Time To Play

Time_to_Play-3dHeute ist der von Jan Claas van Treeck und mir im vwh-Verlag herausgegebene Sammelband „Time To Play. Zeit und Computerspiel“ aus der Druckerei gekommen und bei uns angeliefert worden. Damit steht der morgigen feierlichen Buchvorstellung nichts mehr im Wege.

In den insgesamt 18 Beiträge von 21 Autoren werden zahlreiche Aspekte der Beziehung von Computerspielen, Computern und Spielern analysiert. Ein großer Teil der Beiträge beschäftigt sich mit historischen Computern und Computerspielen, weshalb der Verein zum Erhalt klassischer Computer e.V. freundlicherweise einen Druckkostenzuschuss gewährt hat. Dem Verleger Werner Hülsbusch, der den Erstellungsprozess hervorragend betreut und ein wunderschönes Buch erstellt hat, gilt mein besonderer Dank ebenso wie meiner ehemaligen Praktikantin und Redakteurin Jana Pauls.

Das 370 Seiten umfassende Buch (mein erstes Hardcover!) kann ab sofort über den Verlagsshop oder den Buchhandel zum Preis von 35,80 Euro bezogen werden. Das Inhaltsverzeichnis, das Vorwort und eine Leseprobe kann hier heruntergeladen werden.

Stefan Höltgen / Jan Claas van Treeck (Hg.):
Time To Play. Zeit und Computerspiele
Reihe: Game Studies
Glücksstadt: vwh 2016x
370 Seiten (Hardcover) mit zahlreichen farbigen und schwarzweißen Abbildungen
ISBN: 978-3-86488-097-1
35,80 Euro
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»Alter Scheiß«

Gestern Abend lief nun der Beitrag zu mir und meiner Arbeit auf ARD-Alpha und kann hier nachgesehen werden:

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alpha Forum: Computerarchäolog(i)e

Heute Abend strahlt ARD alpha ab 20:15 Uhr den Beitrag über mich und meine Arbeit aus, der im Januar im Münchner Studio aufgezeichnet wurde. Die Sendung wird am kommenden Montag (6.3.) um 13 Uhr wiederholt und ist zudem über die Mediathek abrufbar und kann auch als PDF nachgelesen werden.

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Feierliche Buchvorstellung

Buchvorstellung

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END:?

Morgen um 13:05 Uhr strahlt Deutschlandradio Kultur im Rahmen der Sendung „Breitband“ ein Interview mit mir aus. Darin geht es um die Frage, ob wir in einer Zeit angelangt sind, in der angesichts evolutionärer Algorithmen, neuronaler Netze und maschinellen Lernens der Computercode sein Ende gefunden hat.

Die Sendung ist live oder über das Audio-Archiv (auch als Einzelbeitrag) zu hören.

EDIT: Das Interview ist nun über das Audio-Archiv verfügbar:

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RESUMEd

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Tennis 2650

In seinem Essay Children of the Revolution. Video-Spiel-Computer als Kreuzungen der Informationsgesellschaft (print|online) berichtet Claus Pias von frühen Tennis-Computerspielen. Neben einer apokryphen Whirlwind-Demo und dem berüchtigten „Tennis for Two“ schildert er eine experimentelle Implementierung aus dem Jahr 1960, die auf einer IBM 704 vorgenommen wurde:

Weitere zwei Jahre 1960, war eine dritte Art von Ballspiel zu sehen, das Studenten des MIT für den IBM 704 geschrieben hatten. Dieser besaß eine Kette von Kontrollämpchen, über die die Funktionsfähigkeit einzelner Bauteile getestet werden konnte. Das Programm bestand nun darin, die einzelnen Teile des Rechners in einer bestimmten Reihenfolge zu testen, um so die Lämpchen nacheinander aufleuchten zu lassen und einen wandernden Lichtpunkt zu erzeugen, der rechts verschwand um links sofort wieder zu erscheinen. Drückte man dann pünktlich beim Aufleuchten des letzten Lämpchens eine Taste, so kehrte der Lichtpunkt seine Laufrichtung um, schien abzuprallen und zurückzuwandern. Die Kontrolltafel des 1BM704 war zu einer Art eindimensionalem Tennisspiel geworden. (S. 218f. der Printversion)

