Race condition

Bei der Reparatur des Philips Tele-Spiels (ein ungewöhnlicher Pong-Clon, über den ich hier schon einmal geschrieben habe), ist mir die wahrscheinlich händisch gestaltete Platine aufgefallen, auf der sich eine Leitungsspirale befindet. Diese scheint eine Verzögerungsleitung darzustellen. Eine gleichsam skurrile und schöne technische Realisierung von Zeitverschwendung.

Platine des Philips Tele-Spiels

Über Stefan Höltgen

siehe: http://about.me/hoeltgen

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2 Kommentare zu Race condition

  1. Jörg sagt:

    Ich frage mich, in welchem Bereich die damit tatsächlich zu erreichende Verzögerung liegt – und was eine minimale solche wohl für einen praktischen Nutzen hätte. Möglicherweise zur Synchronisierung zweier Signale, von denen eines aufgrund des Platinenlayouts den kürzeren Weg hätte? Aber wie kann eine anscheinend „frei Schnauze“ gezeichnete Spirale auf einer von Hand erstellten Platine das bei Sekundenbruchteilen dieser Ordnung in einer auch nur annähernd genügend präzisen Art und Weise schaffen? Ganz klar von denselben Aliens, die auch die ägyptischen Glühbirnen zu verantworten haben.

  2. Tja, leider ist es doch keine Verzögerungsleitung, wir mir gerade per E-Mail mitgeteilt wird. Ich zitiere:

    „[D]ie Spirale auf der Pong-Spiel-Platine ist nicht teil einer Verzögerungsleitung sondern Teil des Modulators. Es handelt sich um die Oszillatorspule dieses Modulators, der das Videosignal in ein TV-Band zum Anschluss an die Antennenbuchse umsetzt. Wenn Du Dich beim Betrachten des auf das Spiel abgestimmtem Fernsehers mit einem Ferritkern oder einem Sück Metall dieser Spirale näherst, wirst Du bemerken, dass das Bild verzerrt wird oder verschwindet, weil der Modulator nun auf einer anderen frequenz das Signal ausgibt.“

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