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Porgrammiersprachen

How to do things with keys

Nun ist auch die englische Version meines Vortrags zum „Programmieren als Geste“ erschienen und kann hier abgerufen werden.

Tiefe Anblicke

Vor 2 Wochen habe ich das Oldenburger Computer-Museum besucht, um einem Vortrag und Workshop über die Geschichte des maschinellen Rechnens beizuwohnen und letzte Absprache vor der Drucklegung des Katalogs zu treffen.

Die Nordwest-Zeitung hat einen Pressevertreter geschickt, der thematisch zwar nachlesbar etwas überfordert war, mich zusammen mit dem Workshop-Leiter und seiner Freundin aber immerhin vor einem dysfunktionalen, nicht angeschlossenen aber zugegeben sehr fotogenen DEC-VT-100-Terminal abgelichtet hat.

RESUME

resume

resumeIn Kürze geht mein neues Buch „RESUME – Hands-on Retrocomputing“ in Druck. Darin werden die wichtigsten klassischen 8- und 16-Bit-Computer historisch, technisch und in ihrer Programmierung vorgestellt. Das Buch wird zugleich der Katalog zum Oldenburger Computermuseum sein; die darin abgedruckten BASIC-Programme sollen die Museumsbesucher zum Experimentieren mit den Rechnern einladen. In Zwischenkapiteln wird über die Geschichte einzelner Firmen, maßgeblicher Technologien und Definitionen informiert.

Das Buch wird als Paperback im Bochumer Projektverlag erscheinen und zugleich die von Sebastian Bach und mir dort neu gegründete Reihe „Computerarchäologie“ einleiten. (In dieser Reihe sollen künftig jährlich zwei Bücher zum Thema Computergeschichte, Retrocomputing und ähnliches verschiedener deutscher und internationaler Autoren publiziert werden.)

Aufmachung, Umfang, Erscheinungsdatum und Preis sind noch nicht gänzlich geklärt. In Kürze informiere ich aber hier im Blog, auf der Projektseite und der Fachebook-Seite von „Computerarchäologie“ darüber.

Game Circuit #14: Sprach(-)Spiele

Gegenstand der Sitzung ist das vielfältige Verhältnis von gesprochenen und geschriebenen, natürlichen und formalen Sprachen zu Computern und ihrer Geschichte – natürlich unter besonderer Berücksichtigung des Computerspiels. Mit zahlreichen, spielbaren Implementierungen auf 8- und 16-Bit-Systemen.

Epistemologisch steht folgendes auf dem Spiel(plan):

1. Katetorie „Speak & Spike“:
Intellivision: Intellivoice-Spiele
TI 99/4a: Parsec
Vectrex: Spike
Fundus-Schachcomputer: Schach
Commodore Amiga: Chessmaster 2000
Texas Instruments: Speak & Spell

2. Katetorie „Chomsky-Hierarchie 0“:
TRS-80 Model 1: Eliza
Commodore C64: Little Computer People
IBM 5155: Collossal Cave Adventure
Exidy Sorcerer: Hang Man in BASIC zum Abtippen

3. Katetorie „Take-off der Signifikanten“:
Sol-20: Target
Commodore PET 2001: Artiellery (PETSCII Game)
Atari XL: Blue Max (mit Blockgrafik-Bug)
Power-Mac: VVVVVV

Wir stellen hier erstmals unsere jüngst restaurierten und reparierten Hardware-Klassiker operativ aus!

Vorab gibt es einen Vortrag von Christoph Borbach und mir.

