07.05.04: Just for the Hoell of it (DVD)
Ach,
diese Jugend. Kaum ist sie nicht beschäftigt, hat sie nichts als
Flausen im Kopf. In „Just for the Hell of it“ machen 8 Teenager eine
Kleinstadt unsicher: Auf Parties randalieren sie und zerschlagen Möbel,
sie fahren im Cabrio durch die Straßen und bespritzen Passanten mit
Wasser, kleine Kinder nehmen sie aus dem Kinderwagen und stecken sie in
Mülltonnen und Kranken, Baseball spielende Jungs erleichtern sie um
ihre Keulen und Invaliden nehmen sie die Krücken weg.
Aber zum
Glück gibt es einen, Doug, der sich dem Treiben entgegenstellt. Damit
macht er sich bei den Marodierern natürlich nicht gerade beliebt.
Dextor, der Anführer der Gang, beschließt daher, Doug eine Lektion zu
erteilen: Er lässt seine Freundin vergewaltigen und töten. Das treibt
Doug zum Äußersten …
Die ungeheuerliche Scham- und
Sittenlosigkeit der Teens in Lewis‘ Film wirkt aus der Distanz mehr als
lächerlich. Mit Ausnahme von ein paar Handgreiflichkeiten und zum Ende
hin auch der einen oder anderen Vergewaltigung, glaubt man, es mit den
nicht mehr ganz so „kleinen Strolchen“ zu tun zu haben.
Die
Längen in dem Film sind nahezu unfassbar. Lewis‘ Kamerablick weidet
sich schier endlos an den Zerstörungsorgien, Tanzeinlagen und
Musikperformances. Überhaupt spielt Musik eine ganz wichtige Rolle beim
Vorzeigen der Jugendverwahrlosung. Zu sozial-ethischer Desorientierung
gehört auch wenigstens eine Schweineorgel und ein deliriöses
Schlagzeugsolo.
Ein bitteres Portrait der 1968-Outcasts …



