Am 2. Februar habe ich das Forum „Evolution von Strukturen“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) besucht, in dem Wissenschaftler aus verschiedenen Natur- und Sozialwissenschaften die evolutionären Strukturen ihrer eigenen Disziplin diskutierten.
Dabei gab es solche, die die Adaption von Darwins Theorie in ihrer Wissenschaft als evident und sehr fruchtbar ansahen, und solche, die sich – auf die intellektuelle Leistung des Menschen insistierend – gegen eine allzu weitreichende Homologie verwahrten. Die Vorträge sind nun als Videos in der Mediathek der BBAW anzusehen.
Besonders die des Mathematikers Martin Grötschel (ein Gegner der Leitthese) und des Psychologen Gerd Gigerenzer (einer seiner vorsichtigen Befürworter) möchte ich an dieser Stelle empfehlen.
Neben der „Evolution von Strukturen“ finden sich in der Mediathek der BBAW auch schon Videos zum gestern stattgefundenen und überaus gut besuchten Forum „Evolution der Kongnition: Denkende Tiere„. Es steht zu hoffen, dass weitere – etwa zur Tagung „Entwickelt sich Technik evolutionär?„, auf der eine sehr spannende Kontroverse diskutiert wurde – ebenfalls in die Mediathek eingepflegt werden.
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Sei es nun Pandora oder die Axiom oder Rhea – im jüngeren dystopischen Film wird es auf der Erde ungemütlich und fremde Welten oder, falls diese nicht zu finden sind, Raumschiffe müssen der Menscheit als Zwischenwohnraum herhalten, bis es mit dem Heimatplaneten wieder aufwärts geht, das heißt, bis die Natur sich wieder erholt hat und das tut sie in den meisten filmischen Fällen. Hinter diesen Fluchtpunkt-Fantasien steckt immer auch ein Heilswunsch und die Hoffnung, dass es – obwohl der Prozess der Naturzerstörung nicht mehr umkehrbar ist – einen Neuanfang geben könnte. Bleiben die Menschen auf der Erde, wie in “Book of Eli” oder in Form puppengewordener Menschlichkeit in “9″, dann liegt die Hoffnung in einer neuen Metaphysik. Der schweizerische Science-Fiction-Film “Cargo” bündelt etliche dieser Motive und holt sie quasi “zurück nach Europa”.