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Game of Memories 1.0

gom

Das hier, hier und hier bereits vorgestellte Programm „Game of Memories“, das ich im Zuge meines Signetics-2650-Assemblerkurses geschrieben habe (und das von Thomas Nückel debugged und erweitert wurde) ist nun in der finalen Version 1.0 von der Webseite des Signallabors zu laden. In der ZIP befindet sich neben dem Sourcecode (als .asm-Textdatei) auch eine .COS-Datei, die ein Binary für den 2650-Emulator „WinArcadia“ darstellt. Nur in diesem Emulator kann das Programm auch „zeigen“, was es tut, denn der kleine „Game of Life“-Klon operiert ausschließlich in einer 256 Byte großen RAM-Bank des „Instructor 50“, die er als Monitor „missbraucht“. Damit wird zum einen auf den epistemologischen Unterschied der Emulation gegenüber einer Originalhardware hingewiesen; zum anderen ruft das Programm als computerarchäologisches Re-Release die Geschichte des CRT-Computermonitors in Form einer Williams-Tube-Inszenierung auf.

gom

Vom Bug-on-a-chip zum House-on-a-Disc

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»Little Computer People« und die Archäologie des Computerfehlers*

Der Zweite Weltkrieg war genau seit einem Monat vorüber (die USA hatten Japan durch die Bombardierung der Städte Hiroshima am fünften August und Nagasaki am neunten August 1945 mit Uran beziehungsweise Plutoniumbomben in die Knie gezwungen), da ereignete sich am neunten September in Cambridge, Massachusetts, an der Harvard University etwas, das für die Nachkriegsgeschichte vielleicht paradigmatisch bedeutsam wurde: Zwischen den Schaltpins von Relay Nr. 70 des Panels F am Mark-II-Aiken-Relay-Rechner fand ein Zusammentreffen zwischen Biologie und Technik, also von Hardware und Wetware statt, welches zu einem Effekt im Ablauf (dem Halt des Programms) führte. Eine Motte verfing sich im elektromechanischen Schalter, weswegen ein Stromkreis nicht geschlossen werden konnte, was zur Störung des Testlaufs von Mark II führte. Die damalige Leiterin der Mark-II-Arbeitsgruppe, Grace Hopper, kletterte in den Computer, suchte das Tier aus dem Schaltkreis, klebte es auf einen Notizzettel, auf dem sie auch den Zeitpunkt, Ort und die Art des Fehlers protokollierte und schrieb in dem für sie typischen trockenen Humor daneben: »First actual case of bug being found«.

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Logik-Jumper

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Im Rahmen des letztsemestrigen Assembler-Programmierworkshops zum Motorola 6809 ist ein Spiel als Projekt eingereicht worden, das nun der Öffentlichkeit vorgestellt werden kann. Es handelt sich um „The J Game“ von Jan Haasch, einem Master-Studenten der Wirtschaftsinformatik an der HU Berlin. Das kleine Spiel für die MB Vectrex stellt die Rudimentärform eines Jump’n’Run-Games dar, bei dem eine Spielfigur über von der Seite herein scrollende „Mauern“ springen muss. Der Schwierigkeitsgrad (Anzahl und Abstand der Mauern, Scrollgeschwindigkeit) erhöht sich dabei sukzessive innerhalb eines Levels und von Level zu Level.

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Retrotopia

Der Computer als Zukunftsmaschine*

Ein sicheres Indiz dafür, dass man gerade einen Science-Fiction-Film sieht, ist die Darstellung der Technik darin. Futuristische Technologien erleichtern in (der fiktionalen) Zukunft das Leben, ermöglichen Dinge, die heute unvorstellbar sind, aber führen auch zu Unfreiheit, Unterdrückung und nicht selten auch zum Untergang der Menschheit. Im Zentrum dieses Zukunftsmaschinenparks steht der Computer – mal sichtbar, mal unsichtbar als treibende Kraft hinter den Möglichkeiten der Apparate. Nichts sei so notorisch zukunftsverdächtig wie der Computer, schrieb der Medienwissenschaftler Claus Pias in seinem Buch „Die Zukünfte des Computers“. Der Computer steht für das Versprechen, dass es in Zukunft dank seiner Hilfe besser werde und er ist gleichzeitig dort, wo er auftaucht, immer schon ein Anzeichen dieser Zukunft.

