ArtWare – Oberflächen und Unterflächen

Die beiden Kurse zum Re-Enactment kybernetischer Computer(grafik)Kunst der 1960er- und -70er-Jahre waren sehr erfolgreich. In ihrem Rahmen habe ich meine Didaktik zum Re-Enactment als medienwissenschaftlicher Analyse-Methode weiterentwickeln können und es sind zudem einige interessante Kunstwerke entstanden. Beides soll nun zur Ausstellung gelangen – ersteres in einem Vortrag von mir, zweiteres durch operative Installationen im Signallabor. Ich freue mich überdies sehr, dass ich Frieder Nake für einen flankierenden Vortrag für die Veranstaltung gewinnen konnte.

Diese wird am Donnerstag, den 11. April ab 17 Uhr im Signallabor stattfinden. Wie üblich ist die Veranstaltung öffentlich und der Eintritt frei!

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Hard Bit Rock

Am Sonntag, den 28.4. halte ich auf der „Ludomusicology 2019“-Konferenz in Leeds einen Vortrag über die Möglichkeiten und Schwierigkeiten der Hardware Preservation von Computer(spiel)sounds. Dabei konzentriere ich mich auf Systeme, die dadurch, dass analoge Komponenten zur Klangerzeugung verbaut wurden, nur schwer bzw. gar nicht angemessen in Emulatoren zu virtualisieren sind.

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Künstliche Dummheit

Am 11.5. findet in Ilmenau die „Lange Nacht der Technik 2019“ statt (Programmheft als PDF). Zusammen mit unserem Studenten Thomas Fecker stellen wir dort den im Rahmen des „Pong Studies“-Seminars entstandenen „Pong-Bot“ aus und halten einen Vortrag über Künstliche Intellingenz in Computerspielen:

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Heart of Glass

Eingeladen von Beatrize Fazi, die ich im Oktober auf unserer Mini-Tagung „Re-Thinking Computation“ kennengelernt habe, halte ich am Donnerstag, den 28. Februar im Sussex Humanities Lab der University of Sussex (Brighton) einen Vortrag zum Thema „Silicon, a Medium within Media“:

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Abschlussvortrag

Nächste Woche beginnt der zweite Teil meines ArtWare-Seminars an der University of Greenwich. Dort werden dann von den Studenten und mir historische Computergrafik-Kunstwerke in BBC BASIC nachprogrammiert, um aus dem Nachvollzug der Algorithmen ein tiefergehende analytische Erkenntnisse zu gewinnen und den operativen Charakter dieser Kunstform hervorzuheben.

Jussi Parikka hat mich eingeladen an der Winchester School of Art der University of Southampton die Erkenntnisse des Projektes in einem Vortrag vorzustellen:

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ArtWare – Re-Enactment kybernetischer Kunst (1/2)

Kunstgeschichte und -wissenschaft stellen für die Erforschung historischer Kunstwerke unterschiedliche Methoden zur Verfügung: ‘Von Außen’ nähern sie sich ihm mit motiv- und diskurshistorischen Analysen, um es jenseits seiner reinen Darstellung zu beschreiben – etwa, welche politischen, ästhetischen oder anderen Themen sich hinter spezifischen Abbildungselementen ‘verbergen’. Zudem rückt die Kunstwissenschaft aber auch der Materialität von Kunst – sozusagen von ‘Innen’ her – zu Leibe: Welche Stoffe und Farben wurden verwendet? Lässt sich der Entstehungsprozess rekonstruieren (etwa durch auffindbare Korrekturen)? Gibt es Hinweise auf produktionstechnische Besonderheiten? Hierfür werden nicht-hermeneutische Technologien genutzt, wie sie etwa die Forensik, Archäometrie, Chemie oder Materialwissenschaft zur Verfügung stellen.

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Winchester School of Art (& Ware)

Die erste Hälfte meines Seminars an der Greenwich University ist nun vorüber und die zweite wird Ende Februar mit dem Hands-on-Teil fortsetzen. Das Ergebnis wurde ich von Jussi Parikka, einem ehemaligen Fellow unseres Lehrstuhls, eingeladen in einem Vortrag an der Winchester School of Art vorzustellen. Dort werde dort am 1.3. zu folgendem Thema vortragen:

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To Compute is to Err

Gestern habe ich zum Auftakt meiner Lehrtätigkeit an der University of Greenwich einen Vortrag gehalten. Thema waren Programmierfehler in Computerspielen und welchen möglichen Erkenntniswert und Nutzen sie jenseits des möglichen Ärgernisses, das sie veruarsachen, haben. Der Vortrag basierte auf einem 2014 publizierten Essay, den ich stark überarbeitet, erweitert und auf Englisch übersetzt habe, um ihn in einer anstehenden Publikation zu veröffentlichen.

