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Wie vor ein paar Tagen verkündet wurde, hat Disney, der im vergangenen Jahr groß bei George Lucas einkaufen war, nun dessen Software-Schmiede „LucasArts“ geschlossen. Den meisten ist „LucasArts“ durch Spiele wie „Zack McKracken“, „Manic Mansion“ oder „Indiana Jones“ bekannt. Allesamt Spiele, die ich in meinem „toten Jahrzehnt“ versäumt habe.
Umso mehr habe ich die vorherigen Titel geliebt: In den 80ern veröffentlichte „Lucasfilm Games“ (wie das Studio damals noch hieß) vier Spiele mit wahrhaft revolutionären Software-Technologien: „Rescue on Fractalus“, „The Eidolon“, „Koronis Rift“ und „Ballbalzer“. Letzeres eines der ersten 3D-Splitscreen-Spiele, das man zu zweit spielen konnte; die ersten drei Science-Fiction-/Fantasie-Actionspiele, welche mit in Echtzeit animierten Fraktal-3D-Grafiken Spielräume von unglaublicher Suggestionskraft erschufen.
In gewisser Hinsicht ist mein Wiedereinstieg in die Computerwelt diesen vier Spielen zu verdanken gewesen – habe ich mich doch schon gegen Ende meines Germanistikstudiums (1999) mit Materialrecherchen zur Fraktalgrafik-Erzeugung beschäftigt, weil ich unbedingt einmal etwas über die Ästhetik diese Spiele schreiben wollte. Das Material habe ich dann 2010 für einen RETRO-Artikel ergänzt und diesen Artikel auch in meinem Filmmagazin F.LM online veröffentlicht.
Als kleines Dankeschön an „LucasArts“ bzw. „Lucasfilm Games“ und sozusagen mein persönliches Moritat auf die Softwareschmiede, hier noch einmal der Link zu meinem Text:
http://www.f-lm.de/2011/02/15/load-%E2%80%9Ereality%E2%80%9C81/



