Neuer Killer in altem Gewand

The Killer inside me (USA 2010, Michael Winterbottom) (Berlinale-Palast)

Als letzten Berlinale-Beitrag habe ich mir einen Serienmörderfilm angesehen. Winterbottom verlegt seinen Stoff in die 50er Jahre und situiert dort einen Killer, der schon alles hat, was die Filmgeschichte bis in die Postmoderne auffährt; Beachtlich ist die „unbewusste Nähe“ zu Stoffen wie aus „The Sniper“ (in Hinblick auf die Misogynie als Zeitkolorit).

Jörg Buttgereit und ich haben für das epd-Film-Berlinale-Blog ein letztes Podcast zum Film aufgenommen:

Über Stefan Höltgen

siehe: http://about.me/hoeltgen

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2 Kommentare zu Neuer Killer in altem Gewand

  1. thomas sagt:

    da der film auf den gleichnamigen (und imho sehr lesenswerten) roman von jim thompson aus dem jahr 1952 zurückgeht (und diesem, soweit ich mich an die lektüre erinnere, recht treu bleibt), bin ich mir nicht ganz sicher, ob winterbottom seinen stoff wirklich „in die 50er verlegt“.

  2. Nun, das tut er natürlich trotzdem – zumal er ja die künstlerische Freiheit gehabt hätte, das anders zu machen (ich meine mit „verlegen“ also nicht „umbetten“ im krankenhaus-technischen Sinne, sondern eher „situieren“).

    Kannst du dich erinnern, ob der Killer im Roman ähnlich komplex angelegt ist (einschließlich seiner Ätiologie und Beziehung zur Mutter)? Dann wäre er ja noch früher als Bloch in „Psycho“ damit im Diskurs gewesen – da müssten einigen Ed-Gein- und Psycho-Forscher ihre Karten noch mal neu mischen. 😀

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