Verderben die Medien die Politik?

Gestern lese ich auf heise.de noch von der potenziell verheerenden Wirkung des Twitterns am Wahltag auf den Ausgag des Plebiszits, da erreicht mich heute via idw eine Veranstaltungseinladung zur Frage „Verderben die Medien die Politik“*, die ich hier gern weitergebe:

Universität Leipzig, 24.06.2009 – Die Wahlbeteiligungen sinken in den Keller, die Zeitungen klagen über Leserschwund und im Internet überwiegt das „Palaver“ der Communities. „Ist Politik nur noch ein Thema für die Info-Elite?“ fragt deshalb eine Podiumsdiskussion, zu der hochkarätige Medienprofis erwartet werden. Der Eintritt ist für Besucher kostenlos.

Zeit: 01.07.2009, 18:15 Uhr
Ort: Neues Hörsaalgebäude
Hörsaal 8
Universitätsstraße 7

„Die öffentliche Debatte liegt uns am Herzen“, sagt Organisator Prof. Dr. Michael Haller vom Lehrstuhl Journalistik I des Instituts für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig. Deshalb seien als Diskussionsgäste hochkarätige Medienprofis eingeladen. Über das Verhältnis von Politik, Journalismus und Publikum im Wahljahr 2009 diskutieren:

  • Dirk Kurbjuweit, Chef des Berliner Spiegel-Büros und Bestseller-Autor von „Angela Merkel: Die Kanzlerin für alle?“,
  • Dr. Carsten Brosda, zuständiger Referatsleiter „Reden, Texte, Analysen“ im Bundesministerium für Arbeit und Soziales,
  • Peter Ehrlich, Chefkorrespondent der Financial Times Deutschland und
  • Dieter Wonka, Parlamentskorrespondent der Leipziger Volkszeitung.
  • Moderation: Prof. Dr. Michael Haller

Sie diskutieren am 1. Juli über den Zustand des Journalismus der Berliner Republik. Denn die Politikberichterstattung scheint ähnlich wie die Wahlbeteiligung, so Hallers Beobachtung, auf einem neuen Tiefpunkt angelangt zu sein. „Täglich werden wir mit Stellungnahmen und seichter Talkshow-Unterhaltung überhäuft. Abgeklärte politische Analyse und kritischer Hintergrundjournalismus scheinen hingegen die Ausnahme.“ Behandelt werden sollen in der öffentlichen Diskussion auch Fragen wie „Verderben die Medien die Politik?“ und „Ist Politik nur noch ein Thema für die Info-Elite?“ Medienwissenschaftler Haller ist davon überzeugt, dass Demokratie einen politischen Diskurs und gesellschaftliche Verständigung braucht. Doch wie können diese wieder in Gang gesetzt werden?

***

* Die Frage, ob die Politik die Medien verdirbt, ist ja unlängst beantwortet worden.

Über Stefan Höltgen

siehe: http://about.me/hoeltgen
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