Pong Studies

Für mein Seminar zum elektronischen Spiel „Pong“ im kommenden Semester plane ich die Seminargruppe in 10 Arbeitsgruppen aufzuteilen, von denen jede eine spezifische Frage und Implementierung von „Pong“ über das Semester hin bearbeiten soll. Dazu zählen zum Beispiel das „Reverse Engineering“ eines selbst gebauten DDR-Homepong, die Frage, wie der „Soccer for Five“-Glitch zustande kommt (hierzu soll ein AY-3-8500-IC erstmals „geöffnet“ und mikrofotografiert werden) und auch die Erklärung der Sound-Effekte sowie des Vertikal-Dekoders (der für den Abprall-Winkel des Balls vom Schläger zuständig ist) des Original-Spiels.

Bei letzterem hat sich mir natürlich die Frage gestellt, woher ich eine Original-Pong-Platine bekommen könnte. Die Antwort lag vergleichsweise nahe (nämlich in Halle a.S.): Wolfgang Nake hat das Atari-Board selbst nachgebaut und zwar nicht nur auf einer Platine, sonder auf mehreren (wobei er den Bus gleich als Flachbandleitung realisiert hat, an den man die funktionalen Einheiten des Spiels in Form von Europlatinen steckt. Zudem hat er ein paar „analytische Gimmick“ eingebaut – insbesondere zur Kontrolle der vertikalen und horizontalen Bildsignal-Generierung. Dieses nachgebaute Pong bekomme ich für mein Seminar ausgeliehen und haben den Entwickler zum Semesterende für einen Vortrag zum Game Circuit #22 eingeladen. Dort werde auch die Studentenprojekte ausgestellt: die Ergebnisse der Arbeitsgruppen sowie zwei selbst programmierte Pongs – eines in BBC BASIC und eines in 6510-Assembler für den C64

Über Stefan Höltgen

siehe: http://about.me/hoeltgen
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