Commando

17.12.03: Commando (VHS)

So
muss ein guter Actionfilm sein: gar nicht erst versuchen, über
Sinn&Zweck hinwegzutäuschen und in medias res gehen: Arnold ist
Ex-Elitesoldat, seine Tochter wird entführt, er holt sie zurück …
klare Angelegenheit.

Schön war: Schwarzenegger steckte noch voll
in der Terminator-Rolle drin und gibt sich demensprechend
„minimalistisch“ (bzw. kann nicht schauspielern). Nur phrasenhafte
Sätze, trockener I-dunno-understand-the-punchline-Humor und keine, aber
auch gar keine emotionale Regung, die glaubhaft rüberkäme. Selbst als
er in seiner Verzweiflung eine Frau über die Entführung seiner Tochter
aufklärt und um Hilfe bittet ist seine einzig bemerkbare Reaktion:
Schwitzen!

Doch der Film hat eindeutig Niveau. Schwarzenegger
wusste damals offenbar schon um sein Image als „kaum denkender Muskel“
und setzt dies ironisch ein. So etwa bei folgener Szene, als er die
Frau – seine spätere Mitkämpferin – samt deren teurem Sportwagen
entführt:

Sie: „Hören Sie! Ich muss nachher dringend zu meinem Karatekurs für Fortgeschrittene!“
Er: „Sie werden pünktlich sein!“

Von
dieser Sorte bekommt man einiges in Commando zu hören. Ein echter
Kracher für gemeinsame Stunden mit intellektuellen Cineasten!!!

Über Stefan Höltgen

siehe: http://about.me/hoeltgen
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