Wenn Computerarchäologie nicht bloße Archivarbeit sein will (über weitere Hinweise zum IBM-704-Tennisspiel würde ich mich übrigens sehr freuen!), die solche Fundstücke als Historeme birgt, sondern ihre Monumente in Vollzug setzt, um deren informatische Aspekte kennenzulernen, scheint es angebracht, dieses Experiment nachzuvollziehen. Dies habe ich in einem Assembler-Brückenkurs im Frühjahr 2014 gemacht. In 14 Tagen sollten Programmieranfänger den Signetics-2650-Assembler für den Lehrcomputer Instructor 50 erlernen, um sich im darauf folgenden Sommersemester in den laufenden Assemblerkurs einschreiben zu können. Der von Pias entdeckte „frühe[] und reine[] Hack“ (Die Pflichten des Spielers, S. 323, print|online) schien mir – gerade, weil der Instructor 50 neben seiner 7-Segment-Anzeige lediglich noch über eine binäre LED-Ausgabe verfügt, ideal, um das historische Vorbild nachzuprogrammieren.

Im Folgenden der Signetics-2650-Assembler-Sourcecode für ein Leuchtdioden-Tennisspiel für den Instructor 50:

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Time To Print

Heute ist der von Jan Claas van Treeck und mir herausgegebene und bei vwh publizierte Sammelband „Time To Play. Zeit und Computerspiele“ in Druck gegangen.

Das Buch wird in Kürze über den Verlag oder den Buchhandel erhältlich sein. Eine Leseprobe haben wir hier hochgeladen.

Anlässlich der Neuerscheinung veranstalten wir ein kleines Preisrätsel, bei dem es drei Exemplare des Buches zu gewinnen gibt:

Wie oft ist das Wort „Zeit“ in Martin Heideggers „Sein und Zeit“ in unflektierter Form zu finden? Unter den Einsendern, die uns die phänomenologisch richtigste Antwort-Zahl einsenden, verlosen wir drei Exemplare von „Time To Play“.

Einsendungen bitte per E-Mail an time2play_mewi@hu-berlin.de bis zum 31.05.2016, 23:59 Uhr. Der Rechtsweg sowie Autoren und Mitarbeiter des Bandes und deren Familienmitglieder sind ausgeschlossen.

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Historische CPUs (aktuell)

Heute habe ich gleich drei interessante Nachrichten zu (teilweise) aktuellen Projekten mit historischen CPUs auf den Schirm bekommen:

Auf Basis der Software-Simulation der MOS-6502, die im Rahmen des Projektes visual6502.org vorgenommen wurde, hat Eric Schlaepfer einen Nachbau mit diskreter Transistor-Logik gewagt, den er auf der nächsten Makerfaire vorstellen wird. Das ist nicht allein eine medienepistemologisch interessante Neuigkeit, sondern auch ein großer Schritt in Sachen hardware preservation! Über das Projekt kann man auf evilmadscientist, tubetime (dem Blog Schaepfers) und der Projektseite MOnSter 6502 etwas lesen.

Mit dem Z80 beschäftigen sich gleich zwei Projekte:

Jesse Maroquin hat bereits 2008 „CP/M 50“, einen Computer für das CP/M-Betriebssystem, auf Basis der 50-Megahertz-CPU eZ80L92 konstruiert. Über das Projekt berichtet er auf der Projektseite nopLabs.

Das „ZAViouR Board“ ist ein Hybrid mit Z80- und AVR-CPU:

Der Entwickler Steve Smith hat es dediziert als Experimentier-Baord entwickelt, um zugleich historische und moderne Programmiermöglichkeiten zu verwirklichen. Bilder und Informationen zum „ZAViouR Board“ gibt es auf hackaday.io.

