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Oktober, 2004:

The Motorcyle Diaries: mit Derrida

Walter Salles’ Film “The Motorcycle Diaries” ist angelaufen (unter dummem dt. Titel: “Die Reise des jungen Che”). Fritz Göttler von der Süddeutschen bespricht den Film, der eine Reise zweier Männer ist, mit Derrida:

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Donnerstag, 28.10.04

Kolloquium “Walter Benjamin”

Die Lektüre der “Erkenntnistheoretischen Vorrede” aus Benjamins
Trauerspielbuch stellt sich als mindestens so kompliziert da, wie ich
“befürchtet” habe. Sage und schreibe die drei ersten Stäze haben wir in
dieser Sitzung gelesen und interpretiert. Nach der Bestimmung von
Benjamins “Idee”-Begriff wurde sein Konzept des “Traktes” als Mischform
zwischen künstlerischer und wissenschaftlicher Produktion untersucht.
Vor allem sein Begriff der “Darstellung” (1. Satz) hat einen
weitläufigen und interessanten Exkurs provoziert, der von der
platonischen Ideenschau bis zu den Unterschieden von Archetypen und
Ektypen geführt hat. Begonnen wurde dann noch die Untersuchung des
Benjamin’schen Wahrheitsbegriffs als “prozeeusal”.

Vorlesung “Kulturphilosophie”

Prof. Seubold stellt seinen ersten Begriff, den der “Verstärkerkultur”
näher vor. Grade an seinen Beispielen entzündet sich eine Diskussion
zwischen ihm, philosophus und mir. Während philosophus hinreichend
viele Beispiele für eine Subversion des Verstärkerprinzips sieht
(Beispiel Harald-schmidt-Show) und ich größere Probleme mit der
3rd-Person-Perspektive habe (“wir” als Philosophen erkennen zwar, dass
die Verstärkerkultur all-bestimmend sei, sind aber zu marginalisiert,
um in den Diskurs eingreifen zu können – so die These Seubolds),
insistiert Prof. Seubold auf die “Fatalität” der Verstärkerkultur und
bekommt von einigen Studenten Zuspruch, die die These durch
Einverleibung der Kritik als “selbst schon verstärkt” unangreifbar
machen wollen. Die zweite Hälfte der Vorlesung ist also von Diskussion
bestimmt.

Mittwoch, 27.10.04

Hauptseminar “Psychoanalyse und Literaturwissenschaft”

Beginn der Lektüre von Freuds “Der Dichter und das Phantasieren”. In
der ersten Sitzung wird vor allem Freud Spielbegriff erläutert. Prof.
Wetzel stellt die drei Spielarten von Spiel vor
(ludisch/ogonal/aleatorisch). Davon ausgehend gibt es einen längeren
Exkurs zunächst zu Schillers Spieldefinition und zum Fort-Da-Spiel in
“Jenseits des Lustprinzips”, zum Spracherwerb und die Vorstellung von
verschiedenen Schlüsseltexten (vor allem Balints Erklärung zu Vorlust
und Endlust).

Zwei Bücher im Teiresias-Verlag

Heute sind die beiden von mir redaktionell betreuten und gestalteten Bücher erschienen:

 

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Star Trek 8 – First Contact

Star Trek 8 – First Contact (USA 1996)

Matrix war nicht der erste "theorieresistente Science Fiction"

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Live-Spielfilm im Fernsehen

Heute Abend kommt im ZDF der erste “Live-Spielfilm
der deutschen Fernsehgeschichte. Großklaus’ These von der
“Zeitvernichtung der Live-Sendung” greift nun auf fiktionale Formate
über. Oder ist das ganze gar eine “Theatralisierung des Fernsehens”?

The Punisher

The Punisher (USA 2004, Jonathan Hensleigh)

Davon war ich enttäuscht. Der war mir zu konventionell und hat sich
meines Erachtens zu sehr einer “Comic-Dramaturgie” angeschmiegt. Die
müßige Zensurfrage konnte ich auch genau aus diesem Grund gar nicht
nachvollziehen (ich habe die unzensierte Fassung gesehen).

Donnerstag, 21.10.04

Kolloquium “Walter Benjamin” und Vorlesung “Kulturphilosophie”

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The Fly

Die Fliege  (Kanada 1986, David Cronenberg)

Ein sehr instruktiver Vortrag von Arno Meteling, der die Phänomene “Übersetzen” und “Interpretieren”, die im Film auf “lebende Materie” angewandt werden, auf den Diskurs über
den Film überträgt und fragt: Wie fähig ist die wissenschaftliche Methode
“Psychoanalyse”, ohne vorherige Modifikation ein Kunstwerk wie einen Film
zu “interpretieren”, ohne dass dabei “etwas” verloren geht?

