Der Dicke in Mexiko

15.06.2003: Der Dicke in Mexico (DVD)

Was sollte man denken, wenn man dieses Bild sieht:

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Nun,
vielleicht, dass es der Dicke dieses Mal nach Mexiko geschafft hat? Ist
aber nicht so. Buddy (hier schlicht: Dickie) ist auf der Flucht vor dem
Bruder seiner künftigen Ehefrau, der er die „Ehre“ geraubt hat und die
nun die „Ehe“ bekommen soll. Während der Reise wird ihm der kleine Chip
angedient, ein Junge, der in einer Stadt ein Haus nebst Brunnen geerbt
hat und da jetzt hin will aber allein nicht kann. Dickie bringt ihn hin
und ist sehr verwundert, wie scharf alle im Ort (sogar der angereiste
„Dreckfresser“!) auf Grund & Boden sind. Viel Geld wird geboten und
viel Gewalt angedroht, falls Dickie und Chip den Grundbesitz nicht
überschreiben. Aber Dickie und Chip lehnen ab und hauen zu und bleiben
Sieger auf (fast) ganzer Linie: Zwar muss Dickie die angebumste doch
noch heiraten, stellt dann aber fest, dass das Haus auf einer Öl-Quelle
steht. Damit sieht die Zukunft rosig aus (trotz „Wilder Westen“ fällt
das Wort „Tankstelle“).

„Der Dicke in Mexiko“ ist grundsolide
Handarbeit. Bud Spencer gibt dem Zuschauer, was dieser verlangt.
Etliche Handgreiflichkeiten wechseln sich mit zotigen Dialogen ab.
Dumme Sprüche („Hier riechts ja wie in Castorp-Brauxel!“) verleihen
tiefsinnigen Monologen voller Selbstzweifel („Was is’n das bloß für ne
Mecker-Else“) die notwendige Unernsthaftigkeit.

Dass bei alledem der Spaß nicht zu kurz kommt, muss nicht erwähnt werden. Wir raten ab!

Über Stefan Höltgen

siehe: http://about.me/hoeltgen
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