Evolution als Passwort?

Struktur, Zeit und Evolution

Die Übertragung von Überlegungen der Evolutionstheorie auf andere, zum Teil nicht-biologische Theorien ist überaus populär. Sie reicht von sehr konkreten Fragestellungen der Biochemie bis hin zu abstrakten (wie etwa der Evolution der Virtualität). In mehreren Vortragsreihen widmen sich akademische und nicht-akademische Gruppierungen seit dem letzten Jahr den Fragen, wo diese Homologien sinnvoll erscheinen und wie nützlich die Ergebnissen der Übertragung sein können.

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The Shutter Man

Shutter Island (USA 2010, Martin Scorsese) (PV im Berlinale-Palast)

Mit Jörg Buttgereit habe ich gestern Abend für das Berlinale-Blog von „epd Film“ einen Podcast zu Martin Scorseses „Shutter Island“ aufgenommen:

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13th Floor unterschlagen …

Prä-Cyberspace-Science-Fiction: „Welt am Draht“
Wie Fassbinder „Matrix“ vorwegnahm

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Maschinen-Herz & Herz-Maschine

Metropolis (D 1927, Fritz Lang) (Generalprobe Friedrichstadt-Palast)

Die restaurierte 147-Minuten-Fassung …

mehr: epd-Blog (wegen Sperrfrist ab heute Abend, 20:00 Uhr)

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Der Tag der reitenden Leiche

Survival of the Dead (USA 2009, George A. Romero) (PV Hackesche Höfe)

Die Philosophie von Seamus ist es, die Zombies, die auf seiner Insel herum laufen, nicht mehr abzuknallen, sondern sie einzufangen und zu warten, bis ein Heilmittel gegen die Seuche entdeckt wird – oder sie zu resozialisieren. Zu letzterem Zweck kettet er beispielsweise einen Zombie-Postboten an einem Briefkasten an und dieser steckt dann immer wieder denselben Brief in den Briefkasten, nimmt ihn wieder heraus, geht zu seiner Tasche, wieder zurück zu Briefkasten, steckt den Brief wieder hinein usw.

Man kann sich aufgrund der Tatsache, dass „Survival of the Dead“ so überaus ideenarm, langweilig und schon 1000 mal dagewesen ist, des Verdachtes nicht erwähren, Romero könnte selbst mittlerweile zu einem Zombie geworden sein; und zwar einem, der, bis ein Heilmittel gefunden ist, gezwungen wird, immer und immer wieder denselben Film zu drehen. Vielleicht liegt hat aber das Sujet das Medium infiziert, sodass seine mittlerweile 42 Jahre alte Idee nicht sterben kann? Zu empfehlen wäre Romero dann, ihr vielleicht mal einen symbolischen Kopfschuss zu verpassen.

Witzig war dann aber doch die reitende Zombie-Frau, weil sie in Erinnerung gerufen hat, dass es einmal Zeiten gab, in denen das Konzept wirklich noch obskure, neue Ideen zutage gefördert hat. Wahrscheinlich wird man einem Zombiefilm-Fan aber kaum von Romeros neuem Film ab- und zu einer Neusichtung von Amando de Ossoris „Reitende Leichen“-Filme zuraten können. Man kann ihn nur darauf hinweisen, dass er sich beim Gang ins Kino selbst in einen von Seamus‘ gezähmten Zombies verwandelt, der immer und immer wieder dasselbe tut.

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Aufgabe!

WALL•E (USA 2008, Andrew Stanton) (DVD (Blu-ray)

Wie ich es geschafft habe „WALL•E“ bislang noch nicht gesehen zu haben, ist mir gar nicht so ganz klar. Ich hab das jetzt jedenfalls nachgeholt – und zwar gleich zwei mal hintereinander. Neben der Tatsache, dass das der vielleicht bislang beste Pixar-Film ist, weil seine Animation nicht mehr im Vordergrund steht und seine Story zugleich wunderschön romantisch und doppeldeutig witzig ist, hat er vor allem zwei Aspekte, die ihn für mich interessant machen: 1. die Tatsache, dass man nicht trotz, sondern mit Hilfe von Technizität (etwa in den Stimmen von Wall-E und Eve) starke Emotionalität produzieren kann. Und 2., weil er ein Mensch-Roboter-Verhältnis zu konstruiert, in denen die Maschine menschlich wirkt – aber eben nicht menschlicher als die Menschen, sondern nur „anders menschlich“.

