CFP: Spiel | Handlung

Tagung der AG-Games der Gesellschaft für Medienwissenschaft

Köln 18.-20.04.2013 // Deadline: 06.01.2013 – Veranstaltungsort: Universität zu Köln, Institut für Medienkultur und Theater, Schloss Wahn

Handlungstheoretische Ansätze sind in den letzten Jahren zunehmend ins Bewusstsein der Medienwissenschaft gerückt. Im Zuge der Formierung digitaler Medienkulturen wird die Figur der RezipientIn nun als eine der UserIn (oder gar der ProduserIn) entworfen, die, durch die ihr zugeschriebene Aktivität, das Medium erst entfaltet. Computerspiele lassen sich in dieser Hinsicht als paradigmatisch verstehen, demonstrieren sie doch wie kaum ein anderes ›neues‹ Medium eine außerordentliche Vielzahl und Vielfalt von Handlungsdimensionen. Doch: Was tun wir eigentlich, wenn wir spielen? Wer spielt das Spiel und wie spielt das Spiel?

Aus Anlass ihres 10-jährigen Bestehens möchte die AG-Games sich auf diesen Kern des Computerspiels besinnen und mit der Tagung Spiel|Handlung die Potenziale handlungstheoretischer Ansätze für die Game Studies erproben. Dabei soll gerade die Disparität von Handlungstheorien in den Blick genommen werden: von Performance, Material Culture und Presence Studies sowie Handlungsmodellen der Akteur-Netzwerk-Theorie über narratologische, ludologische und bildwissenschaftliche Ansätze bis hin zu systemtheoretisch geprägten Zugängen und Perspektiven, die im Zuge historischer Epistemologie oder kulturwissenschaftlicher Analyse Ding-Ontologien und Handlungsgefüge neu in Beziehung setzen. Wie können handlungstheoretische Spielanalysen aussehen? Wo sind die Möglichkeiten und Grenzen der einzelnen Ansätze? Welche Aspekte ›des Computerspiel(en)s‹ können besonders prägnant erfasst werden, welche bleiben blinde Flecken?
Themenvorschläge können sich sowohl auf ›interne‹ wie ›externe‹ Handlungsdimensionen des Computerspiels beziehen – oder gerade auch die gegenseitigen Durchdringungen und Wechselwirkungen beider Dimensionen behandeln.

Spiel|Handlungen können …

  • im Spielszenario angelegte (Inter-)Aktionsmöglichkeiten aber auch ›regelwidrige‹ Ausführungen (Cheaten etc.) sein;
  • im Hinblick auf ihre technisch apparative Ordnung untersucht werden;
  • die ›Produktion‹ von Sozialität (etwa in Multiplayer-Praxen oder im ›Community-Management‹) betreffen;
  • in ganz unterschiedlichen Ausprägungen von Gaming Culture(s) statthaben (z.B. Modding, Retro-Gaming, ludische Artefakte in Fankulturen);
  • in Computerspielen sedimentierte Handlungsdimensionen und Spuren bezeichnen.

 

Willkommen sind theoriegeleitete Beiträge genauso wie materialnahe Spielanalysen, die an eine Handlungstheorie angebunden werden. Die Beiträge können sich auf die genannten Themengebiete beziehen – aber auch darüber hinaus gehen – und dürfen den zeitlichen Umfang von 30 Minuten nicht überschreiten.

Abstracts (ca. 1500 Zeichen) können bis zum 06.01.2013 eingereicht werden – in elektronischer Form an
spielhandlung@gmail.com

Eine Rückmeldung über Annahme/Ablehnung der Beiträge wird Anfang Februar 2013 erfolgen. Judith Ackermann, Benjamin Beil, Britta Neitzel, Markus Rautzenberg

Über Stefan Höltgen

siehe: http://about.me/hoeltgen

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