Lehre im Sommersemester 2014

  • BA Medienwissenschaft: Modul 1 (Einführung in die Medienwissenschaft)
    SE: Der gelbe Gefährte: Pac-Man als epistemisches Spiel(Zeug)
    Freitags, 10-12 Uhr, Signallabor (Raum 2.33)
  • MA: Projekt- und Praxismodul & BA: Modul VI (Projektmodul)
    SE: Signetics 2650 Programmierworkshop (2/4): Programmierung der Spielkonsole Interton VC-4000
    Donnerstags, 18-20 Uhr, Signallabor (Raum 2.33)
  • MA Medienwissenschaft: Modul 5 (Medienökonomie) und MA Kulturwissenschaft
    SE: Die Wissensökonomie des Museums – Exkursionen in die Berliner Museumslandschaft
    Dienstags, 14-16 Uhr, Signallabor (Raum 0.09)

Die Kursbeschreibungen:

BA Medienwissenschaft: Modul 1 (Einführung in die Medienwissenschaft)
SE: Der gelbe Gefährte: Pac-Man als epistemisches Spiel(Zeug)

Freitags, 10-12 Uhr, Signallabor (Raum 2.33)

Medienepistemologie untersucht die Wechselwirkungen zwischen den Medien und dem Wissen/Nichtwissen in Medienkulturen und ergänzt auf diese Weise eine ästhetische, soziologische, geschichts- und kulturwissenschaftliche Medienwissenschaft um die Untersuchung ihrer medientechnischen Bedingungen. Vor diesem Hintergrund nähren Computerspiele, die zusammen mit dem Digitalcomputer im 20. Jahrhundert in den Kanon der Medien reüssieren, die Vermutung, dass Spielinhalte von besonders hoher Diskursivität nicht nur über besonders vielseitigen Referenzstrukturen in mediale und außermediale Sphären verfügen, sondern auch deutlichen Einfluss auf die Technik und Ästhetik des Computerspiels, die Praxis des Spielens und das Wissen der Spieler nehmen. Das geradezu ikonische Computerspiel „Pac-Man“, 1980 von Taito publiziert und in der Nachfolge unzählbar oft adaptiert, nimmt sich diesbezüglich als besonders interessant aus, denn es schließt eine Vielzahl von Epistemen der westlichen Medienkultur an. Im Seminar wollen wir „Pac-Man“ daher aus möglichst vielen Perspektiven untersuchen, seine kybernetischen, informatischen, erkenntnistheoretischen, medien-, und kunsthistorischen Aspekte diskutieren und uns einen Überblick über seine Adaptationsgeschichte sowie deren spezifischen Ausformungen verschaffen. Neben der Erstellung eigener „Pac-Man“-Derivate und -Hacks soll gemeinsam ein „Pac-Man“-Wiki gestaltet und zum Semesterende publiziert werden.

Voraussetzungen: Programmierkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Computer werden vom Fachgebiet Medienwissenschaft gestellt.

Teilnahmebedingungen: Übernahme eines Referats innerhalb einer Arbeitsgruppe, Mitarbeit und Publikation von Arbeitsergebnissen im Wiki.

Moodle: http://moodle.hu-berlin.de/course/view.php?id=57611

Maximale Teilnehmerzahl: 18 Personen

 

MA Medienwissenschaft: Modul 5 (Medienökonomie) und MA Kulturwissenschaft
SE: Die Wissensökonomie des Museums – Exkursionen in die Berliner Museumslandschaft

Dienstags, 14-16 Uhr, Signallabor (Raum 0.09)

