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Heute ist auf Paidia meine Rezension zum Sammelband „Game Studies“ erschienen. Den Text hatte ich schon im vergangenen Jahr fertiggestellt, von der Redaktion der (ursprünglichen) Redaktion keine Resonanz bekommen. Die Lektüre des Buches hat die Idee zu meiner ab nächste Woche startenden Vorlesung „Game Science“ aufkommen lassen. Dort werde ich einige der im Text angesprochenen Fragen und Probleme diskutieren.
Dann müsste ein solcher Band um Kapitel zur Elektronik, zur Mathematik und Logik sowie vor allem zur Informatik und zum Design von Computerspielen ergänzt werden. Dass diese Disziplinen noch nicht als separat wahrnehmbare Stimmen im Kanon der Game Studies ‚mitsingen‘, hat im Prinzip denselben Grund wie das Ignorieren von Computerspielen als Forschungs- und Lehrgegenstand innerhalb dieser MINT-Fächer selbst. Sie stellen dort bislang lediglich einen Sonderfall von Software, Hardware oder einen spezifischen Anwendungsfall formalwissenschaftlicher Erkenntnisse dar. In welcher Weise Computerspiele aber in der Lage wären diese Fächer um einen didaktisch fruchtbaren Gegenstand zu erweitern (als Gamification in einem erweiterten Verständnis!) und als Wissensobjekte neue Perspektiven auf die Genealogie von Algorithmen, Techniken und formalen Sprachen zu geben, müsste und sollte erforscht werden. Die Game Studies könnten dann um eine ‚Game Science‘ ergänzt werden. Methoden und Elemente technik-, natur- und formalwissenschaftlicher Disziplinen könnten die Analyse von Computerspielen bereichern, jenseits eines bloß „fröhlichen Positivismus” (Foucault), indem sie epistemologisch flexibilisiert werden.



