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SAVE “GAME”,8,1

Am 22. April findet der von der Arbeitsgruppe “Langzeitarchivierung” der Gesellschaft für Informatik initiierte Workshop “Save Game – Legal Challanges in Game Preservation”, bei dem die Medienwissenschaft Gastgeberin ist, bei und im Medientheater statt. Ich halte dort einen Vortag über Probleme und Möglichkeiten der Code- und Hardware-nahen Forschung an historischen Computerspielen.

Der Workshop ist öffentlich. Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung:

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Wer hat’s gemacht?

Hat Intel oder Texas Instruments den Mikroprozessor erfunden? Zur Klärung dieses Streits kam es zu einem Gerichtsprozess. Texas Instruments hatte im Zuge dessen ein System rund um den 1971 entstandenen TMX-1795 8-Bit-Prozessor aufgebaut. Computer History hat nun ein Demonstrationsvideo aus dem Jahre 1993 bei YouTube hochgeladen, in dem dieses System vorgeführt wird

So finster der Tag

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3D Pixels

Weitere Infos …

N64 (ZX Spectrum)

Auf der Webseite Retro Collect findet sich eine Nachricht über eine interessante Entdeckung: Im N64-Spiel “Goldeneye” ist ein vollwertiger ZX-Spectrum-Emulator für die Konsole enthalten. Dieser wurde offenbar vom Entwickler des Spiels zeitgleich programmiert und im Sourcecode belassen. Dort haben ihn jetzt Hacker entdeckt und gezielt aufgerufen, wie man im YouTube-Video sieht:

Dots und Pixel

Gestern hat SWR2 ein kleines Interview mit mir zur Frage, wie der Punkt ins Internet kam, veröffentlicht. Die Interview-Passage ist eingebettet in einen Beitrag zum Thema “Pixel und Punkte” und kann online nachgehört werden.

Neue 4- und 8-Bit-Zugänge

Gestern und heute kamen zwei Neuzugänge für die Sammlung im Signallabor. Zunächst ein gut erhaltener Sinclair ZX Spectrum 48k mit Joystick-Adapter, Ersatznetzteil und Dokumentation:

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Auf dem kleinen Papierbogen unten rechts befinden sich BASIC-Programme zur Abfrage des Joystick-Adapters. Viel interessanter ist allerdings die Rückseite:

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Wir haben es hier mit dem stumb eines kleinen BASIC-Spiels zu tun. Offensichtlich der Anfang eines Schießspiels (die gestrichenen Zeilen 300 bis 330 verraten, dass hier Eingaben für Richthöhe und Mündungsgeschwindigkeit). Wann das Programm entstanden ist, ob es fertig wurde und andere Informationen erfrage ich derzeit vom Autor und erwäge natürlich die Aufnahme ich die geplante Publikation zu den “Papiermaschinen”.

Der zweite Neuzugang ist das Handheld “Microvision” von MB. Dabei handelt es sich um das erste tragbare Computerspiel mit auswechselbaren Spielmodulen. Diese Module enthielten jedoch wesentlich mehr als nur die Software auf dem ROM-Chip. Sie brachten ebenfalls eine Tastatur und Bildschirmfolie mit. Im Inneren des “Microvision” arbeitet ein 4-Bit-Microcontroller von Texas Instruments (ein TMS-1100-Derivat) als Spezialanfertigung für MB.

Die Platine der "Microvision"

Die Platine der “Microvision”

SCU S0488 ... ein 4-Bit-TMS-1000-Microcontroller

SCU S0488 … ein 4-Bit-TMS-1100-Microcontroller

Die "nackte" Microvision (rechts) und ein Modul (links)

Die “nackte” Microvision (rechts) und ein Modul (links)

Das Modul zum Spiel "Blocbuster"

Das Modul zum Spiel “Blocbuster”

"Blockbuster"-Modul ohne Platine

“Blockbuster”-Modul ohne Platine

Platine des "Blockbuster"-Moduls mit ROM-Chip

Platine des “Blockbuster”-Moduls mit ROM-Chip

 

Games, Game Design und Game Studies

Heute zur Rezension eingetroffen:

Gundolf S. Freyermuth
Games, Game Design, Game Studies. Eine Einführung.
(Edition Medienwissenschaft)
Bielefeld: Transcript 2015.
277 Seiten (Paperback), 17,99 Euro

Info | Amazon

Dass Freyermuths Buch in der Reihe “Medienwissenschaft” erscheint, ist erfreulich; dass meine Arbeit auf dem Gebiet mit einer Rezension zu einem belanglosen Spiel zitiert wird, erstaunt mich.

