Die Tage danach

28 Weeks later (UK 2007, Juan Carlos Fresnadillo) (PV Off-Broadway Köln)

Eine regelrecht erschütternde Fortsetzung von Danny Boyles Vorgängerfilm. England soll, sechs Monate nachdem die Seuche „Rage“ ausgebrochen ist und das Land entvölkert hat, wieder besiedelt werden. Dazu trennt das US-Militär einen Stadtbezirk von London ab, baut darin eine kleine Infrastruktur auf, postiert auf jedem Hochhausdach Heckenschützen und überwacht jeden Winkel mit öffentlichen Kameras.

Dass die Seuche dennoch einen Schlupfwinkel in diesen Hochsicherheitstrakt findet, der sich quasi aus einer immer schon unmöglichen Verhinderung von Privatheit ergibt, macht die Kernaussage des Films aus. Die kritischen Aspekte des Vorgängers – vor allem am Militär und an der internationalen Seuchenpolitik – radikalisiert „28 Weeks later“ ins Extrem. Der Film verfügt zudem über eine mitreißende Rhythmisierung von ruhigen und sehr hektischen Sequenzen und ist mit einem der besten Soundtracks der letzten Jahre unterlegt.

Einziger Wermutstropfen ist der doch sehr stark an Standardsituationen des Horrorfilms angelehnte Schluss.

Eine Kritik bei telepolis.

Über Stefan Höltgen

siehe: http://about.me/hoeltgen
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