Es gibt ja noch den anderen Schir(r)macher

… den, der nicht aus privater Technophobie Kapital schlägt; den, der nicht Frank, sondern Wolfgang heißt, und der auf nahezu geniale Weise Technik und Philosophie zusammendenkt. Das lässt sich nicht zuletzt daran “hören“, wie er den Menschen zu den Medien ins Verhältnis setzt und wie er den braven Kittlerianer aus seiner selbstverschuldeten ewig-währenden Benjamin-Hörigkeit hinauskomplementiert:

 
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Retro-Gaming Teil 4: Strecken ohne Spannungsbogen – Rennspiele

Gerade in meinem FreiSpiel-Blog erschienen: Der vierte Teil der Retro-Spiel-Abend-Berichte. Dieses mal zu Rennspielen.

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Welt am Draht

Auf der Berlinale wird eine restaurierte Fassung von Fassbinders Cyberspace-Krimi “Welt am Draht” vorgestellt, der zeitgleich bei Kinowelt/Arthaus auf DVD erscheint. Ich habe die Doppel-DVD heute zur Besprechung bekommen, und empfehle Sie jedem SF- und Fassbinder-Fan:

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Wendepunkte

Am 24. Februar bin ich zu einer Podiumsdikussionen über “Wendepunkte im Horrorfilm” im Filmmuseum Ludwig in Köln eingeladen. Anlass ist mein Text in der Zeitschrift “Schnitt” (die die Veranstlatung zusammen mit der ifs organisiert) über den neuen Medien-Horror in “[REC]” und seine Wurzeln bei “Blair Witch Project”. Letzerer wird dort auch gezeigt und hinterher diskutiert. Hier die Ankündigung von der ifs:

»ifs-Begegnung« Schnitt: Wendepunkte
Themenschwerpunkt der aktuellen Schnitt-Ausgabe

Eine Veranstaltung des Filmmagazins Schnitt
und der ifs internationale filmschule köln

am Mittwoch, 24. Februar 2010
um 19 Uhr
Eintritt frei
Filmforum / Kino im Museum Ludwig
Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln

Auf der Leinwand:
»The Blair Witch Projekt«
(Regie: Daniel Myrick, Eduardo Sánchez, USA 1999, 81 Min., 35mm)

Im Anschluss findet ein Gespräch mit Stefan Höltgen statt.

Im Oktober 1994 verschwanden drei Studenten spurlos im Wald von Burkittsville, Maryland, während der Dreharbeiten zu ihrem Dokumentarfilm »Blair Witch Project«. Ein Jahr später fand man dieses Filmmaterial.
So zumindest verkündet der Vorspann zum Film. Die zuständige PR-Firma von »Blair Witch Project« wusste das virale Marketing damals geschickt zu nutzen, und es gelang ihr, einige Kinozuschauer davon zu überzeugen, der gezeigte Film sei tatsächlich dokumentarischer Natur. Dieser Mockumentary-Stil sollte sich als Wendepunkt im Genre des Horrorfilms herausstellen.
Filmdramaturgischen und -historischen Turning Points generell widmet sich die aktuelle Schnitt-Ausgabe. Hierin untersucht unter anderem der freie Autor und Publizist Stefan Höltgen, der sich auf den Horrorfilm spezialisiert hat, einen bedeutenden Wendepunkt dieses Genres, der mit »Blair Witch Project« seinen Anfang nahm und mit Filmen wie »Cloverfield« und »[Rec]« bis heute erfolgreiche Ausläufer produziert.
Wir zeigen »Blair Witch Project« nochmals in Köln auf großer Leinwand. Im Anschluss daran folgt ein Filmgespräch mit Stefan Höltgen, der im letzten Jahr mit einer Dissertation über Medien- und Gewaltdiskurse im authentischen Serienmörderfilm an der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität in Bonn promovierte.