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Time After Time – Vortragstitel, Abstracts, Plakat

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Nach etwa zehn Jahren Forschung und Entwicklung wird im Jahr 1965 mit dem Dartmouth-Time-Sharing-System (DTSS) das erste kommerzielle Time-Sharing-Betriebssystem veröffentlicht. Die stellt nicht nur einen wichtigen Schritt zur Ökonomisierung von Computerarbeitszeit dar, weil nun mehrere Nutzer „gleichzeitig“ über Terminals an einem Rechner arbeiten können, sondern führt zugleich auch zahlreiche Technologien zusammen, ohne die solch ein System nicht funktionieren könnte: angefangen bei der Verwendung von Interrupts über die Entwicklung funktionsangemessener Speicher- und Dateiverwaltungskonzepte bis hin zu neuartigen Schnittstellen (wie der IEEE-488) zur Anbindung von Peripherien an Time-Sharing-Systeme. Software, die auf Time-Sharing-Systemen läuft, muss sich – ebenso wie die angeschlossene Hardware – dem temporalen Regime des Betriebssystems „unterwerfen“.

Mit Time-Sharing-Systemen beginnt aber auch das Zeitalter, in dem der Computer für Anwender und Programmierer „unsichtbar“ wird. Denn zusätzlich zur kurz darauf folgenden Miniaturisierung (Gordon E. Moore formuliert sein berühmtes Gesetz ebenfalls 1965) kommt nun auch die mögliche Distanzierung des Rechners von seinen Peripherien. Als Folge aus der Time-Sharing-Entwicklung entstehen Rechner, die weitab von ihren Terminals in Rechenzentren verschwinden. Dieses Verschwinden der „hulking giants“ ermöglicht es dem Computer, in die zivile Öffentlichkeit einzudringen. Doch dies macht auch eine „Gängelung“ des Nutzers nötig, um Daten und Stabilität zu schützen. Eine Provokation, aus der bereits in den frühen 1960er-Jahren die Hacker-Kultur emergiert. Die Implikationen des Time-Sharing sind also gleichsam technisch, sozial und epistemologisch brisant.

Auf der Kurztagung „Time After Time“ soll anlässlich dieses Jubiläums das Verhältnis von Computern, Betriebssystemen und elektronischer Zeitverwaltung resümiert und diskutiert werden. Hierzu werfen Computerhistoriker, Informatiker, Medienwissenschaftler und andere einen technisch informierten Blick auf das Engverhältnis von Zeit und Computer aus philosophischer und archäologischer Perspektive.

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»My brain hurts!«

Was einem nicht alles begegnet auf der Suche nach geeigneter Studienliteratur zum nächsten Assemblerkurs:

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SAVE „GAME“,8,1

Am 22. April findet der von der Arbeitsgruppe „Langzeitarchivierung“ der Gesellschaft für Informatik initiierte Workshop „Save Game – Legal Challanges in Game Preservation“, bei dem die Medienwissenschaft Gastgeberin ist, bei uns im Medientheater statt. Ich halte dort einen Vortag über Probleme und Möglichkeiten der Code- und Hardware-nahen Forschung an historischen Computerspielen.

Der Workshop ist öffentlich. Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung:

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Medien ∩ Wissenschaften

Gestern habe ich die erfreuliche Nachricht bekommen, dass die Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät der Humboldt-Universität meinen Finanzantrag in voller Höhe bewilligt hat, so dass ich am 17. und 18. April einen international besetzte interdisziplinären Workshop unter dem Titel „Medien ∩ Wissenschaften“ durchführen kann. Ziel ist es, die wichtigsten Hilfswissenschaften der Medienwissenschaft an einen Tisch zu bekommen, um zu erörtern, welche Schnittmengen zwischen ihnen und unserer Disziplin bestehen. Die Frage, „Wie verhandelt die Logik, Mathematik, Physik, Elektronik, Informatik, Kybernetik und Informationstheorie den Gegenstand Medien?“ soll schließlich auf die Konzipierung eines Lehrbuchs für die Medienwissenschaft hinauslaufen, aus dem Studierende derselben (aber auch Interessierte anderer Disziplinen) die notwendigen Kenntnisse der jeweiligen Gebiete erwerben können, um einen technisch informierten Medienbegriff zu verwenden.

