R.U.R.e

Von Thomas bekomme ich gerade den Hinweis auf eine mir bislang unbekannte Adaption von Capeks “R.U.R.” (Rossum’s Universal Robot) – dem Werk auf das der Begriff “Roboter” zurückgeht. Gut, unbekannt sind mir bislang alle filmischen Adaptionen des Stoffs, aber von dieser wusste ich nicht einmal, dass sie überhaupt existiert: Aleksandr Andriyevskys “Gibel sensatsii” (Гибель сенсации  übers.: “Verlust der Empfindung”, UdSSR 1935). Auf YouTube gibt es ein paar Ausschnitts des Films zu bewundern:

(via Thomas@Facebook, via antiterra, via Helgas galaktische Funkbude)

Wernher von Braun und Die Frau im Mond

Claudio Biedermann hat mich gestern auf Facebook auf einen kurzen Dokumentarfilm aufmerksam gemacht, in welchem Fritz Langs “Die Frau im Mond” (D 1929) als erster wissenschaftlicher Science-Fiction-Film diskutiert wird und die Überlegungen Langs und insbesondere des Raketenpioniers Hermann Oberth, der schon vor Langs Film die Idee zu einer mehrstufigen Flüssigkeits-angetriebenen Rakete hatte, vorgestellt werden: Anlässlich einer PR-Aktion zum Filmstart sollte eine erste Rakete dieser Bauart abgeschossen werden – bei den Vorbereitungen war der damalige Gymnasisast Wernher von Braun anwesend, der später maßgeblich am Bau einer solchen Rakete mitgewirkt hatte Ein sehr schönes Beispiel für die gegenseitige Beeinflussung von Science Fiction und Technikentwicklung, wie ich meine. Der Film exemplifiziert dies, indem er Bilder aus Langs Film mit denen der “Saturn-V“-Mission aneinander schneidet.

Hier der komplette Dokumentarfilm:

Frau im Mond The first Scientific Science-Fiction Film from zazie on Vimeo.

Splatting Image 81

Schon vor ein paar Tagen war die neue Ausgabe der “Splatting Image” im Briefkasten, in der ich auch mal wieder einen Text hatte – und zwar die Ausarbeitung meines Vortrags vom letztjährigen PornFilmFestival: “The Extensions of Wo/Men: Maschinen und Roboter im Pornofilm”. Ich hatte erst geplant, den Text aufgrund neu gewonnener Erkenntnisse noch einmal zu überarbeiten, mich dann aber dagegen und für die ursprüngliche Version entschieden, gerade weil darin der Vortrag sozusagen noch einmal reanimiert wird.

Darüber hinaus gibt es im Heft eine Kritik zu “Book of Eli” von mir, der mir ja erst auf den zweiten Blick sehr gut gefallen hat, weil ich zuerst auf die scheinbar christliche Message des Films hereingefallen war.

»Es ist besser eine Maschine zu sein als gar nichts.«

Testflug zum Saturn (Test pilota Pirx’a, Pol/UdSSR 1978, Marek Piestrak) (DVD)

Meine Kritik bei Telepolis

… und ein Hinweis auf die Texte Stanislaws Lem bei Telepolis.

Evolution von Strukturen

Am 2. Februar habe ich das Forum “Evolution von Strukturen” der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) besucht, in dem Wissenschaftler aus verschiedenen Natur- und Sozialwissenschaften die evolutionären Strukturen ihrer eigenen Disziplin diskutierten.

Dabei gab es solche, die die Adaption von Darwins Theorie in ihrer Wissenschaft als evident und sehr fruchtbar ansahen, und solche, die sich – auf die intellektuelle Leistung des Menschen insistierend – gegen eine allzu weitreichende Homologie verwahrten. Die Vorträge sind nun als Videos in der Mediathek der BBAW anzusehen.

Besonders die des Mathematikers Martin Grötschel (ein Gegner der Leitthese) und des Psychologen Gerd Gigerenzer (einer seiner vorsichtigen Befürworter) möchte ich an dieser Stelle empfehlen.

Neben der “Evolution von Strukturen” finden sich in der Mediathek der BBAW auch schon Videos zum gestern stattgefundenen und überaus gut besuchten Forum “Evolution der Kongnition: Denkende Tiere“. Es steht zu hoffen, dass weitere – etwa zur Tagung “Entwickelt sich Technik evolutionär?“, auf der eine sehr spannende Kontroverse diskutiert wurde – ebenfalls in die Mediathek eingepflegt werden.

Kunst kommt von Künstlich

Die Welt berichtet vom “metallenen Entertainer” RoboThespian, der im Wolfsburger Science Center Phaeno steht, Gedichte rezitiert und seine Sangeskünste vorführt. Wer es nicht bis nach Wolfsburg schafft, kann ihn sich auf YouTube ansehen:

TRON Legacy

Der Trailer ist online – in HiRes:

weiter lesen →

Wenn die Nacht am tiefsten ist …

Cargo (CH 2009, Ivan Engler & Ralph Etter) (DVD)

Sei es nun Pandora oder die Axiom oder Rhea – im jüngeren dystopischen Film wird es auf der Erde ungemütlich und fremde Welten oder, falls diese nicht zu finden sind, Raumschiffe müssen der Menscheit als Zwischenwohnraum herhalten, bis es mit dem Heimatplaneten wieder aufwärts geht, das heißt, bis die Natur sich wieder erholt hat und das tut sie in den meisten filmischen Fällen. Hinter diesen Fluchtpunkt-Fantasien steckt immer auch ein Heilswunsch und die Hoffnung, dass es – obwohl der Prozess der Naturzerstörung nicht mehr umkehrbar ist – einen Neuanfang geben könnte. Bleiben die Menschen auf der Erde, wie in “Book of Eli” oder in Form puppengewordener Menschlichkeit in “9″, dann liegt die Hoffnung in einer neuen Metaphysik. Der schweizerische Science-Fiction-Film “Cargo” bündelt etliche dieser Motive und holt sie quasi “zurück nach Europa”.

mehr: F.LM

Welcome to the Machine!

