FFF 2006: Vierter Tag

Gruesome (USA 2006, Joshua Crook & Jeffrey Crook)
Adrift – Open Water 2 (D(USA 2006, Hans Horn)

Gruesome (USA 2006, Joshua Crook & Jeffrey Crook)

Unentschlossenes Innerspace-Drama über ein immer und immer wwieder von einem Serienmörder ermordetes Mädchen, das sich dann als noch unentschlossenerer katholizistischer Höllenkäse entpuppt. Der Zuschauer wird von Beginn an geschont und muss sich weder fürchten noch fürchten nachdenken zu müssen, weil jedes Traumfragment völlig beliebig an das vorhergehende drangehängt wird.

Adrift – Open Water 2 (D(USA 2006, Hans Horn)

Ein Film, der funktioniert, weil er nicht funktioniert und seinen Zuschauer damit in Rage versetzt. Interessant: Was wäre, wenn man sich nicht über das Fehlverhalten der Charaktere aufregen würde. Könnte der Thriller dann überhaupt noch funktionieren?

Über Stefan Höltgen

siehe: http://about.me/hoeltgen
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4 Kommentare zu FFF 2006: Vierter Tag

  1. EvaS sagt:

    Zunächst mal danke: mit deinen Kurzkritiken habe ich jetzt einen guten Überblick, was ich mir in der nächsten Zeit anschauen möchte. 🙂

    Zu „Gruesome“: du hast sicher recht, dass die Mord-Sequenzen ziemlich beliebig aneinandergereiht sind. Aber für mich war darin doch eine Art „Alptraumlogik“ zu erkennen, die überhaupt nicht rationalisierbar und daher um so verstörender ist. Das Gehirn des Zuschauers wird sozusagen entlastet, um die Emotionen freizuschalten. 🙂

  2. Stefan sagt:

    In Kürze erscheinen dann auch noch zu allen von mir gesehenen Filmen richtige (Lang)Kritiken bei F.LM. Ich muss die geschriebenen Texte nur erst mal fertig editieren.

    (Alptarum)Logik und Beleibigkeit schließen sich meines Erachtens einander aus. Die Logik eines Traumes operiert ja mit symbolischen Variablen, die sich im Prozess der Traumdeutung interpretieren ließen. Davon habe ich aber – außer dem vordringlichen Moment der Wiederholung – keine finden können, sondern eben nur eine beliebige Reihung von Szenen.

    Die Beliebigkeit hat bei mir vielmehr dazu geführt, dass mich weder interessiert hat, wie es weitergeht (dass ein „dickes Ende“ kommt, war ja schnell klar – da musste ich also nur drauf warten) noch hat mich die Story und das Dargestellte in irgend einer Weise berührt. Richtig sauer war ich dann über diese quasi-christliche Auflösung in der Höllenvision am Ende.

  3. EvaS sagt:

    Nun ich kann selber keine logische Erklärung geben, warum ich diesen Film mag. 🙂

    Es fällt mir gerade ein, dass um die Hölle komplett zu machen, sollte man eigentlich das Mädchen den Vorfall jedes Mal aufs Neue vergessen lassen. Ansonsten würde sie sich ja zu schnell daran gewöhnen. 🙂

  4. Stefan sagt:

    Das wäre dann aber eine hinduistische Hölle. 😀

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