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Januar, 2012:

think-analogue

Der Workshop “Think Analogue!”, den ich für den Lehrstuhl für Medientheorien mit organisiere, hat jetzt eine komfortable Sub-Domain an der HU: http://think-analogue.hu-berlin.de/. Darüber hinaus gibt es jetzt auch eine Seite für unsere “Tennis for Two”-Installation auf der Workshop-Seite.

The Film Stops

Kürzlich hatte ich die Erzählung “The Machine Stops” aus dem Jahr 1909 von E.M. Forster entdeckt, in der eine Computer-artige Maschine das zukünftige Leben organisiert. Diese Kurzgeschichte wurde 1966 als Kurzfilm für das BBC-Fernsehen adaptiert und ist komplett bei Google-Video anzusehen:

(Und für Unterwegs auch als MP3-Hörbuch.)

Roboter brauchen eine Ehtik

Auf academics.de ist heute ein Interview mit dem Informatiker Noel Sharkey über die ethische Fragen des Zusammenlebens mit Robotern zu lesen.

Roboter im Film

Thomas Assheuer wirft heute in der Zeit einen Blick auf Roboterdarstellungen im Film.

Thing bounces back …

Den zweiten Tag des zweiten Blocks zur Rekonstruktion von “Tennis for Two” auf dem Analogcomputer haben wir mit der Fehlersuche unserer gestern gesteckten Schaltung verbracht. Das Alter des Analogcomputers hat insbesondere die Einstellung der Trimmpotentiometer erschwert; nach etwa vier Stunden hatten wir die Schaltung im Prinzip jedoch fertig:

Der Film zeigt einen springenden Ball in einem begrenzten Feld. Eine Grafik-Demo, deren Überzeugungskraft sich bis in die 80er-Jahre halten konnte.

Im nächsten Block wird es darum gehen, diese physikalisch schon sehr passable Ball-Sprung-Simulation zu einem Spiel zu erweitern. Dazu müssen zwei Eingabe-Geräte an den Analogcomputer angeschlossen werden, die als “Schläger” dienen und es soll zusätzlich noch ein stilisiertes Spielfeld auf das Oszilloskop gezeichnet werden.

Die Prinzip-Schaltung und deren Beschreibung findet sich in der Anleitung des Analogcomputers. (Wird in Kürze hier veröffentlicht/verlinkt)

Ball in a Box

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Als Vorstudie zu unserer “Tennis for Two”-Implementierung auf dem Analogcomputer Telefunken RA742 haben wir heute die Schaltung eines “Ball im Kasten” nach Anleitung gesteckt, nachdem wir die Schaltung zunächst mathematisch und physikalisch analysiert hatten. Verzichtet haben wir auf eine Darstellung des Balls als Kreis, was die ohnehin schon recht komplexe Schaltung etwas vereinfacht hat. Am Ende wird der “Tennis-Ball” im Spiel ohnehin als Punkt dargestellt werden. Vielleicht lassen sich die so freigewordenen Ressourcen (Operationsverstärker und Eingänge des Oszilloskops) dann für eine Darstellung des Spielfeldes verwenden.

Hier die fertig gesteckte Spielschaltung:

(Zum Vergrößern anklicken)

Auf der linke Seite befinden sich zumeist Elemente der y-Darstellung des Balls. Dazu gehört der Betrag einer abnehmenden Schwingungsgleichung. Die Abnahme des Hüpfvorgangs wird durch die Gravitationskonstante sowie die Koeffizienten, die die Impulsgleichung ergeben (Ballmasse und -härte), bestimmt. Auf der linken Seite finden sich zumeist Schaltungen, die für die x-Ausrichtung des Balls verantwortlich sind. Hier sind die begrenzenden Faktoren die Elastizitätskoeffizienten, die den Flug bremsen, wenn der Ball gegen die Wand (links oder rechts) prallt, sowie eine Konstante für den Luftwiderstand. Die einzelnen Koeffizienten (Spielvariablen) lassen sich mit Trimmpotenziomentern einstellen. Es ist also gar kein Problem ein Tennisspiel mit einem Ball, der so schwer wie eine Kanonenkugel ist, auf dem Mond zu simulieren.