9 (USA 2009, Shane Acker) (Cinemaxx)

Erst habe ich mich noch gefragt, ob die Produzenten von “9″ wohl Probleme mit den Rechteinhabern der Sackboy-Figur aus “Little Big Planet” bekommen haben könnten; als ich dann allerdings gesehen habe, dass das Konzept und die Figur dieses exzellenten postapokalyptischen CGI-Films auf einen schon 2005 veröffentlichten Kurzfilm zurückgeht, hat sich die Frage eher umgedreht. Der ursprüngliche “9″-Kurzfilm ist übrigens auf YouTube zu bewundern:

Jarre Live

Gestern Abend war es so weit: In der Berliner Max-Schmeling-Halle trat der Electronic-Music-Pionier Jean-Michel Jarre auf. Jarre hatte der elektronischen Musik Ende der 70er Jahre zu bis dahin ungekannter Popularität verholfen. War ausschließlich mit Synthesizern, Drum-Computern und Samplern erstellte Musik bis dahin vor allem einem „Fachpublikum“ bekannt (das entweder in der Tradition der Musique Conrète oder des Krautrock stand), so zog Jarre mit seinen überaus eingängigen Melodien die Hörer von Pop-Musik an und erreichte damit eine Wirkung, die zeitgleich nur die Band „Kraftwerk“ für sich verbuchen konnte.

Mehr: RETRO

Rihanna und die Roboter

Gestern Abend beim Zappen durchs Programm bewundert: Rihanna verführt zwei Riesen-Roboter (und ich frage mich, wie viel “Mann” wohl in diesen Maschinen steckt):

Do Robots Dream of Android Cell Phones?

Um mal ein bisschen Werbung für die Tätigkeit eines Freundes zu machen, hier ein Video, das im Umfeld der letztjährigen “Droidcom” entstanden ist:

Der Roboter wird mit einem Handy, auf dem Googles Betriebssystem “Android” läuft, gesteuert. Nicht auszudenken, wie es sein wird, wenn irgendwann Googles “Nexus One” in ihn eingebaut wird! Dann wäre er wahrscheinlich nur noch durch komplizierte Tests von anderen Robotern zu unterscheiden!

Missing Link

Künftig werde ich mich bei Telepolis häufiger wissenschaftsjournalistisch betätigen und zum Gebiet Astronomie/Astrophysik/Kosmologie Beiträge beisteuern. Den Auftakt macht ein kurzer Text über ein Nature-Paper, in dem die Entdeckung eines sehr alten Sterns Hinweise auf die Entstehung unserer Galaxie gibt.

Mehr: Telepolis

Der In-1000-Tagen-Mann

Die Nasa will einen Roboter auf Raumfahrt schicken, wie ich gerade beim Schweizer “Blick” lese. Bemerkenswert ist, dass das Projekt schon ein Werbevideo hat und dieses an optimistischer RoboFiction nur schwer zu toppen ist:

  • Lesezeichen

  • Reinlesen
    Wie ich gerade sehe, hat der Schüren-Verlag eine Leseprobe meines in Kürze erscheinenden Buches “Schnittstellen” bei Libreka veröffentlicht.

  • Grausamst
    Bei Spiegel Onlines “Historische Kriminalfälle” steht heute der Serienmörder John Wayne Gacy auf dem Programm und wird zum grausamsten Serienkiller der USA ernannt. Na, wenn er da mal keinen Ärger mit Fish oder Bundy bekommt! Außerdem erfährt man, dass Rosalynn Carter mit Lynden B. Johnson verheiratet war und sich später in Laurynn umtaufen ließ.

  • Medienobservationen
    Melanie Atzesberger: Dirty Harry oder Das Gesetz der Serie in Dexter

  • Professor Roboter
    … unter diesem charmanten Titel berichtet der Tagesspiegel heute von einer Schenkung hunderter Spielzeugroboter an das Berliner Technik-Museum. Ich bin gespannt, wann sie in die Ausstellungen gelangen.

  • Rabbit Eye
    Heute habe ich per E-Mail einen Hinweis auf ein neues Online-Filmmagazin mit dem Titel “Rabbit Eye – Zeitschrift für Filmforschung” bekommen, den ich hier gern weiter gebe.

  • Linkdump

  • Image Online
    47 Jahrgänge der Zeitschrift für Fotografie und Film online. (via Thomas@Facebook)

  • Historische Anthropologie
    zum Downloaden als PDF gibt es an der FU Berlin. Und zwar etliche vergriffene Sammelbände von Dietmar Kamper und Christoph Wulff. (via philosophus)

  • Computerphilologie
    … nannte sich das zuerst an der Uni München, dann an der TU Darmstadt. Dort wird seit 10 Jahre ein Jahrbuch herausgegeben. Die Artikel sind sämtlichst online abrufbar.

  • Computer History Org
    Ganz tolle Webseite eines Computermuseums im Silicon Valley. (Und erst die Resources!)

  • Nixi
    Heute habe ich eine “neuen” Taschenrechner bekommen. Leider “nur” mit LED. Beim Surfen bin ich auf diese tolle Nixi-Tube-Seite gestoßen.