Der Workshop ist offen für interessierte Respondenten (insbesondere aus den angesprochenen Disziplinen). Ich bitte jedoch um vorherige Anmeldung per E-Mail.

Medienwissenschaften

Lehre im Sommersemester 2015

6809-Assembler

Im Sommersemester gebe ich zwei Lehrveranstaltungen:

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Die Frage …

… warum man in der Schule eine Programmiersprache lernen soll, nicht aber die zum Ausfüllen einer Steuererklärung nötigen Begriffe und Zusammenhänge wird nur unzureichend beantwortet werden können.

(Zit. aus: W. Knauer: Informatik als Schulfach. Reihe: EDV in der Anwendung, hg. v. M. A. Graef. Tübingen: Verlag Bernhard Bruscha 1980, S: 11f.)

Call for PAPER

In der neu gegründeten Buchreihe „Computerarchäologie“ soll 2016 ein Buch mit dem Titel „Papiermaschinen“ erscheinen. Dafür benötige ich Hilfe!

Ich such nämlich handschriftlich notierte Programmcodes aus den 1970er- und -80er-Jahren (Programmiersprache egal). Zu dieser Zeit war für Kinder und Jugendliche der Zugriff auf (Heim)Computer nicht jederzeit möglich, so dass etliche Programme auf Papier „vorgeschrieben“ wurden, bevor sie dann später (in Kaufhäusern, bei Freunden, …) in die Computer abgetippt werden konnten.

In dem Buch möchte ich auf diese vergessene Programmierkultur hinweisen. Dazu sollen solche handschriftlichen Programme faksimiliert abgedruckt werden und mit Kommentaren, Hintergrundinformationen zum Programmierer, System und der „Geschichte“ dazu versehen werden. Besonders interessant sind vollständige Programme, sehr gern kurze Listings und wenn dann auch noch „Denkfehler“ darin enthalten sind, die zeigen, wie sich das Programmieren auf Papier von dem auf dem Computer unterscheidet, wäre das ein besonderer Glücksfall.

Sendet eure Listings bitte im Original an mich (ich scanne sie und ihr erhaltet sie unversehrt zurück). Bitte nehmt vorher Kontakt mit mir auf: email@computerarchaeologie.de

Als Dankeschön erhält jeder, dessen Listing aufgenommen wird, ein Belegexemplar des Buches.

Kittler Studies

Nachdem ein kürzlich erschienener Sammelband die „Kittler Studies“ ausgerufen hat, kommt der Kolloquiums-Vortrag von Moritz Hiller am kommenden Mittwoch genau zur richtigen Zeit:

Am nächsten Mittwoch, den 4.2.15, wird Moritz Hiller im Kolloquium zu seiner Dissertation vortragen. Das Thema des Vortrags: „Software-Philologie, oder: Die Zeichen der Zeit lesen.“ Die anschließende Diskussion wird von Prof. Dr. Wolfgang Ernst moderiert.

Das Kolloquium findet wie gewohnt im Medientheater (EG, Raum 0.01) der Georgenstraße 47 statt. Beginn: 18 Uhr.

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Birth of BASIC

BASIC-Samstag

Am 24. Januar findet im Oldenburger Computermuseum ein fünfstündiger BASIC-Workshop statt, bei dem Neulinge eine einfache Programmiersprache erlernen können. Geleitet wird der Workshop vom Kurator Thiemo Eddiks. Ich bin (als OCM-Mitglied) auch vor Ort und werde einen einführenden Vortrag über die Geschichte und Gegenwart von BASIC halten.

Anmelden kann man sich per E-Mail oder über die Facebook-Seite.

VCFe 2014 & 2015

Im vergangenen Jahr haben mein Kollege Thomas Nückel und ich auf dem 15. Müncher VCFe zum Thema „Exoten“ einen Vortrag über unseren Signetics-2650-Workshop gehalten. Dieser ist jetzt als Podcast nachzuhören. Auf dem diesjährigen VCFe ist das Thema „Computer im Osten“. Ich werde wieder dort sein und die Hard- und Soft- und Paperware von Horst Völz vorstellen.

MUL

6809-Assembler