In Museen werden immer auch Medien ausgestellt. Medien visibilisieren, filtern und strukturieren das durch Museen vermittelte Wissen und schreiben deshalb immer schon am jeweiligen historischen Projekt von Ausstellungen, Archiven, Sammlungen und Depots mit. Für den Museumsbesucher sollen solche Prozesse unsichtbar bleiben, die für die Medienwissenschaft Fragen aufwerfen: Wie organisiert ein Museum seine Artefakte aus der Perspektive der Sichtbarmachung, Popularität, Diskursivierung, Historisierung sowie innerer Organisierbarkeit von Verwaltung und Arbeitsabläufen? Wie werden die Kompromisse zwischen (Nicht-)Ausstellung, (Nicht-)Darstellung und (Nicht-)Zugänglichmachung durch die Möglichkeiten und Grenzen im Museum eingesetzter Medien mit entschieden? Die praktische Fragen nach dem Einsatz von Medien zur Sichtbar- und Verfügbarmachung von Exponaten (bis hin zu deren Simulationen) trifft dabei auf Theorien zur Epistemologie, Archäologie und Genealogie der Medien.

Nach vier einführenden Sitzungen, in denen gemeinsam ein theoretischer Fragenkatalog erarbeitet wird, soll die Berliner Museumslandschaft in zehn Exkursionen unter genau dieser Perspektive erkundet werden. Zur Auswahl stehen dabei sowohl Museen, in denen Medien im Vordergrund stehen und damit die Frage nach ihrer eigenen Ausstellbarkeit aufwerfen (Museum für Kommunikation, Computerspielemuseum, Deutsches Technikmuseum, Museum für Fotografie, Museum für Film und Fernsehen) als auch solche Museen und Sammlungen, in denen Medien möglichst „unsichtbar wirken“ sollen, indem sie in den Ausstellungen artefaktspezifische Medientechniken einsetzen (Berliner Unterwelten, Beate-Uhse-Erotikmuseum, Berliner Medizinhistorisches Museum, Johannes-Müller-Institut für Physiologie, Landesarchiv Berlin, Musikinstrumenten-Museum usw.)

Teilnahmebedingungen: Mitorganisation einer ausgewählten medienwissenschaftlichen Museumsführung in 2er-/3er-Gruppen für das Seminar.

Leistungsschein: Hausarbeit im Umfang von mind. 60.000 Zeichen.

Maximale Teilnehmerzahl: 30 Personen

Hinweise: Die Finanzierung der Museumseintrittsgelder wird beantragt. Gegebenenfalls sind diese von den Studierenden selbst zu tragen.

 

MA: Projekt- und Praxismodul & BA: Modul VI (Projektmodul)
SE: Signetics 2650 Programmierworkshop (2/4): Programmierung der Spielkonsole Interton VC-4000

Donnerstags, 18-20 Uhr, Signallabor (Raum 2.33)

Im zweiten Teil des Programmierworkshops werden die Erkenntnisse des Propädeutikums auf die Programmierung der Computerspielkonsole Interton VC-4000 übertragen. Den größeren Freiheiten dieser Plattform (durch Programmierung von Grafik- und Sound-Peripherie, vielfältige I/O usw.) steht eine strake Einschränkung an Speicherplatz (36 Bytes RAM) und eine durch die ROM-Module auf 4 Kilobyte begrenzten maximalen Programmlänge entgegen. Die Notwendigkeit speichereffizienter Programmierung zeigt sich an dieser Plattform deutlich. Anhand von vorhandenen Spielprogrammen, die gemeinsam disassembliert und analysiert werden, sollen die Studierenden in Zweiergruppe ein eigenes, kleines Programmierprojekt (zum Beispiel ein Computerspiel) erstellen.

Voraussetzungen: Entweder Teilnahme am ersten Teil des Workshops (im vergangenen Wintersemester) oder Teilnahme am Brückenkurs in der letzten Semesterferienwoche, in welchem die Kenntnisse an die Erfordernisse des Projektseminars angeglichen werden. Computer werden vom Fachgebiet gestellt. Ein Reader mit Materialien steht im Moodle bereit)

Teilnahmebedingungen: Übernahme eines Stundenprotokolls.

Moodle: http://moodle.hu-berlin.de/course/view.php?id=55020

Maximale Neu-Teilnehmerzahl: 10 Personen

Über Stefan Höltgen

siehe: http://about.me/hoeltgen
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