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Mittwoch, 20.10.04

und schon ist die Soziologie wieder gekippt

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F.LM Nr. 5 erschienen

So, es ist geschafft: Heute ist endlich die 5. Ausgabe meiner Zeitschrift “F.LM – Texte zum Film
erschienen – und ab sofort komplett online. Das Thema der Ausgabe
lautet “Filmphilosophie”. Die F.LM ist ab sofort abrufbar über den Link
www.f-lm.de/ausgaben/nr_5/.

telepolis: Media Space 04 – Zwischen Technik und Raum

Der “media-space 04″ findet vom 22. bis 24.
Oktober in Stuttgart statt. Er setzt sich mit den vielfältigen
Beziehungen zwischen Medien und Raum, Informationstechnologie und
Architektur auseinander. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem
künstlerische und gesellschaftliche Fragestellungen. [mehr]

CERN wird 50

Ein Simulationsraum ganz anderer Art feiert heute seinen 50. Geburtstag: Das Genfer “CERN” (Centre Européen pour la Recherche Nucléare).
Dort werden seit den 50er Jahren “virtuelle Teilchen” untersucht – jene
Bausteine, aus denen die (einst) “unteilbaren” (a-tomos) Elemente der
Welt beschaffen sind. Die Menge an Quarks und Co., die seither dort
erfunden wurde, eröffnen eine Welt hinter der Welt – mit
verstandesmäßig nur schwer fassbaren Zutaten (so gibt es etwa ein
Teilchen, das einen “spin
von 1,5 hat – was bedeutet, dass es sich eineinhalb mal ums sich selbst
drehen muss, um sich einmal um sich selbst gedreht zu haben). Aber
nicht nur Teilchen gibt es im Simulationsraum CERN zu erfinden – in der
dortigen Cafeteria wurde 1990 das “Word-Wide Web” entdeckt.

Ich wünsche dem CERN auch für die nächsten 50 Jahre viel Erfolg bei der
Arbeit und dass seine Aufgabe nicht erfüllt sein wird, sobald ihre
Kollegen vom LHC (Large Hadron Collidor)
ihr bislang letztes “Geisterteilchen” (Asimov) namens “Higgs”
hergestellt haben. (Der für Physiker unhaltbare Konstruktivismus hinter
diesem Geburtstagswunsch sei zu entschuldigen. ;-) )

Willkommen in der 16-Bit-Ära

Tja, als der Commodore Amiga (und natürlich der Atari ST!) in den 1990er Jahren seinen Höhepunkt erlebten, konnte man nicht selten an Sperrmüllhaufen mit ausgemusterten 8-Bittern vorbeilaufen (oft der C=64er, selten aber der Atari XL!). Nun hat Intel (und natürlich Apple!) die Kinderzimmer erobert und mir gerade beim Aussteigen aus dem Bus drei Diskettenboxen voll mit Amiga-Spielen beschert, die auf einem Sperrmüllhaufen neben der Bushaltestelle tronten. Mein A1000 (und mein A500) werden's mir danken. :-)

Gilles Deleuze als Audio-Stream

Richard Heinrich: Gilles Deleuze. Als kompletter Audio-Stream.

Spiegel Online: Tanz den Tüdeldüdeldü


Eine Szene von Musikern hat sich dem 8-Bit-Sound verschrieben.
Mit Gameboys, Old-School-Computern, einer Menge Fantasie und
Erfindungsgeist pushen sie die veralteten Soundchips an ihre Grenzen
und machen so Musik, die sich manch ein DJ auf seinen Plattenteller
wünschen würde – wenn er nur von ihr wüsste. [mehr]

Charles H. Cooley: Social Organization

Das ganze Buch online. Mit dem frühen & wichtigen Kapitel zur medialen Kommunikation.

Spiegel Online: Kandidaten sollen für immer bleiben

Die
Kandidaten der Reality-Show “Big Brother” sollen ab dem kommenden März
in einer eigenen Stadt leben. Dort sollen sie über Jahrzehnte bleiben,
das Abitur nachholen, Familien gründen und alt werden – immer unter
Beobachtung, versteht sich.

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Dawn of the Dead – Revisited

Ich hatte einer der letzten Ausgabe des Schnitt eine Kritik zu Dawn of the Dead (Zak Snyder), in der ich den Film als "Apokalypse der Kommunikationsfähigkeit des Menschen" gelesen hatte. Der Medien-Diskurs hatte sich mir vor allem durch den Einsatz von Stimme und Schrift sehr aufgedrängt. Nun habe ich bei der Lektüre einer recht neuen Publikation von Frank Hartmann ein paar interessante Zitate und Argumente gefunden, die meine Perspektive gut unterfüttern könnten:

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Bibliografie den Horrorfilms

auf filmforen.de habe ich meine Bibliografie zum Horrorfilm veröffentlicht.