»Das nenne ich Logik! Über Argumentation zur Absolutheit!«

Ich bereite gerade mein BA-Seminar zur “Logik für Medienwissenschaftler” vor. Solche Beispiele sind mir natürlich die liebsten:

VCFB 2015 – Call for Participation

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Auf dem ersten Planungstreffen wurden Termine und Inhalte verabredet. Seit gestern ist nun der Call for Participation für das “Vintage Computing Festival 2015“, das am ersten Oktoberwochenende im Pergamon-Palais (Georgenstraße 47, Berlin-Mitte) stattfinden wird, lanciert. Es ist wieder Platz für Dutzende Aussteller alter Computer, Software und Peripherie. Das Thema der Sonderausstellung sind dieses mal Analogcomputer. Neben den üblichen Vorträgen,  Veranstaltungen und Workshops wird es dieses Jahr im Medientheater eine Kurztagung zum 50. Geburtstag der Timesharing-Betriebssysteme geben, für die ebenfalls gerade ein Call for Papers veröffentlicht wurde.

Die Berechnung der Welt

In der Ausgabe 3/2015 von “Literaturkritik” ist meine Rezension zu Klaus Mainzers aktuellem Buch “Die Berechnung der Welt” erschienen. Ich hatte das Buch im Rahmen meines Seminars zu zellulären Automaten bestellt und gelesen; dahingehend ist auch meine Rezension ausgerichtet.

A Day at the Spaces

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Gestern Nachmittag habe ich mit Elias einen Ausflug zur Wilhelm-Förster-Sternwarte und dem Zeiss-Planetarium am Insulaner unternommen. Das Planetarium bietet am Wochenende Programme für Kinder unterschiedlichen Alters. Ausgewählt habe ich das Märchen “Die Rettung der Sternenfee Mira” (für Kinder ab 4 Jahren) und “Die Entdeckung des Weltalls” (für Kinder ab 7 Jahren) im Planetarium. Zwischen den Programmen ging es hinauf zur Sternwarte, die bei gutem Wetter einen Blick auf Himmelsobjekte am Tag (Venus, Mond, Sonne) bieten sollte.

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Dong-KI-Kong

“Wired” berichtet über einen Fachartikel aus “Nature“, in dem eine neue KI-Anwendung vorgestellt wir: Ein Computersystem, das allein aufgrund der Ausgaben klassischer Computerspiele lernt, diese zu spielen. Getestet wurden dafür circa 50 Spiele von denen mehr als zwei Drittel durch die KI erfolgreicher gespielt wurden als durch menschliche Spieler. Ob es nun für oder gegen eines meiner Lieblingsspiele, “Montezuma’s Revenge”, spricht, dass dies von der KI nur sehr schlecht beherrscht wird, mag ich nicht bewerten. ERGÄNZUNG: Wie ich gerade sehe, habe ich gestern zu dem Thema ein Telefon-Interview mit der Süddeutschen Zeitung geführt. (Eigentlich hatte ich mit dem Autor telefoniert über die Frage, ob wir zu dem Thema einmal sprechen wollen und waren ins Erzählen gekommen. Die Interviewpassagen habe ich nicht freigegeben und übernehme für deren Richtigkeit keine Gewähr. )

Key Mashing

Ein erfrischen vieltoniges Steuerungskonzept:

To touch & to shoot

Touchscreen-Technologie der frühen 1980er und ihre Anwendung für sehende Fernlenkwaffen:

Mac Gamer

Im CSW-Verlag, der auch die RETRO herausgibt, ist soeben ein neues Print-Magazin angekündigt worden, das sich mit Spielen für Mac beschäftigt. Neben aktuellen Titeln sollen – so verspricht es der Untertitel des Magazins – auch Retrospiele für Macintosh-Rechner eine Rolle spielen. Ob der Fokus auch auf Apple I, II, III und Lisa erweitert ist/wird, kann ich nicht sagen. Ich habe mir jedenfalls mal ein Exemplar bestellt und bin sehr gespannt …

Call for Application: »Time After Time«

Humboldt-Universität zu Berlin
Fachgebiet Medienwissenschaft
Prof. Dr. Wolfgang Ernst // Dr. Stefan Höltgen
»Vintage Computing Festival Berlin 2015«

