Was geht?

Via idw erreicht mich gerade folgende Veranstaltungsankündigung der TU Berlin, deren zweiter Teil mir vor meinem Forschungshintergrund besonders interessant erscheint:

Am 19. Mai 2010 finden zwei weitere Vorträge im Rahmen der Schülerinnen-Uni der TU Berlin statt – dieses Mal in Zusammenarbeit mit dem Robert-Blum-Gymnasium. Themen sind: „Pilot contra Computer: Wer fliegt eigentlich das Flugzeug?“ und „Was geht? Vier fantastische Fragen zu den Grenzen der Computer“. Sie werden von Prof. Dr. Hans-Ulrich Heiß und Prof. Dr. Uwe Nestmann vorgestellt. Schülerinnen und Schüler sind herzlich dazu eingeladen.

Mit den Vorträgen in der Ringvorlesung „Schülerinnen-Uni“ möchte das Projekt GET-IT! [Girls, Education, Technology] an der Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik der TU Berlin insbesondere Schülerinnen für technik- und informatiknahe Themen interessieren, auch Schüler sind jederzeit herzlich willkommen. Die Vorträge richten sich hauptsächlich an die Klassenstufe 10–13. Die Veranstaltung ist für Lehrkräfte als Fortbildung zertifiziert.

„Pilot contra Computer: Wer fliegt eigentlich das Flugzeug?
Prof. Dr. Hans-Ulrich Heiß, Leiter des Fachgebiets Kommunikations- und Betriebssysteme

Durch das Eindringen der Informationstechnologie in unseren Alltag werden wir immer stärker abhängig von ihrem reibungslosen Funktionieren. Während Computerabstürze meistens nur ärgerlich sind, gibt es auch Einsatzbereiche, in denen der Begriff „Computerabsturz“ plötzlich eine beklemmende Doppelbedeutung gewinnt.

Der Vortrag gibt an Hand der „fly-by-wire“-Technologie moderner Verkehrsflugzeuge (Airbus) einen Überblick über Fehlertoleranzverfahren in sicherheitskritischen Systemen und geht der Frage nach, welchen Platz menschliche Verantwortung in komplexen IT-gestützten Systemen einnimmt.

„Was geht? Vier fantastische Fragen zu den Grenzen der Computer“
Prof. Dr. Uwe Nestmann Leiter des Fachgebiets Theorie Verteilter Systeme

Computer vollbringen heutzutage Unglaubliches und haben als eine der wichtigsten Erfindungen des 20. Jahrhunderts in dramatischer Weise unser Leben verändert. Daher wird oft übersehen, dass es seit Langem bekannte Beschränkungen gibt, die dazu führen, dass viele ernste Probleme nicht einmal von den größten und schnellsten Computern gelöst werden können, auch nicht, wenn wir das gesamte Universum als Computer benutzen könnten.

Professor Nestmann gibt einen Überblick über die Grenzen von Berechenbarkeit und Beweisbarkeit. Es gibt eine Reihe überaus praxisrelevanter Berechnungsprobleme, in deren Kontext wir auch heute immer noch nicht ganz genau wissen, „was geht“. Beispiele sind das Rucksackproblem oder das Problem des Handlungsreisenden. Dabei geht es nicht um das Rechnen mit Zahlen, sondern um alltägliche Problemstellungen, deren Lösung logisches Denken und Kreativität erfordert. Der Vortrag orientiert sich an David Harel’s Buch „Computers LTD – What they really can’t do“.

Zeit: Mittwoch, 19. Mai 2010, 14.30 bis 16.30 Uhr
Ort: Robert-Blum-Gymnasium, Kolonnenstr. 21, 10829 Berlin

Um Anmeldung per E-Mail wird gebeten: kremena.lazova@tu-berlin.de

Über Stefan Höltgen

siehe: http://about.me/hoeltgen

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