramännern wie Michael Ballhaus, Xaver Schwarzenberger und Jürgen Jürges stets eine “zweite” Erzählung im Bild entfaltet, die die „erste“ (des Plots) ergänzte, kommentierte und nicht selten – wie etwa im Fassbinder-Ballhaus-Film “Die bitteren Tränen der Petra von Kant“ (1972) – sogar widerlegte. Jürgen Jürges, der mit Fassbinder zwischen 1974 und 1978 zusammengearbeitet hatte (und beim überaus visuellen „Effi Briest“ hinter der Kamera stand), bringt sein Können jetzt in Christian Moris Müllers Film „Vier Fenster“ ein. Müllers Film steht aber nicht allein in einer optischen Tradition zum damaligen Autorenkino; sein Sujet insgesamt ist der damals häufig filmisch untersuchten “Mikrophysik” sozialer und emotionaler Beziehungen verpflichtet.

mehr: Im nächsten “Schnitt”

Kanonisierung

Auf Spiegel Online findet sich heute ein Artikel über einen “Game Kanon”, der zwar das zweifelhafte Projekt der Kanonisierung von Kunst weiter vorantreibt, aber dazu/daneben doch immerhin auch noch einmal öffentlich unterstreicht, dass Computerspiele Kunst sind – selbst “Doom”.