»Attentoon all Robomen! Attack the Daleks!«

Daleks‘ Invasion Earth: 2150 AD (UK 1966, Gordon Flemyng) (DVD)

Robomen und Dalek

Viel Neues fügt die Spielfilmfortsetzung von „Dr. Who and the Daleks“ dem Thema Roboter nicht hinzu. Dieses mal reist der Doktor ins Erden-Jahr 2150 und hat versehentlich einen Polizisten an Bord, der die TARDIS mit einer Notrufsäule verwechselt hat. Die Erde der Zukunft ist nun wirklich postapokalyptisch – zumindest London, das der Handlungsort des Films ist. Dort haben die Daleks die Menschen versklavt; die intelligentesten von ihnen wurden durch Hypnose „robotized“ – zu menschlichen Maschinen, so genannten „Robomen“, umfunktioniert. Der Sinn der ganzen Aktion findet sich darin, dass die Daleks Sklaven benötigen, weil sie den Erdkern anbohren wollen, um an das für sie wertvolle Eisenerz zu gelangen. Die „Robomen“ dienen ihnen als Funktionshäftlinge, wohl auch, weil sie wendiger und resistenter als die Daleks sind. Den Plan der Daleks vereitelt allerdings Dr. Who, seine Tochter, seine Enkelin und der besagte Polizist, indem sie sich dem menschlichen Widerstand anschließen.

Daleks über London

Beinahe wirkt es so, als habe der allzu zögerliche Schluss des Vorgängerfilms die Produzenten auf die Idee gebracht, nun doch die Erde selbst dem Untergang zu weihen. Das postapokalyptische London sieht aus wie eine Großstadt im Zweiten Weltkrieg nach dem Flächenbombardement. Der Grusel dieses Anblicks dürfte vielen Zuschauern des Films angesichts der rauchenden Ruinen gekommen sein. In Verbindung damit wirken die schwarzen Uniformen der Robomen und ihre Funktion als eine Art „Kapo“ besonders bedrückend.

The Creation of Robomen

Für meinen Diskurs markant ist neben dieser Tatsache vor allem die Umprogrammierung der Menschen mithilfe einer Hypnotisier-Anlage. Stellen die Daleks bereits Cyborgs dar (in den Roboter-Körpern befinden sich ja Mutanten-Wesen), so werden die Menschen mithilfe der Hypnose und einer besonderen Uniform, an deren Helm Kommunikationseinrichtungen angebracht sind, ebenfalls zu solchen. Der Film führt diese Umwandlung vor, zeigt später, wie ein Mensch versucht, sich zwischen diesen Mensch-Maschinen zu verbergen, was ihm sichtlich schwer fällt.

Über Stefan Höltgen

siehe: http://about.me/hoeltgen

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