»Based« on a true story!

Amityville Horror (USA 2005, Andrew Douglas)

Das Remake schlägt – wie erwartet – seine Vorlage um Längen. Eben diese
„Längen“ hat das Remake nämlich nicht mehr. Alles, was der
ursprüngliche Film zur Authentisierung seines Sujets im Unklaren
gelassen hat, rückt das Remake aus dem selben Grund vor die Kamera. Die
Geister, die die Amityvilla bewohnen, werden manifest – bleiben jedoch
im allegorischen Kontext des Stoffes. Eine Geschiche um die schädlichen
Einflüsse des Raums auf die Psyche. „Amityville Horror“ erzählt nichts
Neues und seine Geister hat man in letzter Zeit vielleicht ein paar mal
zu oft gesehen (Ring, The Grudge, …) als dass sie wirklich noch
gruselig werden. Aber der entspannte Blick auf den zergliederten
Figuren ermöglicht eben auch, sie als Symptome der fortschreitenden
Hysterie der Familie Lutz zu sehen. Konsequent ist der Film auch in der
Fortschreibung des „Burnt Offering„-Diskurses, der den Vater durch das Haus zur Keimzelle der Agression werden lässt.

Meine ausführlichere Besprechung erscheint in der kommenden Woche bei telepolis.

Über Stefan Höltgen

siehe: http://about.me/hoeltgen

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