Montage und Film

Just bin ich einem Call for Papers der Zeitschrift “montage/AV” gefolgt, die ein Themenheft zu “Montage und Film” planen. Ich biete einen Text über die Doppelbedeutung des Begriffs “Montage” an: als Motiv im Film und Technik des Films und versuche eine Homologie beider zu entwickeln … am Beispiel von meinem neuen Lieblingskurzfilm “Zoetrope” von Charlie Deaux. Übrigens auch komplett anzusehen bei YouTube:

Max Bense – zum 100. Geburtstag

Am 7. Februar 2010 wäre der Stuttgarter Philosoph und Wissenschaftstheoretiker Max Bense 100 Jahre alt geworden. Bense, der auf originelle Weise Mathematik, Informationstheorie und Kybernetik mit Semiotik und Ästhetik verband, kann eine Avantgardeposition in der deutschen und europäischen Nachkriegsmoderne beanspruchen. Als Vordenker des Computerzeitalters, als erster Theoretiker der Konkreten Poesie, als Inaugurator moderner Medientheorie und Technikphilosophie hat er zugleich Fragen nach der kulturellen Existenz des Menschen in unserer technologischen Welt aufgeworfen, deren Bedeutung wir wohl heute erst ermessen. Zwei Aspekte erscheinen hierbei zentral: zum einen seine Bewertung moderner Technikentwicklung jenseits traditioneller kulturkritischer Topoi, die eine innovative Engführung von Kunst und Technik bewirkte und die Ästhetik auf neue Grundlagen stellte. Zum anderen sein Humanismus, der die “Bewohnbarkeit der Welt” über eine Theorie technischer “Welterzeugung” ermöglichen wollte, die den Menschen in die Lage versetzt, sie lebenswert zu “programmieren”. Unter dem Titel “Weltprogrammierung” veranstalten das Internationale Zentrum für Kultur- und Technikphilosophie (IZKT) der Universität Stuttgart und die Landeshauptstadt Stuttgart ein zweitägiges wissenschaftliches Symposium. Es ist in ein vielfältiges, dem Wirken Benses gewidmetes Rahmenprogramm integriert.

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»hack your own brain«

Johnny Mnemonic (USA 1995, Robert Longo) (DVD)

Was William Gibson da aus seiner eigenen Kurzgeschichte gebastelt hat, ist nicht weniger als ein Steinbruch an Ideen, aus dem sich Science-Fiction-Filme bis heute ihre Motiv-Brocken abholen: In der zukünftigen Welt werden Daten verschlüsselt auf bio-technisch veränderte Gehirne übertragen und kodiert. Die Kuriere dieser Daten tragen die Informationen, ohne deren Inhalt zu kennen, mit sich herum und bringen sie ans Ziel. Johnny hat sich für einen besonders lukrativen Auftrag überladen: Obwohl sein Gehirn lediglich 80 GB Kapazität besitzt, die mit einem “RAM-Doubler” schon auf 160 GB erhöht hat. Die Daten, die er aufnehmen soll – medizinische Informationen, die eine weltweite Seuche stoppen – benötigen allerdings 320 GB. Da steht ein Overload ins Haus. Die Informationen beschädigen das Gehirn und müssen schnell entfernt werden – auch, weil mehrere sehr aggressive Parteien hinter den Infos her sind und im wahrsten Sinne des Wortes Johnnys Kopf wollen …

“Johnny Mnemonic” ist als Spielfilm kaum zu ertragen: Ein zu viel an Informationen, Ideen und Plot-Fragmenten; Figuren, die nur kurz auftauchen und dann wieder verschwinden und ein Erzähltempo, das selbst für einen Science-Fiction-Actionfilm beeindruckend ist. Man hat förmlich den Eindruck, Gibson habe die 1981 (zum Entstehenszeitpunkt der Geschichte) sehr luziden Ideen von Netz-Gesellschaft, Bionik und anderem noch einmal auf den neuesten Stand bringen wollen und pünktlich zur Popularisierung des Internets Mitte der 1990er Jahre mit dem Drehbuch ein Update seines Stoffs vorlegen wollen. Wie sich bzw. seinen Zuschauern “Johnny Mnemonic” das Internet vorstellt, ist allerdings bemerkenswert “90s”:

