Eating Raoul (USA 1982, Paul Bartel) (DVD)
Es ist eine fremde, seltsame Welt, die sich Regisseur-Hauptdarsteller Paul Bartel da ersonnen hat. Eine Welt voller sexueller Aggression, in der die beiden prüden Träumer Paul und Mary ihr Lebensglück in Form von Geld für die Eröffnung eines eigenen Restaurants suchen. Um das zu erreichen, machen sie sich die Geilheit der anderen zunutze, eröffnen ein S/M-Studio, empfangen dort reiche und verdrehte Kunden und erschlagen sie. Als sich Ihnen der windige Schlosser Raoul zugesellt, wächst die Beute in bis dahin ungekannte Höhen, denn Raoul verkauft die Leichen an eine Hundefutterfabrik und deren Autos an einen Gebrauchtwagenhändler. Immer grotesker werden die Gewalttaten, immer umfangreicher die Verbrechen. Als Raoul sich schließlich mit Mary einlässt, wird auch er Opfer des Systems und landet am Ende auf dem Teller der frisch gebackenen Restaurantbesitzer.

Jetzt habe ich den Schluss verraten, aber das hat der Titel des Films schon vor mir getan. Es ist schon verwunderlich, dass „Eating Raoul“ ausgerechnet so betitelt wurde, spielt das Raoul-Essen doch wirklich nur eine marginale Rolle und steht sozusagen als Plottwist (der durch den Titel schon vor Beginn des Film vorweggenommen wird) am Happy End des Films. Es ist ein fremder, seltsamer Film.