Mir scheint sich an „WALL•E“ zu zeigen, dass Maschinen, die bislang unter die Kategorie „Serviceroboter“ gefallen sind, deren Service aber vor allem darin besteht, im Menschen Emotionen zu produzieren, langsam eine eigene Kategorie für sich einfordern. Denn der Servie des Serviceroboters ist ja eine eher geldwerte Dienstleistung, wohingegen wohl (noch) niemand auf die Idee käme, für das Erwecken von Gefühlen eine Rechnung zu stellen. Der fiktive kleine Roboter Wall-E vollführt diesen Wandel sogar selbst, indem er vom bloßen Aufräumer zum Initiator einer neuen „Humanität“ wird – und zwar ganz ungezielt, etwa dadurch, dass er mit Eve tanzt und für die emotional abgekühlten Weltraumreisenden zu einem Vorbild für eigene neue Gefühle wird.

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Girls, Gadgets & Electronic Music

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Zombiefrauen fürs Kinderzimmer

Mit „Silent Hill: Shattered Memories“ macht Konami seinem Spieltitel alle Ehre und profaniert die Erinnerung an ein großartiges Spielkonzept

Nachdem schon der [local] fünfte Teil der Silent-Hill-Reihe narrativ wieder eher zu den Ursprüngen zurückgekehrt war und die Konstellation „Mann sucht verschwundenes Kind“ des ersten Teils aufnahm, hat man sich bei Konami nun entschlossen, die Story vom ersten Spiel noch einmal aufzugreifen und für die Wii-Konsole kompatibel zu machen. Dabei sind ein paar interessante Konzepte angedacht worden, die dann jedoch wieder den üblichen Controller-Spielchen geopfert wurden.

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Neue Kategorien

Aufgrund der in letzter Zeit doch verstärkten Beschäftigung mit Computer-Themen habe ich die alten Artikel, die vorher unter „Computer/Game“ rubriziert waren, jetzt einmal neu verteilt:

Vielleicht ergänze ich noch „Künstliche Intelligenz“, „Post-/Transhumanismus/Anthropotechnik“ und „Medientechnik“ … wenn sich Häufungen zu diesen Themen ergeben.

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Prehistoric Film Robots

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Kommt Zeit kommt kein Rat

Die Frau des Zeitreisenden (The Time Traveler’s Wife, USA 2009, Robert Schwentke) (PSN Leihvideo)

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Fernsehfilmflachheit

Jenseits der Stille (D 1996, Carolin Link) (DVD)

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Es gibt ja noch den anderen Schir(r)macher

… den, der nicht aus privater Technophobie Kapital schlägt; den, der nicht Frank, sondern Wolfgang heißt, und der auf nahezu geniale Weise Technik und Philosophie zusammendenkt. Das lässt sich nicht zuletzt daran „hören„, wie er den Menschen zu den Medien ins Verhältnis setzt und wie er den braven Kittlerianer aus seiner selbstverschuldeten ewig-währenden Benjamin-Hörigkeit hinauskomplementiert:

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Retro-Gaming Teil 4: Strecken ohne Spannungsbogen – Rennspiele

Gerade in meinem FreiSpiel-Blog erschienen: Der vierte Teil der Retro-Spiel-Abend-Berichte. Dieses mal zu Rennspielen.

Mehr: FreiSpiel

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Welt am Draht

Auf der Berlinale wird eine restaurierte Fassung von Fassbinders Cyberspace-Krimi „Welt am Draht“ vorgestellt, der zeitgleich bei Kinowelt/Arthaus auf DVD erscheint. Ich habe die Doppel-DVD heute zur Besprechung bekommen, und empfehle Sie jedem SF- und Fassbinder-Fan:

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Wendepunkte

Am 24. Februar bin ich zu einer Podiumsdikussionen über „Wendepunkte im Horrorfilm“ im Filmmuseum Ludwig in Köln eingeladen. Anlass ist mein Text in der Zeitschrift „Schnitt“ (die die Veranstlatung zusammen mit der ifs organisiert) über den neuen Medien-Horror in „[REC]“ und seine Wurzeln bei „Blair Witch Project“. Letzerer wird dort auch gezeigt und hinterher diskutiert. Hier die Ankündigung von der ifs:

»ifs-Begegnung« Schnitt: Wendepunkte
Themenschwerpunkt der aktuellen Schnitt-Ausgabe

Eine Veranstaltung des Filmmagazins Schnitt
und der ifs internationale filmschule köln

am Mittwoch, 24. Februar 2010
um 19 Uhr
Eintritt frei
Filmforum / Kino im Museum Ludwig
Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln

Auf der Leinwand:
»The Blair Witch Projekt«
(Regie: Daniel Myrick, Eduardo Sánchez, USA 1999, 81 Min., 35mm)

Im Anschluss findet ein Gespräch mit Stefan Höltgen statt.

