Schon am Samstag habe ich ein Belegexemplar der neuen epd Film bekommen, die die Redaktion trotz Berlinale pünktlich fertig bekommen hat. Darin ein umfangreicher Essay von Rudolf Worschech über Kriegssatieren und ein Portrait des Schauspielers Jeff Bridges von Kai Mihn. Von mir stammt eine Rezension zu Alex Klotz’ Buch “Blick aus dem Augenwinkel”.
BreakThrough
Rezension zu Johannes Ulbrichts Roman “Der Spielemacher”
Man kann dem Winnender CSW-Verlag eigentlich nur dankbar sein. Seit einigen Jahren versorgt er die Videospiel-interessierte Leserschaft, vor allem aber die so genannten “Retro-Spieler” (zu denen sich der Autor dieses Textes ebenfalls gern zählt) mit Informationen und Material: Neben der Zeitschrift “Retro“, die durch ein sehr lebhaftes Online-Blog ergänzt wird, sind es vor die allem Bücher, die bei CSW erscheinen, in welchen die Videospiel- und Retro-Kultur regelrecht “auflebt”. Dazu zählen kleine Meisterwerke wie Constantin Gillies’ Roman “Extraleben” und Insiderberichte wie Jörg Luibls Essayband “Spielefresser“. Eine der jüngeren Monografien aus dem Hause nähert sich der Spielewelt wieder auf fiktionale Weise: Johannes Ulbrichts Roman “Der Spielemacher”.
mehr: FreiSpiel
SF-Autobahn
Spiegel Online stellt heute eine Diplomarbeit vor, in der ein Konzept für eine Elektroautobahn entworfen wurde:
Das klingt schwer nach Science-Fiction, doch ist die grundlegende Technik seit rund 170 Jahren bekannt. “Linearmotoren werden längst weltweit genutzt”, sagt Förg. Die Passagierbahnen am John F. Kennedy Flughafen in New York oder am Flughafen von Vancouver nutzen die Technik ebenso wie die Magnetschwebebahnen in Shanghai und Japan. Grob vereinfacht funktioniert der Antrieb etwa so: Unter der Straße wird eine Art Spule verlegt, der so genannte Stator, also der feste Teil des Linearmotors. In jedem Speedway-fähigen Auto wiederum sitzt der Gegenpart, genannt Konduktor, der das Auto entlang der elektromagnetischen Wellen über die Straße treibt.
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Sich sägen bringt Regen
Auf Telepolis und F.LM sind just meine Kritiken zum neuen PS3-Spiel “Heavy Rain” erschienen. Darin gehe ich auf die vielfältigen Bezüge des Spiels zur Geschichte des Serienmörderfilm und zu Spieltechniken anderer Spiele (insb. “Saw” und “Silent Hill: Shattered Memories“) ein.
Kanonenfutter
Mutant Chronicles (USA 2008, Simon Hunter) (DVD)
Eine ähnlich düstere, ja, apokalyptische Kriesszenerie, wie zu Beginn von “Mutant Chronicles” bekommt man selten im Film zu sehen. Und das liegt vor allem der Optik und daran, dass sie Kriegsbilder des ersten und zweiten Weltkriegs mit utopischer Waffentechnik verbindet. Insbesondere die Mörser und Kanonen, die ihre immense Größe immer wieder in Total-Aufnahmen belegen, haben mich sehr fasziniert und an eine Mischung aus der Alptraum-Kanone aus dem Videospiel “The Darkness” und realen Vorbildern wie dem Dora-Geschütz erinnert. Leider lässt der Rest des Films dann in jeder Hinsicht ziemlich nach, wie ich auf F.LM kritisiere.
mehr: F.LM
Neuer Killer in altem Gewand
The Killer inside me (USA 2010, Michael Winterbottom) (Berlinale-Palast)
Als letzten Berlinale-Beitrag habe ich mir einen Serienmörderfilm angesehen. Winterbottom verlegt seinen Stoff in die 50er Jahre und situiert dort einen Killer, der schon alles hat, was die Filmgeschichte bis in die Postmoderne auffährt; Beachtlich ist die “unbewusste Nähe” zu Stoffen wie aus “The Sniper” (in Hinblick auf die Misogynie als Zeitkolorit).
Jörg Buttgereit und ich haben für das epd-Film-Berlinale-Blog ein letztes Podcast zum Film aufgenommen:
Jud Süß – Podcast ohne Gewissen
Jud Süß – Film ohne Gewissen (D 2010, Oskar Röhler) (Berlinale-Palast)
Oskar Röhlers “Jud Süß – Film ohne Gewissen” hat nicht nur den charmantesten Untertitel seit “Zombies – Geschändete Frauen”, er hat auch das Potenzial, seine Zuschauer gegen sich aufzubringen. Jörg Buttgereit und ich habe das Erlebnis mal zwei Tage sacken lassen und unseren Sermon dazu in einem epd-Blog-Podcast abgegeben:
Was ich so über “Shutter Island” denke
habe ich beim epd-Treffen Kollegen Alexander Gajic erzählt:
Berlinale-Mix: Was denkt Stefan Höltgen über “Shutter Island” from Alexander Gajic on Vimeo.
Männlichkeit und Maskerade
The Kids are alright (USA 2010, Lisa Cholodenko) (PV Berlinale-Palast)
Mit Jörg Buttgereit habe ich ein Podcast für das epd-Blog aufgezeichnet:
Frankenstein in Hiroshima
Jörg Buttgereits Hörspiel FRANKENSTEIN IN HIROSHIMA läuft wieder im WDR-Radio.
Berlin. Ende des 2. Weltkrieges. Zu Forschungszwecken wird das unsterbliche, pochende Herz von Frankensteins Monster per U-Boot nach Hiroshima verschifft. Und dann fällt die Atombombe…
Sendetermin:
Dienstag den 16. Februar 2010, WDR 1 LIVE, 23:00 Uhr
Infos: http://joergbuttgereit.com/deutsch/hoerspiele/frankenstein-in-hiroshima/
Hörprobe: http://www.einslive.de/sendungen/plan_b/soundstories/2010/02/soundstories_100216.jsp
»We can add anous and it becomes magical«
Gentlemen Broncos (USA 2010, Jared Hess) (Berlinale Cubix)
mehr: im epd-Berlinale-Blog