Maria Korolkova, die mich über das Erasmus-Programm nach Greenwich eingeladen hat, und Miriam Sorrentino, eine Zuhörerin im Auditorium, haben Fotos gemacht, die sie mir hier zu veröffentlichen erlaubt haben.

 

 

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Computer Games

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HELLO, …

… I’M A BOOK ON ELIZA.

Nach langem Warten und viel Arbeit ist der vierte Band unserer Reihe „Computerarchäologie“ nun erschienen. Marianna Baranovska und ich habe aus der VCFB-Kurztagung von 2016 einen Sammelband gemacht – erweitert um Texte, Übersetzungen und Programmcode.

Informationen (Leseprobe, …) gibt es auf der Webseite der Buchreihe. Kaufen kann man das Buch im Buchhandel, bei Amazon oder beim Projekt-Verlag.

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Kurztagung „50 Jahre Computerdemos“ (Videos 2/2)

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From Bugs to Features

Zu Beginn meines Lehraufenthaltes an der Greenwich University halte ich einen Vortrag über ein Thema, das ich schon vor einiger Zeit bearbeitet habe und nun im Zuge der Englischübersetzung noch einmal aktualisiere: Spiele(n) mit Programmierfehlern. Der Vortrag ist öffentlich.

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Rezensionen

Zwei Rezensionen zu Publikationen haben mich in dieser Woche erreicht. In der Mailingliste H-Soz-u-Kult ist das von Lars Novak herausgegebene Buch „Medien – Krieg – Raumsehr gut besprochen worden. Auch mein Beitrag über die Hacker als Partisanen des Kalten Kriegs fand darin Erwähnung:

Der Beitrag von Stefan Höltgen stellt ein ungewöhnlich gelungenes Beispiel einer theoriegeleiteten Analyse eines realweltlichen Phänomens dar. So untersucht Höltgen auf der Grundlage von Carl Schmitts Theorie des Partisanen die Figur des Hackers und beschreibt die Zusammenhänge zwischen technischen Netzwerken, Partisanentheorie und Hackerethik.

Die c’t-Sonderausgabe „Retro“ hat eine Besprechung zu meiner Monografie RESUME nachgeschoben, die ich hier veröffentlichen durfte. Das jüngst erschienene Heft sei allen, die sich für Retrocomputing jenseits der bloßen Anwendung („Spiele“) interessieren, dringend zum Kauf ans Herz gelegt. Hoffentlich wird es davon künftig weitere Ausgabe geben!

https://shop.heise.de/katalog/c-t-27-2018

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Die Dissimulation von Intelligenz

Der Bonner General-Anzeiger hat bei der Uni Bonn nach einem Ansprechpartner für das Thema „Künstliche Intelligenz und Computerspiele“ angefragt und wurde von dort an mich verwiesen (was ich ja gleich auf mehrfache Weise freundliche und beachtlich finde). Das Gespräch drehte sich dann vor allem um die Frage, wie KI gut genug wurde, um menschliche Mitspieler zu suspendieren, so dass man endlich allein mit seinem Computer spielen kann. Dazu bedurfte es keiner geringen Menge künstlicher Dummheit (ein Thema, das ich in Kürze noch näher untersuchen werde).

Das Interview findet sich in der Print-Ausgabe des Bonner Generalanzeigers und auf dessen Webseite.

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Kurztagung „50 Jahre Computerdemos“ (Videos 1/2)

Die Vorträge auf der VCFB-Kurztagung „50 Jahre Computerdemos“ wurden wieder gefilmt. Die ersten beiden Vortragsvideos sind nun fertig geschnitten und auf YouTube veröffentlicht:

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Archaeologist in Residence

Im Januar und Februar 2019 werde ich für vier Wochen als Gast-Dozent an der University of Greenwich lehren und dort ein Seminar über die Archäologie der frühen Computergrafik-Kunst geben. Ausgerichtet wird das Seminar vom Department of Creative Professions and Digital Arts im Rahmen des Erasmus-Staff-Exchange.

Das Seminar ist in zwei Blöcke unterteilt. Im ersten Block (14.01.-26.01.) wird die Theorie und Geschichte der Computergrafik-Kunst anhand von Texten und Exkursionen in Londoner Museen/Galerien diskutiert. Im zweiten Block (18.02.-01.03.) werden spezifische Kunstwerke und ihre Algorithmen analysiert und in BBC-BASIC als Re-Enactments nachprogrammiert.

