»Für die Computerliebe«

Die Ente klingelt um halb Acht (D/I 1968, Rolf Thiele) (DVD)

Einer der zahlreichen Filmtipps von Ralph Bülow war dieser Heinz-Rühmann-Film vom Heimat- und Sexfilmregisseur Rolf Thiele. Rühmann gibt darin einen Computerprogrammierer, der seine Umwelt nicht anders als logisch betrachten kann, was ihn – nach ein paar merkwürdigen Erlebnissen – zuerst in die Irrenanstalt und dann an die Speerspitze der 68er-Revolte verfrachtet. Gleichermaßen albern wie surreal-absurd, politisch naiv wie provokativ – filmstilistisch aber nicht uninteressant! – bekommt man hier ein Zeitcolorit der besonderen Art zu Gesicht. Insbesondere das, was Computer sein sollen, können und wie sie aussehen, ist natürlich interessant. In der Schlussszene verwandelt sich eine der Rechenmaschinen gar in einen Elefanten, nachdem er mit allerlei Absurditäten des „richtigen Lebens“ in Lochkartenform gefüttert wurde.

 

 

About Stefan Höltgen

siehe: http://about.me/hoeltgen
This entry was posted in Computer, Filmtagebuch, Technikgeschichte/RetroTopie and tagged . Bookmark the permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.