Von “Lawnmower Man” über “Ghost in the Machine” bis “Nirvana” sind solche Darstellungen des virtuellen Raums für den Cyberspace-Film typisch geworden. Sie gehen zurück auf das Motiv der “Computerwelt als Stadt”, wie es in “Tron” inauguriert wurde und auch im Vorspann von “Johnny Mnemonic” herbei zitiert wird. Weil sich die Internet-Technologie mittlerweile eher als eine soziale als eine technische Utopie darstellt, lässt solche Filme auf eigenartige Weise altmodisch erscheinen. Zeitgemäßere Netzwelt-Dystopien finden sich da eher in “Gamer” oder “Surrogates” – so gesehen war Fassbinder mit “Welt am Draht” bzw. Galouye mit “Simulacron-3″ hellsichtiger als Gibson. Die zwei divergierenden Prognosen über die Entwicklung des Cyberspace wären in jedem Fall näher zu beleuchten.

»Mortal Kombat« Doku über “Killerspiele”

via: GameStar

The Robot’s Rebellion

Ein bisschen Verschwörungstheorie gefällig?

Wer kontrolliert wirklich die Welt und das tägliche Leben der Menschheit? Wer steht hinter der Manipulation des Weltwirtschaftssystems, der Zerstörung der Umwelt und der zynischen Versorgung der Jugend mit Drogen? Wer ist Schuld an der Unterdrückung von geistigem Wissen und der Planung von Kriegen und Konflikten überall auf dem Globus?
Gibt es eine großangelegte Verheimlichung der Aktivitäten von UFOs und Außerirdischen auf der Erde? David Icke hat die Antworten. Und in “Die Rebellion der Roboter” scheut er sich nicht, den Finger darauf zu richten…

(Quelle: http://doku.cc/2007/01/28/david-icke-die-rebellion-der-roboter/)

Mysterious Dr. Satan

Ein recht früher Roboter-Film von 1940:

»Let go of the tangible mass of your mind«

Zoetrope (USA 1999, Chalrie Deaux) (DVD)

  • Lesezeichen

  • Der Mensch als Industriepalast
    Auf Telepolis weist Ulrich Kühne heute auf das Werk Fritz Kahns hin.

  • Medienrevolution
    Über die Abschaffung der Zensur in Frankreich Ende des 18. Jahrhunderts – auf SpOn.

  • „Elektronische Hirne“
    Zur literarischen Genese des Androiden (Ringvorlesung Duisburg Sommersemester 1997) von Gunter E. Grimm – als PDF-Dokument.

  • Phänomenologie des Androiden
    Eine Dissertation von Min-Chor Wi (2006) als PDF ladbar.

  • Alle reden von Roxxxy
    wie man hier und hier sehen kann.

  • Linkdump

  • Historische Anthropologie
    zum Downloaden als PDF gibt es an der FU Berlin. Und zwar etliche vergriffene Sammelbände von Dietmar Kamper und Christoph Wulff. (via philosophus)

  • Computerphilologie
    … nannte sich das zuerst an der Uni München, dann an der TU Darmstadt. Dort wird seit 10 Jahre ein Jahrbuch herausgegeben. Die Artikel sind sämtlichst online abrufbar.

  • Computer History Org
    Ganz tolle Webseite eines Computermuseums im Silicon Valley. (Und erst die Resources!)

  • Nixi
    Heute habe ich eine “neuen” Taschenrechner bekommen. Leider “nur” mit LED. Beim Surfen bin ich auf diese tolle Nixi-Tube-Seite gestoßen.

  • I, Robot
    Eine Geschichte der Industrieroboter, eine der anderen Roboter und eine der Filmroboter habe ich gefunden.