Eingeleitet wird mein Gast-Aufenthalt am 14.01. mit dem Vortrag „From Bugs to Features. A Computer Archaeology of Errors and/in/as Games“. Zum Abschluss werde ich (am 28.02.) auf Einladung von Beatrice Fazi am Sussex Humanities Lab der University of Sussex (Brighton) einen Gastvortrag halten: „Heart of Glass. Silicon, a Medium within Media.“

Über meine Aktivitäten in England (u.a. beabsichtige ich Andrew Adamatzky in seinen Unconventional Computer Labors in Bristol zu besuchen) werden ich hier berichten.

 

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Out now: Medientechnisches Wissen Band 2

Nach langer und zäher Arbeit, dem Kampf mit LaTeX und gegen die Tippfehler ist am Freitag nun endlich der zweite Band der von mir herausgegebenen Lehrbuch-Reihe „Medientechnisches Wissen“ im DeGruyter-Verlag erschienen. Darin befinden sich Kapitel zur Informatik (von Thorsten Schöler), zu den Programmiersprachen 6502-Assembler und BBC BASIC (von mir), C und Python (von Johannes Maibaum) und zur Kybernetik (von Thomas Fischer).

Das Buch ist mit 444 Seiten circa ein Drittel umfangreicher als der erste Band, weshalb der Verlag den Preis höher angesetzt hat. Wer einen Blick hineinwerfen möchte, kann hier eine Leseprobe herunterladen.

Wie in einem anderen Beitrag vermerkt, wird es am 19. Dezember eine feierliche Buchvorstellung im Medientheater geben. Bis dahin haben die Arbeiten am dritten Band der Reihe (mit Kapiteln zur Mathematik, Physik und Chemie der Medien) dann schon begonnen.

Stefan Höltgen (Hg.):
Medientechnisches Wissen. Band 2: Informatik, Programmieren, Kybernetik.
Berlin: DeGruyter 2018.
444 Seiten (Paperback), 49,95 Euro
Info | Amazon

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Hear that POKEY Music

In der letzten Sitzung des Forschungskolloquiums „Medien, die wir meinen“ gebe ich eine lecture performance über frühe Soundprozessoren und ihren Einsatz in Computerspielen. Dabei demonstriere ich an unterschiedlichen Computern (EACA Video Genie I, Atari 800 XL, Commodore 64 und Amstrad CPC 464), wie diesen Geräten trotz fehlender oder auch jenseits ihrer eingebauten Soundprozessoren Töne entlockt wurden.

Im Anschluss an den Vortrag werden meine neuen (mit-)herausgegebenen Bücher feierlich vorgestellt:

Wann: Mittwoch, 19. Dezember, 18:00–20:00 Uhr
Wo: Medientheater (Raum 0.01, Georgenstraße 47, 10117 Berlin-Mitte)
Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

 

 

 

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VCFB-Nachlese (2)

Pit Noack, der vergangene Woche bereits einen Bericht zum VCFB bei heise publiziert hatte, schiebt nun ebendort noch einen Bericht zur Kurztagung „50 Jahre Computerdemos“ nach – ebenfalls bei heise.de.

Die Tagung hat ein facettenreiches Bild einer bemerkenswerten digitalen Subkultur gezeichnet. In der Demoszene versammeln sich herausragende technische Talente im einem sportlichen Wettkampf, um neuen und alten Maschinen Ungeahntes zu entlocken. Hier gilt das Goethe-Wort: „In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister“. Die Organisationsformen, Rituale und Szenecodes haben eine sehr hohe Komplexität und Eigenständigkeit . Da nimmt es nicht Wunder, dass viele Kunst-, Kultur- Medien- und Sozialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler hier ein ebenso ergiebiges wie originelles Forschungsfeld entdeckt haben.

mehr: heise.de

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Nachlese: VCFB 2018

Auf heise.de ist heute eine Nachlese zum Vintage Computing Festival Berlin 2018 erschienen. Geschrieben hat sie Pit Noack, der im Beitrag auch ein Interview mit mir geführt hat:

Wie wird man Computerarchäologe und was macht man da eigentlich?

Computerarchäologe wird man, wenn man fragt, wie Computer als Medien zum Speichern, Übertragen und Verarbeiten von Informationen das Wissen historisch und aktuell mit-prägten und prägen. Als Computerarchäologe befragt man auch die Computergeschichtsschreibung vor dem Hintergrund, dass die Computer als „historische Artefakte“ ja heute auch noch computieren. Das heißt konkret, dass sich Computer, wie auch andere technische Medien, der menschlichen Zeitmessung entziehen und ihre Eigenzeiten haben. Diese untersuche ich und lasse dabei die Computer eher für sich selbst sprechen (also ihre Zeitlichkeit demonstrieren) als sie in menschliche Zeitverständnisse einzuengen.

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