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Texas Instruments Galore

Auf dem Rückweg vom VCFe habe ich Zwischenstopp in Braunschweig gemacht und von jemandem, der hier im Blog auf meine TI-99/4A-Hardware aufmerksam geworden war, eine umfangreiche Spende für das Signallabor entgegen genommen.

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Bestandteile der Spende sind (nach erster Sichtung):

  • 2 Stück TI 99/4A (1 OVP) mit TV-Modulatoren (1 AV-Mod), Netzteilen
  • 2 Stück TI 99/4A-Platinen (teilweise modifiziert)
  • 2 Stück TI 99/4A-Ersatz-Tastaturen
  • 3 Stück TI 99/4A-Netzteilplatinen
  • 1 Peripheral Expansion System mit Diskettenlaufwerk, RS-232 und zwei unbekannten Karten)
  • mehrere Dutzend Original- und andere Kassetten mit Software
  • 2 Diskettenboxen voll Disketten (teilw. Originale)
  • 1 SketchPad OVP
  • 2 Mäuse & 2 Joysticks
  • 3 externe Diskettenlaufwerke
  • ca. 50 TI-Zeitschriften (deutsch)
  • ca. 20 TI-Bücher (deutsch & englisch)
  • Original-Dokumentationen zur Hardware und Software
  • eine Anzahl unbekannter, selbsterstellter Hardware-Erweiterungen
  • 2 Ordner voller TI-Artikel aus deutschen Computerzeitschriften

außerdem:

  • ein C16 mit Software auf Kassette
  • ein ZX-81 mit Drucker, RAM-Erweiterung, Software und Ersatzteilen für Sinclair ZX-81 und Sinclair Spectrum

Insbesondere die Paperware, Software und die unbekannten, selbst erstellten Hardware-Erweiterungen für den TI erscheinen mir sehr interessant. Ich werde die Teile in den nächsten Wochen testen.

Wer sich an der Identifikation der unbekannten Gegenstände beteiligen möchte, kann das in der (sehr aktiven) TI-Gruppe auf Facebook tun. Dort gibt es auch weitere Fotos der Spende zu sehen.

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Merkur-Transit 2016

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Foto: Falko Hildebrand

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Foto: Falko Hildebrand

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Spielehardware

Pünktlich, nachdem ich mein Abo der Retro-Gamer gekündigt habe, weil ich die geschmäcklerische Bewertung historischer Software, abgewechselt mit Anekdoten und Interviews mit Leuten über Sachen, die man schon x-mal gelesen hat, nicht länger ertragen habe, erscheint dieses Sonderheft:

Das Heft stellt ein recht nützliches Kompendium zu historischer Computerspiel-Hardware dar, in welchem nicht nur Spielkonsolen, sondern auch Mikrocomputer detailliert dar- und ihre „Hintergrundgeschichten“ (Wer hat sie wann warum erfunden?) vorgestellt werden. Zwar regiert hier immer noch Oberflächlichkeit (so erfährt man beispielsweise, dass in der Intellivision ein GI-16-Bit-Prozessor tickt, aber nicht, was für ein Prozessor das eigentlich gewesen ist) – und auch die Vollständigkeit, die ich ja sonst eigentlich nie zu einem Gütekriterium erheben würde, lässt zu wünschen übrig (den Jaguar von Atari nicht zu erwähnen, halte ich schon für gewagt)! Aber in dem, was das Heft präsentiert, ist es gelungen und könnte die Retrospiel-Enthusiasten vielleicht endlich einmal auf die materielle Basis ihrer Nostalgie aufmerksam machen. Sogar das Retrocomputing (in Form der Retron5) findet gebührende Erwähnung.

