Via H-Soz-u-Kult habe ich gestern einen Konferenz-Hinweis zur o. g. Tagung an der Uni Jena bekommen. In der Ankündigung heißt es:
Die internationale Zeitgeschichtsforschung hat sich mit dem Übergang von der industriellen zur postindustriellen Gesellschaft bislang wenig befasst. Dies gilt auch für den Wandel der Wahrnehmung, Erzeugung und Nutzung von Energie, obwohl die Gegenwartsbedeutung von Energiefragen seit der Ölkrise von 1973 und den Wachstumskrisen der 1980er Jahre auf der Hand liegt. Darum wird im Mittelpunkt der Tagung die Frage stehen, wie sich die Auffassung von Energie seit den 1970er Jahren verändert und wie sich dies auf die Energiewirtschaft sowie den gesellschaftlichen Umgang mit Energie und der Innovation von Energieformen ausgewirkt hat.
Dem interdisziplinären Ansatz der Tagung entsprechend werden die skizzierten Problemlagen im Rahmen von drei Sektionen analysiert. In der ersten Sektion wird der Frage nachgegangen, wie sich in den letzten Jahrzehnten die politische und kulturelle Konzeption von „Elektrizität“ verändert hat. Eine zweite Schneise schlägt die Tagung, indem sie die Problematik der Erzeugung, Verbreitung und Nutzung von Elektrizität diskutiert. Die dritte Sektion wird sich der Frage widmen, welche Rückwirkung der Wandel der Energieform und namentlich der „Elektrizität“ auf das politische Gefüge der Bundesrepublik in den 1970er Jahren hatte. Elektrizität mußte nämlich mit dem Aufkommen der ökologischen Bewegungen politisch neu legitimiert werden.
Das Programm ist auch gleich mitgeschickt worden:
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