Im Oktober 1994 verschwanden drei Studenten spurlos im Wald von Burkittsville, Maryland, während der Dreharbeiten zu ihrem Dokumentarfilm »Blair Witch Project«. Ein Jahr später fand man dieses Filmmaterial.
So zumindest verkündet der Vorspann zum Film. Die zuständige PR-Firma von »Blair Witch Project« wusste das virale Marketing damals geschickt zu nutzen, und es gelang ihr, einige Kinozuschauer davon zu überzeugen, der gezeigte Film sei tatsächlich dokumentarischer Natur. Dieser Mockumentary-Stil sollte sich als Wendepunkt im Genre des Horrorfilms herausstellen.
Filmdramaturgischen und -historischen Turning Points generell widmet sich die aktuelle Schnitt-Ausgabe. Hierin untersucht unter anderem der freie Autor und Publizist Stefan Höltgen, der sich auf den Horrorfilm spezialisiert hat, einen bedeutenden Wendepunkt dieses Genres, der mit »Blair Witch Project« seinen Anfang nahm und mit Filmen wie »Cloverfield« und »[Rec]« bis heute erfolgreiche Ausläufer produziert.
Wir zeigen »Blair Witch Project« nochmals in Köln auf großer Leinwand. Im Anschluss daran folgt ein Filmgespräch mit Stefan Höltgen, der im letzten Jahr mit einer Dissertation über Medien- und Gewaltdiskurse im authentischen Serienmörderfilm an der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität in Bonn promovierte.

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Der Mensch als Industriepalast

Auf Telepolis weist Ulrich Kühne heute auf das Werk Fritz Kahns hin.

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Montage und Film

Just bin ich einem Call for Papers der Zeitschrift „montage/AV“ gefolgt, die ein Themenheft zu „Montage und Film“ planen. Ich biete einen Text über die Doppelbedeutung des Begriffs „Montage“ an: als Motiv im Film und Technik des Films und versuche eine Homologie beider zu entwickeln … am Beispiel von meinem neuen Lieblingskurzfilm „Zoetrope“ von Charlie Deaux. Übrigens auch komplett anzusehen bei YouTube:

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»Wenn du ein Happy End willst, geh in einen Hollywood-Film«

Verbrechen und andere Kleinigkeiten (Crimes and Misdemeanors, USA 1989, Woody Allen) (DVD)

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Max Bense – zum 100. Geburtstag

Am 7. Februar 2010 wäre der Stuttgarter Philosoph und Wissenschaftstheoretiker Max Bense 100 Jahre alt geworden. Bense, der auf originelle Weise Mathematik, Informationstheorie und Kybernetik mit Semiotik und Ästhetik verband, kann eine Avantgardeposition in der deutschen und europäischen Nachkriegsmoderne beanspruchen. Als Vordenker des Computerzeitalters, als erster Theoretiker der Konkreten Poesie, als Inaugurator moderner Medientheorie und Technikphilosophie hat er zugleich Fragen nach der kulturellen Existenz des Menschen in unserer technologischen Welt aufgeworfen, deren Bedeutung wir wohl heute erst ermessen. Zwei Aspekte erscheinen hierbei zentral: zum einen seine Bewertung moderner Technikentwicklung jenseits traditioneller kulturkritischer Topoi, die eine innovative Engführung von Kunst und Technik bewirkte und die Ästhetik auf neue Grundlagen stellte. Zum anderen sein Humanismus, der die „Bewohnbarkeit der Welt“ über eine Theorie technischer „Welterzeugung“ ermöglichen wollte, die den Menschen in die Lage versetzt, sie lebenswert zu „programmieren“. Unter dem Titel „Weltprogrammierung“ veranstalten das Internationale Zentrum für Kultur- und Technikphilosophie (IZKT) der Universität Stuttgart und die Landeshauptstadt Stuttgart ein zweitägiges wissenschaftliches Symposium. Es ist in ein vielfältiges, dem Wirken Benses gewidmetes Rahmenprogramm integriert.

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