Morgen testen wir die Schaltung (indem wir sie am Oszilloskop anschließen) und verbringen den Tag mit Debugging. Im letzten Block werden wir dann auch dem Ball in der Kiste ein Tennisspiel bauen, bei dem die Schläger durch an Kabelfernsteuerungen realisierten Tastern simuliert werden und die Schlagstärke durch Trimmpotentiometer eingestellt wird.

Die Allee der Kybernauten

Im Kolloquium “Medien, die wir meinen” hat der Berliner Autor Marc Schweska am vergangenen Mittwoch aus seinem Roman “Zur letzten Instanz” gelesen. Schweska war auf meine Einladung zu uns in die Sophienstraße gekommen, nachdem ich seinen Debüt-Roman im vergangenen Jahr für Literaturkritik.de rezensiert hatte und sehr angenehm überrascht über die Detailkenntnisse des Autors in Sachen Kybernetik, Mikroelektronik und Computerprogrammierung war. Das Video der Lesung ist jetzt bei YouTube einzusehen:

Spiel/Regel(n)/Bruch

Vom 11.-13. April findet im Bereich Medienwissenschaft der HU Berlin ein durch den Lehrstuhl für Medientheorien veranstalteter Workshop über Analog-Computer statt. Unter dem Titel “Think Analogue! Archäologie, Präsenz und Künftigkeiten des Analogcomputers” stehen dort Kunstbeiträge von Musikern und Analog-Computer-Grafikern (u.a. stellt der SF-Autor Herbert W. Franke bislang unpubliziertes Bildmaterial aus den 1960er-Jahren vor!), Vorträge von Medienwissenschaftlern, Informatikern und Elektronikern sowie wie ein “Hands on”-Workshop, auf dem die Programmierung eines Analog-Computer praktisch erklärt wird, auf der Tagesordnung.

Ich selbst steuere einen Vortrag über analoge Eingabegeräte für digitale Computerspiele bei, in welchem ich mich auf meinen Forschungsgegenstand, die “Retro-Computer” (namentlich Commodore C64 und Atari XL) stütze und an praktischen Beispielen demonstriere, wie Cheating von alten Computerspielen durch analoge Eingabetechniken möglich war und ist. Darüber hinaus plane ich, zusammen mit Studenten auf einem der institutseigenen Analogcomputer das 1958 “gesteckte” Spiel “Tennis for Two” zu rekonstruieren und dort vorzustellen.

Weitere Informationen: Workshop-Seite

Insider-Informationen

 

Use the FORTH, Luke!

Nachdem ich heute bei Leo Brodie gelesen habe, dass die Spezialeffekt-Kamera für den Science-Fiction-Film “Sador – Herrscher im Weltraum” (USA 1980, Jimmy T. Murakami) mittels eines FORTH-programmierten Roboters gesteuert wurde, habe ich mich auf die Suche gemacht und gerade einen Artikel in einer (vollständig digital vorliegenden) FORTH-Zeitschrift dazu auf einer FORTH-Webseite gefunden:

Daniel Slater: A State Space Approach to Robotics. In: The Journal of FORTH Application and Research. Vol. 1, Nr. 1 (1983), S. 17-22.

Spiegelbilder 2.0

In Kürze erscheint die zweite Auflage meiner Monografie “Spiegelbilder. Strategien der ästhetischen Verdopplung in den Filmen von David Lynchim Hamburger Verlag Dr. Kovac. Das Buch ist neu korrigiert, gesetzt, um einige Hinweise erweitert und ein wenig im Preis gesenkt worden.