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BASIC-Programm-Gewinnspiel

Zur Veröffentlichung unseres ersten Bandes RESUME der Reihe „Computerarchäologie“ veranstalten wir, die Herausgeber, ein Gewinnspiel und suchen BASIC-Programme für Homecomputer. Verlost werden drei Exemplare des Buches. Außerdem erhält jeder, der ein (eigenes) Listing zur Veröffentlichung einreicht, eine Freikarte für das Oldenburger Computermuseum, dessen Katalog das Buch ja gleichzeitig darstellt.

http://www.computerarchaeologie.de/gewinnspiel/

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Prozessautomatisierung

Bei vielen KC-85- und KC-87-Spenden liegen Audiokassetten mit Software dabei, die aussehen, als stammten sie aus professionellen oder semi-professionellen Quellen. Volker Pohlers sammelt solche Kassetten und digitalisiert sie. Ich habe ihm in der Vergangenheit mehrere geschickt, die jetzt auf seiner Homepage als Download zur Verfügung stehen – zuletzt eine Kassette zur „Prozessautomatisierung“ aus der DDR-Informatikausbildung.

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Wissens-Appa/Repara/turen

Heute habe ich erfahren, dass mein Vortrags- und Artikelvorschlag für den Workshop „Kulturen des Reparierens und die Lebensdauer technischer Dinge“, der am 19. und 20. Januar 2017 am IZWT (Interdisziplinäres Zentrum für Wissenschafts- und Technikforschung) an der Bergischen Universität Wuppertal stattfindet, angenommen wurde. Ich werde zusammen mit unserem Elektroniker/Restaurator Marius Groth und dem von Hans Franke geliehenen Sol-20 zum Workshop fahren, um dort die epistemologischen und technischen Implikationen der Restaurierung zu diskutieren.

Hier der Abstract unseres Vortrags:

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Ich im ARDalpha-Fernsehen

Vor ein paar Wochen wurde ich nach München ins Studio von ARDalpha eingeladen, um als Gast in der Sendung „alpha-Forum“ über mich und meine Arbeit als Computerarchäologe zu sprechen. Die dabei entstandene dreiviertelstündige Sendung wird am 3. Juni um 20:15 Uhr ausgestrahlt. Diejenigen, die kein digitales Satelliten- oder Kabelfernsehen empfangen, können die Doku live als Stream oder nachträglich in der Mediathek ansehen.

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WAIT

In Kürze geht meine neue Monografie »RESUME – Hands-on Retrocomputing“ in Druck. Wer sich für das Buch interessiert, kann sich hier schon einmal eine Leseprobe herunterladen:

rtro.de/resumeleseprobe

Wer von der Leseprobe überzeugt ist, kann das Buch bereits beim Verlag vorbestellen.

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Deckerinnerung

Total Recall (USA 1990, Paul Verhoeven) (Bluray)

Ein Kollege lädt in unregelmäßigen Abständen Mitarbeiter unseres Lehrstuhls zu sich nach Hause zu gemeinsamen Filmsichtungen ein. Beim letzten mal war ich dabei und habe mir nach langer Zeit wieder einmal „Total Recall“ angesehen. Bei der Sichtung war ich von Dreierlei überrascht:

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Race condition

Bei der Reparatur des Philips Tele-Spiels (ein ungewöhnlicher Pong-Clon, über den ich hier schon einmal geschrieben habe), ist mir die wahrscheinlich händisch gestaltete Platine aufgefallen, auf der sich eine Leitungsspirale befindet. Diese scheint eine Verzögerungsleitung darzustellen. Eine gleichsam skurrile und schöne technische Realisierung von Zeitverschwendung.

Platine des Philips Tele-Spiels

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Tanz nicht mit den Monstern

„Dimo’s Quest“ – Ein neues Spiel für Atari 8-Bit-Computer

Die Retrocomputing-Szenen sind lebendiger denn je. Das lässt sich vor allem am regelmäßigen Output von neuer Software für alte Computer beobachten. Der deutsche Atari Bit-Byter User Club (ABBUC) veranstaltet jährlich eine Software-Competition, die 2014 Thomas Schulz mit seinem Spiel „Dimo’s Quest“ gewann.

mehr: Telepolis

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