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Februar 13th, 2008:

»CQ … CQ … seek you …«

Das letzte Testament (Testament, USA 1983, Lynne Littman) (VHS)

Zur Entstehungszeit des Films war der atomare Holocaust oft so spürbar nah, dass ich fast täglich damit gerechnet habe, dass die Welt untergeht. Sicherlich: Ein Großteil dieser Befürchtung basierte auf meinem noch recht kindlichen Bewusstsein und dem Unverständnis der internationalen Politik – und vielleicht auch auf der beginnenden Pubertät. Wenn ich mir aber heute “Das letzte Testament” ansehe, dann wird diese Angst wieder spürbar, als wäre sie immer noch real. Das liegt nun aber daran, dass der Film all das richtig macht, was “The Day After” vernachlässigt hatte, weil er gleichzeitig Katastrophenfilm und Tragödie sein wollte. Littmans Film beschränkt sich auf den zweiten Aspekt, zeigt eine Familie in einer kalifornischen Kleinstadt, die aus heiterem Himmel und ohne Vorwarnung von einem Atomangriff in weiter Ferne überrascht wird, so dass zunächst nur der Blitz zu sehen ist. Nach und nach beginnt jedoch der Zerfall. Zuerst sterben die Kinder und die Alten an der Strahlenkrankheit, dann bricht das soziale Gefüge zusammen, die Menschen taumeln wie in Trance durch die Straßen und können in ihrer Not Recht und Unrecht nicht mehr voneinander unterscheiden. Der Frau, deren Schicksal wir miterleben, sterben die eigenen und die zur Pflege aufgenommenen Kinder, die sie schließlich selbst begraben muss. Und trotzdem versucht die Kraft nicht zu verlieren und klammert sich an die vage Hoffnung, dass ihr Mann vielleicht doch noch von seiner Geschäftsreise zurückkehrt, zu der er am Morgen des Weltuntergangs aufgebrochen war.
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