Wahrscheinlich ist es zur Tagung “David Lynch. The Art of Real”, die vom 28.-30.06. in Berlin stattfindet, längst wieder lieferbar. Dort werde ich einen Vortrag über utopische Medien in Lynchville halten – neben einschlägigen Lynch-Exegeten wie Martha P. Noachimson, sowie verschiedenen Medien- und Kulturwissenschaftlern (zu denen ich ja – laut “Spiegelbilder” – auch David Lynch selbst zähle, der deshalb auch dort ist).

Pagetable

Auf dieses Blog möchte ich dann doch mal hier, zentral hinweisen (und nicht bloß in meiner Blogroll): Pagetable.

Dort beschäftigt man sich seit ein paar Jahren mit “trivia, tricks, puzzles and whines about assembly language”, wie es heißt. Es findet sich eine unglaubliche Menge an detaillierten Auseinandersetzungen mit der Retro-Computer-Technik, insbesondere Commodore-Computern, die von Anekdoten bis hinunter auf die Assembler-Ebene reicht. Das Blog gehört in jede gut sortierte Link-Liste einschlägiger Webseiten!

30 Jahre Brotkasten

SpOn erinnert in einem langen Artikel an die Veröffentlichung des Commdore 64 am 10. Januar 1982.

Mit ELAN die Hardware vergessen (machen)

Als ich 1987 von der Haupt- an die Berufsschule in eine Wirtschaftsklasse wechselte, gab es dort (endlich!) auch einen richtigen Informatik-Unterrricht, in dem Programmieren gelehrt wurde. (In meiner vorherigen Schule gab es zwar eine “Computer-AG”, in der wurden allerdings lediglich an C64-Computern mit Bernstein-Monitoren BASIC-Listings aus dem Benutzerhandbuch abgetippt). Nun, an der Berufsschule, sollte die Sache aber ernst werden. Dazu hatte man in einem EDV-Raum ein Master-Slave-System, bestehend aus Olivetti M20 und M24 aufgebaut. Das Betriebssystem, das auf den Geräten lieft, hieß EUMEL und die Programmiersprache, die unterrichtet wurde, war ELAN … Gestern habe ich nun günstig ein ELAN-Handbuch erstanden und gleich einmal angefangen, darin herumzulesen.

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Lehre im Sommersemester 2012

Die Termine & Orte sowie zusätzliche Informationen für meine Lehrveranstaltung sind nun bekannt:

Seminar “Science/Fiction/Computing. Wechselwirkungen zwischen Technologie und Fiktion(en) des Computers

  • geöffnet für: M.A. MeWi (Modul “Medienperformanz”) & M.A. KuWi
  • Zeit und Ort: Montags, 14-18 Uhr, Medientheater (die ersten 2 Stunden bestehen aus einer gemeinsamen, obligatorischen Filmsichtung)
  • Im Rahmen des Seminars werden Dr. Ralf Bülow und Wolfgang Neuhaus Vorträge zu Aspekten des Themengebiets halten.

Seminar “DRAWTO X,Y. Computergrafik-Programmierung unter LOGO und BASIC

  • geöffnet für: B.A. MeWi, B.A. Musik & MeWi (jeweils Modul I)
    Mittwochs 12-14 Uhr, Signallabor (Achtung: Startveranstaltung: Mittwoch, 11.04., 16:00 Uhr, Medientheater – Vortrag von Prof. Dr. Herbert W. Franke über frühe Computergrafik)
  • Im Rahmen des Seminars wird mein Kollege Matthias Wannhoff, B.A. einen Vortrag zum Thema “Diagrammatik” halten.

Projektbetreuung: “Hardwhere? Softwhere? Exploration und Dokumentation von Einplatinen-Computern

  • geöffnet für: B.A. MeWi (Modul VI: “Projektmodul”)
  • Erstbesprechung: Mittwoch, 11.04.2012, 12-14 Uhr (Signallabor), danach vierwöchentliche Treffen nach Vereinbarung

Hinter den Links verbergen sich die bereits angelegten Moodle-Kurse. Wer sich für die Veranstaltungen anmeldet/interessiert, erfährt die jeweiligen Passwörter in der Auftaktveranstaltung bzw. per E-Mail von mir.