Call for Applications

Time After Time
50 Jahre Time-Sharing

3.10.2015

Nach etwa zehn Jahren Forschung und Entwicklung wird im Jahr 1965 mit dem Dartmouth-Time-Sharing-System (DTSS) das erste kommerzielle Time-Sharing-Betriebssystem veröffentlicht. Dies stellt nicht nur einen wichtigen Schritt zur Ökonomisierung von Computerarbeitszeit dar, weil nun mehrere Nutzer “gleichzeitig” über Terminals an einem Rechner arbeiten können, sondern führt zugleich auch zahlreiche Technologien zusammen, ohne die solch ein System nicht funktionieren könnte. Angefangen bei der Verwendung von Interrupts über die Entwicklung funktionsangemessener Speicher- und Dateiverwaltungskonzepte bis hin zu neuartigen Schnittstellen (wie der IEEE-488) zur Anbindung von Peripherien an Time-Sharing-Systeme. Software, die auf Time-Sharing-Systemen läuft, muss sich – ebenso wie die angeschlossene Hardware – dem temporalen Regime des Betriebssystems “unterwerfen”.

Mit Time-Sharing-Systemen beginnt aber auch das Zeitalter, in dem der Computer für Anwender und Programmierer “unsichtbar” wird. Denn zusätzlich zur kurz darauf folgenden Miniaturisierung (Gordon E. Moore formuliert sein berühmtes Gesetz ebenfalls 1965) kommt nun auch die mögliche Distanzierung des Rechners von seinen Peripherien. Als Folge aus der Time-Sharing-Entwicklung  entstehen Rechner, die weitab von ihren Terminals in Rechenzentren verschwinden. Dieses Verschwinden der “hulking giants” ermöglicht es dem Computer in die zivile Öffentlichkeit einzudringen. Doch dies macht auch eine “Gängelung” des Nutzers nötig, um Daten und Stabilität zu schützen. Eine Provokation, aus der bereits in den frühen 1960er-Jahren die Hacker-Kultur emergiert. Die Implikationen des Time Sharing sind also gleichsam technisch, sozial und epistemologisch brisant.

Auf der Kurztagung “Time After Time” während des Vintage Computing Festivals Berlin 2015 soll anlässlich dieses Jubiläums das Verhältnis von Computern, Betriebssystemen und elektronischer Zeitverwaltung resümiert und diskutiert werden. Hierzu sollen Computerhistoriker, Informatiker, Medienwissenschaftler und andere einen technisch informierten Blick auf das Engverhältnis von Zeit und Computer aus philosophischer und archäologischer Perspektive werfen.

Reichen Sie Ihr Abstract für einen Vortrag von ca. 45 Minuten Länge nebst einer kurzen Biografie bis zum 30.07.2015 bei stefan.hoeltgen@vcfb.de ein.

“Time After Time”
Kurztagung auf dem Vintage Computing Festival Berlin 2015
Oktober 2015, 10-18 Uhr
Humboldt-Universität zu Berlin
Pergamon-Palais, Raum 0.01 (Medientheater)

Medijska arheologija

Der slownische Fernsehsender RTV hatte im Oktober vergangenen Jahres ein Team bei uns am Fachgebiet, um einen Dokumentarfilm über das Thema “Medienarchäologie” zu produzieren. Zeitgleich fand das Vintage Computing Festival Berlin statt, so dass auch von dort Impressionen in den Film gelangt sind, der jetzt online zu sehen ist.

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Schweinemast und Schweinefutter und Pornofilme und Spamfilter

Wie gut, dass ich seit mehr als einem Jahrzehnt einen effektiven Spamfilter benutze. Sonst unterliefen solche Angebote sicherlich meine Aufmerksamkeitsschwelle:

Schweinemast

Medien ∩ Wissenschaften

Gestern habe ich die erfreuliche Nachricht bekommen, dass die Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät der Humboldt-Universität meinen Finanzantrag in voller Höhe bewilligt hat, so dass ich am 17. und 18. April einen international besetzte interdisziplinären Workshop unter dem Titel “Medien ∩ Wissenschaften” durchführen kann. Ziel ist es, die wichtigsten Hilfswissenschaften der Medienwissenschaft an einen Tisch zu bekommen, um zu erörtern, welche Schnittmengen zwischen ihnen und unserer Disziplin bestehen. Die Frage, “Wie verhandelt die Logik, Mathematik, Physik, Elektronik, Informatik, Kybernetik und Informationstheorie den Gegenstand Medien?” soll schließlich auf die Konzipierung eines Lehrbuchs für die Medienwissenschaft hinauslaufen, aus dem Studierende derselben (aber auch Interessierte anderer Disziplinen) die notwendigen Kenntnisse der jeweiligen Gebiete erwerben können, um einen technisch informierten Medienbegriff zu verwenden.

Der Workshop ist offen für interessierte Respondenten (insbesondere aus den angesprochenen Disziplinen). Ich bitte jedoch um vorherige Anmeldung per E-Mail.

Medienwissenschaften