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FFF 2008 – Vierter Tag

Shiver (Eskalofrío, Spanien 2008, Isidro Ortiz)

Ein photophobischer Teenager zieht mit seiner Mutter in ein schattiges Tal im spanischen Bergland, weil er dort der Sonne weniger ausgesetzt ist. Etwa zeitgleich werden einem Schafhirten in der Gegend mehrere Schafe gerissen. Die Zugezogenen wirken auf die dörfliche Gemeinschaft verdächtig. Wir wissen jedoch: Da ist etwas im Wald, das Tiere und dann Menschen umbringt und es ist nicht unser Sonnenfeind. Langsam entblättert sich eine Verschwörung, die Elemente einer “Wolfsjungen”-Geschichte mit Motiven des Vampir- und Werwolf-Films kombiniert. Das Ganze wirkt jedoch so fahrig aneinander montiert, dass am Ende kaum der Gesamteindruck “eines” Spielfilmes entstehen will. Auch eine strukturalistische Annäherung über das Film-Phänomen “Belichtung” verweigert der Film, weil er sein Sujet viel zu oft in die Realität zurückreißt und es so profaniert. Schade eigentlich, wo doch schon H. G. Francis und der spanische Horrorfilm gezeigt haben, dass man Vampir- und Werwolf-Stoffe durchaus gewinnbringend miteinander kombinieren kann.

The Strangers (UA 2008, Bryan Bertino)

Dazu gibt es bei F.LM einen Podcast.

Hush (GB 2008, Mark Tonderai)

Alle gehen in “JVCD” aber der texturmutant und ich entscheiden uns für die britische Version von “Breakdown” und haben es nicht bereut. Der Film geht überaus geschickt darin vor, die kaputte Beziehung der beiden Protagonisten zum Nährboden für eine allgemeinere Entfremdungsangst zu machen. Dadurch, dass es keinerlei Seitenstränge in der Erzählung gibt und sich die Frauenentführungsverschwörung immer absurder ausweitet, bekommt “Hush” etwas sehr konzeptartiges, das die Mechanismen derartiger Filme/Erzählungen sehr schön offenstellt. Damit soll aber keineswegs behauptet werden, der Film sei nicht spannend. Das ist er – auch wenn ich einige Schwierigkeiten mit dem skurrilen Dialekt hatte, der da gesprochen wurde.

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