Der Driller-Piller

Tetsuo (Jp 1989, Shinya Tsukamoto) (DVD)

Warum „Tetsuo“ so oft mit den frühen Filmen Lynchs verglichen wird, lässt sich eigentlich nur durch eine „oberflächliche Lektüre“ erklären, in der die Bildinhalte, die Montage und vor allem die groteske Erzählung das tertium comparationis bilden. Denn eigentlich steht Tsukamotos Film den sexualisierten Maschinen-Mesch-Hybriden aus den Filmen David Cronenbergs viel näher, die sowieso einmal einer eingehenderen Betrachtung bedürften.

Genial bei „Tetsuo“ ist die Idee, die Metamorphose als Ergebnis eines Autounfalls („Crash“) zu erklären. Die beiden Folgeteile (der dritte erscheint offenbar im kommenden Jahr), haben ganz ähnliche Motivationen. Im zweiten Teil verwandelt sich der Protagonist in eine Waffe („Videodrome“). Worum es im dritten geht, weiß ich noch nicht.

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Über Stefan Höltgen

siehe: http://about.me/hoeltgen
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